Last updated: April 15, 2026
Quick Answer: Ferrari gehört mehrheitlich der Exor N.V., der Holdinggesellschaft der italienischen Unternehmerfamilie Agnelli-Elkann. Der Rest der Aktien befindet sich im Streubesitz und wird an der New Yorker Börse (NYSE) sowie an der Mailänder Börse (Borsa Italiana) gehandelt. Die operative Holdinggesellschaft heißt Ferrari N.V. und ist in den Niederlanden registriert.
Key Takeaways 🏎️
- Größter Einzelaktionär ist Exor N.V., die Beteiligungsgesellschaft der Familie Agnelli-Elkann
- Ferrari ist als Ferrari N.V. (Niederlande) börsennotiert – an der NYSE und der Borsa Italiana
- John Elkann ist Präsident von Ferrari und direkter Nachkomme von Firmengründer Enzo Ferrari
- Der Luxussportwagen-Bereich macht rund 84 % des Nettoumsatzes aus [2]
- Ferrari betreibt aktiv Aktienrückkaufprogramme: Die erste Tranche im Wert von 250 Mio. EUR wurde im April 2026 abgeschlossen [7]
- Die Marke Ferrari gilt als eine der wertvollsten Luxusmarken der Welt
- Trotz Börsennotierung bleibt die strategische Kontrolle fest in Familienhand
- Berenberg hat nach starken Q1-2026-Ergebnissen seine Prognosen für Ferrari angehoben und empfiehlt die Aktie zum Kauf [5]
Wem gehört Ferrari – die Grundstruktur des Eigentums
Ferrari N.V. ist die börsennotierte Holdinggesellschaft, die das gesamte Ferrari-Geschäft kontrolliert. Die Aktien sind öffentlich handelbar, aber die Mehrheitskontrolle liegt bei einer einzigen Holdinggesellschaft: Exor N.V.
Wer die Eigentümerstruktur von Ferrari verstehen will, muss drei Ebenen kennen:
- Ferrari N.V. – die börsennotierte Dachgesellschaft mit Sitz in Amsterdam
- Exor N.V. – die Hauptaktionärin, kontrolliert von der Familie Agnelli-Elkann
- Streubesitz – institutionelle und private Anleger weltweit, die über NYSE und Borsa Italiana investiert sind [2]
Diese Struktur ist typisch für europäische Familienunternehmen, die gleichzeitig Kapital an den Märkten aufnehmen wollen, ohne die Kontrolle abzugeben. Ferrari ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Familie strategisch dominant bleibt, obwohl das Unternehmen vollständig an der Börse notiert ist.

Die Agnelli-Familie: Ursprung des Ferrari-Eigentums
Die Geschichte des Ferrari-Eigentums beginnt nicht mit dem Börsengang, sondern mit einer Übernahme. Enzo Ferrari gründete das Unternehmen 1947, doch bereits 1969 verkaufte er 50 % der Anteile an Fiat. Nach Enzos Tod 1988 übernahm Fiat schrittweise die vollständige Kontrolle.
Die Familie Agnelli, Gründer und Hauptaktionäre von Fiat, blieben damit indirekt Eigentümer von Ferrari. Als Ferrari 2015 an die Börse gebracht wurde, geschah das über die Holdinggesellschaft Exor N.V. – und Exor gehört der Familie Agnelli-Elkann.
Wichtige Personen im Eigentümergefüge:
- John Elkann – Enkel von Gianni Agnelli, Präsident von Ferrari und Vorsitzender von Exor [5]
- Piero Ferrari – Sohn von Enzo Ferrari, hält persönlich einen Minderheitsanteil von rund 10 %
- Exor N.V. – hält den größten Anteil und sichert der Familie die strategische Kontrolle [2]
„Ferrari ist kein gewöhnliches Unternehmen – es ist ein Familienerbstück, das zufällig auch an der Börse notiert ist.“
John Elkann ist dabei nicht nur ein Erbe, sondern aktiver Gestalter. Er ist gleichzeitig Präsident von Stellantis (dem Nachfolger von Fiat Chrysler) und von Ferrari – eine Doppelrolle, die die enge Verflechtung der Agnelli-Interessen zeigt [5]. Im April 2026 wurde bekannt, dass Elkann in der Schweiz einen Gerichtsantrag im Zusammenhang mit dem Erbe seiner Mutter gestellt hat – ein Hinweis darauf, dass Erbschaftsfragen rund um die Familienholding weiterhin aktuell sind [5].
Wie ist Ferrari an der Börse aufgestellt?
Ferrari N.V. ist seit Oktober 2015 an der New Yorker Börse (NYSE) unter dem Tickersymbol RACE und an der Mailänder Börse (Borsa Italiana) notiert.
Die Börsennotierung veränderte die Eigentümerstruktur grundlegend: Seitdem können private und institutionelle Anleger weltweit Ferrari-Aktien kaufen. Dennoch bleibt Exor der mit Abstand größte Einzelaktionär.
