Burger King gehört zu 100 Prozent der Restaurant Brands International Inc. (RBI), einer börsennotierten Fast-Food-Holding mit Sitz in Toronto. RBI entstand im Dezember 2014 aus der Fusion von Burger King mit der kanadischen Kaffeehauskette Tim Hortons und wird in New York und Toronto unter dem Kürzel QSR gehandelt. Größter Einzelaktionär ist 3G Capital, das laut einer Pflichtmitteilung vom August 2026 noch 21,3 Prozent kontrolliert; der Rest liegt im Streubesitz. In Deutschland führt die Burger King Deutschland GmbH in Hannover die Marke, deren Mehrheit seit Ende 2021 beim Investmentfonds McWin liegt.
Key Takeaways
- Burger King ist eine hundertprozentige Marke der Restaurant Brands International Inc. (RBI) in Toronto, zu der auch Tim Hortons, Popeyes und Firehouse Subs gehören.
- 3G Capital hält laut SEC-Meldung vom August 2026 rund 21,3 Prozent an RBI, nach etwa 47 Prozent bei der Fusion 2014; 78,7 Prozent sind Streubesitz.
- Berkshire Hathaway finanzierte die Fusion 2014 mit 3 Mrd. US-Dollar Vorzugsaktien zu 9 Prozent Dividende, wurde Ende 2017 ausgezahlt und verkaufte 2020 die letzten Aktien.
- Die Kette entstand 1954 in Miami und wechselte über Pillsbury, Grand Metropolitan, Diageo, Finanzinvestoren und 3G Capital mehrfach den Besitzer.
- RBI erzielte 2025 einen Umsatz von 9,43 Mrd. US-Dollar und einen Nettogewinn von 1,08 Mrd. US-Dollar bei 33.041 Restaurants weltweit.
- Burger King Deutschland zählt rund 760 Restaurants und 25.000 Beschäftigte; Mehrheitseigentümer ist der McWin Food Ecosystem Fund, RBI bleibt Mitgesellschafter.
| Name | Burger King (Marke der Restaurant Brands International Inc.) |
|---|---|
| Gegründet | 1953 als Insta-Burger King in Jacksonville, 1954 Neustart in Miami durch McLamore und Edgerton |
| Sitz | Markenzentrale Miami; Konzernsitz RBI in Toronto; Deutschland: Hannover |
| Branche | Systemgastronomie, Schnellrestaurants, Franchising |
| Eigentümer | Restaurant Brands International Inc. (100 Prozent); größter RBI-Aktionär 3G Capital mit 21,3 Prozent (August 2026), Rest Streubesitz |
| Muttergesellschaft | Restaurant Brands International Inc., notiert an NYSE und Toronto Stock Exchange (Kürzel QSR) |
| Umsatz / Mitarbeiter | RBI 2025: 9,43 Mrd. US-Dollar Umsatz, 1,08 Mrd. US-Dollar Nettogewinn, 33.041 Restaurants, rund 6.300 Konzernmitarbeiter; Deutschland: rund 1,3 Mrd. Euro Umsatz, 760 Restaurants, 25.000 Beschäftigte |
| Vermögensbasis | Markenrechte und Franchisegebühren von Burger King, Tim Hortons, Popeyes und Firehouse Subs; Beteiligung an Burger King China (17 Prozent) |
Geschichte und Herkunft
Die Wurzeln liegen in Jacksonville, Florida, wo Keith Cramer und Matthew Burns 1953 das erste „Insta-Burger King“ eröffneten. 1954 übernahmen die Miami-Franchisenehmer James McLamore und David Edgerton das Konzept, kürzten den Namen auf „Burger King“ und brachten 1957 den „Whopper“ auf die Karte.
1967 verkauften die Gründer an den Lebensmittelkonzern Pillsbury. 1989 schluckte der britische Konzern Grand Metropolitan Pillsbury samt Burger King; aus dessen Fusion mit Guinness entstand 1997 Diageo. 2002 kaufte ein Konsortium aus TPG Capital, Bain Capital und Goldman Sachs Capital Partners die Kette für 1,5 Mrd. US-Dollar und brachte sie 2006 an die Börse.
2010 übernahm die von brasilianischen Investoren um Jorge Paulo Lemann geführte 3G Capital Burger King für 3,26 Mrd. US-Dollar und nahm die Aktie vom Kurszettel. 2014 folgte die 12,5 Mrd. US-Dollar schwere Fusion mit Tim Hortons; am 15. Dezember 2014 entstand daraus Restaurant Brands International mit Sitz in Kanada. Später kamen Popeyes (2017, 1,8 Mrd. US-Dollar), Firehouse Subs (2021, 1 Mrd. US-Dollar) und 2024 für rund 1 Mrd. US-Dollar der US-Großfranchisenehmer Carrols mit 1.022 Burger-King-Restaurants hinzu.
Eigentümerstruktur im Detail

Burger King ist heute kein eigenständiges Unternehmen, sondern eine Marke von RBI; wer Burger King besitzt, ist deshalb eine Frage nach den RBI-Aktionären. Ankerinvestor ist 3G Capital, das seine Beteiligung über Exchangeable Units hält, die eins zu eins in RBI-Aktien tauschbar sind. Laut Wikipedia hielt 3G nach der Fusion 2014 etwa 47 Prozent und baute den Anteil schrittweise ab. In einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC vom 12. August 2026 gab 3G noch 94,37 Millionen Units an, was 21,3 Prozent entspricht. Die übrigen 78,7 Prozent liegen im Streubesitz, überwiegend bei institutionellen Investoren.
