Das Empire State Building gehört seit Oktober 2013 dem börsennotierten Empire State Realty Trust (ESRT), den die Familie Malkin gegründet hat. Chairman und CEO ist Anthony E. Malkin, dessen Familie 14,7 Prozent der Stimmrechte kontrolliert; größter Aktionär nach Stückzahl ist die Qatar Investment Authority mit 17,6 Prozent der Class-A-Aktien. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte ESRT 768,3 Mio. US-Dollar Umsatz, davon 128,3 Mio. US-Dollar mit der Aussichtsplattform, deren Besucherzahlen 2026 einbrechen.
Key Takeaways
- Das Empire State Building wurde am 1. Mai 1931 eröffnet und kostete 40,9 Mio. US-Dollar; Bauherr war die Empire State Inc. um John J. Raskob.
- 1961 erwarb ein Anlegersyndikat (Empire State Building Associates) um Lawrence Wien, seinen Schwiegersohn Peter L. Malkin und Harry Helmsley das Gebäude für 65 Mio. US-Dollar, finanziert über 3.300 Anteile.
- Am 2. Oktober 2013 ging der Empire State Realty Trust an die NYSE (Ticker ESRT) und nahm 929,5 Mio. US-Dollar ein.
- Die Qatar Investment Authority stieg 2016 mit 622 Mio. US-Dollar ein; im Juli 2026 ließ sie ihre 29,9 Millionen Aktien für einen möglichen Verkauf registrieren.
- 2025 lag der Umsatz bei 768,3 Mio. US-Dollar, der Nettogewinn bei 73,0 Mio. US-Dollar; die Aussichtsplattform zählte 2,3 Millionen Besucher.
- Im zweiten Quartal 2026 sanken die Besucherzahlen um 28,5 Prozent; ESRT schrieb 166,1 Mio. US-Dollar Firmenwert ab und senkte die Jahresprognose.
| Name | Empire State Realty Trust, Inc. (Eigentümer des Empire State Building) |
| Gegründet | Gebäude eröffnet 1931; Börsengang des Trusts am 2. Oktober 2013 |
| Sitz | 111 West 33rd Street, New York City, USA |
| Eigentümer | Börsennotiert (NYSE: ESRT); Qatar Investment Authority 17,6 % der Class-A-Aktien, BlackRock 8,9 %, Ameriprise 7,1 %; Familie Malkin 14,7 % der Stimmrechte (März 2026) |
| Umsatz | 768,3 Mio. US-Dollar (2025), Nettogewinn 73,0 Mio. US-Dollar |
| Mitarbeiter | rund 640 (2025); Marktkapitalisierung rund 1,2 Mrd. US-Dollar (September 2026) |
Geschichte und Herkunft
Der Bau begann am 17. März 1930. Bauherr war die Empire State Inc., ein Konsortium um den früheren General-Motors-Manager John J. Raskob und die Industriellenfamilie du Pont; Ex-Gouverneur Alfred E. Smith führte die Gesellschaft. Am 1. Mai 1931 wurde der 102-stöckige Art-déco-Wolkenkratzer eröffnet; die Baukosten lagen bei 40,9 Mio. US-Dollar. Mit 381 Metern Dachhöhe (443,2 Meter mit Antenne) war er jahrzehntelang das höchste Gebäude der Welt.
1951 ging das Gebäude an eine Gruppe um Roger L. Stevens, das Grundstück an die Versicherung Prudential. 1961 übernahmen Lawrence Wien, sein Schwiegersohn Peter L. Malkin und Harry Helmsley die Kontrolle für 65 Mio. US-Dollar. Wien finanzierte den Kauf per Syndikat: Die Empire State Building Associates gaben 3.300 Anteile zu je 10.000 US-Dollar an Privatanleger aus und sicherten sich einen Pachtvertrag bis 2076.
1991 verkaufte Prudential das Grundstück an eine Gesellschaft um Oliver Grace, hinter der der japanische Unternehmer Hideki Yokoi stand; ab 1994 war Donald Trump als Partner beteiligt. Im März 2002 kaufte eine Gruppe um Peter Malkin das Grundstück für 57,5 Mio. US-Dollar – Eigentum und Pachtrecht lagen damit wieder in einer Hand.
Eigentümerstruktur im Detail

Rechtlich gehört das Empire State Building dem Empire State Realty Trust, einem Real Estate Investment Trust (REIT) mit Sitz in Manhattan. Anthony E. Malkin, Sohn von Peter L. Malkin, führt ihn seit dem Börsengang 2013 als Chairman und CEO; sein Vater ist Chairman Emeritus.
Laut Proxy Statement zur Hauptversammlung 2026 (Stichtag 2. März 2026) waren 170,1 Millionen Class-A-Aktien und 970.605 Class-B-Aktien mit je 50 Stimmen ausgegeben, dazu 105,5 Millionen Anteile an der Betreibergesellschaft. Über Class-B-Aktien und Partnerschaftsanteile in Familientrusts kontrolliert Anthony Malkin 14,7 Prozent der Stimmrechte und 13,5 Prozent aller Aktien und Anteile.
