Facebook gehört keinem einzelnen Eigentümer, sondern dem börsennotierten US-Konzern Meta Platforms, Inc. mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Die Aktien (Nasdaq: META) liegen überwiegend bei Fondsgesellschaften und Privatanlegern, doch die Kontrolle hat Gründer Mark Zuckerberg: Über stimmrechtsstarke Class-B-Aktien hält er laut Proxy Statement 2025 rund 61 Prozent der Stimmrechte, obwohl ihm wirtschaftlich nur etwa 13,6 Prozent des Unternehmens gehören. Stand 2026 erwirtschaftet Meta mit Facebook, Instagram, WhatsApp, Messenger und Threads einen Jahresumsatz von mehr als 200 Milliarden US-Dollar.
Key Takeaways
- Facebook ist ein Dienst von Meta Platforms, Inc., gegründet 2004 in Harvard, seit 2012 an der Nasdaq.
- Mark Zuckerberg hält rund 13,6 Prozent der Aktien, aber etwa 61 Prozent der Stimmrechte, weil seine Class-B-Aktien zehn Stimmen je Aktie tragen.
- Größte institutionelle Aktionäre sind Vanguard (rund 7,6 Prozent), BlackRock (rund 6,6 Prozent) und FMR/Fidelity (rund 5,1 Prozent).
- 2025 erzielte Meta 200,97 Milliarden US-Dollar Umsatz und 60,46 Milliarden US-Dollar Nettogewinn; täglich nutzen 3,58 Milliarden Menschen mindestens eine Meta-App.
- Instagram (2012, rund 1 Milliarde US-Dollar), WhatsApp (2014, rund 19 Milliarden US-Dollar) und Oculus (2014, rund 2 Milliarden US-Dollar) gehören ebenfalls zum Konzern.
- Im November 2025 wies ein US-Bundesrichter die Kartellklage der FTC ab, die eine Abspaltung von Instagram und WhatsApp erzwingen wollte.
- Für 2026 plant Meta Investitionen von 130 bis 145 Milliarden US-Dollar, vor allem in KI-Infrastruktur; seit 2024 zahlt der Konzern eine Quartalsdividende.
| Name | Facebook (Dienst von Meta Platforms, Inc.) |
|---|---|
| Gründung / Sitz / Rechtsform | Februar 2004 an der Harvard University; Sitz Menlo Park, Kalifornien; Inc. nach dem Recht von Delaware, notiert an der Nasdaq (META) |
| Branche | Soziale Netzwerke, Online-Werbung, Messaging, Virtual Reality, Künstliche Intelligenz |
| Führung | Mark Zuckerberg (Gründer, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender) |
| Unternehmen | Meta Platforms, Inc. mit den Segmenten Family of Apps (Facebook, Instagram, WhatsApp, Messenger, Threads) und Reality Labs |
| Eigentümer | Streubesitz; Mark Zuckerberg rund 13,6 Prozent der Aktien und rund 61 Prozent der Stimmrechte; Vanguard rund 7,6 Prozent, BlackRock rund 6,6 Prozent, FMR rund 5,1 Prozent (Proxy Statement 2025) |
Geschichte und Herkunft
Facebook entstand im Februar 2004 im Studentenwohnheim der Harvard University. Mark Zuckerberg startete „TheFacebook“ als Netzwerk für Harvard-Studierende; seine Kommilitonen Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Andrew McCollum waren an Aufbau und Finanzierung beteiligt. Im Juli 2004 wurde das Projekt als TheFacebook, Inc. in Delaware neu gegründet; Peter Thiel stieg im selben Jahr als erster externer Investor ein, 2005 folgte Accel Partners. Schrittweise öffnete sich das Netzwerk für alle Nutzer weltweit.
Am 18. Mai 2012 ging Facebook an die Nasdaq: Ausgabepreis 38 US-Dollar je Aktie, Emissionsvolumen rund 16 Milliarden US-Dollar, Bewertung etwa 104 Milliarden US-Dollar. Im selben Jahr kaufte das Unternehmen Instagram, 2014 folgten WhatsApp und der VR-Hersteller Oculus. Am 28. Oktober 2021 benannte sich der Mutterkonzern in Meta Platforms, Inc. um, um die Ausrichtung auf das „Metaverse“ zu betonen. Der Name Facebook blieb dem sozialen Netzwerk vorbehalten.
Eigentümerstruktur im Detail

Meta Platforms ist eine Publikumsgesellschaft mit zwei Aktienklassen. Die börsengehandelten Class-A-Aktien tragen eine Stimme je Aktie, die nicht gehandelten Class-B-Aktien zehn Stimmen. Zum Stichtag 1. Mai 2025 waren laut Proxy Statement rund 2,17 Milliarden Class-A-Aktien und rund 343 Millionen Class-B-Aktien ausgegeben. Mark Zuckerberg hält 99,8 Prozent aller Class-B-Aktien und kontrolliert damit etwa 61 Prozent der gesamten Stimmrechte, obwohl sein wirtschaftlicher Anteil nur rund 13,6 Prozent beträgt. Meta gilt deshalb nach den Nasdaq-Regeln als „controlled company“: Zuckerberg bestimmt Verwaltungsrat, Strategie und Übernahmen faktisch allein.
