Wem gehört IBM? Eigentümer und Struktur 2026

Wem gehört IBM

IBM gehört niemandem allein: Die International Business Machines Corporation mit Sitz in Armonk im US-Bundesstaat New York ist eine Publikumsgesellschaft, deren Aktien an der New York Stock Exchange gehandelt werden und sich fast vollständig im Streubesitz befinden. Die größten Aktionäre sind die Vermögensverwalter Vanguard, BlackRock und State Street, die laut Proxy Statement 2026 zusammen rund 24 Prozent der Anteile halten. Einen Gründer, eine Familie oder einen Großaktionär mit Kontrollmehrheit gibt es nicht; geführt wird der Konzern seit 2020 von Arvind Krishna.

Key Takeaways

  • IBM ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft ohne Mehrheitseigentümer; die Aktie gehört zum Dow Jones Industrial Average und zum S&P 500.
  • Laut Proxy Statement 2026 hielten zum 31. Dezember 2025 Vanguard 10,0 Prozent, BlackRock 8,3 Prozent und State Street 6,0 Prozent der Aktien.
  • Im Geschäftsjahr 2025 erzielte IBM 67,5 Mrd. US-Dollar Umsatz und 10,6 Mrd. US-Dollar Nettogewinn; 2024 waren es 62,8 Mrd. beziehungsweise 6,0 Mrd. US-Dollar.
  • Ende 2025 beschäftigte der Konzern weltweit rund 264.300 Mitarbeiter, nach 270.300 ein Jahr zuvor.
  • Die größte Übernahme war Red Hat 2019 für 34 Mrd. US-Dollar; 2025 folgte HashiCorp für 6,4 Mrd. und im März 2026 Confluent für rund 11 Mrd. US-Dollar.
  • IBM zahlt seit 1916 ununterbrochen Quartalsdividenden und hat sie 2026 zum 31. Mal in Folge erhöht, auf 1,69 US-Dollar je Aktie und Quartal.
NameInternational Business Machines Corporation (IBM)
Gegründet16. Juni 1911 als Computing-Tabulating-Recording Company (CTR) in Endicott, New York; seit 14. Februar 1924 unter dem Namen IBM
SitzArmonk, New York, USA
BrancheInformationstechnologie (Software, Beratung, Infrastruktur)
EigentümerStreubesitz; größte Aktionäre Vanguard (10,0 %), BlackRock (8,3 %), State Street (6,0 %), Stand 31. Dezember 2025
Umsatz/Mitarbeiter67,5 Mrd. US-Dollar Umsatz, 10,6 Mrd. US-Dollar Nettogewinn, rund 264.300 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2025)
FührungArvind Krishna, Chairman, President und CEO (CEO seit 2020)

Geschichte und Herkunft

Am 16. Juni 1911 entstand in Endicott im Bundesstaat New York die Computing-Tabulating-Recording Company (CTR) aus dem Zusammenschluss mehrerer Hersteller von Lochkartenmaschinen, Zeiterfassungsgeräten und Waagen mit rund 1.300 Beschäftigten. 1914 übernahm Thomas J. Watson die Leitung; am 14. Februar 1924 erhielt CTR den heutigen Namen International Business Machines Corporation.

Im 20. Jahrhundert wurde IBM zum Synonym für Großrechner (System/360, 1964); 1981 folgte der IBM Personal Computer, der zum Industriestandard wurde. Das PC-Geschäft ging 2005 für 1,75 Mrd. US-Dollar an Lenovo. Den größten Schritt zum Softwarekonzern markierte die im Juli 2019 abgeschlossene Übernahme des Linux-Anbieters Red Hat für rund 34 Mrd. US-Dollar. Im November 2021 brachte IBM das Geschäft mit dem Betrieb von IT-Infrastrukturen mit rund 90.000 Beschäftigten als Kyndryl an die Börse; Aktionäre erhielten für je fünf IBM-Aktien eine Kyndryl-Aktie.

Eigentümerstruktur im Detail

Wem gehört IBM? Eigentümerstruktur mit Vanguard, BlackRock und State Street sowie Kennzahlen und Meilensteine 2026
Wem gehört IBM? Eigentümer und Struktur 2026 2

IBM ist eine klassische Publikumsgesellschaft. Die Stammaktien werden an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel IBM gehandelt; das Unternehmen gehört zu den 30 Werten des Dow Jones Industrial Average und zum S&P 500. Es gibt nur eine Aktiengattung ohne Mehrstimmrechte und keinen Ankeraktionär. Wer IBM „gehört“, ist deshalb eine Frage nach den größten Fondsgesellschaften.

Die verlässlichste Quelle ist das Proxy Statement zur Hauptversammlung, das IBM im März 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat und das alle Anteilseigner mit mehr als 5 Prozent nennt. Zum 31. Dezember 2025 waren das drei: The Vanguard Group mit 92,8 Mio. Aktien oder 10,03 Prozent, BlackRock mit 75,5 Mio. Aktien oder 8,3 Prozent und State Street Corporation mit 55,0 Mio. Aktien oder 6,03 Prozent, zusammen rund 24 Prozent. Die übrigen gut 76 Prozent verteilen sich auf weitere Fonds, Pensionskassen, Versicherungen und Privatanleger.

