Wem gehört Europa-Park? Eigentümer und Struktur 2026

Wem gehört Europa-Park?

Der Europa-Park in Rust ist der größte Freizeitpark Deutschlands. Betrieben wird er von der Europa-Park GmbH & Co Mack KG, die vollständig der Unternehmerfamilie Mack gehört – ein Konzern oder Börseninvestor steht nicht dahinter. Im Jubiläumsjahr 2025 feierte der Park sein 50-jähriges Bestehen und verzeichnete erstmals mehr als sieben Millionen Gäste. Im September 2026 wurde er zum elften Mal zum „besten Freizeitpark der Welt“ gekürt.

Key Takeaways

  • Eigentümer des Europa-Parks ist die Familie Mack über die Europa-Park GmbH & Co Mack KG mit Sitz in Rust (Baden-Württemberg); eine Börsennotierung gibt es nicht.
  • Geschäftsführende Gesellschafter sind Roland Mack, sein Bruder Jürgen Mack sowie Rolands Kinder Michael, Thomas und Ann-Kathrin Mack.
  • Der Park wurde am 12. Juli 1975 von Franz Mack und seinem Sohn Roland eröffnet.
  • 2025 kamen erstmals über sieben Millionen Besucher; im November 2025 wurde der 150-millionste Gast seit der Gründung begrüßt.
  • Die Betreibergesellschaft erzielte laut Rankingdaten 2023 einen Umsatz von rund 397 Millionen Euro.
  • Zum Resort gehören sechs Themenhotels, die Wasserwelt Rulantica (seit 2019) und über 100 Attraktionen; 2026 kam Monaco als 18. Länderbereich hinzu.
  • Die Familie Mack ist seit 1780 unternehmerisch tätig; heute führt die achte Generation gemeinsam mit der siebten.
NameEuropa-Park GmbH & Co Mack KG (Europa-Park Erlebnis-Resort)
Gegründet12. Juli 1975 (Eröffnung des Parks)
SitzRust, Ortenaukreis, Baden-Württemberg
BrancheFreizeitpark, Hotellerie, Gastronomie, Wasserpark
EigentümerFamilie Mack (Familienunternehmen, nicht börsennotiert)
Umsatz (2023)rund 397 Millionen Euro (Betreibergesellschaft)
Mitarbeiterrund 4.500 Beschäftigte (Stand 2022), in der Hauptsaison mehr
Vermögensbasis/StrukturFreizeitpark, sechs Hotels, Camp Resort, Rulantica; Schwesterunternehmen Mack Rides (Waldkirch) und weitere Gesellschaften der Mack-Gruppe

Geschichte und Herkunft

Die Wurzeln der Familie Mack reichen bis ins Jahr 1780 zurück, als Paul Mack in Waldkirch bei Freiburg eine Wagnerei gründete. Aus dem Bau von Kutschen und Zirkuswagen wurde in den 1920er-Jahren die Fertigung von Fahrgeschäften. Das Unternehmen firmiert heute als Mack Rides und zählt zu den führenden Achterbahnherstellern weltweit.

Die Idee für einen eigenen Park entstand Anfang der 1970er-Jahre, als Franz Mack (1921–2010) und sein Sohn Roland Freizeitparks in den USA besuchten – zunächst als Ausstellungsfläche für die Produkte von Mack Rides. Am 12. Juli 1975 eröffnete der Europa-Park in Rust; im ersten Sommer kamen rund 250.000 Gäste.

Ab 1982 wurde der Park schrittweise nach europäischen Ländern thematisiert, beginnend mit Italien. 1995 eröffnete mit dem „El Andaluz“ das erste parkeigene Hotel, seit 2001/2002 gibt es eine Wintersaison. Im November 2019 kam die Indoor-Wasserwelt Rulantica hinzu, in die das Unternehmen nach Presseangaben rund 180 Millionen Euro investierte.

Eigentümerstruktur im Detail

Wem gehört der Europa-Park? Eigentümerstruktur mit Familie Mack, Geschäftsführung und Kennzahlen 2026
Wem gehört Europa-Park? Eigentümer und Struktur 2026 2

Betreiberin des Europa-Parks ist die Europa-Park GmbH & Co Mack KG mit Sitz in Rust, deren Anteile bei der Familie Mack liegen. Externe Investoren oder Aktionäre gibt es nicht; das Unternehmen ist nicht börsennotiert. Die genaue Verteilung der Anteile innerhalb der Familie wird nicht veröffentlicht.

Fünf Familienmitglieder sind geschäftsführende Gesellschafter. Roland Mack (Jahrgang 1949) gilt als Gründer und Gesicht des Parks. Sein Bruder Jürgen Mack (Jahrgang 1958) ist seit 1987 in der Geschäftsführung und verantwortet Finanzen und Personal. Aus der achten Generation sind Michael Mack (Jahrgang 1978, seit 2016 geschäftsführender Gesellschafter), Thomas Mack (Jahrgang 1981, seit Mai 2016 in der Geschäftsführung, zuständig für Hotels, Gastronomie und Entertainment) sowie Ann-Kathrin Mack vertreten, die im März 2025 als erste Frau in der Firmengeschichte berufen wurde.

