Julius Bär Gruppe Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027

Julius Baer Group Dividende 2025

Die Julius Bär Gruppe hat für das Geschäftsjahr 2025 eine ordentliche Dividende von 2,60 Schweizer Franken je Aktie gezahlt – zum fünften Mal in Folge derselbe Betrag. Die Generalversammlung am 9. April 2026 in Zürich hat den Vorschlag gebilligt, die Auszahlung erfolgte am 15. April 2026. Der Zürcher Vermögensverwalter hielt die Dividende trotz eines auf 764 Millionen Franken gesunkenen Konzerngewinns stabil. Stand der Angaben: 16. September 2026.

Key Takeaways

  • Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 2,60 Franken je Aktie, unverändert seit dem Geschäftsjahr 2021.
  • Generalversammlung am 9. April 2026, Ex-Tag 13. April, Stichtag 14. April, Zahltag 15. April 2026 (laut Dividendenseite von Julius Bär).
  • Der IFRS-Konzerngewinn 2025 fiel auf 764 Millionen Franken (2024: 1.022 Millionen), der bereinigte Gewinn auf 878 Millionen Franken; die Dividende wurde dennoch auf Vorjahresniveau gehalten.
  • Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag Ende 2025 bei 17,4 Prozent und stieg bis April 2026 auf 18,1 Prozent.
  • Als Schweizer Aktie unterliegt die Dividende 35 Prozent Verrechnungssteuer; 15 Prozent sind in Deutschland anrechenbar, 20 Prozent können zurückgefordert werden.
  • Analysten (FactSet via finanzen.net, Stand September 2026) erwarten für 2026 rund 2,99 und für 2027 rund 3,14 Franken; eine Unternehmensprognose gibt es nicht.

Dividende im Überblick

UnternehmenJulius Bär Gruppe AG
ISINCH0102484968
Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026)2,60 Franken je Aktie (ordentliche Dividende)
Vorjahr (GJ 2024)2,60 Franken je Aktie
Generalversammlung 20269. April 2026, Kongresshaus Zürich
Zahltag15. April 2026 (Ex-Tag 13. April, Stichtag 14. April 2026)
AusschüttungspolitikOrdentliche Dividende mindestens auf Vorjahresniveau; für 2025 rund 61 Prozent des bereinigten und 70 Prozent des IFRS-Gewinns je Aktie
QuelleDividendenseite und Medienmitteilung zum Jahresergebnis 2025 von Julius Bär

Dividendenhistorie Julius Bär (2020–2026)

Die Tabelle ordnet die Dividende dem Geschäftsjahr zu, für das sie gezahlt wurde; die Zahlung erfolgt jeweils im April des Folgejahres. Alle Werte stammen von der Dividendenseite des Unternehmens. In den Geschäftsjahren 2019 bis 2021 bestand die Ausschüttung teilweise aus verrechnungssteuerfreien Kapitalreserven; seit dem Geschäftsjahr 2022 wird ausschließlich eine ordentliche Dividende gezahlt.

Geschäftsjahr (Zahlung)Dividende je AktieVeränderung
2019 (2020)1,50 CHF (in vier Tranchen zu 0,375 CHF wegen Pandemie-Auflagen)+15 %
2020 (2021)1,75 CHF (1,11 CHF aus Kapitalreserven + 0,64 CHF Dividende)+17 %
2021 (2022)2,60 CHF (1,10 CHF aus Kapitalreserven + 1,50 CHF Dividende)+49 %
2022 (2023)2,60 CHFunverändert
2023 (2024)2,60 CHFunverändert
2024 (2025)2,60 CHFunverändert
2025 (2026)2,60 CHFunverändert

Seit dem Sprung auf 2,60 Franken für das Geschäftsjahr 2021 stagniert die Dividende. Das ist Ausdruck einer schwierigen Phase: Der Ausfall im Kreditengagement gegenüber der Signa-Gruppe belastete das Ergebnis 2023, im Geschäftsjahr 2025 drückten zusätzliche Kreditrückstellungen und Restrukturierungskosten den Gewinn. Dass Julius Bär die Dividende trotzdem nicht kürzte, unterstreicht den Anspruch, die Ausschüttung mindestens stabil zu halten.

Termine 2026: Generalversammlung, Ex-Tag, Zahltag

Die ordentliche Generalversammlung der Julius Bär Gruppe AG fand am Donnerstag, 9. April 2026, um 10 Uhr im Kongresshaus Zürich statt. Laut Dividendenseite des Unternehmens wurde die Aktie an der SIX Swiss Exchange ab dem 13. April 2026 ex Dividende gehandelt, Stichtag war der 14. April, die Gutschrift von 2,60 Franken erfolgte am 15. April 2026. Der Dividendenvorschlag war bereits mit dem Jahresergebnis am 2. Februar 2026 veröffentlicht worden. Die nächste Generalversammlung dürfte wieder im April 2027 stattfinden; einen Termin hat Julius Bär noch nicht bekannt gegeben. Das Jahresergebnis 2026 wird nach bisherigem Muster Anfang Februar 2027 erwartet.

