Wem gehört Fanta? Die Marke ist Eigentum von The Coca-Cola Company mit Sitz in Atlanta (USA), einem börsennotierten Konzern mit 47,9 Mrd. US-Dollar Umsatz im Jahr 2025. Entstanden ist Fanta 1940 in Essen, als die deutsche Coca-Cola GmbH unter Max Keith wegen des Krieges kein Cola-Konzentrat mehr bekam. In Deutschland füllt heute Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) das Getränk ab, ein eigenständiges, ebenfalls börsennotiertes Unternehmen. Stand 2026.
Key Takeaways
- Markeninhaber ist The Coca-Cola Company (Atlanta, USA), gegründet 1892, an der New Yorker Börse notiert (Kürzel „KO“).
- Fanta entstand 1940 bei der Coca-Cola GmbH in Essen unter Geschäftsführer Max Keith – als Ersatzgetränk aus Molke, Apfeltrester und Rübenzucker.
- Der Name geht auf das Wort „Fantasie“ zurück; der Vorschlag kam vom Verkäufer Joe Knipp.
- 1955 startete Fanta in Neapel als Orangenlimonade neu; bis 1960 war die Marke in 36 Ländern erhältlich.
- Größter Einzelaktionär des Mutterkonzerns ist Berkshire Hathaway mit rund 9,3 Prozent, gefolgt von Vanguard (8,4 Prozent) und BlackRock (5,6 Prozent).
- Abfüller in Deutschland ist Coca-Cola Europacific Partners mit Deutschland-Zentrale in Berlin; am CCEP-Konzern hält The Coca-Cola Company 19 Prozent.
- Laut Konzernangaben wird Fanta in rund 180 Ländern in über 100 Geschmacksrichtungen verkauft; seit dem 31. März 2026 führt Henrique Braun den Mutterkonzern als CEO.
| Name | Fanta (Getränkemarke) |
|---|---|
| Gegründet | 1940 in Essen (Coca-Cola GmbH); Neustart 1955 in Neapel |
| Branche | Erfrischungsgetränke (Limonade) |
| Eigentümer | The Coca-Cola Company, Atlanta (USA), NYSE: KO |
| Sitz | Atlanta, Georgia (Markeninhaber); Abfüller Deutschland: CCEP Deutschland GmbH, Berlin |
| Umsatz | The Coca-Cola Company: 47,9 Mrd. US-Dollar (2025); CCEP: 20,9 Mrd. Euro (2025) |
| Mitarbeiter | The Coca-Cola Company: rund 69.700 (2024); CCEP Deutschland: rund 6.500 |
Geschichte und Herkunft
Die Geschichte von Fanta beginnt im Zweiten Weltkrieg. 1939 setzte Coca-Cola in Deutschland bereits 4,5 Millionen Kisten pro Jahr ab, dann unterbrach der Krieg die Lieferung des Konzentrats aus den USA. Max Keith, seit 1938 Geschäftsführer der Coca-Cola GmbH in Essen, beauftragte seinen Chefchemiker, aus verfügbaren Resten ein neues Getränk zu mischen: Molke aus der Käseherstellung, Apfeltrester aus Mostereien, Rübenzucker und saisonales Obst. Der Name des Chemikers ist in seriösen Quellen nicht belegt.
Der Markenname ist bis heute eine Anekdote: Keith forderte seine Belegschaft auf, bei der Namenssuche ihre Fantasie zu benutzen, worauf der Verkäufer Joe Knipp „Fanta!“ rief. 1940 wurde der Name als Marke eingetragen; 1943 wurden rund drei Millionen Kisten verkauft.
Nach Kriegsende übernahm der US-Konzern wieder die Kontrolle über Werk und Markenrechte; die braune Kriegsfanta wurde eingestellt. Der zweite Anlauf kam aus Italien: 1954 schlug der neapolitanische Abfüller eine Orangenlimonade mit regionalen Zitrusfrüchten vor, 1955 entstand in Atlanta die Rezeptur für Fanta Orange, und Raymond Loewy entwarf die braune Ringflasche. Bis 1960 war Fanta in 36 Ländern erhältlich; im selben Jahr übernahm The Coca-Cola Company den weltweiten Vertrieb.
Eigentümerstruktur im Detail

Wem gehört Fanta heute? Die Markenrechte liegen vollständig bei The Coca-Cola Company. Der Konzern wurde 1892 in Atlanta gegründet und ist an der New Yorker Börse unter dem Kürzel „KO“ notiert. Es gibt also keinen einzelnen Eigentümer, sondern einen breiten Aktionärskreis. Größter Einzelaktionär ist Berkshire Hathaway, die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett, mit rund 9,3 Prozent der Aktien (Stand Geschäftsbericht 2025). Dahinter folgen Vanguard mit 8,4 Prozent und BlackRock mit 5,6 Prozent; der Rest ist Streubesitz.
