
Emirates, die größte Fluggesellschaft des Nahen Ostens, gehört zu 100 Prozent dem Emirat Dubai: Eigentümerin ist die Investment Corporation of Dubai (ICD), die Beteiligungsholding der Regierung von Dubai. Die Airline ist Kern der Emirates Group, zu der auch der Flughafendienstleister dnata gehört. Im Geschäftsjahr 2025/26 (bis 31. März 2026) erzielte die Gruppe mit 150,5 Mrd. Dirham (rund 41,0 Mrd. US-Dollar) Umsatz einen Rekordgewinn vor Steuern von 24,4 Mrd. Dirham (6,6 Mrd. US-Dollar) – trotz Luftraumsperrungen am Golf im Frühjahr 2026. Börsennotiert war Emirates nie, Stand September 2026 ist auch kein Börsengang geplant.
Key Takeaways
- Emirates ist vollständig im Besitz der Regierung von Dubai, gehalten über die 2006 gegründete Investment Corporation of Dubai (ICD).
- Die Airline wurde am 15. März 1985 mit 10 Mio. US-Dollar Startkapital gegründet und war nach neun Monaten profitabel.
- Chairman und CEO der Emirates Group ist seit 1985 Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, ein Onkel des Herrschers von Dubai; Präsident der Airline ist Sir Tim Clark.
- Im Geschäftsjahr 2025/26 erwirtschaftete die Emirates Group 150,5 Mrd. Dirham Umsatz und 24,4 Mrd. Dirham Gewinn vor Steuern; nach Steuern blieben 21,0 Mrd. Dirham.
- Die Airline beförderte 53,2 Millionen Passagiere, betrieb 277 Flugzeuge und hatte 367 weitere bestellt; die Gruppe beschäftigte 130.919 Mitarbeiter.
- Für 2025/26 überwies die Gruppe 3,5 Mrd. Dirham Dividende an die ICD, im Vorjahr 6,0 Mrd. Dirham.
- Bis 2032 soll Emirates an den neuen Großflughafen Al Maktoum International (Dubai World Central) umziehen.
| Name | Emirates (Emirates Airline), Kern der Emirates Group |
| Gegründet | 15. März 1985 (Erstflug 25. Oktober 1985) |
| Sitz | Garhoud, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate |
| Eigentümer | 100 % Investment Corporation of Dubai (ICD), Beteiligungsholding der Regierung von Dubai; nicht börsennotiert |
| Umsatz | Gruppe 150,5 Mrd. Dirham, Airline 130,9 Mrd. Dirham (Geschäftsjahr 2025/26); Gewinn vor Steuern 24,4 Mrd. Dirham |
| Mitarbeiter | 130.919 in der Emirates Group (Stand 31. März 2026) |
Geschichte und Herkunft
Das Emirat Dubai gründete Emirates am 15. März 1985 mit Unterstützung von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum – mit einem Startkapital von nur 10 Mio. US-Dollar und der Vorgabe, ohne staatliche Subventionen auszukommen. Am 25. Oktober 1985 hob der erste Flug nach Karatschi ab, Mumbai und Neu-Delhi folgten. Die ersten Maschinen waren von Pakistan International Airlines geleast; nach neun Monaten schrieb die Airline schwarze Zahlen.
1987 übernahm Emirates den ersten selbst gekauften Airbus A310, im Jahr 2000 wurde sie Erstkunde des Airbus A380 und startete das Vielfliegerprogramm Skywards. 2008 bezog die Gruppe ihre Zentrale in Garhoud, zeitgleich eröffnete das für Emirates gebaute Terminal 3 in Dubai. Heute ist Emirates mit 116 Airbus A380 und 127 Boeing 777 der größte Betreiber beider Typen und fliegt rund 150 Ziele in 80 Ländern an.
Eigentümerstruktur im Detail

Die Eigentümerkette ist kurz: An der Spitze steht die Regierung von Dubai. Ihr gehört die Investment Corporation of Dubai (ICD), die am 3. Mai 2006 per Dekret des Herrschers gegründet wurde und das kommerzielle Portfolio des Emirats verwaltet. Die ICD hält 100 Prozent der Emirates Group, unter deren Dach die Airline Emirates, der Dienstleister dnata und weitere Einheiten gebündelt sind. Vorsitzender der ICD ist Kronprinz Scheich Hamdan bin Mohammed bin Rashid Al Maktoum. Zum ICD-Portfolio gehören außerdem flydubai, Emirates NBD, Borse Dubai, ENOC und Dubai Duty Free.
Operativ führt seit 1985 Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum die Emirates Group als Chairman und CEO. Der 1958 Geborene ist ein Onkel des Herrschers von Dubai und zugleich Präsident der Zivilluftfahrtbehörde, Vorsitzender von Dubai Airports und Mitglied des ICD-Verwaltungsrats. Das Tagesgeschäft der Airline verantwortet Präsident Sir Tim Clark, der im Juli 2026 mit 76 Jahren erklärte, Ruhestand sei noch kein Thema. Als mögliche Nachfolger gelten die stellvertretenden Präsidenten Adel Al Redha und Adnan Kazim. Zu Vermögen oder Bezügen der handelnden Personen existieren keine offiziellen Zahlen; uamr.de nennt hierzu keine Beträge.