Hinter Zuckerberg folgen die großen Vermögensverwalter: The Vanguard Group hält rund 7,6 Prozent der Aktien, BlackRock rund 6,6 Prozent und FMR (Fidelity) rund 5,1 Prozent; die übrigen rund 67,1 Prozent verteilen sich auf weitere Fonds und Privatanleger. Die Vermögensverwalter halten die Aktien für Millionen Fondsanleger und üben wegen der Stimmrechtsstruktur keinen bestimmenden Einfluss aus. Die heutigen Beteiligungen der Mitgründer Eduardo Saverin und Dustin Moskovitz sind nicht öffentlich bekannt.
Geschäftsmodell und Kennzahlen
Meta verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung. 2025 lag der Konzernumsatz bei 200,97 Milliarden US-Dollar (plus 22 Prozent gegenüber 164,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024), davon 196,2 Milliarden US-Dollar aus Werbeerlösen. Der Nettogewinn betrug 60,46 Milliarden US-Dollar nach 62,36 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Das Segment Reality Labs mit den Quest-Brillen schrieb 2025 einen operativen Verlust von 19,2 Milliarden US-Dollar.
Ende 2025 beschäftigte Meta 78.865 Mitarbeiter, nach 74.067 ein Jahr zuvor. Als Nutzerkennzahl weist der Konzern seit 2024 nur noch die „Family Daily Active People“ aus: Im Dezember 2025 nutzten im Schnitt 3,58 Milliarden Menschen täglich mindestens eine Meta-App, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Für Facebook allein meldete Meta zuletzt Ende 2023 rund 3,07 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Seit 2024 zahlt Meta erstmals eine Dividende, die im Februar 2025 um fünf Prozent auf 0,525 US-Dollar je Aktie und Quartal angehoben wurde.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Das beherrschende Thema ist Künstliche Intelligenz. Meta investierte 2025 rund 72,2 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und Server und kündigte für 2026 Investitionen von 130 bis 145 Milliarden US-Dollar an. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn sank jedoch um 14 Prozent auf 15,8 Milliarden US-Dollar. Die tägliche Reichweite der App-Familie lag im Juni 2026 bei 3,60 Milliarden Menschen.
Juristisch brachte 2025 eine Richtungsentscheidung: Am 18. November 2025 wies US-Bundesrichter James Boasberg die Kartellklage der Federal Trade Commission ab, die Meta zum Verkauf von Instagram und WhatsApp zwingen wollte, weil Meta angesichts der Konkurrenz durch TikTok und YouTube kein Monopol mehr halte. In Europa verhängte die EU-Kommission am 24. April 2025 eine Geldbuße von 200 Millionen Euro nach dem Digital Markets Act, weil das „Pay or Consent“-Modell von Facebook und Instagram den Nutzern keine echte Wahl beim Umgang mit ihren Daten lasse; Meta hat Einspruch angekündigt. Der 2023 gestartete Dienst Threads überschritt im August 2025 die Marke von 400 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Mark Zuckerberg selbst führt Forbes seit Jahren unter den reichsten Menschen der Welt; seine Vermögensbasis ist im Wesentlichen seine Meta-Beteiligung. uamr.de nennt dazu keine Beträge, da offizielle Zahlen nicht existieren.
FAQ
Wem gehört Facebook? Facebook gehört dem börsennotierten Konzern Meta Platforms, Inc. Die Aktien liegen im Streubesitz, die Kontrolle hat Mark Zuckerberg mit rund 61 Prozent der Stimmrechte.
Wie viel Prozent von Meta gehören Mark Zuckerberg? Laut Proxy Statement 2025 rund 13,6 Prozent der Aktien. Weil seine Class-B-Aktien zehn Stimmen je Aktie tragen, kontrolliert er dennoch etwa 61 Prozent der Stimmrechte.
Wer sind die größten Aktionäre neben Zuckerberg? Vanguard mit rund 7,6 Prozent, BlackRock mit rund 6,6 Prozent und FMR (Fidelity) mit rund 5,1 Prozent der Aktien.
Warum heißt Facebook heute Meta? Der Mutterkonzern benannte sich am 28. Oktober 2021 in Meta Platforms, Inc. um, um die Ausrichtung auf das Metaverse zu betonen. Das Netzwerk heißt weiterhin Facebook.
Wie viel verdient Meta? 2025 erzielte Meta 200,97 Milliarden US-Dollar Umsatz und 60,46 Milliarden US-Dollar Nettogewinn, fast ausschließlich aus Werbung.
Muss Meta Instagram und WhatsApp abgeben? Nein. Ein US-Bundesrichter wies im November 2025 die Klage der FTC ab, die eine Abspaltung der beiden Dienste erreichen wollte.
Fazit
Auf die Frage „Wem gehört Facebook?“ gibt es Stand 2026 eine doppelte Antwort: Wirtschaftlich gehört Meta Platforms zu mehr als 85 Prozent Fondsgesellschaften und Privatanlegern, allen voran Vanguard, BlackRock und Fidelity. Die Macht liegt jedoch bei Mark Zuckerberg, der dank der Zwei-Klassen-Aktienstruktur mit rund 13,6 Prozent der Anteile etwa 61 Prozent der Stimmen kontrolliert. Solange die Meta-Apps täglich mehr als 3,5 Milliarden Menschen erreichen, wird sich an dieser Kontrolle wenig ändern.
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