Rötger Feldmann, besser bekannt als „Brösel“, ist der Erfinder der Comicfigur „Werner“ und einer der kommerziell erfolgreichsten deutschen Comiczeichner. Seit 1981 erscheinen die Werner-Bände in Buchform, fünf Kinofilme erreichten zusammen mehr als 13 Millionen Zuschauer, und das reale „Werner-Rennen“ von 1988 ist bis heute Legende. Im März 2025 wurde Feldmann 75 Jahre alt. Er lebt in Schleswig-Holstein und verlegt seine Comics seit 2018 im eigenen Bröseline Verlag.
Key Takeaways
- Rötger Feldmann wurde am 17. März 1950 in Lübeck-Travemünde geboren und lernte in Flensburg Lithograf.
- Die ersten Werner-Geschichten erschienen 1978 im Satiremagazin „Pardon“; der erste Band „Werner – Oder was?“ folgte 1981 im Semmel Verlach.
- Werner gilt mit über zehn Millionen verkauften Büchern als erfolgreichste deutsche Comicfigur; „Werner – Beinhart!“ (1990) sah rund fünf Millionen Kinozuschauer.
- Beim „Werner-Rennen“ am 4. September 1988 in Hartenholm verlor Feldmann mit dem „Red Porsche Killer“ vor rund 200.000 Zuschauern gegen Holger Henze; die Revanche 2018 gewann er.
- Der 1991 mitgegründete Achterbahn Verlag meldete 2002 Insolvenz an; seit 2018 verlegt Feldmann im eigenen Bröseline Verlag.
- 2025 erschienen ein Jubiläumsheft zum 75. Geburtstag und die erweiterte Neuauflage von Band 12; ein 14. Band ist in Planung.
- Zu Feldmanns Privatvermögen existieren keine offiziellen Zahlen, deshalb nennt uamr.de keine Beträge.
| Name | Rötger Werner Friedrich Wilhelm Feldmann, Künstlername „Brösel“ |
|---|---|
| Geboren | 17. März 1950 in Lübeck-Travemünde |
| Nationalität | deutsch |
| Beruf/Funktion | Comiczeichner, Cartoonist, gelernter Lithograf, Verleger |
| Unternehmen | Bröseline Verlag (Eigenverlag, seit 2018); zuvor Mitgründer des Achterbahn Verlags (1991–2002) |
| Bekanntestes Werk | Comicreihe „Werner“ (13 Hauptbände, vier „Extrawurst“-Bände, fünf Kinofilme) |
| Familie/Wohnort | verheiratet mit Petra Feldmann; Bruder Andi Feldmann; lebt in Sören, Kreis Rendsburg-Eckernförde |
| Einnahmequellen | Buchverkäufe und Neuauflagen, Filmrechte und Lizenzen, Merchandising, Kalender, Werbekampagnen, Veranstaltungen |
Herkunft und frühe Jahre
Rötger Feldmann kam am 17. März 1950 in Travemünde zur Welt, das zu Lübeck gehört. Mit sieben Jahren zog er mit der Familie nach Flensburg, weil der Vater zur Bundesmarine ging. Sein jüngerer Bruder Andi Feldmann wurde später Sprecher und Drehbuchautor der Werner-Filme.
In Flensburg absolvierte Feldmann eine Lehre zum Lithografen. Nach dem Grundwehrdienst erkrankte er an Tuberkulose. Ab 1971 arbeitete er als Lithograf bei der Firma Geisel, verlor die Stelle aber 1972, weil er während der Arbeitszeit Karikaturen zeichnete. Es folgten Jahre ohne feste Anstellung, in denen er an einem Horex-Motorrad schraubte; weil davon ständig Teile abfielen, bekam er den Spitznamen „Brösel“.
Karriere: Vom Horex-Schrauber zum erfolgreichsten deutschen Comiczeichner

Die ersten Werner-Zeichnungen erschienen 1978 im Satiremagazin „Pardon“ und in einer Kieler Stadtzeitung. Der Stoff stammte aus Feldmanns Alltag: Ärger mit TÜV und Polizei wegen seiner Motorradumbauten sowie Erlebnisse seines Bruders als Heizungsinstallateur-Lehrling. 1981 erschien im Kieler Semmel Verlach der erste Band „Werner – Oder was?“. Bis 1989 folgten fünf weitere Bände, darunter „Werner – Eiskalt!“ (1985) mit rund 700.000 Exemplaren.
