
Dyson gehört auch 2026 vollständig seinem Gründer James Dyson und dessen Familie. Das 1991 im englischen Malmesbury gegründete Technologieunternehmen ist nicht börsennotiert, hat keine externen Investoren und wird über die Familienholding Weybourne kontrolliert. Seit 2019 sitzt die Konzernzentrale in Singapur, das operative Geschäft führt seit Februar 2024 der deutsche Manager Hanno Kirner. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Dyson einen Umsatz von 6,13 Mrd. Pfund und steigerte das operative Ergebnis trotz Zöllen und Währungseffekten.
Key Takeaways
- Dyson ist zu 100 Prozent im Besitz von James Dyson und seiner Familie und wurde nie an die Börse gebracht.
- Die Anteile werden über die Familienholding Weybourne gehalten, die auch Landwirtschaft und Immobilien der Familie bündelt.
- Gegründet wurde das Unternehmen am 8. Juli 1991 in Malmesbury, die Zentrale liegt seit 2019 in Singapur.
- Der Umsatz sank 2025 auf 6,13 Mrd. Pfund, das operative Ergebnis stieg um 15 Prozent auf rund 0,6 Mrd. Pfund.
- Vorstandschef ist seit Februar 2024 Hanno Kirner, zuvor Manager bei Jaguar Land Rover, Aston Martin und Rolls-Royce.
- 2024 strich Dyson bis zu 1.000 Stellen in Großbritannien, rund ein Viertel bis ein Drittel der dortigen Belegschaft.
- Sohn Jake Dyson ist Chefingenieur und präsentierte im September 2026 die neue Produktgeneration auf der IFA in Berlin.
| Name | Dyson Limited (Dyson Group) |
| Gegründet | 8. Juli 1991 in Malmesbury, Wiltshire (Großbritannien) |
| Sitz | Singapur (St James Power Station) seit 2019; Forschungszentren u. a. in Malmesbury und Hullavington |
| Eigentümer | James Dyson und Familie (100 Prozent) über die Holding Weybourne |
| Umsatz | 6,13 Mrd. Pfund (2025); 6,57 Mrd. Pfund (2024); 7,1 Mrd. Pfund (2023) |
| Mitarbeiter | rund 14.000 weltweit (2024) |
Geschichte und Herkunft
James Dyson, geboren am 2. Mai 1947 in Cromer in Norfolk, studierte am Royal College of Art in London Möbel- und Industriedesign. Nach 5.127 Prototypen kam 1983 der „G-Force“ auf den Markt – zunächst in Japan, weil britische Hersteller das Geschäft mit Staubsaugerbeuteln nicht gefährden wollten.
Am 8. Juli 1991 gründete er in Malmesbury sein eigenes Unternehmen. 1993 folgte der „DC01“, der innerhalb von 18 Monaten zum meistverkauften Staubsauger Großbritanniens wurde. 2002 verlagerte Dyson die Fertigung nach Malaysia, 2013 eröffnete ein Motorenwerk in Singapur. Mit dem Ventilator „Air Multiplier“ (2009), dem Händetrockner „Airblade“, dem Haartrockner „Supersonic“ und dem Styler „Airwrap“ wuchs Dyson zum breit aufgestellten Technologiekonzern.
Ein teures Kapitel war das Elektroauto-Projekt: Im September 2017 angekündigt, wurde es im Oktober 2019 als wirtschaftlich nicht tragfähig eingestellt. Im Januar 2019 verlegte Dyson den Konzernsitz von Malmesbury nach Singapur – ein Schritt, der wegen der Brexit-Unterstützung des Gründers in Großbritannien scharf kritisiert wurde. Die neue Zentrale in der historischen St James Power Station wurde im März 2022 eröffnet.
Eigentümerstruktur im Detail

Die Antwort auf die Frage „Wem gehört Dyson?“ ist einfach: Das Unternehmen befindet sich zu 100 Prozent im Besitz von James Dyson und seiner Familie. Es gab nie einen Börsengang und keine institutionellen Anteilseigner. James Dyson hat mehrfach erklärt, kein Interesse an einer Börsennotierung zu haben.
Gehalten werden die Anteile über die Familienholding Weybourne. Die Weybourne Group in Großbritannien und die Weybourne Holdings Pte. in Singapur bilden das Dach über dem operativen Dyson-Geschäft, den Agrarbetrieben von Dyson Farming sowie Immobilien- und Kapitalmarktanlagen der Familie. Über diese Holding erhält die Familie Dividenden aus dem Konzern. Eine genaue Aufteilung der Anteile zwischen James Dyson, seiner Frau Deirdre und den drei Kindern wird nicht veröffentlicht.
Die Familie ist operativ eng eingebunden. James Dyson tritt als Gründer und Chairman auf, Sohn Jake Dyson – Gründer einer eigenen Leuchtenfirma, die von Dyson übernommen wurde – trägt den Titel Chefingenieur und verantwortet Produktentwicklung, Software und Zukunftstechnologien. Das Tagesgeschäft liegt seit Februar 2024 bei CEO Hanno Kirner, der auf Roland Krueger folgte; Krueger wechselte nach vier Jahren an der Spitze in den Vorstand der Dyson Holdings. Kirner kam von Jaguar Land Rover und war zuvor Finanzchef bei Aston Martin und Rolls-Royce.
