Wem gehört Canva? Eigentümer und Struktur 2026

Wem gehört Canva?

Canva gehört keinem Konzern, sondern ist Stand 2026 ein privat gehaltenes Unternehmen. Größte Anteilseigner sind die Gründer Melanie Perkins, Cliff Obrecht und Cameron Adams sowie Investoren wie Blackbird Ventures. Beim Mitarbeiter-Aktienverkauf im August 2025 wurde die Design-Plattform aus Sydney laut Bloomberg mit 42 Milliarden US-Dollar bewertet. Ein Börsengang wird für 2027 in Aussicht gestellt.

Key Takeaways

  • Canva ist nicht börsennotiert; Eigentümer sind die Gründer Perkins, Obrecht und Adams sowie Investoren wie Blackbird Ventures, Sequoia Capital, Coatue, ICONIQ und Fidelity.
  • Medienberichten zufolge halten Perkins und Obrecht gemeinsam rund 30 Prozent der Anteile; eine offizielle Aktionärsliste gibt es nicht.
  • Bewertung: 40 Mrd. US-Dollar (Finanzierungsrunde 2021), 26 Mrd. (Secondary Sale Anfang 2024), 32 Mrd. (Oktober 2024), 42 Mrd. US-Dollar (August 2025).
  • Umsatz: rund 4 Mrd. US-Dollar wiederkehrender Jahresumsatz (ARR) Ende 2025 laut Mitgründer Obrecht; über 265 Millionen monatliche Nutzer, 31 Millionen zahlende Abonnenten.
  • Übernahmen: u. a. Pixabay und Pexels (2019), Affinity/Serif (2024, rund 380 Mio. US-Dollar laut Bloomberg), Leonardo.ai (2024), Ortto (2026).
  • Seit Februar 2025 ist die Konzernmutter eine Gesellschaft in Delaware (USA); ein US-Börsengang wird für 2027 angestrebt, im August 2026 senkte Canva jedoch die Wachstumsprognose wegen hoher KI-Kosten.
NameCanva (Canva, Inc.; australische Gesellschaft Canva Pty Ltd)
Gegründet2012, Start der Plattform im Januar 2013
HauptsitzSydney, Australien (Holding seit 2025 in Delaware, USA)
BrancheSoftware, Online-Grafikdesign, KI-Anwendungen
EigentümerGründer Perkins, Obrecht, Adams; Blackbird Ventures, Sequoia, Felicis, Coatue, ICONIQ, Fidelity, T. Rowe Price u. a.; Mitarbeiter
Rechtsform / BörsePrivat gehalten, nicht börsennotiert; Börsengang für 2027 angestrebt
Bewertung42 Mrd. US-Dollar (Aktienverkauf August 2025, Bloomberg)
Umsatzrund 4 Mrd. US-Dollar ARR (Ende 2025, Unternehmensangabe)
Mitarbeiterrund 5.500 (2024, Wikipedia)

Geschichte und Herkunft

In Perth gründeten Melanie Perkins und Cliff Obrecht 2007 „Fusion Books“, eine Online-Software für Schuljahrbücher. Diese Idee wurde zum Kern von Canva. Nach vielen Absagen fand Perkins 2012 mit Blackbird Ventures einen ersten Kapitalgeber; mit dem früheren Google-Entwickler Cameron Adams kam der dritte Mitgründer hinzu.

Die Plattform ging im Januar 2013 online und zählte laut Wikipedia schon im ersten Jahr über 750.000 Nutzer. Seit 2017 schreibt Canva schwarze Zahlen. Im Januar 2018 wurde Canva mit einer Runde von Sequoia, Blackbird und Felicis zum „Einhorn“. Im September 2021 bewerteten Investoren das Unternehmen mit 40 Milliarden US-Dollar; 2022 korrigierten australische Fonds den Wert um rund ein Drittel nach unten.

