
Cafe Extrablatt ist eine der größten Marken der deutschen Freizeit- und Systemgastronomie: Rund 110 Betriebe in Deutschland und drei im Ausland tragen Stand 2026 den Namen. Hinter dem Konzept steht die CE Franchise GmbH in Emsdetten, die als Lizenzgeberin agiert und von der Gründerfamilie Wefers kontrolliert wird. Gegründet wurde das erste Cafe Extrablatt 1988 von den Brüdern Richard und Christoph Wefers im westfälischen Emsdetten. Börsennotiert ist das Unternehmen nicht, Finanzinvestoren sind nicht beteiligt.
Key Takeaways
- Cafe Extrablatt gehört der Familie Wefers aus Emsdetten; Rechtsträger des Systems ist die CE Franchise GmbH (Amtsgericht Steinfurt, HRB 3787).
- Gründer sind die Brüder Richard und Christoph Wefers, die 1988 das erste Cafe in Emsdetten eröffneten.
- Geschäftsführer sind laut Impressum Christoph Wefers, Franz Wefers und Stanko Maric.
- Die Unternehmenswebsite listet im Oktober 2026 rund 110 Standorte in Deutschland sowie Betriebe in Marrakesch, Marina Smir (Marokko) und Kapstadt (Südafrika).
- Im Branchenranking „Top 100″ von food-service und ahgz lag die CE Franchise GmbH 2019 bei 88,0 Mio. Euro Systemumsatz; 2021 war Cafe Extrablatt Umsatzsieger der Freizeitgastronomie.
- Christoph Wefers ist zudem Mitgründer der Kette Cafe & Bar Celona, an der seit 2001 auch die Krombacher Brauerei beteiligt ist.
- 2025/2026 prägen Modernisierungen das Bild: Neueröffnung in Aurich, Brand und Wiederaufbau ebendort, Umbau in Hilden; Insolvenzen des Systems sind nicht bekannt.
| Name | Cafe Extrablatt (Marke der CE Franchise GmbH) |
|---|---|
| Gründung / Sitz / Rechtsform / Branche | 1988 in Emsdetten / Rheiner Straße 2, 48282 Emsdetten / GmbH / Systemgastronomie, Franchise |
| Beruf/Funktion | Lizenzgeberin und Systemzentrale für Cafe-Extrablatt-Betriebe |
| Unternehmen | CE Franchise GmbH; Geschäftsführung: Christoph Wefers, Franz Wefers, Stanko Maric |
| Eigentümer | Familie Wefers (Gründerfamilie), kein Börsenlisting, keine Finanzinvestoren |
Geschichte und Herkunft
Die Wurzeln von Cafe Extrablatt liegen in Emsdetten im Münsterland. Dort eröffneten die Brüder Richard und Christoph Wefers 1988 ihr erstes Cafe und führten damit eine Gastronomietradition der Familie fort, nun jedoch als Systemgastronomie. Das Konzept einer „unkomplizierten Ganztages-Kneipen-Gastronomie mit Niveau“ ließ sich als Franchise vervielfältigen.
Der Ausbau erfolgte schrittweise: 2001 entstand eine eigene Logistikzentrale in Emsdetten, 2004 zeichnete die Fachzeitschrift „food service“ das Partnerschaftskonzept mit dem Hamburger Preis aus. 2006 öffnete das 50. Cafe in Unna, im selben Jahr wagte die Kette mit Marrakesch den Schritt ins Ausland. 2015 meldete das System den 70. Standort in Deutschland, 2020 wies das Branchenranking bereits 91 Betriebe aus. Frühere Auslandsstandorte wie Enschede oder Antalya führt die Website heute nicht mehr.
Eigentümerstruktur im Detail

Die Antwort auf die Frage „Wem gehört Extrablatt?“ ist eindeutig: der Familie Wefers. Rechtsträger des Systems ist die CE Franchise GmbH mit Sitz an der Rheiner Straße 2 in Emsdetten, eingetragen beim Amtsgericht Steinfurt unter HRB 3787. Sie tritt im Impressum als „Extrablatt Family | CE Franchise GmbH“ auf und versteht sich ausdrücklich als Lizenzgeberin: Die einzelnen Cafes werden von eigenständigen Gesellschaften betrieben, die auf den jeweiligen Standortseiten genannt sind. Geschäftsführer sind Christoph Wefers, Franz Wefers und Stanko Maric.
Über der Franchisegesellschaft stehen laut Handelsregisterdaten weitere Familiengesellschaften, darunter die Wefers Gastronomie-Holding GmbH, die CE Beteiligungs- & Finanzierungsgesellschaft mbH, eine Cafe Extrablatt Vermietungsgesellschaft mbH sowie die 2013 gegründete Wefers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, alle in Emsdetten. Christoph Wefers ist zudem bei zahlreichen Betriebsgesellschaften einzelner Cafes als Geschäftsführer eingetragen, etwa für Standorte in Kaiserslautern, Limburg, Monheim oder Ulm. Das System mischt also klassische Franchisenehmer und Betriebe mit Beteiligung der Gründerfamilie. Genaue Gesellschafteranteile veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Geschäftsmodell und Kennzahlen
Cafe Extrablatt positioniert sich als moderne Interpretation der Eckkneipe mit Ganztagesbetrieb: Frühstücksbuffet, wechselnder Mittagstisch, Kaffeespezialitäten nach eigenen Röst- und Mischungsrezepturen, Premium-Biere, Weine und Cocktails. Hinter den Betrieben steht eine eigene Infrastruktur: eine Produktionsküche für Convenience-Food mit Entwicklungsabteilung, eine Logistikzentrale sowie eine Verwaltungs- und Servicegesellschaft in Emsdetten.