Entscheidend ist das Franchise-System: The Coca-Cola Company produziert vor allem Konzentrate und verkauft diese an unabhängige Abfüller mit exklusiven Gebietsrechten, die das Getränk mischen, abfüllen und den Handel beliefern. Für Deutschland, zwölf weitere westeuropäische Länder sowie Australien, Neuseeland, Indonesien und die Philippinen ist Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) zuständig. CCEP entstand 2016 durch die Fusion mehrerer Abfüller, darunter der deutschen Coca-Cola Erfrischungsgetränke, und trägt seit der Übernahme von Coca-Cola Amatil 2021 den heutigen Namen. Der Mutterkonzern hält 19 Prozent an CCEP, die spanische Holding Olive Partners 36 Prozent, 45 Prozent sind Streubesitz.
Die Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH mit Sitz in Berlin beschäftigte im Herbst 2024 rund 6.500 Menschen an 27 Standorten, davon 14 Produktionswerke.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Beim Mutterkonzern gab es 2026 einen Führungswechsel: Seit dem 31. März 2026 ist Henrique Braun, zuvor operativer Chef, neuer CEO von The Coca-Cola Company; James Quincey wurde nach neun Jahren an der Spitze Executive Chairman. Das Geschäftsjahr 2025 schloss der Konzern mit 47,9 Mrd. US-Dollar Umsatz (plus 2 Prozent) und einem Gewinn je Aktie von 3,04 US-Dollar ab. Das Segment der fruchtigen Limonaden, zu dem Fanta und Sprite gehören, verlor 2025 weltweit ein Prozent Absatzvolumen.
Der Abfüller CCEP erzielte 2025 einen Umsatz von 20,9 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn von 2,79 Mrd. Euro. In Deutschland lief das Geschäft schwächer: CCEP schloss 2025 fünf Standorte, darunter die Produktion in Köln, und strich 505 Stellen. Für die Marke war hierzulande Fanta Exotic mit und ohne Zucker 2025 der stärkste Wachstumstreiber; für 2026 ist Fanta Tutti Frutti Zero als neue zuckerfreie Sorte angekündigt.
Geschäftsmodell und Kennzahlen
The Coca-Cola Company veröffentlicht keine Umsatzzahlen für einzelne Marken. Belegt ist, dass Fanta nach Coca-Cola die zweitälteste Marke des Konzerns ist, in rund 180 Ländern verkauft wird und über 100 Geschmacksrichtungen umfasst; Fanta Orange ist die beliebteste Sorte. Der Konzern selbst bietet rund 200 Marken in mehr als 200 Ländern und Gebieten an.
Die Rezeptur wird je nach Markt und Steuerrecht angepasst. In Großbritannien senkte Coca-Cola den Zuckergehalt vor der Zuckersteuer 2018 auf rund 4,5 Gramm je 100 Milliliter; die deutsche Fanta enthielt laut Stiftung Warentest 2019 mit rund 45 Gramm pro halbem Liter etwa doppelt so viel Zucker. Zum 75. Jubiläum 2015 erschien in Deutschland eine „Fanta Klassik“ mit 30 Prozent Molke- und Tresteranteil; ein Werbespot, der von der „guten alten Zeit“ sprach, wurde nach Kritik an der Anspielung auf die Kriegsjahre zurückgezogen.
FAQ
Wem gehört die Marke Fanta? Fanta gehört The Coca-Cola Company mit Sitz in Atlanta. Der Konzern ist börsennotiert; größter Einzelaktionär ist Berkshire Hathaway mit rund 9,3 Prozent.
Wer hat Fanta erfunden? Fanta entstand 1940 bei der Coca-Cola GmbH in Essen unter Geschäftsführer Max Keith, der seinen Chefchemiker mit der Entwicklung beauftragte; dessen Name ist nicht belegt.
Woher kommt der Name Fanta? Der Name leitet sich vom Wort „Fantasie“ ab. Max Keith bat seine Mitarbeiter, ihre Fantasie spielen zu lassen, und der Verkäufer Joe Knipp antwortete mit „Fanta“.
Ist Fanta ein deutsches Unternehmen? Nein. Fanta ist keine eigene Firma, sondern eine Marke des US-Konzerns The Coca-Cola Company; nur Entstehung und Abfüllung sind deutsch.
Wer stellt Fanta in Deutschland her? Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH mit Sitz in Berlin füllt Fanta ab und vertreibt es. Das Konzentrat liefert The Coca-Cola Company, die 19 Prozent an CCEP hält.
Wie viel Umsatz macht Fanta? Coca-Cola weist keine Umsätze für einzelne Marken aus. Der Gesamtkonzern erzielte 2025 einen Umsatz von 47,9 Mrd. US-Dollar, der Abfüller CCEP 20,9 Mrd. Euro.
Fazit
Fanta ist eine deutsche Erfindung in amerikanischem Besitz. Die Marke gehört The Coca-Cola Company, deren Aktien breit gestreut sind und deren größter Einzelaktionär Berkshire Hathaway ist. Das Franchise-System trennt Markenbesitz und Produktion: Der Konzern liefert Konzentrat, der Abfüller CCEP füllt in Deutschland ab und beliefert den Handel. Mit rund 180 Ländern und über 100 Sorten bleibt Fanta eine tragende Säule im Limonadengeschäft des Konzerns. Stand 2026.
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