Rudi Völler gehört zu den prägenden Figuren des deutschen Fußballs: Weltmeister 1990 als Spieler, Vize-Weltmeister 2002 als Teamchef, über zwei Jahrzehnte Sportchef bei Bayer 04 Leverkusen und seit Februar 2023 Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der 1960 in Hanau geborene Stürmer erzielte in 90 Länderspielen 47 Tore. Nach dem frühen Aus bei der WM 2026 und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann entschied sich Völler im Juli 2026, seinen bis zur EM 2028 laufenden Vertrag zu erfüllen und den Neuanfang mit Jürgen Klopp zu begleiten.
Key Takeaways
- Rudolf „Rudi“ Völler, geboren am 13. April 1960 in Hanau, begann beim TSV 1860 Hanau mit dem Fußball.
- Stationen als Spieler: Kickers Offenbach, 1860 München, Werder Bremen, AS Rom, Olympique Marseille, Bayer Leverkusen; 1983 Torschützenkönig und Fußballer des Jahres.
- 90 Länderspiele, 47 Tore; WM-Finale 1986, Weltmeister 1990 in Rom.
- Als Teamchef (2000–2004) führte er die DFB-Elf ins WM-Finale 2002.
- Bei Bayer Leverkusen war er 1996–2000 und 2005–2022 Sportdirektor beziehungsweise Geschäftsführer Sport.
- Seit 1. Februar 2023 DFB-Sportdirektor; Vertrag im April 2025 bis zur EM 2028 verlängert.
- Nach dem WM-Aus 2026 gegen Paraguay blieb Völler im Amt und begleitete die Verpflichtung von Jürgen Klopp.
- Offizielle Zahlen zum Privatvermögen gibt es nicht; uamr.de nennt keine Beträge.
| Name | Rudolf „Rudi“ Völler |
|---|---|
| Geboren | 13. April 1960 in Hanau (Hessen) |
| Nationalität | deutsch |
| Beruf/Funktion | Ehemaliger Fußballspieler (Stürmer), Trainer und Funktionär; Sportdirektor des DFB |
| Vereine als Spieler | Kickers Offenbach, TSV 1860 München, Werder Bremen, AS Rom, Olympique Marseille, Bayer 04 Leverkusen |
| Größte Erfolge | Weltmeister 1990, Champions-League-Sieger 1993, Coppa-Italia-Sieger 1991, Vize-Weltmeister 1986 (Spieler) und 2002 (Teamchef) |
| Familie | Verheiratet, mehrere Kinder; Sohn Marco war Basketball-Bundesligaspieler |
| Einnahmequellen | Gehalt als DFB-Sportdirektor, frühere Vergütungen als Profi, Trainer und Manager, Werbeverträge (u. a. Expert seit 2024) |
Herkunft und frühe Jahre
Rudi Völler wuchs als einer von zwei Söhnen in Hanau auf. Sein Vater Kurt war gelernter Dreher und Jugendbetreuer beim TSV 1860 Hanau, bei dem der Sohn mit acht Jahren zu trainieren begann und schon in der C-Jugend 40 bis 50 Tore pro Saison erzielte.
1975 wechselte er in die Jugend der Kickers Offenbach, absolvierte nach der Realschule eine Ausbildung zum Bürokaufmann und gab im November 1977 als 17-Jähriger sein Debüt in der ersten Mannschaft des Zweitligisten.
Karriere: Vom Torschützenkönig zum Weltmeister

1980 wechselte Völler zum TSV 1860 München, mit dem er abstieg; in der 2. Bundesliga 1981/82 wurde er mit 37 Treffern Torschützenkönig, doch der Verein verlor die Lizenz. Bei Werder Bremen schlug er ab 1982 ein: Mit 23 Toren wurde er 1983 Bundesliga-Torschützenkönig und Fußballer des Jahres, mit Werder dreimal Vizemeister. In 137 Bundesligaspielen für Bremen erzielte er 97 Tore.
1987 ging Völler zur AS Rom, gewann 1991 die Coppa Italia und erreichte das UEFA-Pokal-Finale. 1992 wechselte er zu Olympique Marseille und holte 1993 im Finale gegen den AC Mailand als erster deutscher Spieler die neu geschaffene Champions League. Von 1994 bis 1996 ließ er seine Laufbahn bei Bayer 04 Leverkusen ausklingen (62 Spiele, 26 Tore).
Für die Nationalmannschaft debütierte Völler im November 1982. Bei der WM 1986 erzielte er drei Tore, darunter eines im verlorenen Finale gegen Argentinien. 1990 wurde er Weltmeister: Im Finale von Rom wurde er im Strafraum gefoult, Andreas Brehme verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Mit 47 Toren in 90 Partien zählt er zu den fünf erfolgreichsten DFB-Torschützen.