Für neue Standorte sucht die CE Immobilien GmbH Marktplätze und Ecklagen in frequentierten Lauflagen, auch in Kleinstädten ab 35.000 Einwohnern, mit 240 bis 550 Quadratmetern Gastraum, mindestens 80 Terrassenplätzen und Mietverträgen über mindestens zehn Jahre.
Belastbare Umsatzzahlen liefert das Branchenranking „Top 100″ von food-service und ahgz. Dort wird die CE Franchise GmbH für 2019 mit 88,0 Mio. Euro Umsatz geführt; für das Corona-Jahr 2020 wurden 57,0 Mio. Euro bei 91 Betrieben ausgewiesen, was Rang 38 unter den größten Gastronomieunternehmen Deutschlands bedeutete. Für 2021 kürte food-service Cafe Extrablatt zum Umsatzsieger der Freizeitgastronomie. Neuere Umsatzzahlen hat das Unternehmen nicht veröffentlicht.
Marken und Beteiligungen
Die Familie Wefers ist über Cafe Extrablatt hinaus in der Freizeitgastronomie engagiert. Christoph Wefers gründete im Jahr 2000 gemeinsam mit den früheren Alex-Gründern Hannes Hoyer und Irmin Burdekat die Kette Cafe & Bar Celona mit Sitz in Oldenburg; Ende 2001 stieg die Krombacher Brauerei mit 25,1 Prozent ein. Celona kam im Ranking Top 100 für 2019 auf 76,4 Mio. Euro Umsatz mit 38 Betrieben. Beide Systeme arbeiten eng zusammen: Die Celona Gastro GmbH ist im Impressum von Cafe Extrablatt für Konzept und Gestaltung genannt, und 2018 brachten beide Ketten über das Gemeinschaftsunternehmen Cebex GmbH die Gastro-Software „Butter Place“ auf den Markt. Wikipedia nennt außerdem eine Beteiligung an der Kaffeebar-Marke Woyton.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Das System wächst weiter, vor allem in mittelgroßen Städten. Am 16. Juni 2025 eröffnete ein Cafe Extrablatt in der umgebauten Markthalle am Auricher Marktplatz mit rund 45 Mitarbeitern. Nur wenige Monate später, am 10. September 2025, brach dort nachts ein Feuer aus, verursacht durch einen Defekt an einem Kabel in der Zwischendecke; der Schaden ging in die Millionen, verletzt wurde niemand. Das Unternehmen kündigte den Wiederaufbau an, als Zielmarke für die Rückkehr wurde 2026 genannt.
Parallel investiert die Kette in bestehende Betriebe. In Wiesbaden übernahm im März 2024 ein neues Betreiberpaar den Standort und ließ ihn im Sommer 2024 komplett renovieren. In Hilden ist das Cafe vom 4. Mai bis 20. Juli 2026 für eine Modernisierung von Küche, Theke und Außenbereich geschlossen, erklärtes Ziel ist, die Marke fit für das 40-jährige Jubiläum 2028 zu machen. Insolvenzen, Verkaufsgerüchte oder Eigentümerwechsel sind nicht bekannt. Christoph Wefers ist seit September 2020 Schatzmeister im Vorstand des Bundesverbands der Systemgastronomie im DEHOGA. Eine Mitgliedschaft im Deutschen Franchiseverband ist öffentlich nicht belegt.
FAQ
Wem gehört Cafe Extrablatt? Der Gründerfamilie Wefers aus Emsdetten. Rechtsträger ist die CE Franchise GmbH, über der weitere Familiengesellschaften wie die Wefers Gastronomie-Holding GmbH stehen.
Wer hat Cafe Extrablatt gegründet? Die Brüder Richard und Christoph Wefers eröffneten 1988 das erste Cafe Extrablatt in Emsdetten.
Wie viele Standorte hat Cafe Extrablatt? Die Unternehmenswebsite führt im Oktober 2026 rund 110 Betriebe in Deutschland sowie drei im Ausland: Marrakesch, Marina Smir und Kapstadt.
Ist Cafe Extrablatt ein Franchise? Ja. Die CE Franchise GmbH vergibt die Lizenzen, die einzelnen Cafes werden von eigenständigen Betreibergesellschaften geführt, an einigen ist die Familie Wefers selbst beteiligt.
Wie viel Umsatz macht Cafe Extrablatt? Laut Branchenranking Top 100 lag der Systemumsatz 2019 bei 88,0 Mio. Euro und 2020 bei 57,0 Mio. Euro. Aktuellere Zahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Gehört Cafe & Bar Celona zu Cafe Extrablatt? Nicht direkt. Celona ist eine eigene Gesellschaft in Oldenburg, die Christoph Wefers mitgegründet hat; beteiligt sind auch die Krombacher Brauerei und die Alex-Gründer.
Fazit
Cafe Extrablatt ist Stand 2026 ein inhabergeführtes Familienunternehmen ohne Börsenlisting und ohne Finanzinvestoren. Die Brüder Richard und Christoph Wefers haben aus einem einzelnen Cafe in Emsdetten ein Franchisesystem mit rund 110 deutschen Standorten, eigener Produktionsküche und Logistik gemacht; mit Franz Wefers ist die nächste Generation in der Geschäftsführung vertreten. Wer wissen will, wem Extrablatt gehört, findet die Antwort in Emsdetten, nicht an der Börse.
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