Axel Oberwelland: Biographie, Karriere und Vermögen des Storck-Chefs

Axel Oberwelland Biographie und Vermögen

Axel Oberwelland führt in vierter Generation den Süßwarenhersteller August Storck KG – das Unternehmen hinter Werther’s Original, Toffifee, merci, nimm2 und Knoppers. Seit 2003 steht er an der Spitze des Familienkonzerns, der seine Produkte in mehr als 100 Länder liefert und einen geschätzten Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielt. Forbes führt Oberwelland seit 2024 in seiner Liste der Milliardäre. Öffentlich tritt der Berliner Unternehmer praktisch nie auf.

Key Takeaways

  • Axel Oberwelland (Jahrgang 1966) ist Urenkel von August Storck, der 1903 in Werther (Westfalen) die Werther’sche Zuckerwarenfabrik gründete.
  • Nach dem BWL-Studium an der Universität St. Gallen arbeitete er ab 1995 in einer Hamburger Werbeagentur, bevor er Ende der 1990er als Marketingmanager zu Storck in die USA wechselte.
  • 2003, zum 100-jährigen Firmenjubiläum, übernahm er die Unternehmensleitung von seinem Vater Klaus Oberwelland.
  • Storck beliefert mehr als 100 Länder, beschäftigt mehrere Tausend Mitarbeiter und erzielt einen geschätzten Umsatz von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.
  • Das Unternehmen veröffentlicht keine Geschäftszahlen; alle Angaben beruhen auf Schätzungen.
  • Forbes führt Axel Oberwelland und Familie seit 2024 in der Liste der Milliardäre; konkrete Zahlen beruhen auf Schätzungen des Magazins.
  • Oberwelland lebt in Berlin, wo Storck seit 2005 seinen Hauptsitz hat, und meidet die Öffentlichkeit konsequent.

Steckbrief: Axel Oberwelland

NameAxel Oberwelland
Geboren1966
AusbildungBetriebswirtschaft, Universität St. Gallen
UnternehmenAugust Storck KG (Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung seit 2003)
MarkenWerther’s Original, Toffifee, merci, nimm2, Knoppers, Riesen, Mamba, Dickmann’s
WohnortBerlin
VermögensbasisAlleininhaber der August Storck KG

Familie und Herkunft: Die Storck-Dynastie

Die Geschichte beginnt 1903 in Werther bei Bielefeld: August Storck gründete dort die Werther’sche Zuckerwarenfabrik und stellte mit drei Mitarbeitern Bonbons her. Sein Sohn Hugo Oberwelland – der Nachname wechselte durch Heirat – führte das Unternehmen durch die Nachkriegszeit und brachte 1962 nimm2 auf den Markt. Dessen Sohn Klaus Oberwelland machte Storck ab den 1970er-Jahren mit Toffifee (1973), Werther’s Original und merci zu einer internationalen Marke. 1992 gründete Klaus Oberwelland zudem die Storch-Stiftung zum Schutz der bedrohten Vögel – der Storch ist bis heute Wappentier der Firma.

Axel Oberwelland wurde 1966 in diese Unternehmerfamilie hineingeboren. Dass er eines Tages die Führung übernehmen würde, stand früh fest – der Weg dahin führte jedoch bewusst zunächst aus dem Familienunternehmen heraus.

Ausbildung und erste Karriereschritte

Oberwelland studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, einer der renommiertesten Wirtschaftshochschulen Europas. Im Juli 1995 begann er bei der Hamburger Werbeagentur Markenmacherei, zunächst als Junior-Kontakter für den Kunden Bahlsen, später als Assistent des Agenturinhabers Otto Pahnke. Die Jahre in der Agentur prägten sein Verständnis von Markenführung – bis heute gilt Storck als einer der konsequentesten Markenartikler der Branche.

Ende der 1990er-Jahre holte ihn sein Vater ins Unternehmen: Oberwelland ging als Marketingmanager zur US-Tochter Storck USA nach Chicago, wo Werther’s Original zur erfolgreichsten Karamellbonbon-Marke des Landes aufgebaut wurde. 2001 kehrte er nach Deutschland zurück.