Die drei Vermögensverwalter halten ihre Pakete überwiegend für Indexfonds und ETFs und erklären ausdrücklich, keinen Einfluss auf die Kontrolle des Unternehmens anzustreben. Berkshire Hathaway, 2011 eingestiegen, hatte sich bis 2018 vollständig zurückgezogen. Die Bestände von Management und Verwaltungsrat liegen weit unter einem Prozent.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

Das Geschäftsjahr 2025 war das stärkste seit langem: Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 67,5 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn von 6,0 auf 10,6 Mrd. US-Dollar, der freie Cashflow erreichte 14,7 Mrd. US-Dollar. Die Softwaresparte wuchs um 9 Prozent und macht laut Arvind Krishna 45 Prozent des Geschäfts aus; das Auftragsvolumen für generative KI lag Anfang 2026 bei über 12,5 Mrd. US-Dollar. Im Februar 2025 schloss IBM die Übernahme des Automatisierungsspezialisten HashiCorp für 6,4 Mrd. US-Dollar ab, im März 2026 folgte der Datenstreaming-Anbieter Confluent für rund 11 Mrd. US-Dollar.

2026 verlief holpriger. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz nur um 1 Prozent, IBM senkte die Jahresprognose auf ein währungsbereinigtes Wachstum von 4 bis 5 Prozent. Im dritten Quartal legte der Umsatz wieder um 5 Prozent auf 17,1 Mrd. US-Dollar zu, der Nettogewinn stieg um 26 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar. Zugleich schrumpft die Belegschaft: Ende 2025 zählte IBM 264.300 Beschäftigte, 2023 noch 282.200.

Im Quantencomputing bleibt IBM Taktgeber: Im Juni 2025 kündigte das Unternehmen an, bis 2029 mit „Starling“ einen fehlertoleranten Quantencomputer im Bundesstaat New York in Betrieb zu nehmen; im November 2025 folgte der 120-Qubit-Prozessor „Nighthawk“. In Ehningen betreibt IBM seit 2024 ein Quantenrechenzentrum. Im KI-Geschäft setzt IBM auf die 2023 vorgestellte Plattform watsonx mit den eigenen Granite-Sprachmodellen.

Geschäftszahlen, Dividende und Patente

IBM gliedert sein Geschäft in drei Segmente: Software (unter anderem Red Hat, Automatisierung, Daten und KI) ist mit 9,0 Mrd. US-Dollar Umsatz im vierten Quartal 2025 der größte Bereich, Consulting erzielte 5,3 Mrd., die Infrastruktursparte mit den Großrechnern 5,1 Mrd. US-Dollar. Die Hardware schwankt stark: Im dritten Quartal 2026 fiel der Mainframe-Umsatz um 20 Prozent.

Für viele Anleger ist IBM vor allem ein Dividendenwert: Das Unternehmen zahlt seit 1916 ununterbrochen Quartalsdividenden; im April 2026 hob der Verwaltungsrat die Ausschüttung auf 1,69 US-Dollar je Aktie und Quartal an, die 31. Erhöhung in Folge. Dem stehen Finanzschulden von 61,3 Mrd. US-Dollar (Ende 2025) gegenüber, die zum Teil aus den Übernahmen stammen.

Von 1993 bis 2021, 29 Jahre in Folge, erhielt IBM jedes Jahr die meisten US-Patente. 2020 erklärte Forschungschef Darío Gil jedoch, IBM strebe die numerische Patentführerschaft nicht länger an; 2022 übernahm Samsung Electronics mit 8.513 US-Patenten die Spitze, IBM kam auf 4.743. In Deutschland ist IBM seit 1953 mit einem Entwicklungszentrum in Böblingen vertreten, die Deutschland-Zentrale liegt in Ehningen; aktuelle deutsche Beschäftigtenzahlen veröffentlicht IBM nicht.

FAQ

Wem gehört IBM? IBM gehört seinen Aktionären im Streubesitz; die größten sind laut Proxy Statement 2026 Vanguard mit 10,0 Prozent, BlackRock mit 8,3 Prozent und State Street mit 6,0 Prozent.

Gibt es bei IBM einen Mehrheitseigentümer oder eine Gründerfamilie? Nein. Kein Aktionär hält mehr als rund 10 Prozent; die drei größten Anteilseigner sind passive Fondsanbieter.

Wer führt IBM? Arvind Krishna ist seit 2020 CEO und zudem Chairman und President; der Verwaltungsrat hat seit der Hauptversammlung im April 2026 13 Mitglieder.

Wie viel Umsatz und Gewinn macht IBM? Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz bei 67,5 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn bei 10,6 Mrd. US-Dollar. 2024 waren es 62,8 Mrd. beziehungsweise 6,0 Mrd. US-Dollar.

Zahlt IBM eine Dividende? Ja. IBM zahlt seit 1916 jedes Quartal eine Dividende, 2026 erhöht auf 1,69 US-Dollar je Aktie und Quartal.

Fazit

IBM gehört einer breiten Masse von Aktionären, an deren Spitze mit Vanguard, BlackRock und State Street drei Indexfondsanbieter stehen, die zusammen rund ein Viertel der Aktien halten, ohne operativ Einfluss zu nehmen. Die Richtung gibt das Management um Arvind Krishna vor, das IBM zu einem Software- und Beratungskonzern mit Schwerpunkt auf Hybrid Cloud, KI und Quantencomputing umbaut. Das Rekordjahr 2025 zeigt Wirkung; Hardwarezyklen, sinkende Mitarbeiterzahlen und die hohe Verschuldung bleiben Belastungsfaktoren.