Eigentümerstruktur im Detail

Wem gehört Canva? Eigentümerstruktur mit Gründern, Investoren, Bewertungen und Meilensteinen 2026
Wem gehört Canva? Eigentümer und Struktur 2026 2

Canva veröffentlicht als Privatunternehmen keine Aktionärsliste; die Struktur lässt sich nur aus Finanzierungsrunden, Secondary-Verkäufen und Medienberichten ableiten. An der Spitze stehen die Gründer Melanie Perkins (Vorstandsvorsitzende), ihr Ehemann Cliff Obrecht (COO) und Cameron Adams (Produktchef). Laut Berichten unter anderem von Forbes halten Perkins und Obrecht gemeinsam rund 30 Prozent des Unternehmens; Adams hält einen kleineren Anteil, dessen genaue Höhe nicht öffentlich bekannt ist.

Größter externer Frühphasen-Investor ist Blackbird Ventures. Laut Startup Daily hielt Blackbird 2023 rund 15 Prozent an Canva und verkaufte im August 2023 einen kleinen Teil davon für 150 Millionen US-Dollar an Coatue und ICONIQ Capital, zu einer Bewertung von 25,5 Milliarden US-Dollar. Weitere Kapitalgeber sind Sequoia Capital, Felicis Ventures, Bessemer, Bond, Dragoneer, T. Rowe Price und Franklin Templeton sowie australische Pensionsfonds wie AustralianSuper, Hostplus und Aware Super.

Seit 2024 hat sich der Eigentümerkreis über den Sekundärmarkt erweitert. Anfang 2024 wechselten laut TechCrunch und Startup Daily Anteile für rund 1,6 Milliarden US-Dollar zu einer Bewertung von 26 Milliarden US-Dollar den Besitzer, unter anderem an Quadrant Private Equity. Im Oktober 2024 stieg die Bewertung auf 32 Milliarden US-Dollar, im August 2025 folgte laut Bloomberg ein Mitarbeiter-Aktienverkauf zu 42 Milliarden US-Dollar mit Fidelity und JPMorgan Asset Management als Käufern. Laut Wikipedia wurde im Februar 2025 zudem eine neue Muttergesellschaft in Delaware geschaffen, um einen Börsengang vorzubereiten; die bisherige australische Mutter firmiert als „Canva Australia Holdings Pty Ltd“.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

Im Februar 2026 gab Cliff Obrecht bekannt, dass der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) zum Jahresende 2025 rund 4 Milliarden US-Dollar erreicht hat, davon 500 Millionen US-Dollar mit Firmenkunden. Die Plattform zählte demnach über 265 Millionen monatlich aktive Nutzer (plus 20 Prozent) und mehr als 31 Millionen zahlende Abonnenten. Im Oktober 2025 stellte Canva die Profi-Software Affinity kostenlos zur Verfügung, um Adobe anzugreifen.

Im November 2024 holte Canva mit Kelly Steckelberg die frühere Finanzchefin von Zoom als CFO. Im April 2026 sagte Obrecht dem Branchendienst Capital Brief, Canva sei „von allen Kennzahlen her IPO-bereit“, wolle aber zuerst den Umbau des Geschäftsmodells hin zu KI-Nutzungsguthaben abschließen; als Zeitpunkt nannte er 2027. Ein Börsenprospekt liegt Stand September 2026 nicht vor.

Im August 2026 senkte Canva laut The Information und Fortune seine Umsatzwachstumserwartung für 2026 von 30 auf 20 Prozent, weil die im April 2026 gestartete Version „Canva AI 2.0″ stärker genutzt wurde als geplant und die Rechenkosten in die Höhe trieb. Parallel übernahm Canva 2026 laut Startup Daily die Animationssoftware Cavalry, die KI-Firmen Mango.AI und Simtheory sowie den Marketing-Automatisierer Ortto.

