fraenk ist eine rein App-basierte Mobilfunkmarke, die im April 2020 startete und im Netz der Telekom funkt. Die Marke gehört der Telekom Deutschland GmbH in Bonn, die laut AGB auch Vertragspartner aller Kunden ist; umgesetzt wird das Angebot von der Telekom-Tochter congstar GmbH in Köln. Beide gehören zum Konzern der börsennotierten Deutschen Telekom AG, an der der Bund direkt und über die KfW 28,59 % hält (Stand 30. Juni 2026). Stand 2026 kostet der fraenk-Tarif 10 Euro im Monat für 25 GB; im April 2025 meldete die Marke mehr als 500.000 Nutzer.
Key Takeaways
- fraenk ist eine Marke der Telekom Deutschland GmbH in Bonn, die laut AGB auch Vertragspartner der Kunden ist.
- Realisiert wird fraenk von der congstar GmbH in Köln, einer 2007 gegründeten Tochter der Telekom Deutschland GmbH.
- An der Deutschen Telekom AG hält der Bund 14,22 % direkt und 14,37 % über die KfW, 71,41 % liegen im Streubesitz (Stand 30. Juni 2026).
- fraenk startete am 22. April 2020 mit 4 GB für 10 Euro; seit dem 1. Juni 2026 gibt es 25 GB für 10 Euro oder 50 GB für 15 Euro.
- Der Tarif läuft im Telekom-Netz, seit Februar 2024 mit 5G und seit November 2024 mit bis zu 50 Mbit/s.
- Im April 2025 nannte fraenk mehr als 500.000 Nutzer; eigene Umsatzzahlen veröffentlicht die Marke nicht.
- Die Deutsche Telekom erzielte 2025 einen Umsatz von 119,1 Mrd. Euro (2024: 115,8 Mrd. Euro) und beschäftigte Ende 2025 rund 200.000 Menschen.
- Im Juli 2026 mahnte die Verbraucherzentrale NRW die Telekom wegen des fehlenden Kündigungsbuttons auf der fraenk-Website ab.
| Name | fraenk (Marke der Telekom Deutschland GmbH) |
|---|---|
| Gegründet | 22. April 2020 (Marktstart) |
| Sitz | Bonn (Telekom Deutschland GmbH); Umsetzung durch congstar GmbH, Köln |
| Branche | Mobilfunk (App-basierter Discount-Tarif im Telekom-Netz) |
| Eigentümer | Telekom Deutschland GmbH, Tochter der Deutschen Telekom AG (Bund und KfW: 28,59 %, Stand 30. Juni 2026) |
| Umsatz/Mitarbeiter | Keine eigenen Zahlen für fraenk; Konzern Deutsche Telekom: 119,1 Mrd. Euro Umsatz 2025, rund 200.000 Mitarbeiter (31. Dezember 2025) |
| Geschäftsführung | Telekom Deutschland GmbH: Rodrigo Diehl (Sprecher); congstar GmbH: Daniel Mirovsky, Stephen Tesch |
Eigentümerstruktur im Detail

fraenk ist kein eigenständiges Unternehmen, sondern eine Marke. In den AGB (Stand 16. Februar 2026) heißt es ausdrücklich: Vertragspartner ist die Telekom Deutschland GmbH, Landgrabenweg 149, 53227 Bonn, eingetragen beim Amtsgericht Bonn unter HRB 5919. Wer einen fraenk-Tarif abschließt, schließt rechtlich einen Vertrag mit der Telekom Deutschland GmbH, auch wenn er die Marke nur als App wahrnimmt.
Die operative Umsetzung übernimmt die congstar GmbH in Köln. congstar wurde im Juli 2007 gegründet, ist eine Tochter der Telekom Deutschland GmbH und deren wichtigste Zweitmarke; im August 2022 meldete congstar mehr als sechs Millionen Kunden. Unter dem Dach von congstar laufen auch Penny Mobil und fraenk.
Die Telekom Deutschland GmbH ist die deutsche Landesgesellschaft der Deutschen Telekom AG. Zum 30. Juni 2026 lagen 71,41 % der Aktien der Deutschen Telekom AG im Streubesitz, 14,37 % hielt die staatliche Förderbank KfW und 14,22 % die Bundesrepublik Deutschland direkt. Der Bund kontrolliert damit 28,59 % und ist der mit Abstand größte Aktionär.
Geschichte und Herkunft
fraenk startete am 22. April 2020 als digitaler Mobilfunktarif, der ausschließlich über eine App gebucht und verwaltet wird. Das Angebot war von Beginn an radikal einfach: ein einziger Tarif mit Allnet-Flat und 4 GB für 10 Euro im Monat, ohne Mindestlaufzeit und monatlich kündbar. Als Vorbild nennt die deutsche Wikipedia die Marke „freenet Funk“. Kundenservice gibt es nur per Chat in der App und per Post.
Im Mai 2021 kam die eSIM hinzu, im April 2022 startete das Empfehlungsprogramm „fraenk for friends“, bei dem Werbende und Geworbene dauerhaft zusätzliches Datenvolumen erhalten. Im Februar 2024 öffnete fraenk den Tarif für 5G ohne Aufpreis, im November 2024 stieg die Geschwindigkeit auf 50 Mbit/s im Download und 25 Mbit/s im Upload. Parallel wuchs das Datenvolumen bei konstantem Preis: Im Dezember 2023 waren es 10 GB, im Mai 2024 12 GB, bis zum Frühjahr 2025 20 GB, seit dem 1. Juni 2026 sind es 25 GB.
