Am 8. September 2026 rollt der Ball wieder in der Königsklasse. Die Ligaphase läuft bis zum 27. Januar 2027, das Finale steigt am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid. Aus dem Revier ist Borussia Dortmund dabei, dazu Bayern München, RB Leipzig und der VfB Stuttgart. Für dich heißt das acht Spieltage voller Dienstag- und Mittwochabende, an denen du eigentlich lernen wolltest. Ein volles Champions-League-Paket kostet in Deutschland mehr, als die meisten BAföG-Sätze für Freizeit hergeben. Es gibt allerdings mehrere legale Wege, mit denen du deutlich unter dem Vollpreis bleibst.
Wer die Saison 2026/27 in Deutschland überträgt
Die Rechte teilen sich zwei Anbieter. DAZN zeigt 186 der 203 Spiele. Amazon Prime Video sichert sich das Topspiel am Dienstagabend, insgesamt 17 Partien. Wer alles sehen will, braucht beide Abos. Im Free-TV läuft während der Saison kein einziges reguläres Spiel live.
Das ZDF hält die Rechte an der Zweitverwertung und zeigt mittwochs ab 23.00 Uhr im „sportstudio UEFA Champions League“ die Zusammenfassungen. Live wird es im ZDF nur einmal, nämlich beim Finale. Ein Detail spielt bei der Abo-Wahl eine Rolle. Die Spielzeit 2026/27 ist die letzte mit DAZN als Hauptrechteinhaber. Ab 2027/28 übernehmen Paramount+ und Amazon. Ein Zwei-Jahres-Abo bei DAZN deckt also nur noch eine Champions-League-Saison ab.
Was wirklich kostenlos geht
Diese vier Wege kosten dich nichts oder fast nichts.
- Das Finale am 5. Juni 2027 läuft live und frei empfangbar im ZDF, im Fernsehen und in der Mediathek. Das ist ein Spiel pro Saison, dafür das wichtigste.
- Die ZDF-Zusammenfassungen am Mittwochabend und die Kompakt-Clips mit allen Toren stehen anschließend in der Mediathek. Für den Überblick am nächsten Morgen in der Vorlesung reicht das.
- Amazon Prime bietet einen kostenlosen Probemonat. Wenn du ihn passend legst, etwa auf einen Spieltag mit einem BVB-Dienstagsspiel, siehst du das Topspiel gratis und kündigst danach wieder.
- Prime Student ist für Studierende die günstigste Dauerlösung. Nach einer verlängerten Gratisphase zahlst du den halben Preis, aktuell 4,49 Euro im Monat oder 44,90 Euro im Jahr. Die Länge der Testphase ändert Amazon regelmäßig, ein Blick auf die aktuelle Aktionsseite lohnt sich vor dem Abschluss. Zur Anmeldung brauchst du eine Immatrikulationsbescheinigung oder eine Uni-Mailadresse, die Adressen von RUB, TU Dortmund und Universität Duisburg-Essen werden erkannt.
Der Blick über die Grenze
In vielen europäischen Ländern läuft die Champions League im frei empfangbaren Fernsehen. Das Schweizer SRF überträgt 17 Partien live mit deutschem Kommentar, inklusive K.-o.-Runde und Finale. In Österreich zeigen ORF und ServusTV Spiele und Zusammenfassungen. RTL Ungarn hat sogar alle 203 Spiele einer Saison im Programm. In Irland verteilen sich die Rechte auf Virgin Media und RTÉ 2, in den Niederlanden zeigt Ziggo Sport Free die Partien der niederländischen Klubs und die Endspiele, in Belgien laufen ausgewählte Mittwochsspiele bei VTM und Club RTL.
Der Haken ist das Geoblocking. Die Mediatheken dieser Sender prüfen deine IP-Adresse und sperren den Stream, sobald du aus Deutschland zugreifst. Welcher Sender in welchem Land welche Partien zeigt und wie sich die Champions League kostenlos im Livestream verfolgen lässt, zeigt Cybernews in einer laufend aktualisierten Übersicht.
Zwei Dinge gehören dazu gesagt. Ein VPN zu nutzen ist in Deutschland legal. Das Umgehen von Geoblocking bewegt sich rechtlich in einer Grauzone und verstößt in aller Regel gegen die Nutzungsbedingungen der Anbieter. Die kostenlosen Streams auf dubiosen Portalen taugen ebenfalls nichts. Sie sind illegal, meist mit aggressiver Werbung und Schadsoftware verknüpft und brechen zuverlässig in der 80. Minute ab.
Interessant für dein Auslandssemester
Wenn du im Erasmus-Semester in Valencia, Lyon oder Krakau sitzt, hast du dasselbe Problem mit umgekehrtem Vorzeichen. Dein deutsches DAZN- oder Prime-Konto funktioniert innerhalb der EU dank der Portabilitätsverordnung weiter, allerdings zeitlich begrenzt und gebunden an deinen Wohnsitz in Deutschland. Wer länger bleibt, klärt das vor der Abreise mit dem Anbieter. Dafür stehen dir vor Ort unter Umständen die frei empfangbaren Sender des Gastlandes offen, was in Spanien, Belgien oder den Niederlanden mehr Live-Spiele bedeutet als in Deutschland.
Was im Ruhrgebiet sonst noch geht
Sportsbars gibt es im Revier reichlich. Die Läden in Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg zeigen die Spiele über gewerbliche Abos, und zwei Getränke kosten dich weniger als ein Monat DAZN. In Dortmund lohnt sich an BVB-Abenden der frühe Start, weil die Kneipen rund um den Borsigplatz und in der Nordstadt schnell voll sind.
Der zweite Klassiker ist das WG-Abo. DAZN erlaubt in den größeren Tarifen mehrere parallele Streams innerhalb eines Haushalts, bei Unlimited Plus kommt gegen Aufpreis ein zweiter Stream dazu. Wenn ihr zu dritt oder viert in einer WG wohnt, landet der Beitrag pro Kopf im Bereich einer Kinokarte.
Bleiben noch die Fachschaften. An RUB, TU Dortmund und UDE organisieren einzelne Fachschaften an Spieltagen mit deutscher Beteiligung Public Viewing im Fachschaftsraum oder in der Campus-Kneipe. Ein Blick in die Instagram-Kanäle deiner Fachschaft Anfang September spart dir im besten Fall die kompletten Abo-Kosten.
Die Kosten im Überblick
DAZN Unlimited ist das Paket, in dem die Champions League steckt. Es kostet 44,99 Euro im Monat bei monatlicher Kündigung, 34,99 Euro im Monat im Jahresabo und 24,99 Euro im Monat im Zwei-Jahres-Abo. Das günstigere Paket Super Sports enthält die Champions League nicht. Amazon Prime liegt bei 8,99 Euro im Monat oder 89,90 Euro im Jahr, mit Prime Student bei 4,49 Euro im Monat oder 44,90 Euro im Jahr.
Rechne für dich durch, wie viele Spiele du realistisch siehst. Wer nur die BVB-Partien und die K.-o.-Runde sehen will, fährt mit Prime Student, Sportsbar und ZDF-Finale günstiger als mit einem Jahresabo, das ab Februar in der Klausurenphase ungenutzt weiterläuft.