Aktuelle Börsenkennzahlen (Stand: April 2026):
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Börsenname | Ferrari N.V. |
| Tickersymbol | RACE (NYSE), RACE (Borsa Italiana) |
| Unternehmenssitz | Amsterdam, Niederlande |
| Produktionsstandort | Maranello, Italien |
| Größter Aktionär | Exor N.V. (Familie Agnelli-Elkann) |
| Zweiter Einzelaktionär | Piero Ferrari (~10 %) |
| Streubesitz | Institutionelle und private Anleger |
Ferrari betreibt außerdem ein aktives Aktienrückkaufprogramm, das die Aktionärsstruktur weiter verändert. Im April 2026 schloss das Unternehmen die erste Tranche seines Rückkaufprogramms im Wert von ursprünglich 250 Mio. EUR ab [7]. Am 7. April 2026 wurden zusätzlich Aktien im Wert von 10 Mio. EUR in Mailand und 5 Mio. USD an der NYSE zurückgekauft [5]. Durch solche Rückkäufe sinkt die Gesamtzahl der ausstehenden Aktien – was den verbleibenden Aktionären, insbesondere Exor, einen proportional größeren Anteil sichert.
Wem gehört Ferrari wirklich – Exor und die Rolle der Familie Agnelli-Elkann
Exor N.V. ist die entscheidende Antwort auf die Frage, wem Ferrari gehört. Exor ist eine niederländische Holdinggesellschaft, die von der Familie Agnelli-Elkann kontrolliert wird und Beteiligungen an mehreren Weltkonzernen hält – darunter Ferrari, Stellantis und der Economist Group.
Was macht Exor so einflussreich?
- Exor hält den größten Stimmrechtsanteil an Ferrari N.V.
- Über Exor kontrolliert die Familie Agnelli-Elkann die strategische Ausrichtung des Unternehmens
- John Elkann als Exor-Chef und Ferrari-Präsident verkörpert diese Doppelrolle in einer Person [5]
- Exor selbst ist ebenfalls börsennotiert, aber die Familie hält die Stimmrechtsmehrheit
Die Konstruktion ist clever: Ferrari ist öffentlich, Exor ist öffentlich – aber an der Spitze beider Strukturen steht dieselbe Familie. Das gibt der Agnelli-Elkann-Dynastie eine Kontrolle, die weit über ihren nominellen Kapitalanteil hinausgeht.
Wer profitiert konkret vom Ferrari-Erfolg?
- Exor und die Familie Agnelli-Elkann – über Dividenden und Kurssteigerungen
- Piero Ferrari – als direkter Erbe von Enzo Ferrari mit persönlichem Anteil
- Institutionelle Investoren – Fonds, Vermögensverwalter und Pensionskassen weltweit
- Privatanleger – die über die Börse in RACE-Aktien investiert haben
Ferrari als Luxusunternehmen: Was die Eigentümer besitzen
Ferrari ist kein gewöhnlicher Autohersteller. Das Unternehmen positioniert sich bewusst als Luxusmarke, nicht als Massenautomobilhersteller. Das spiegelt sich in den Zahlen wider: Der Luxussportwagen-Bereich macht rund 84 % des Nettoumsatzes aus [2].
Die drei Geschäftsbereiche von Ferrari N.V. im Überblick:
- Luxussportwagen und -fahrzeuge – Kerngeschäft, ~84 % des Umsatzes [2]
- Sponsoring, Markenrechte und Formel-1-Aktivitäten – Einnahmen durch Rennteam, Lizenzierung und Partnerschaften
- Finanzdienstleistungen – Finanzierungsangebote für Käufer
Diese Struktur erklärt, warum Ferrari-Aktien so hoch bewertet werden: Das Unternehmen verkauft keine Autos in großen Stückzahlen, sondern kontrollierte Knappheit als Geschäftsmodell. Wer eine Ferrari-Aktie kauft, investiert in eine Marke, die absichtlich weniger produziert, als der Markt verlangen würde.
Berenberg hob nach den starken Q1-2026-Ergebnissen (veröffentlicht am 2. April 2026) seine Prognosen für Ferrari an und behielt die Kaufempfehlung bei [5]. Das zeigt, dass die Eigentümerstruktur – stabile Familienkontrolle kombiniert mit Börsenliquidität – von Analysten als Stärke gesehen wird.
Häufige Fragen zur Ferrari-Eigentümerstruktur (FAQ)
Wem gehört Ferrari heute (2026)?
Ferrari N.V. gehört mehrheitlich Exor N.V., der Holdinggesellschaft der Familie Agnelli-Elkann. Der Rest ist Streubesitz an NYSE und Borsa Italiana. Piero Ferrari hält persönlich rund 10 %.
Ist Ferrari ein Familienunternehmen?
Ja, in der Praxis schon. Obwohl Ferrari börsennotiert ist, liegt die strategische Kontrolle fest bei der Familie Agnelli-Elkann über Exor. John Elkann ist Präsident und direkter Nachkomme von Gianni Agnelli.