Geschäftsmodell und Kennzahlen
Das Geschäftsmodell beruht auf niedrigen Vertriebs- und Servicekosten: keine Shops, keine Hotline, kein Papierkram. Bestellung, Rufnummernmitnahme und Kündigung laufen über die App, bezahlt wird per PayPal oder SEPA-Lastschrift. Stand 2026 kostet die „fraenk Flat“ 10 Euro im Monat für 25 GB; mit Datenoption sind es 50 GB für 15 Euro. Zusätzlich lassen sich 5 GB für 5 Euro oder eine 24-Stunden-Flatrate für 7 Euro buchen. EU-Roaming inklusive Schweiz sowie Telefonie und SMS sind enthalten.
Eigene Umsatz- oder Gewinnzahlen weist fraenk nicht aus; die Erlöse fließen in das Segment Deutschland der Deutschen Telekom ein. Die einzige offizielle Größenordnung stammt aus der Pressemitteilung zum fünften Geburtstag vom 22. April 2025: Mehr als 500.000 Menschen nutzen den Tarif, und 60 % der Neukunden bestellen mit eSIM.
Beim Mutterkonzern sind die Dimensionen andere. Die Deutsche Telekom AG steigerte den Umsatz 2025 auf 119,1 Mrd. Euro nach 115,8 Mrd. Euro 2024; das bereinigte EBITDA AL lag bei 44,2 Mrd. Euro. Das Segment Deutschland kam auf 25,6 Mrd. Euro Umsatz und zählte Ende 2025 74,49 Millionen Mobilfunkkunden. Weltweit beschäftigte der Konzern rund 200.000 Menschen; Vorstandsvorsitzender ist Timotheus Höttges.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Am 2. Mai 2025 wertete fraenk die zubuchbare Datenoption von 10 GB auf 25 GB auf, sodass der 15-Euro-Tarif 45 GB umfasste. Zum 1. Juni 2026 folgte die nächste Aufwertung: 25 GB statt 20 GB für 10 Euro und 50 GB statt 45 GB für 15 Euro, automatisch auch für Bestandskunden. Frederik Motzet, Leiter fraenk Product & Strategy, begründete den Schritt mit dem gestiegenen Bedarf an mobilen Daten. Im Juli 2026 erschien zudem Version 2.0 der fraenk-App.
Für Schlagzeilen sorgte im Sommer 2026 der Streit um den gesetzlichen Kündigungsbutton. Die Verbraucherzentrale NRW mahnte die Telekom im Juli 2026 ab, weil die fraenk-Website keinen solchen Button bietet, sondern auf die App verweist, die erst nach einem Login erreichbar ist. fraenk hält dagegen, die Website sei rein informativ, Verträge würden ausschließlich in der App geschlossen, und dort gebe es seit dem 19. Juni 2026 auch einen Widerrufsbutton. Ob die Telekom eine Unterlassungserklärung abgegeben hat, ist nicht öffentlich bekannt. An der Eigentümerstruktur hat sich 2025/2026 nichts geändert.
FAQ
Wem gehört fraenk? fraenk ist eine Marke der Telekom Deutschland GmbH in Bonn, einer Tochter der Deutschen Telekom AG. Umgesetzt wird das Angebot von der Telekom-Tochter congstar GmbH in Köln.
Wer ist bei fraenk mein Vertragspartner? Laut den fraenk-AGB (Stand 16. Februar 2026) ist der Vertragspartner die Telekom Deutschland GmbH, Landgrabenweg 149, 53227 Bonn, nicht die congstar GmbH.
Ist fraenk ein Start-up? Nein. fraenk wurde 2020 innerhalb des Telekom-Konzerns als digitale Zweitmarke entwickelt und war nie ein eigenständiges Unternehmen.
Welches Netz nutzt fraenk? fraenk nutzt das Mobilfunknetz der Telekom, seit Februar 2024 inklusive 5G und seit November 2024 mit bis zu 50 Mbit/s im Download.
Was kostet fraenk 2026? Seit dem 1. Juni 2026 gibt es 25 GB für 10 Euro im Monat oder 50 GB für 15 Euro, jeweils ohne Mindestlaufzeit.
Wem gehört die Deutsche Telekom? Zum 30. Juni 2026 lagen 71,41 % der Aktien im Streubesitz, 14,37 % hielt die KfW und 14,22 % der Bund direkt.
Fazit
Hinter der bewusst schlank auftretenden Marke fraenk steht ein Weltkonzern. Die Eigentümerkette ist kurz und eindeutig: fraenk gehört der Telekom Deutschland GmbH, wird von deren Tochter congstar betrieben und hängt damit an der Deutschen Telekom AG, an der der Bund direkt und über die KfW 28,59 % hält. Wer bei fraenk bucht, ist Kunde der Telekom Deutschland GmbH.
Wirtschaftlich ist fraenk für den Konzern ein kleiner, strategisch aber wichtiger Baustein: Die Marke holt preissensible, digital-affine Kunden ins Telekom-Netz. Mit mehr als 500.000 Nutzern (Stand April 2025) und steigendem Datenvolumen bei konstantem Preis bleibt fraenk auch 2026 eine der spannendsten Zweitmarken im deutschen Mobilfunk.
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