Auch Jürgen Macks Sohn Frederik Mack ist eingebunden: Er leitet als Direktor den Bereich Personal und Organisation und wurde 2025 zum Prokuristen des Europa-Park Resorts ernannt. Der Park ist dabei nur ein Teil der Mack-Gruppe, zu der unter anderem Mack Rides, die Technologiesparte MackNeXT und Mack Animation gehören.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

Das Jubiläumsjahr 2025 wurde zum erfolgreichsten Jahr der Firmengeschichte: Erstmals kamen mehr als sieben Millionen Gäste, im November 2025 wurde der 150-millionste Besucher seit 1975 begrüßt. Zum 50. Geburtstag kamen der Animationsfilm „Grand Prix of Europe“ in die Kinos und die Familienattraktion „Grand Prix EDventure“ in den Park.

Zur Saison 2026, die am 28. März startete, eröffnete das Fürstentum Monaco als 18. europäischer Themenbereich rund um die Achterbahn „Silver Star“. Im Sommer 2026 folgte die Western-Stadt „Silver Lake City“ im Camp Resort mit der „Riverside Western Lodge“ (119 Zimmer) und einer eigenen Brauerei; im isländischen Bereich eröffnete „Sally’s Café“.

Im September 2026 erhielt der Europa-Park zum elften Mal den „Golden Ticket Award“ der Fachzeitschrift „Amusement Today“ als bester Freizeitpark der Welt; Rulantica wurde viertbester Wasserpark weltweit.

Geschäftsmodell und Kennzahlen

Der Europa-Park hat sich zum ganzjährigen Erlebnis-Resort entwickelt. Die Einnahmen stammen aus Eintrittsgeldern für Park und Rulantica, aus sechs Themenhotels mit rund 5.800 Betten, dem Camp Resort, der Gastronomie – darunter das Zwei-Sterne-Restaurant „Ammolite“ – sowie aus Veranstaltungen und Firmenevents.

Der Umsatz der Betreibergesellschaft lag nach Rankingdaten 2023 bei rund 397 Millionen Euro; Gewinnzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Eine 2025 vorgestellte Studie der Universität St. Gallen zur Saison 2023/2024 beziffert die regionale Wertschöpfung auf über eine Milliarde Euro, davon 896 Millionen Euro in Baden-Württemberg und 156 Millionen Euro im Elsass. Rund 9.900 Arbeitsplätze in der Region hängen demnach am Park.

Die Besucherzahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend: 2019 kamen 5,75 Millionen Gäste, 2023 über sechs Millionen im Park und 7,2 Millionen im Resort. 2024 stieg die Zahl nach Unternehmensangaben um etwa fünf Prozent, 2025 fiel die Sieben-Millionen-Marke. Auf rund 95 Hektar bietet der Park über 100 Attraktionen, darunter 14 Achterbahnen, überwiegend von Mack Rides.

Die Familie Mack hinter dem Europa-Park

Roland Mack wurde 1949 in Freiburg im Breisgau geboren und ist seit 1974 mit Marianne Mack verheiratet. Für sein Lebenswerk erhielt er 2023 als erster Freizeitparkbetreiber den „Buzz Price Award“ der Themed Entertainment Association.

Michael Mack gründete 2002 Mack Media und baute die Digital- und Medienaktivitäten der Gruppe auf. Thomas Mack wurde 2020 zum „Hotelier des Jahres“ gewählt. Ann-Kathrin Mack ist Architektin und verantwortete zahlreiche Bauprojekte, bevor sie 2025 zusätzlich Marketing, Vertrieb und Digitales übernahm. Ob eine Familienstiftung oder Familiencharta existiert, ist nicht öffentlich bekannt.

FAQ

Wem gehört der Europa-Park? Der Europa-Park gehört der Familie Mack über die Europa-Park GmbH & Co Mack KG in Rust. Externe Anteilseigner oder eine Börsennotierung gibt es nicht.

Wer führt den Europa-Park heute? Geschäftsführende Gesellschafter sind Roland Mack, Jürgen Mack, Michael Mack, Thomas Mack und seit März 2025 Ann-Kathrin Mack. Frederik Mack ist Prokurist und Personaldirektor.

Wie viele Besucher hat der Europa-Park pro Jahr? Im Jubiläumsjahr 2025 kamen erstmals über sieben Millionen Gäste. 2023 waren es über sechs Millionen im Park und 7,2 Millionen im gesamten Resort mit Rulantica.

Wie hoch ist der Umsatz des Europa-Parks? Für 2023 weisen Rankingdaten rund 397 Millionen Euro Umsatz für die Betreibergesellschaft aus; Gewinnzahlen werden nicht veröffentlicht.

Was hat Mack Rides mit dem Europa-Park zu tun? Mack Rides in Waldkirch ist das 1780 gegründete Stammunternehmen der Familie. Es baut die meisten Achterbahnen des Parks, der 1975 als Ausstellungsfläche für diese Fahrgeschäfte eröffnet wurde.

Was ist 2026 neu im Europa-Park? Seit März 2026 gibt es den Themenbereich Monaco als 18. europäischen Länderbereich, im Sommer folgte die Western-Stadt „Silver Lake City“ mit 119 neuen Hotelzimmern.

Fazit

Der Europa-Park ist ein Familienunternehmen im Wortsinn: Seit 1975 liegt die Betreibergesellschaft komplett in den Händen der Familie Mack, die inzwischen in der achten Generation unternehmerisch tätig ist. Mit über sieben Millionen Besuchern 2025, dem elften „Golden Ticket Award“ 2026 und Erweiterungen wie Monaco und „Silver Lake City“ bleibt das Resort in Rust der stärkste Freizeitpark Deutschlands – ohne Konzernmutter, ohne Börse und mit einer bereits eingeführten nächsten Führungsgeneration.