Ella Endlich ist eine deutsche Sängerin und Musicaldarstellerin. Sie wurde am 18. Juni 1984 in Weimar als Jacqueline Zebisch geboren und zog 1989 mit ihrer Familie nach West-Berlin. Bekannt wurde sie zunächst als Teenager unter dem Künstlernamen Junia und später unter ihrem heutigen Bühnennamen Ella Endlich mit dem Lied „Küss mich, halt mich, lieb mich“. Sie war Jurymitglied bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ und belegte bei „Let’s Dance“ den zweiten Platz.
Herkunft und Kindheit
Ella Endlich ist die Tochter des Songwriters und Musikproduzenten Norbert Endlich. Im Alter von zehn Jahren stand sie erstmals in den Hansa Tonstudios in Berlin im Aufnahmestudio. Als Jugendliche arbeitete sie als Hintergrundsängerin bei der ZDF-Hitparade und drehte für den Musiksender VIVA Tanzvideos in Los Angeles, Miami und London. Diese frühen Stationen in Studio und Fernsehen bildeten die Grundlage für ihre spätere Karriere als Sängerin, die sie zunächst im Popbereich und später im Schlager- und Musicalgenre fortsetzte.
Karrierebeginn unter dem Namen Junia
An ihrem 14. Geburtstag, dem 18. Juni 1998, unterschrieb sie einen Vertrag bei Columbia Records. Unter dem an dieses Datum angelehnten Künstlernamen Junia veröffentlichte sie 1999 die Single „It’s Funny“, die Platz 17 der deutschen und Platz 21 der Schweizer Charts erreichte. Es folgten die Singles „My Guy“, die Platz 54 in Deutschland erreichte, und „Who’s the Other Woman“ auf Platz 72. Im Jahr 2000 erschienen das Debütalbum „Junia“ sowie die Single „Skaterboy“, die sich nicht in den Charts platzieren konnte. Mit dem Ende der Junia-Phase wandte sie sich einer mehrjährigen Ausbildung an der Musicalbühne zu, bevor sie später unter dem Namen Ella Endlich erneut im Pop- und Schlagerbereich auftrat.
Musical-Ausbildung und Bühnenlaufbahn
Im Jahr 2000 absolvierte sie eine Ausbildung am Musicalstudio Neukölln und schloss parallel die Realschule ab. Ab Oktober 2001 studierte sie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München; das Studium schloss sie 2005 mit Diplom ab. In den Jahren 2001 und 2002 gehörte sie dem Ensemble der Bregenzer Festspiele an und wirkte dort in den Produktionen „La Bohème“ und „West Side Story“ mit. Zudem trat sie in „City of Angels“ am Prinzregententheater München und am Theater Erfurt auf sowie in dem Theaterstück „Der Steppenwolf“. Zwischen 2005 und 2009 übernahm sie Musicalrollen wie Sandy in „Grease“, Betzy in „Sweet Charity“, Christine in „Das Phantom der Oper“, Satine in „Moulin Rouge!“, Ariel in „Arielle, die Meerjungfrau“, Elphaba in „Wicked“ und Cosette in „Les Misérables“.
Durchbruch als Ella Endlich
2006 gewann sie den Gesangswettbewerb der HypoVereinsbank sowie den dazugehörigen Publikumspreis. Unter ihrem jetzigen Künstlernamen Ella Endlich veröffentlichte sie die Single „Küss mich, halt mich, lieb mich“, die auf der Titelmelodie des tschechischen Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ basiert. Der Titel erreichte Platz 12 der deutschen Charts und wurde mit Gold ausgezeichnet. Es folgten die Alben „Da“ (2010, Platz 53 in Deutschland und Platz 66 in Österreich), „Meilenweit“ (2011, Platz 94 in Deutschland), die EP „Wintercollage“ (2012, Label Teldec), „Die süße Wahrheit“ (2014), „Träume auf Asphalt“ (2016, Universal Music) und „Im Vertrauen“ (2018). 2016 trat sie mit dem Lied „Adrenalin“ bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest an. 2021 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Vater Norbert Endlich das Weihnachtsalbum „Endlich Weihnachten“.
Fernsehauftritte: DSDS und Let’s Dance
Von Januar bis Mai 2018, die Staffel lief vom 3. Januar bis zum 5. Mai 2018, saß Ella Endlich in der 15. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ gemeinsam mit Dieter Bohlen, Mousse T. und Carolin Niemczyk in der Jury. 2019 nahm sie an der zwölften Staffel von „Let’s Dance“ teil, ihr Tanzpartner war Valentin Lusin. Am 14. Juni 2019 belegte das Paar den zweiten Platz hinter Pascal Hens und Ekaterina Leonova. Am 29. März 2019 erhielt sie die erste Zehn der Staffel, drei Wochen später die erste Höchstwertung der Saison. Mit insgesamt elf Höchstwertungen und 55 Zehnern aus 76 Wertungen hielt sie zeitweise einen Staffelrekord, der später von Anna Ermakova eingestellt wurde. Die für November 2019 geplante Teilnahme an der „Let’s Dance“-Live-Tournee, der ersten Bühnentournee im Rahmen des Formats, sagte sie wegen Terminüberschneidungen ab, ohne die betroffenen Termine öffentlich zu benennen. An der Tournee nahmen stattdessen unter anderem Staffelsieger Pascal Hens sowie weitere Kandidatinnen und Kandidaten der Staffel teil.
Privates
Im Juni 2023 wurde Ella Endlich Mutter eines Sohnes. Im Podcast „Aber bitte mit Schlager“ sprach sie im Mai 2024 öffentlich über Schwangerschaft und Geburt und beschrieb beide als unkompliziert verlaufen. Den Vater des Kindes nannte sie öffentlich nicht.
Aktuelles Wirken
Gemeinsam mit ihrem Vater Norbert Endlich tritt Ella Endlich mit dem Weihnachtsprogramm „Endlich Weihnachten“ auf. Das Programm verbindet klassische Weihnachtslieder mit eigenen Kompositionen Norbert Endlichs sowie persönlichen Geschichten und Anekdoten zwischen den Liedern. Es wird als familienfreundlicher Abend für ein breites Publikum angelegt und auch im Winter 2026 fortgeführt, unter anderem mit einem Konzert am 13. Dezember 2026 um 19 Uhr im Kurfürstlichen Schloss in Mainz, veranstaltet von der mainzplus GmbH.
Quellen-Fazit
Die Angaben zu Herkunft, Ausbildung, Diskografie und Fernsehauftritten stützen sich auf die Wikipedia-Biografie zu Ella Endlich sowie auf Presseberichte von t-online.de, leinetal24.de und regioactive.de. Angaben aus älterem Seiteninhalt, die sich keiner dieser Quellen eindeutig zuordnen ließen, insbesondere Vermögensangaben und nicht verifizierbare Personenangaben, wurden nicht übernommen.