Seit 2003 an der Spitze von Storck

Zum 100-jährigen Jubiläum 2003 übergab Klaus Oberwelland die Unternehmensleitung an seinen Sohn. Unter Axel Oberwelland wuchs Storck weiter kräftig: Das Unternehmen verlegte 2005 seinen Hauptsitz nach Berlin, baute die Werke in Halle (Westfalen) und Ohrdruf (Thüringen) aus und erschloss neue Märkte in Asien und Amerika. Zu den Produkterfolgen der jüngeren Zeit zählt der 2017 eingeführte Knoppers NussRiegel, der sich zu einem der meistverkauften Riegel Deutschlands entwickelte.

Storck gehört heute zu den größten Süßwarenherstellern der Welt in Familienbesitz. Die Produkte werden in mehr als 100 Ländern verkauft; die Zahl der Mitarbeiter liegt je nach Zählung zwischen 5.000 und 8.000. Da die August Storck KG als Kommanditgesellschaft nur eingeschränkt publizitätspflichtig ist, veröffentlicht sie keine detaillierten Geschäftszahlen. Branchenschätzungen gehen von einem Jahresumsatz um zwei Milliarden Euro aus.

Führungsstil und Unternehmensphilosophie

Oberwelland führt Storck nach den Prinzipien eines klassischen Familienunternehmens: langfristig, schuldenarm und ohne externe Investoren. Wachstum wird aus dem laufenden Geschäft finanziert, Übernahmen spielen kaum eine Rolle – Storck setzt auf organisches Wachstum der eigenen Marken. Interviews gibt der Unternehmer so gut wie nie; Fotos von ihm sind selten. Diese Zurückhaltung teilt er mit vielen deutschen Familienunternehmern, die ihre Privatsphäre schützen.

In der Produktion setzt Storck zunehmend auf Nachhaltigkeit: Der Kakao für die Schokoladenprodukte wird nach eigenen Angaben vollständig aus zertifizierten Quellen bezogen, Verpackungen werden reduziert und die Werke auf erneuerbare Energien umgestellt.

Axel Oberwelland Vermögen: Milliardär mit Bonbons

Das Vermögen der Familie Oberwelland steckt nahezu vollständig im Unternehmen. Forbes nahm Axel Oberwelland 2024 erstmals in die Liste der Milliardäre auf; deutsche Ranglisten wie die des Manager Magazins führen die Familie ebenfalls unter den reichsten Deutschen. Da Storck keine Zahlen veröffentlicht, beruhen alle Bewertungen auf Schätzungen – uamr.de nennt deshalb keine Beträge.

Konkrete Angaben zu Immobilien, Beteiligungen außerhalb von Storck oder privaten Ausschüttungen gibt es nicht. Sicher ist: Als Alleininhaber eines Unternehmens mit Milliardenumsatz und hohen Margen im Markenartikelgeschäft gehört Oberwelland zu den wohlhabendsten Unternehmern Berlins.

FAQ

Wie reich ist Axel Oberwelland? Forbes führt ihn seit 2024 als Milliardär. Das Vermögen besteht im Wesentlichen aus dem Familienunternehmen August Storck KG; offizielle Zahlen gibt es nicht.

Welche Marken gehören zu Storck? Werther’s Original, Toffifee, merci, nimm2, Knoppers, Riesen, Mamba, Dickmann’s und Campino.

Seit wann leitet Axel Oberwelland Storck? Seit 2003. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum übernahm er die Führung von seinem Vater Klaus Oberwelland.

Wie viel Umsatz macht Storck? Das Unternehmen veröffentlicht keine Zahlen. Schätzungen gehen von rund zwei Milliarden Euro Jahresumsatz aus.

Wo hat Storck seinen Sitz? Der Hauptsitz ist seit 2005 Berlin. Produziert wird unter anderem in Halle (Westfalen) und Ohrdruf (Thüringen); der Gründungsort ist Werther in Westfalen.

Ist Axel Oberwelland verheiratet? Über sein Privatleben ist öffentlich nichts bekannt. Oberwelland gibt keine Interviews und meidet Auftritte konsequent.

Fazit

Axel Oberwelland zeigt, wie ein Familienunternehmen in vierter Generation ohne Börse und Investoren zum Weltkonzern werden kann. Mit konsequenter Markenführung, organischem Wachstum und striktem Verzicht auf Öffentlichkeit hat er Storck zu einem der wertvollsten Süßwarenhersteller in Privatbesitz gemacht – und sich selbst in die Liste der Milliardäre.