
„Call of Duty“ gehört dem US-Publisher Activision, und Activision gehört seit dem 13. Oktober 2023 zu Microsoft. Der Konzern aus Redmond übernahm die Muttergesellschaft Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar. Die Reihe wird in der Sparte Microsoft Gaming (Xbox) geführt, die seit Februar 2026 Asha Sharma leitet. Entwickelt wird sie von den Activision-Studios Infinity Ward, Treyarch, Sledgehammer Games und Raven Software; das nächste Spiel „Call of Duty: Modern Warfare 4″ erscheint am 23. Oktober 2026.
Key Takeaways
- Eigentümer der Marke „Call of Duty“ ist Activision, eine Tochter von Activision Blizzard, die seit Oktober 2023 vollständig zu Microsoft gehört.
- Microsoft zahlte 68,7 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 95 US-Dollar je Aktie; angekündigt wurde der Deal am 18. Januar 2022.
- Das erste „Call of Duty“ erschien am 29. Oktober 2003 und stammt von Infinity Ward, das Activision im selben Jahr übernommen hatte.
- Die Reihe hat laut Wikipedia bis Oktober 2023 mehr als 500 Millionen Exemplare verkauft und bis 2022 rund 30 Milliarden US-Dollar Umsatz erlöst.
- Größte Aktionäre von Microsoft sind Vanguard mit 6,53 Prozent, BlackRock mit 5,11 Prozent und State Street mit 4,25 Prozent; der Streubesitz liegt bei 98,46 Prozent.
- „Black Ops 7″ (November 2025) blieb deutlich hinter dem Vorgänger zurück; im Juli 2026 strich Microsoft rund 3.200 Stellen in der Spielesparte.
| Name | „Call of Duty“ (Ego-Shooter-Spielereihe) |
|---|---|
| Erstveröffentlichung | 29. Oktober 2003 |
| Entwickler | Infinity Ward, Treyarch, Sledgehammer Games, Raven Software (Activision-Studios) |
| Publisher | Activision, Santa Monica (Kalifornien) |
| Eigentümer | Activision Blizzard, seit 13. Oktober 2023 zu 100 Prozent bei Microsoft |
| Muttergesellschaft | Microsoft Corporation, Redmond (Washington), börsennotiert an der Nasdaq |
| Verkaufszahlen | über 500 Millionen verkaufte Spiele (Stand Oktober 2023), rund 30 Mrd. US-Dollar Umsatz bis 2022 |
| Umsatz / Mitarbeiter | Microsoft Geschäftsjahr 2026: 331,8 Mrd. US-Dollar Umsatz; Spielesparte 2025: 23,5 Mrd. US-Dollar, rund 40 Studios, über 20.100 Mitarbeiter |
| Vermögensbasis | Aktionäre von Microsoft: Vanguard, BlackRock, State Street, Geode Capital, Bill Gates, breiter institutioneller Streubesitz |
Geschichte und Herkunft
Activision wurde am 1. Oktober 1979 von ehemaligen Atari-Entwicklern um David Crane gegründet und gilt als erster unabhängiger Publisher für Konsolenspiele. 2003 kaufte Activision das junge Studio Infinity Ward, dessen Gründer zuvor an „Medal of Honor“ gearbeitet hatten. Am 29. Oktober 2003 erschien das erste „Call of Duty“ als Weltkriegs-Shooter für den PC.
Am 2. Dezember 2007 kündigte Activision die Fusion mit Vivendi Games an, zu dem auch Blizzard Entertainment gehörte. Der Zusammenschluss wurde am 10. Juli 2008 abgeschlossen; Vivendi hielt zunächst 52 Prozent des neuen Konzerns Activision Blizzard mit Sitz in Santa Monica. 2015 kam der Mobile-Spezialist King für 5,9 Milliarden US-Dollar hinzu. „Call of Duty“ wurde zum jährlichen Ereignis, für das Infinity Ward, Treyarch und später Sledgehammer Games im Wechsel neue Teile lieferten.
Laut Wikipedia hat die Reihe bis Oktober 2023 mehr als 500 Millionen Exemplare verkauft und bis 2022 rund 30 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. Guinness World Records führt „Call of Duty“ als meistverkaufte Ego-Shooter-Serie.
Eigentümerstruktur im Detail

Am 18. Januar 2022 kündigte Microsoft an, Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, rund 95 US-Dollar je Aktie. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA blockierte den Deal am 26. April 2023 wegen Bedenken im Cloud-Gaming, die EU-Kommission stimmte am 15. Mai 2023 zu. Erst nachdem Microsoft die Cloud-Streaming-Rechte für Activision-Spiele an Ubisoft abgetreten hatte, gab die CMA nach. Am 13. Oktober 2023 wurde die Übernahme abgeschlossen.
Die Eigentümerkette lautet seither: „Call of Duty“ gehört Activision, Activision gehört Activision Blizzard, und diese ist eine hundertprozentige Tochter der Microsoft Corporation. Bei Microsoft ist die Marke in der Sparte Microsoft Gaming angesiedelt, die neben Activision Blizzard auch ZeniMax Media (Bethesda) und die Xbox Game Studios umfasst, zusammen rund 40 Studios mit über 20.100 Mitarbeitern.