Eine Sonderrolle spielte Warren Buffetts Berkshire Hathaway: Zur Finanzierung der Tim-Hortons-Übernahme zeichnete Berkshire im Dezember 2014 Vorzugsaktien über 3 Mrd. US-Dollar mit 9 Prozent Dividende und erhielt Optionsscheine auf rund 8,4 Millionen Stammaktien. Ende 2017 löste RBI die Vorzugsaktien ab, die restliche Position von rund 4,8 Prozent verkaufte Berkshire bis August 2020. An der Konzernspitze steht seit März 2023 Joshua Kobza als CEO, Verwaltungsratsvorsitzender ist der frühere Domino’s-Chef Patrick Doyle; beide Positionen blieben 2025 und 2026 unverändert.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Im Geschäftsjahr 2025 steigerte RBI den Umsatz auf 9,43 Mrd. US-Dollar und erzielte einen Nettogewinn von 1,08 Mrd. US-Dollar. Der Systemumsatz aller Restaurants inklusive Franchisenehmer wuchs um 5,3 Prozent auf 46,76 Mrd. US-Dollar. Zum Jahresende zählte der Konzern 33.041 Restaurants, darunter mehr als 19.000 Burger-King-Filialen in über 120 Ländern. Für 2026 peilt RBI eine Dividende von 2,60 US-Dollar je Aktie an.
Größte Veränderung war das China-Geschäft. Am 14. Februar 2025 übernahm RBI die restlichen Anteile an Burger King China vom bisherigen Master-Franchisenehmer. Im November 2025 vereinbarte der Konzern ein Joint Venture mit dem chinesischen Investor CPE, das am 30. Januar 2026 vollzogen wurde: CPE bringt 350 Mio. US-Dollar ein und hält rund 83 Prozent, RBI behält 17 Prozent, einen Verwaltungsratssitz und die Lizenzgebühren. Die rund 1.250 Restaurants in China sollen bis 2035 auf mehr als 4.000 wachsen. Im zweiten Quartal 2026 meldete Burger King USA zudem ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 8,5 Prozent bei konzernweit 33.156 Restaurants.
Burger King in Deutschland
In Deutschland eröffnete das erste Restaurant am 15. Juli 1976 am Berliner Kurfürstendamm; 2026 feiert die Marke ihr 50-jähriges Jubiläum. Die Burger King Deutschland GmbH in Hannover ist Master-Franchisenehmerin, betreibt rund 145 Restaurants selbst und hat etwa 615 an über 100 Franchisenehmer vergeben; insgesamt sind es rund 760 Standorte mit etwa 25.000 Beschäftigten. Der Nettoumsatz lag laut Bundesverband der Systemgastronomie 2024 bei 1,3 Mrd. Euro und wurde für 2025 auf ebenfalls rund 1,3 Mrd. Euro geschätzt.
Die Eigentümer der deutschen Gesellschaft wechselten mehrfach. 2015 stieg die Hannoveraner Baum Unternehmensgruppe als Hauptgesellschafterin ein. Im Dezember 2021 gab sie ihre Mehrheit an den McWin Food Ecosystem Fund der US-Investoren Henry McGovern und Steve Winegar ab, vollzogen im Mai 2022; zweiter Gesellschafter blieb die Konzernmutter RBI. Ein Rückkauf durch RBI ist nicht belegt; laut Bundesverband der Systemgastronomie ist McWin weiterhin Mehrheitseigentümer. Seit dem 1. Februar 2025 führt Andreas Bork die Gesellschaft; er folgte auf Jörg Ehmer und kündigte für 2026 die Rückkehr auf Expansionskurs an.
FAQ
Wem gehört Burger King? Burger King gehört vollständig der Restaurant Brands International Inc. (RBI) in Toronto. Größter Aktionär ist 3G Capital mit 21,3 Prozent (Stand August 2026), der Rest ist Streubesitz.
Ist Burger King ein amerikanisches oder kanadisches Unternehmen? Die Marke stammt aus Florida und sitzt in Miami, der Mutterkonzern RBI ist seit 2014 eine kanadische Gesellschaft.
Ist Warren Buffett noch an Burger King beteiligt? Nein. Berkshire Hathaway hielt ab 2014 Vorzugsaktien über 3 Mrd. US-Dollar, die Ende 2017 zurückgezahlt wurden; die restlichen Aktien verkaufte Berkshire 2020.
Wem gehört Burger King Deutschland? Die Burger King Deutschland GmbH in Hannover gehört mehrheitlich dem McWin Food Ecosystem Fund; Mitgesellschafter ist die Konzernmutter RBI.
Wie viele Burger-King-Restaurants gibt es weltweit? Mehr als 19.000 in über 120 Ländern; der gesamte RBI-Konzern zählte Mitte 2026 33.156 Standorte.
Fazit
Burger King ist seit über einem Jahrzehnt in die kanadische Holding Restaurant Brands International eingebettet, deren Kurs weiterhin 3G Capital prägt, auch wenn die Beteiligung bis August 2026 auf 21,3 Prozent gesunken ist. Mit 9,43 Mrd. US-Dollar Umsatz 2025 und dem Rückzug aus dem operativen China-Geschäft zeigt sich der Konzern 2026 robust. In Deutschland bleibt die Marke über die Burger King Deutschland GmbH in den Händen des Investors McWin.