Teamchef, Sportdirektor und „Tante Käthe“
Nach dem Karriereende wurde Völler 1996 Sportdirektor in Leverkusen, am 2. Juli 2000 Teamchef der Nationalmannschaft. Sein größter Trainererfolg war das WM-Finale 2002, das Deutschland mit 0:2 gegen Brasilien verlor. Am 6. September 2003 wies er nach einem 0:0 in Island im ARD-Interview mit Waldemar Hartmann die Kritik von Günter Netzer und Gerhard Delling scharf zurück; die „Wutrede“ wurde zum Medienereignis. Nach dem Vorrundenaus bei der EM 2004 trat er zurück.
Im Herbst 2004 war er 26 Tage Trainer der AS Rom, ab Januar 2005 erneut Sportdirektor in Leverkusen und ab Juli 2018 Geschäftsführer Sport, bis sein Vertrag Mitte 2022 auslief. Den Spitznamen „Tante Käthe“ verdankt er Mitspieler Thomas Berthold; während der WM 2002 wurde „Es gibt nur ein‘ Rudi Völler“ zum Satz des Jahres. Nach der WM 2022 berief der DFB Völler in eine Task-Force, zum 1. Februar 2023 wurde er Nachfolger von Oliver Bierhoff als Sportdirektor. Nach der Freistellung von Hansi Flick betreute er die Elf im September 2023 für ein Spiel gegen Frankreich (2:1) selbst und holte dann Julian Nagelsmann.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Im Juli 2024 verlängerte der DFB Völlers Vertrag zunächst bis zur WM 2026, im April 2025 bis nach der EM 2028. Beim Final Four der Nations League 2025 im eigenen Land wurde Deutschland Vierter; in der WM-Qualifikation sicherte ein 6:0 gegen die Slowakei am 17. November 2025 in Leipzig das WM-Ticket.
Die WM 2026 endete für die DFB-Elf Ende Juni im Sechzehntelfinale: Gegen Paraguay stand es nach Verlängerung 1:1, im Elfmeterschießen unterlag Deutschland in Foxborough bei Boston. Nagelsmann bat am 3. Juli 2026 um die Auflösung seines Vertrags. Völler erklärte am 7. Juli, er habe über einen Rückzug nachgedacht, bleibe aber im Amt: „Ich mach das gerne und werde weiter helfen, auf meine Art.“ Am 24. Juli 2026 stellte der DFB Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer vor; Klopp unterschrieb bis zur WM 2030 und trat sein Amt am 15. August an. Völler lobte ihn als „großen Motivator“.
Rudi Völler Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Völlers wirtschaftliche Basis beruht auf fast 50 Jahren im Profifußball: Gehälter als Spieler bei Spitzenklubs in Deutschland, Italien und Frankreich, als Teamchef der Nationalmannschaft sowie über zwei Jahrzehnte als Sportdirektor und Geschäftsführer Sport in Leverkusen. Seit 2023 ist er beim DFB angestellt, sein Vertrag läuft bis 2028.
Hinzu kommen Werbeeinnahmen: Völler warb bis 2011 für den Energieanbieter Teldafax, 2011 für die Sparkassen und ist seit Mai 2024 Testimonial der Elektrofachmarktkette Expert. Immobilien, Beteiligungen oder sonstige Investments sind nicht öffentlich bekannt. Offizielle Zahlen zu seinem Privatvermögen existieren nicht; uamr.de nennt deshalb keine Beträge.
FAQ
Wie viele Länderspiele und Tore hat Rudi Völler?
Zwischen 1982 und 1994 bestritt er 90 Länderspiele und erzielte 47 Tore, so viele wie Jürgen Klinsmann.
Warum heißt Rudi Völler „Tante Käthe“?
Den hessischen Spitznamen „Käthe“ gab ihm Mitspieler Thomas Berthold; die Medien machten daraus „Tante Käthe“. Die Band Höhner widmete ihm 2001 ein gleichnamiges Lied.
Welche Rolle hat Rudi Völler aktuell beim DFB?
Seit dem 1. Februar 2023 ist er Sportdirektor der Nationalmannschaft. Sein Vertrag läuft bis nach der EM 2028; nach dem WM-Aus 2026 entschied er sich, im Amt zu bleiben.
Wie hoch ist das Vermögen von Rudi Völler?
Dazu gibt es keine offiziellen Angaben; weder Völler noch seine Arbeitgeber veröffentlichen Vermögens- oder Gehaltszahlen. uamr.de nennt deshalb keine Beträge.
Wie ist Deutschland bei der WM 2026 ausgeschieden?
Die Nationalmannschaft verlor Ende Juni 2026 im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nach einem 1:1 im Elfmeterschießen. Julian Nagelsmann trat daraufhin zurück, Jürgen Klopp wurde am 24. Juli 2026 als Nachfolger vorgestellt.
Fazit
Rudi Völler hat als Spieler, Trainer und Funktionär nahezu alles erlebt: den WM-Titel 1990, den Champions-League-Sieg 1993, das WM-Finale 2002 als Teamchef und zwei Jahrzehnte Verantwortung in Leverkusen. Mit 66 Jahren steht er nach dem enttäuschenden WM-Sommer 2026 erneut vor einem Umbruch, den er gemeinsam mit Jürgen Klopp gestalten soll. Seine Einnahmequellen sind klar benennbar, konkrete Vermögenszahlen hingegen nicht belegt.
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