Emirates muss keine Quartalszahlen veröffentlichen, legt aber jährlich testierte Geschäftsberichte vor. Ein Teil des Gewinns fließt als Dividende an die ICD und damit an den Staat. Seit 2024/25 unterliegt die Gruppe erstmals der Körperschaftsteuer der Vereinigten Arabischen Emirate von 9 Prozent.
Geschäftsmodell und Kennzahlen
Das Geschäftsjahr endet jeweils am 31. März. 2024/25 erzielte die Gruppe 145,4 Mrd. Dirham Umsatz und 22,7 Mrd. Dirham Gewinn vor Steuern (20,5 Mrd. Dirham nach Steuern), beförderte 53,7 Millionen Passagiere mit 260 Flugzeugen und beschäftigte 121.223 Mitarbeiter.
2025/26 wuchs der Umsatz um 3 Prozent auf 150,5 Mrd. Dirham, der Gewinn vor Steuern um 7 Prozent auf 24,4 Mrd. Dirham, nach Steuern blieben 21,0 Mrd. Dirham. Die Airline steuerte 130,9 Mrd. Dirham Umsatz und 22,8 Mrd. Dirham Vorsteuergewinn bei, dnata 23,6 Mrd. Dirham Umsatz und 1,6 Mrd. Dirham Vorsteuergewinn. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 130.919, die Passagierzahl sank leicht auf 53,2 Millionen bei 78,4 Prozent Auslastung.
Die Flotte umfasste 277 Flugzeuge mit einem Durchschnittsalter von 10,8 Jahren. Bestellt waren 367 Maschinen, darunter 270 Boeing 777X und 54 Airbus A350.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Ab dem 28. Februar 2026 legte militärische Aktivität im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran den Luftverkehr am Golf einschließlich der Emirate zeitweise lahm; Emirates musste den Betrieb wochenlang stark einschränken. Chairman Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum betonte im Mai 2026, die Rekordergebnisse trotz der „erheblichen Herausforderungen im letzten Monat des Geschäftsjahres“ belegten die Widerstandsfähigkeit der Gruppe. Der Passagierbetrieb wurde schrittweise wieder hochgefahren.
Strategisch dominiert der Umzug zum Flughafen Al Maktoum International in Dubai World Central (DWC). Der neue Flughafen soll im Endausbau über 260 Millionen Passagiere abfertigen; flydubai soll ab 2027 umziehen, Emirates plant den Wechsel für 2032. Auf der Dubai Airshow im November 2025 gab die Airline zudem Aufträge über 41,4 Mrd. US-Dollar bekannt.
Marken und Beteiligungen
Zweite Säule der Gruppe ist dnata, 1959 als Dubai National Air Transport Association gegründet und damit älter als die Airline. dnata bietet Bodenabfertigung, Fracht, Catering und Reisedienste und erzielte 2025/26 bereits 77 Prozent seines Umsatzes außerhalb der Emirate. Weitere Marken sind Emirates SkyCargo mit 13 Boeing-777-Frachtern, Emirates Flight Catering und Skywards. Die Billigairline flydubai gehört nicht zur Emirates Group, sondern direkt zur ICD.
FAQ
Wem gehört Emirates? Emirates gehört zu 100 Prozent der Regierung von Dubai, gehalten über die Investment Corporation of Dubai (ICD), der auch die gesamte Emirates Group einschließlich dnata gehört.
Ist Emirates an der Börse notiert? Nein. Emirates war nie börsennotiert, und Stand September 2026 ist kein Börsengang angekündigt.
Wer führt Emirates? Chairman und CEO der Emirates Group ist seit 1985 Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum aus der Herrscherfamilie Dubais, Präsident der Airline ist Sir Tim Clark.
Wie viel Gewinn macht Emirates? Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Emirates Group einen Rekordgewinn vor Steuern von 24,4 Mrd. Dirham (6,6 Mrd. US-Dollar) bei 150,5 Mrd. Dirham Umsatz.
Gehört flydubai zu Emirates? Nein. flydubai gehört direkt zur Investment Corporation of Dubai und ist keine Tochter der Emirates Group; beide Airlines kooperieren seit 2017.
Erhält Emirates Subventionen vom Staat? Emirates sollte laut Gründungsauftrag von 1985 ohne Subventionen wirtschaften; belegte Zahlen zu staatlichen Vorteilen sind nicht öffentlich. Seit 2024/25 zahlt die Gruppe 9 Prozent Körperschaftsteuer und überweist Dividenden an den Staat.
Fazit
Bei Emirates gibt es keine verschachtelte Eigentümerstruktur: Die Airline gehört vollständig dem Emirat Dubai, gehalten über die Investment Corporation of Dubai. Das erlaubt langfristige Investitionen wie 367 bestellte Flugzeuge und den Umzug nach Dubai World Central bis 2032. Mit dem Rekordgewinn von 24,4 Mrd. Dirham im Geschäftsjahr 2025/26 erweist sich das Modell selbst in einem Jahr mit Luftraumsperrungen als belastbar.
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