K+S hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 0,07 Euro je Aktie gezahlt – nach 0,15 Euro im Vorjahr mehr als eine Halbierung. Beschlossen wurde die Ausschüttung auf der virtuellen Hauptversammlung am 12. Mai 2026, die Auszahlung erfolgte ab dem 18. Mai 2026. Grund für den niedrigen Betrag ist die Dividendenpolitik des Kasseler Kali- und Salzproduzenten: Ausgeschüttet werden 30 bis 50 Prozent des bereinigten freien Cashflows, der 2025 wegen hoher Investitionen nur 29,1 Millionen Euro betrug. Für 2026 hat K+S die Prognose zweimal angehoben. Stand: 16. September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 0,07 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,15 Euro), Ausschüttungssumme rund 12,5 Millionen Euro.
- Hauptversammlung am 12. Mai 2026 (virtuell), Ex-Tag 13. Mai 2026, Zahltag 18. Mai 2026.
- Dividendenpolitik: 30 bis 50 Prozent des bereinigten freien Cashflows; 2025 lag die Quote bei rund 43 Prozent.
- Historie seit 2021 stark schwankend: 0,20 Euro, dann 1,00 Euro (Kali-Preisboom 2022), 0,70, 0,15 und 0,07 Euro.
- Dividendenrendite beim Kurs von rund 16,60 Euro (11. September 2026) nur etwa 0,4 Prozent.
- Ausblick: EBITDA-Prognose 2026 auf 680 bis 760 Millionen Euro angehoben; eine Dividendenprognose gibt K+S nicht ab.
Dividende im Überblick
| Unternehmen | K+S Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE000KSAG888 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026) | 0,07 Euro je Aktie |
| Vorjahr (GJ 2024) | 0,15 Euro je Aktie |
| Hauptversammlung 2026 | 12. Mai 2026, 10:00 Uhr, virtuell (Sitz Kassel) |
| Zahltag | 18. Mai 2026 (Ex-Tag: 13. Mai 2026) |
| Ausschüttungspolitik | 30 bis 50 Prozent des bereinigten freien Cashflows |
| Quelle | Einberufung zur Hauptversammlung 2026 (kpluss.com), Presseinformation zum Jahresergebnis 2025 (12. März 2026), aktien.guide |
Dividendenhistorie K+S (2020–2026)
Die K+S-Dividende hängt direkt vom Kalipreis und vom freien Cashflow ab und schwankt deshalb erheblich. Nach dem Ausfall im Krisenjahr 2020 folgte mit dem Kali-Preisboom 2022 eine Rekordausschüttung, seither sinkt die Dividende Jahr für Jahr. Die Tabelle zeigt die Dividende je Aktie nach Geschäftsjahr laut Dividendenhistorie auf aktien.guide und den Beschlüssen der jeweiligen Hauptversammlungen.
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie | Veränderung |
| 2021 (Zahlung 2022) | 0,20 Euro | Wiederaufnahme nach Ausfall |
| 2022 (Zahlung 2023) | 1,00 Euro | +400 % |
| 2023 (Zahlung 2024) | 0,70 Euro | −30 % |
| 2024 (Zahlung 2025) | 0,15 Euro | −78,6 % |
| 2025 (Zahlung 2026) | 0,07 Euro | −53,3 % |
Für das Geschäftsjahr 2020 hatte K+S keine Dividende gezahlt; die Wiederaufnahme mit 0,20 Euro für 2021 fiel mit dem Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts und dem Schuldenabbau zusammen. Die 1,00 Euro für 2022 bleiben bis heute der Spitzenwert der jüngeren Unternehmensgeschichte.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Laut Einberufung fand die ordentliche Hauptversammlung der K+S Aktiengesellschaft am Dienstag, 12. Mai 2026, um 10:00 Uhr als virtuelle Versammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre statt. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,07 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten – bei 179.100.000 Aktien insgesamt 12.537.000 Euro. Die Hauptversammlung folgte dem Vorschlag.
Ex-Tag war laut aktien.guide der 13. Mai 2026. Die Dividende ist nach Paragraf 58 Absatz 4 Aktiengesetz am dritten Geschäftstag nach dem Beschluss fällig; wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt am 14. Mai 2026 wurde sie am 18. Mai 2026 ausgezahlt. Den Termin der Hauptversammlung 2027 hat K+S noch nicht veröffentlicht; in den vergangenen Jahren lag er jeweils im Mai, der Dividendenvorschlag wird üblicherweise mit dem Jahresabschluss im März bekannt gegeben.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Mit 0,07 Euro je Aktie ist die Dividendenrendite von K+S praktisch bedeutungslos: Beim Kurs von 16,61 Euro (Stand: 11. September 2026, laut aktien.guide) ergeben sich rund 0,4 Prozent. Im Fünfjahresdurchschnitt lag die Rendite laut aktien.guide bei 2,7 Prozent, getrieben vom Ausnahmejahr 2022.