Wer also „Call of Duty“ besitzt, besitzt letztlich Microsoft-Aktien. Nach Angaben von finanzen.net ist Vanguard mit 6,53 Prozent größter Aktionär, gefolgt von BlackRock mit 5,11 Prozent, State Street mit 4,25 Prozent und Geode Capital mit 2,55 Prozent; Mitgründer Bill Gates hält noch 1,39 Prozent. Der Streubesitz beträgt 98,46 Prozent, einen beherrschenden Einzelaktionär gibt es nicht.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
„Call of Duty: Black Ops 7″ von Treyarch und Raven Software erschien am 14. November 2025 und war ab dem ersten Tag im Xbox Game Pass enthalten. In Deutschland lag der Absatz laut GamesWirtschaft bis Ende November zwischen 200.000 und 400.000 Stück, während „Black Ops 6″ 2024 binnen weniger Tage 600.000 Einheiten erreicht hatte. In Europa lag die Startwoche 63 Prozent unter „Battlefield 6″ von Electronic Arts, in den USA reichte es nur für Platz fünf der Jahrescharts 2025, das schwächste Ergebnis eines „Call of Duty“ seit 2008.
Parallel geriet die Xbox-Sparte unter Druck. Phil Spencer, seit 2022 Chef von Microsoft Gaming, ging am 20. Februar 2026 in den Ruhestand; die bisherige KI-Managerin Asha Sharma übernahm. Im Quartal Januar bis März 2026 fiel der Hardware-Umsatz um 33 Prozent, der Bereich Content & Services um 5 Prozent. Am 6. Juli 2026 kündigte Sharma den Abbau von rund 3.200 Stellen an, die größte Umstrukturierung der Xbox-Geschichte; fünf Studios sollen verkauft werden. Schon im Januar 2024 (1.900 Stellen) und im Juli 2025 (2.000) hatte es Entlassungen gegeben; der Game Pass zählt laut GamesWirtschaft nur rund 30 Millionen Abonnenten statt der angepeilten 77 Millionen.
Am 28. Mai 2026 kündigte Activision „Call of Duty: Modern Warfare 4″ von Infinity Ward an. Es erscheint am 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und erstmals seit „Ghosts“ (2013) wieder für eine Nintendo-Konsole, die Switch 2. In den Game Pass kommt es frühestens ein Jahr nach dem Start. Ein Kinofilm von Paramount Pictures soll am 30. Juni 2028 folgen.
Sony-Vereinbarung und Plattformstrategie
Zentraler Streitpunkt der Übernahme war, ob „Call of Duty“ Xbox-exklusiv werden würde. Microsoft sagte Sony am 11. November 2022 schriftlich zu, die Reihe zehn Jahre lang weiter auf der PlayStation zu veröffentlichen; im Juli 2023 wurde daraus ein unterzeichneter Vertrag. Im Dezember 2022 folgte eine ähnliche Zehn-Jahres-Zusage an Nintendo, die mit „Modern Warfare 4″ auf der Switch 2 eingelöst wird.
Für den Konzern ist die Spielesparte ein Nebenschauplatz: Microsoft erzielte im Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 331,8 Milliarden US-Dollar, die Spielesparte kam 2025 auf 23,5 Milliarden US-Dollar.
FAQ
Wem gehört „Call of Duty“ heute? Die Marke gehört dem Publisher Activision, einer Tochter von Activision Blizzard. Seit dem 13. Oktober 2023 ist Activision Blizzard vollständig im Besitz von Microsoft.
Was hat Microsoft für Activision Blizzard bezahlt? Microsoft zahlte 68,7 Milliarden US-Dollar, rund 95 US-Dollar je Aktie. Es ist die größte Übernahme der Videospielbranche.
Wer entwickelt die „Call of Duty“-Spiele? Die Hauptstudios sind Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games, unterstützt von Raven Software. Alle gehören zu Activision und damit zu Microsoft.
Bleibt „Call of Duty“ auf der PlayStation? Ja. Microsoft hat Sony vertraglich zugesichert, die Reihe zehn Jahre lang weiter für PlayStation zu veröffentlichen. Eine vergleichbare Zusage gibt es gegenüber Nintendo.
Wann erscheint das nächste „Call of Duty“? „Call of Duty: Modern Warfare 4″ von Infinity Ward erscheint am 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch 2.
Fazit
„Call of Duty“ ist seit 2023 eine Microsoft-Marke, auch wenn Activision weiterhin als Publisher auftritt. Hinter dem Konzern stehen keine Einzelpersonen, sondern Vermögensverwalter wie Vanguard, BlackRock und State Street sowie ein Streubesitz von über 98 Prozent. Der schwache Start von „Black Ops 7″ und der Stellenabbau 2026 zeigen, dass auch die erfolgreichste Shooter-Reihe der Welt nicht mehr automatisch Rekorde bricht. Mit „Modern Warfare 4″ will Microsoft im Herbst 2026 den Trend drehen.
Weiterlesen in Finanzen
- Wem gehört Campari? Eigentümer und Struktur 2026
- Wem gehört Dacia? Renault und der französische Staat
- Wem gehört Burger King? Eigentümer und Struktur 2026
- Wem gehört DAZN? Blavatnik und das Geld aus Riad
- Wem gehört CrowdStrike? Eigentümer und Struktur 2026
- Wem gehört DanCenter? Eigentümer, Struktur und Geschichte