Dividendenrendite und Ausschüttungsquote

Bei einem Kurs von 74,14 Franken (Schlusskurs 30. Juni 2026 laut Aktieninformationen von Julius Bär) entspricht die Dividende von 2,60 Franken einer Rendite von rund 3,5 Prozent; an deutschen Börsen notierte die Aktie am 16. September 2026 bei rund 76,80 Euro (onvista). Die Ausschüttungsquote ist wegen des Gewinnrückgangs 2025 hoch: Bezogen auf den IFRS-Gewinn je Aktie von 3,72 Franken liegt sie bei rund 70 Prozent, bezogen auf den bereinigten Gewinn je Aktie von 4,27 Franken bei rund 61 Prozent. Im Vorjahr hatte die Quote bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 5,21 Franken noch rund 50 Prozent betragen. Die Kapitalausstattung lässt die Ausschüttung problemlos zu: Die CET1-Quote lag Ende 2025 bei 17,4 Prozent und laut Zwischenmitteilung zu den ersten vier Monaten 2026 bei 18,1 Prozent.

Ausblick 2027

Julius Bär hat keine Dividendenprognose für das Geschäftsjahr 2026 veröffentlicht. In der Zwischenmitteilung vom Mai 2026 stellte das Management aber einen IFRS-Konzerngewinn für das erste Halbjahr 2026 „deutlich über“ dem Vorjahreswert in Aussicht, gestützt auf ein Rekordvolumen verwalteter Vermögen von 528 Milliarden Franken und ein Kostensenkungsprogramm über weitere 130 Millionen Franken. Für 2026 bis 2028 hat das Unternehmen Mittelfristziele definiert, darunter ein Netto-Neugeldwachstum von 4 bis 5 Prozent bis 2028. Steigt der Gewinn wie erwartet, sinkt die Ausschüttungsquote bei unveränderter Dividende wieder in den Zielbereich, was Spielraum für eine Erhöhung schaffen würde. Die FactSet-Konsensschätzung (finanzen.net, Stand September 2026) rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit rund 2,99 Franken und für 2027 mit rund 3,14 Franken je Aktie – eine Einschätzung von Analysten, keine Zusage des Unternehmens.

Steuern auf die Julius Bär-Dividende

Die Schweiz erhebt auf ordentliche Dividenden eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent, die vor der Auszahlung abgezogen wird; von 2,60 Franken kommen zunächst nur 1,69 Franken beim Anleger an. Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen dürfen der Schweiz 15 Prozent verbleiben; diese werden auf die deutsche Abgeltungsteuer (25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf, gegebenenfalls Kirchensteuer) angerechnet. Die übrigen 20 Prozent können deutsche Anleger bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung zurückfordern (Formular 85, drei Jahre Frist); viele Depotbanken bieten das gegen Gebühr an. Ohne Rückforderung liegt die Gesamtbelastung bei rund 46 Prozent, mit Rückforderung wie bei deutschen Aktien bei rund 26,4 Prozent. Der Freistellungsauftrag (Sparer-Pauschbetrag 1.000 Euro, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro) wirkt nur auf den deutschen Steueranteil. Ausschüttungen aus Kapitalreserven, wie sie Julius Bär bis zum Geschäftsjahr 2021 teilweise leistete, waren verrechnungssteuerfrei.

FAQ

Wie hoch war die Julius Bär-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte Julius Bär am 15. April 2026 eine ordentliche Dividende von 2,60 Franken je Aktie, unverändert gegenüber den vier Vorjahren.

Warum wurde die Dividende trotz Gewinnrückgang nicht gekürzt? Julius Bär hält die ordentliche Dividende mindestens auf Vorjahresniveau; die hohe CET1-Quote von 17,4 Prozent Ende 2025 ließ das zu.

Wie viel Quellensteuer fällt an? 35 Prozent Schweizer Verrechnungssteuer. 15 Prozent werden in Deutschland angerechnet, 20 Prozent können bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung zurückgefordert werden.

Wann ist die nächste Dividendenzahlung? Voraussichtlich im April 2027, wenige Tage nach der Generalversammlung 2027. Vorschlag und Termin werden mit dem Jahresergebnis Anfang Februar 2027 erwartet.

Was erwarten Analysten für 2027? Die FactSet-Konsensschätzung (finanzen.net, September 2026) liegt bei rund 2,99 Franken für das Geschäftsjahr 2026. Das Unternehmen selbst hat keine Prognose veröffentlicht.

Fazit

Julius Bär hat die Dividende von 2,60 Franken durch zwei schwierige Jahre hindurch stabil gehalten und dafür 2025 rund 70 Prozent des IFRS-Gewinns ausgeschüttet. Die Rendite von rund 3,5 Prozent ist attraktiv, hängt aber daran, dass die angekündigte Gewinnerholung 2026 eintritt und die Rückforderung der Schweizer Verrechnungssteuer konsequent genutzt wird. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.