Hat Fiat noch Anteile an Ferrari?
Nein. Fiat (heute Teil von Stellantis) hat seine Ferrari-Anteile im Zuge des Börsengangs 2015 abgegeben. Exor ist jedoch auch an Stellantis beteiligt, was eine indirekte Verbindung herstellt.
Kann ich Ferrari-Aktien kaufen?
Ja. Ferrari-Aktien werden unter dem Kürzel RACE an der NYSE in New York und an der Borsa Italiana in Mailand gehandelt. Jeder Anleger mit einem Börsenzugang kann investieren.
Was ist Exor N.V.?
Exor ist eine börsennotierte Holdinggesellschaft mit Sitz in den Niederlanden, die von der Familie Agnelli-Elkann kontrolliert wird. Sie hält Beteiligungen an Ferrari, Stellantis, dem Economist und weiteren Unternehmen.
Wer ist John Elkann?
John Elkann ist Enkel von Gianni Agnelli und Urenkel von Enzo Ferraris Geschäftspartner. Er ist Präsident von Ferrari und Vorsitzender von Exor sowie Präsident von Stellantis [5].
Warum ist Ferrari in den Niederlanden registriert?
Viele internationale Konzerne wählen die Niederlande als Holdingstandort wegen des stabilen Rechtssystems, günstiger Steuerstrukturen und der Flexibilität im Gesellschaftsrecht. Das ändert nichts daran, dass Produktion und Hauptsitz in Maranello, Italien, liegen.
Was bedeutet das Aktienrückkaufprogramm für die Eigentümer?
Wenn Ferrari eigene Aktien zurückkauft, sinkt die Gesamtzahl der Aktien. Das erhöht den Anteil der verbleibenden Aktionäre – besonders von Exor – und steigert in der Regel den Kurs je Aktie. Im April 2026 wurde die erste Tranche von 250 Mio. EUR abgeschlossen [7].
Hält Piero Ferrari noch Anteile?
Ja. Piero Ferrari, der Sohn von Enzo Ferrari, hält persönlich einen Minderheitsanteil von rund 10 % an Ferrari N.V. und ist damit der zweitgrößte Einzelaktionär nach Exor.
Wie viel ist Ferrari wert?
Die Marktkapitalisierung von Ferrari schwankt mit dem Börsenkurs. Das Unternehmen gehört zu den am höchsten bewerteten Automobilherstellern der Welt, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – ein Ausdruck seiner Luxuspositionierung. Konkrete aktuelle Zahlen sollten direkt über Börsenportale abgerufen werden.
Fazit: Wem gehört Ferrari – und was bedeutet das?
Die Antwort auf die Frage, wem Ferrari gehört, ist klar: Exor N.V. und damit die Familie Agnelli-Elkann halten die Kontrolle. Piero Ferrari besitzt einen bedeutenden Minderheitsanteil, und der Rest liegt im Streubesitz börsennotierter Aktien.
Was diese Eigentümerstruktur besonders macht, ist ihre Stabilität. Ferrari ist kein Unternehmen, das durch feindliche Übernahmen oder kurzfristige Investoreninteressen gefährdet wird. Die Familienkontrolle über Exor sichert eine langfristige Strategie – und genau das ist ein wesentlicher Grund für Ferraris anhaltenden Erfolg als Luxusmarke.
Was du als Anleger oder Interessierter wissen solltest:
- Wenn du in Ferrari investieren willst, kaufst du eine Minderheitsbeteiligung – die Kontrolle bleibt bei Exor
- Die Aktienrückkaufprogramme (zuletzt April 2026) sind ein positives Signal für Aktionäre [7]
- Berenbergs Kaufempfehlung nach Q1 2026 unterstreicht das Vertrauen der Analysten in das Geschäftsmodell [5]
- Die Doppelrolle von John Elkann als Ferrari-Präsident und Exor-Chef schafft Kontinuität, aber auch Abhängigkeit von einer Person
Wer Ferrari wirklich versteht, versteht auch, dass hinter dem roten Lack und dem Pferdelogo eine präzise durchdachte Eigentumsarchitektur steckt – eine, die seit Jahrzehnten funktioniert.
Quellen (References)
[2] Ferrari Startet Durch: Luxus-Zahlen und Ausblick – https://hkcmanagement.de/hkcmnews/ferrari-startet-durch-luxus-zahlen-und-ausblick
[5] Berenberg hebt Prognosen für Ferrari bis 2026 nach erwartungsgemäß starkem ersten Quartal an – https://ch.marketscreener.com/boerse-nachrichten/berenberg-hebt-prognosen-fuer-ferrari-bis-2026-nach-erwartungsgemaess-starkem-ersten-quartal-an-ce7e51dcdc8cfe2d
[7] Ferrari schließt Aktienrückkauf-Tranche ab und kündigt zweite an – https://de.investing.com/news/company-news/ferrari-schliest-aktienruckkauftranche-ab-und-kundigt-zweite-an-93CH-3423300
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