Größter Anteilseigner nach Stückzahl ist die Qatar Investment Authority (QIA) über ihre Tochter Quark Holding LLC. Der Staatsfonds erwarb im August 2016 rund 29,6 Millionen Aktien für 622 Mio. US-Dollar, damals 9,9 Prozent. Weil ESRT seither eigene Aktien zurückkaufte, stieg der Anteil bis Ende 2025 auf 17,63 Prozent der Class-A-Aktien oder 13,7 Prozent der Stimmrechte; Stimmrechte über 9,9 Prozent sind per Vollmacht neutralisiert. Weitere Großaktionäre sind BlackRock mit 8,9 Prozent, Ameriprise Financial mit 7,1 Prozent und Cohen & Steers mit 6,6 Prozent, der Rest liegt im Streubesitz.
Am 30. Juli 2026 reichte ESRT bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Prospekt ein, der der QIA den Verkauf aller 29,9 Millionen Aktien erlaubt. Ob der Staatsfonds seitdem Aktien abgegeben hat, ist Stand September 2026 nicht öffentlich bekannt.
Börsengang 2013 und Geschäftsmodell
Peter und Anthony Malkin brachten 18 Gebäude in den Empire State Realty Trust ein. Am 2. Oktober 2013 nahm die Aktie unter dem Kürzel ESRT den Handel an der New York Stock Exchange auf: 71,5 Millionen Aktien zu 13 US-Dollar brachten 929,5 Mio. US-Dollar ein. Ende 2025 umfasste das Portfolio 7,6 Millionen Quadratfuß Bürofläche, 0,8 Millionen Quadratfuß Einzelhandel und 743 Wohnungen; die Gesamtschulden lagen bei 2,4 Mrd. US-Dollar.
Die Aussichtsplattform ist das profitabelste Geschäft: 2025 erlöste das Observatorium 128,3 Mio. US-Dollar (2024: 136,4 Mio. US-Dollar) und erzielte einen Betriebsgewinn (NOI) von 90,1 Mio. US-Dollar mit 2,3 Millionen Besuchern. Der Gesamtumsatz lag 2025 bei 768,3 Mio. US-Dollar, der Nettogewinn bei 73,0 Mio. US-Dollar, der Core FFO – die für REITs maßgebliche Ertragskennzahl – bei 0,87 US-Dollar je Aktie.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Am 29. Juli 2026 kassierte ESRT seine Jahresprognose: Im zweiten Quartal besuchten nur 450.000 Menschen die Plattform, 28,5 Prozent weniger als im Vorjahr; der Betriebsgewinn des Observatoriums halbierte sich auf 12,4 Mio. US-Dollar. Der Anteil internationaler Gäste fiel von über 60 auf unter 50 Prozent, das Geschäft mit Sightseeing-Pässen brach seit 2024 um 45 Prozent ein. ESRT schrieb 166,1 Mio. US-Dollar Firmenwert auf das Observatorium ab und erwartet nun 0,75 bis 0,79 US-Dollar Core FFO je Aktie sowie nur noch 55 Mio. US-Dollar Betriebsgewinn aus dem Observatorium. Die Aktie notierte am 21. September 2026 bei 4,14 US-Dollar, die Marktkapitalisierung bei rund 1,2 Mrd. US-Dollar.
Das Bürogeschäft läuft stabil: Das Gewerbeportfolio war zur Jahresmitte 2026 zu 94,9 Prozent vermietet, die Mieten stiegen im 20. Quartal in Folge. ESRT verkaufte das Bürohaus 250 West 57th Street für 275 Mio. US-Dollar und kaufte für 110 Mio. US-Dollar die Grundstücke unter zwei eigenen Gebäuden; die Schulden sanken auf 2,2 Mrd. US-Dollar.
FAQ
Wem gehört das Empire State Building heute? Dem Empire State Realty Trust (NYSE: ESRT). Die Familie Malkin kontrolliert 14,7 Prozent der Stimmrechte, die Qatar Investment Authority hält 17,6 Prozent der Class-A-Aktien.
Gehört Donald Trump das Empire State Building? Nein. Trump war von 1994 bis 2002 am Grundstück beteiligt und verkaufte seinen Anteil 2002 mit seinen japanischen Partnern für 57,5 Mio. US-Dollar an die Gruppe um Peter Malkin.
Wie viel hat das Empire State Building beim Bau gekostet? Die Baukosten betrugen 40,9 Mio. US-Dollar; eröffnet wurde am 1. Mai 1931.
Wie viel verdient der Trust mit der Aussichtsplattform? 2025 erlöste das Observatorium 128,3 Mio. US-Dollar und erzielte 90,1 Mio. US-Dollar Betriebsgewinn mit 2,3 Millionen Besuchern. Für 2026 rechnet ESRT nur noch mit 55 Mio. US-Dollar Betriebsgewinn.
Welche Rolle spielt Katar beim Empire State Building? Die Qatar Investment Authority investierte 2016 rund 622 Mio. US-Dollar in ESRT; ihr Anteil wuchs durch Aktienrückkäufe auf 17,6 Prozent der Class-A-Aktien. Im Juli 2026 wurden die Aktien für einen möglichen Verkauf registriert.
Fazit
Das Empire State Building gehört keinem Einzelnen, sondern dem börsennotierten Empire State Realty Trust, den die seit 1961 beteiligte Familie Malkin führt und maßgeblich kontrolliert. Der Staatsfonds Katars ist der größte Einzelaktionär, hat seine Anteile aber im Sommer 2026 zum Verkauf freigeben lassen. Während die Bürovermietung solide läuft, trifft der Einbruch beim internationalen Tourismus das lukrative Observatorium hart.
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