Geschäftsmodell und Kennzahlen
Dyson entwickelt und verkauft Haushaltstechnik im Premiumsegment: kabellose Staubsauger, Saugroboter, Luftreiniger, Haarpflegegeräte, Beleuchtung und seit 2024 auch Kopfhörer. Gefertigt wird in Malaysia, Singapur und auf den Philippinen, Entwicklungszentren gibt es in Großbritannien, Singapur, Malaysia, auf den Philippinen und in Polen. Dyson ist in 84 Ländern präsent, mehr als die Hälfte des Umsatzes stammt aus dem asiatisch-pazifischen Raum.
2023 erreichte Dyson mit 7,1 Mrd. Pfund Umsatz, einem EBITDA von 1,4 Mrd. Pfund und einem Vorsteuergewinn von 1,1 Mrd. Pfund Rekordwerte. 2024 sank der Umsatz auf 6,57 Mrd. Pfund, das EBITDA auf 0,9 Mrd. Pfund und der Vorsteuergewinn auf 561 Mio. Pfund – obwohl mit mehr als 20 Millionen verkauften Geräten ein Absatzrekord gelang.
Für 2025 legte Dyson am 26. März 2026 folgende Zahlen vor: Der Umsatz ging um 6,7 Prozent auf 6,13 Mrd. Pfund zurück, belastet durch US-Zölle, ungünstige Wechselkurse und schwache Konsumlaune in den USA, Deutschland und China. Gleichzeitig stieg das EBITDA um 18 Prozent auf 1,11 Mrd. Pfund und das operative Ergebnis um 15 Prozent auf rund 0,6 Mrd. Pfund. Mehr als 400 Mio. Pfund flossen in Forschung und Entwicklung, 13 neue Produkte kamen auf den Markt, 252 Patente wurden angemeldet.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Der Führungswechsel zu Hanno Kirner ging mit einem Sparkurs einher. Im Juli 2024 kündigte Dyson an, bis zu 1.000 der rund 3.500 bis 4.000 Stellen in Großbritannien zu streichen. Im Herbst 2024 folgten Entlassungen in Singapur. Kirner sprach von einem „schwierigen, aber notwendigen Jahr der Transformation“. Weltweit beschäftigte Dyson zuletzt rund 14.000 Menschen.
2026 setzt der Konzern auf Produktoffensive. Am 3. September 2026 stellte Jake Dyson auf der IFA in Berlin unter dem Titel „Dyson Unveiled 2026“ die neue Gerätegeneration vor: die Saugroboter „Nurovi R2“ und „R3“, den Nass-Trocken-Sauger „PencilWash W1“, neue „HushJet“-Luftreiniger sowie den „CameraJet“, eine Zahnbürste mit integrierter Kamera. Dazu kommt die Serviceplattform „MyDyson“.
In der Sunday Times Rich List 2026 führt James Dyson auf Rang 13 der reichsten Menschen Großbritanniens und ist erneut die reichste Person im Südwesten Englands. Konkrete Vermögensbeträge nennt uamr.de nicht; die Vermögensbasis der Familie besteht im Wesentlichen aus dem vollständigen Eigentum an Dyson, den Agrarflächen von Dyson Farming und den über Weybourne gehaltenen Immobilien.
FAQ
Wem gehört Dyson? Dyson gehört zu 100 Prozent James Dyson und seiner Familie. Die Anteile werden über die Familienholding Weybourne gehalten; externe Aktionäre gibt es nicht.
Ist Dyson an der Börse notiert? Nein. Dyson hat nie einen Börsengang durchgeführt, und James Dyson will das Unternehmen in Familienbesitz halten.
Wer ist der CEO von Dyson? Seit Februar 2024 führt Hanno Kirner das Unternehmen. Er löste Roland Krueger ab, der in den Vorstand der Dyson Holdings wechselte.
Wo hat Dyson seinen Hauptsitz? Die Konzernzentrale befindet sich seit 2019 in Singapur, seit März 2022 in der St James Power Station. Forschung und Entwicklung finden weiterhin auch in Malmesbury und Hullavington in Großbritannien statt.
Wie viel Umsatz macht Dyson? Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz bei 6,13 Mrd. Pfund, nach 6,57 Mrd. Pfund im Jahr 2024 und 7,1 Mrd. Pfund im Jahr 2023.
Welche Rolle spielt Jake Dyson? Jake Dyson, Sohn des Gründers, ist Chefingenieur von Dyson und verantwortet Produktentwicklung und Zukunftstechnologien.
Fazit
Dyson ist eines der wenigen Technologieunternehmen dieser Größenordnung, das vollständig in der Hand einer einzigen Familie liegt. James Dyson hat sein 1991 gegründetes Unternehmen ohne Börse und ohne Investoren aufgebaut und kontrolliert es 2026 gemeinsam mit seiner Familie über die Holding Weybourne. Nach Umsatzrückgang, Stellenabbau und Führungswechsel zeigen die Zahlen für 2025 wieder steigende Ergebnisse, und mit Jake Dyson als Chefingenieur ist die nächste Generation in der Führung verankert.
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