Geschäftszahlen, Übernahmen und Marken

Der annualisierte Umsatz stieg laut Startup Daily von 2,5 Milliarden US-Dollar im Oktober 2024 auf rund 4 Milliarden US-Dollar Ende 2025; Gewinnzahlen veröffentlicht Canva nicht. Zwei Übernahmen prägen das Markenportfolio: Im März 2024 kaufte Canva den britischen Hersteller Serif mit der Profi-Suite Affinity, laut Bloomberg für rund 380 Millionen US-Dollar; rund 90 Mitarbeiter und etwa 3 Millionen Affinity-Nutzer kamen hinzu.

Im Juli 2024 folgte das Sydneyer KI-Start-up Leonardo.ai mit rund 120 Beschäftigten und über 19 Millionen registrierten Nutzern; der Kaufpreis wurde nicht genannt. Zu den Marken gehören außerdem Pexels, Pixabay, Flourish, Kaleido, Smartmockups und seit 2025 MagicBrief.

Die Eigentümer: Vermögensbasis

Die Vermögensbasis der Gründer besteht im Wesentlichen aus ihren Canva-Anteilen. Perkins, Obrecht und Adams werden von Forbes regelmäßig unter den reichsten Australiern geführt. uamr.de nennt bewusst keine Vermögensbeträge für Privatpersonen, zumal sich der Wert nicht gehandelter Anteile nur aus Bewertungsrunden ableiten lässt.

Perkins und Obrecht traten 2021 der „Giving Pledge“-Initiative bei und haben einen Teil ihrer Canva-Anteile der Canva Foundation zugesagt, die unter anderem mit der Hilfsorganisation GiveDirectly Bargeldtransfers in Malawi finanziert.

FAQ

Wem gehört Canva? Den Gründern Melanie Perkins, Cliff Obrecht und Cameron Adams sowie Investoren wie Blackbird Ventures, Sequoia Capital, Coatue, ICONIQ und Fidelity. Einen Mutterkonzern gibt es nicht.

Ist Canva an der Börse? Nein, Stand September 2026 ist Canva nicht börsennotiert. Mitgründer Cliff Obrecht nannte im April 2026 das Jahr 2027 als Ziel, voraussichtlich in den USA.

Wie viel ist Canva wert? Beim Mitarbeiter-Aktienverkauf im August 2025 laut Bloomberg 42 Milliarden US-Dollar, nach 32 Milliarden im Oktober 2024 und 40 Milliarden in der Finanzierungsrunde 2021.

Wie viel Umsatz macht Canva? Laut Unternehmensangaben vom Februar 2026 rund 4 Milliarden US-Dollar wiederkehrenden Jahresumsatz (Ende 2025). Gewinnzahlen veröffentlicht Canva nicht.

Welche Firmen hat Canva übernommen? Unter anderem Pixabay und Pexels (2019), Flourish (2022), Affinity/Serif und Leonardo.ai (2024), MagicBrief (2025) sowie Cavalry, Simtheory und Ortto (2026).

Warum sitzt die Canva-Mutter jetzt in den USA? Im Februar 2025 schuf Canva eine Holding in Delaware, um einen US-Börsengang vorzubereiten; der operative Hauptsitz bleibt Sydney.

Fazit

Canva ist Stand 2026 eines der wertvollsten nicht börsennotierten Softwareunternehmen der Welt und bleibt in der Hand seiner Gründer und Investoren. Die Bewertung von 42 Milliarden US-Dollar (August 2025) und ein Jahresumsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar zeigen, dass das Modell auch im KI-Zeitalter trägt, selbst wenn hohe Rechenkosten das Wachstum 2026 bremsen.

Für Anleger ist Canva bislang nur über den Sekundärmarkt oder Fonds erreichbar. Kommt der für 2027 angepeilte Börsengang, verbreitert sich die Eigentümerstruktur; die Kontrolle bliebe aber wohl bei Perkins, Obrecht und Adams.