Eine Ausschüttungsquote bezogen auf den Gewinn ist für 2025 nicht sinnvoll berechenbar: Wegen einer Wertberichtigung von rund 1,575 Milliarden Euro wies K+S laut Presseinformation vom 12. März 2026 ein berichtetes Konzernergebnis von minus 1,13 Milliarden Euro aus; bereinigt um die Wertminderung lag das Ergebnis bei 125,5 Millionen Euro. Maßgeblich für die Dividende ist ohnehin der bereinigte freie Cashflow: Er betrug 2025 nur 29,1 Millionen Euro (Vorjahr: 62,4 Millionen Euro), da K+S stark in Projekte wie die Werra-2060-Umstellung investiert. Die Dividende von rund 12,5 Millionen Euro entspricht etwa 43 Prozent davon und liegt damit in der Mitte des Zielkorridors von 30 bis 50 Prozent.
Ausblick 2027
K+S veröffentlicht keine Dividendenprognose; die Höhe der Dividende für 2026 (Zahlung 2027) ergibt sich aus dem bereinigten freien Cashflow des laufenden Jahres. Hier hat sich das Bild verbessert: Nach einem starken ersten Quartal hob K+S die EBITDA-Prognose für 2026 im April auf 630 bis 730 Millionen Euro an und mit den Halbjahreszahlen am 12. August 2026 erneut auf 680 bis 760 Millionen Euro (2025: 612,8 Millionen Euro). Im zweiten Quartal 2026 stieg das EBITDA laut aktiencheck.de auf 176 Millionen Euro (Vorjahr: 110 Millionen Euro). Beim bereinigten freien Cashflow erwartet das Unternehmen für 2026 einen positiven Wert „im mittleren bis oberen zweistelligen Millionenbereich“; im ersten Halbjahr wurden bereits 101 Millionen Euro erreicht.
Bleibt es bei diesem Cashflow-Niveau, wäre bei unveränderter Politik (30 bis 50 Prozent) rechnerisch ein Dividendenspielraum von grob 0,10 bis 0,25 Euro je Aktie denkbar – das ist eine Einschätzung auf Basis der Unternehmensprognose, keine Unternehmensaussage. Zu berücksichtigen ist die angekündigte Übernahme des Salzgeschäfts von Qemetica für 350 Millionen Euro, deren Abschluss für das erste Quartal 2027 erwartet wird und die den Mittelabfluss erhöht. Analysten erwarten laut finanzen.net für 2026 einen Gewinn je Aktie von etwa 1,25 Euro.
Steuern auf die K+S-Dividende
K+S ist eine deutsche Aktiengesellschaft, eine ausländische Quellensteuer fällt nicht an. Privatanleger in Deutschland zahlen auf die Dividende die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag (zusammen 26,375 Prozent) und gegebenenfalls Kirchensteuer; die Depotbank führt die Steuer automatisch ab. Mit einem Freistellungsauftrag bleibt die Dividende bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) steuerfrei. Bei 0,07 Euro brutto verbleiben ohne Freistellungsauftrag rund 0,05 Euro je Aktie netto.
FAQ
Wie hoch war die K+S-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte K+S am 18. Mai 2026 eine Dividende von 0,07 Euro je Aktie, nach 0,15 Euro im Vorjahr.
Warum ist die Dividende so niedrig? K+S schüttet 30 bis 50 Prozent des bereinigten freien Cashflows aus. Dieser lag 2025 wegen hoher Investitionen nur bei 29,1 Millionen Euro, sodass für die Dividende rund 12,5 Millionen Euro blieben.
Wann war die Hauptversammlung 2026? Am 12. Mai 2026 als virtuelle Versammlung. Ex-Tag war der 13. Mai, Zahltag der 18. Mai 2026.
Steigt die Dividende 2027 wieder? K+S gibt keine Dividendenprognose ab. Da die EBITDA-Prognose 2026 auf 680 bis 760 Millionen Euro angehoben wurde und der freie Cashflow positiv erwartet wird, ist der Spielraum größer als 2025; die Entscheidung fällt im März 2027.
Wie hoch war die höchste K+S-Dividende der letzten Jahre? Für das Geschäftsjahr 2022 zahlte K+S 1,00 Euro je Aktie, begünstigt durch die Rekord-Kalipreise nach Beginn des Ukraine-Kriegs.
Fazit
Die K+S-Dividende von 0,07 Euro für 2025 ist die dritte Kürzung in Folge und spiegelt die cashflow-orientierte Ausschüttungspolitik in einer Phase hoher Investitionen wider. Für Dividendenanleger spielt der Titel mit rund 0,4 Prozent Rendite derzeit kaum eine Rolle; entscheidend für 2027 wird sein, wie viel vom verbesserten operativen Ergebnis 2026 nach Investitionen und Qemetica-Übernahme als freier Cashflow übrig bleibt. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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