Der Sprung ins Kino gelang 1990 mit „Werner – Beinhart!“, der rund fünf Millionen Zuschauer sah. „Werner – Das muß kesseln!!!“ (1996) erreichte eine ähnliche Größenordnung. Es folgten „Werner – Volles Rooäää!!!“ (1999), „Werner – Gekotzt wird später!“ (2003) und „Werner – Eiskalt!“ (2011). Zusammen kamen die fünf Filme auf mehr als 13 Millionen Kinobesucher; die Bücher wurden über zehn Millionen Mal verkauft.
Legendär wurde das „Werner-Rennen“ am 4. September 1988 auf dem Flugplatz Hartenholm. Feldmann trat mit dem „Red Porsche Killer“, einem Motorrad mit vier Horex-Motoren, gegen Holger „Holgi“ Henze im Porsche 911 an. Rund 200.000 Zuschauer kamen, Henze gewann deutlich. Eine Revanche 2004 auf dem Lausitzring verlor Feldmann erneut. Erst beim Jubiläumsrennen 2018 in Hartenholm vor rund 50.000 Besuchern siegte der „Red Porsche Killer“. 2019 folgte die bislang letzte Auflage mit rund 45.000 Besuchern.
Unternehmerische Aktivitäten: Achterbahn, Insolvenz und Eigenverlag
1991 gründete Feldmann mit Jens Nieswand den Achterbahn Verlag in Kiel, der ab Band 7 die Werner-Comics herausgab. 1995 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1997 folgte der Börsengang am Neuen Markt. Teure Merchandising-Lizenzen, unter anderem für „Harry Potter“, verkauften sich schlecht; 2002 meldete die Achterbahn AG Insolvenz an. Die Werner-Bände wechselten kurz zum Heyne Verlag und erschienen ab 2003 bei Egmont Ehapa, wo 2004 Band 12 „Werner – Freie Bahn mit Marzipan!!!“ herauskam.
Nach dieser Phase, die laut Feldmann auch mit komplizierten Fragen um die Rechte an seinen Figuren verbunden war, gründete er 2018 den Bröseline Verlag, einen Familienbetrieb, in dem seine Frau Petra die Verwaltung übernimmt. Dort erschien im Juni 2018 nach 14 Jahren Pause Band 13 „Werner – Wat nu!?“. Seit Januar 2019 legt Bröseline alle alten Bände überarbeitet im „HDO“-Druck neu auf, zwischen 2020 und 2023 kamen vier „Extrawurst“-Sonderbände hinzu. Daneben vertreibt der Verlag Merchandising-Artikel, jährliche Werner-Kalender erscheinen bei Athesia.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Zum 75. Geburtstag am 17. März 2025 ließ Feldmann 12.000 kostenlose Jubiläumshefte drucken, die teils in Bierkisten, teils über Comic- und Buchhandlungen verteilt wurden. Als Geburtstagsgruß nahm das plattdeutsche Online-Wörterbuch des SASS den Werner-Begriff „Bölkstoff“ als Synonym für Bier auf.
Am 22. August 2025 stellte er in Kiel gemeinsam mit der Band Torfrock die runderneuerte Fassung von Band 12 „Werner – Freie Bahn mit Marzipan!!!“ vor; der Verkaufsstart war der 5. September 2025. Die Neuauflage wurde um rund 40 Seiten erweitert, darunter neue Geschichten zu Themen wie Künstlicher Intelligenz. Angekündigt sind die Überarbeitung von Band 7 und ein komplett neuer 14. Werner-Band. Ein weiteres Werner-Rennen für 2025 oder 2026 ist bislang nicht angekündigt.
Rötger Feldmann Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Grundlage von Rötger Feldmanns Einkommen sind die Rechte an der Figur Werner. Buchverkäufe, Filmrechte, die Zweitverwertung im Fernsehen sowie Lizenzen für Merchandising, Kalender und Werbung bilden die wichtigsten Einnahmequellen. Seit 2018 behält Feldmann durch den eigenen Verlag die Verlagsmarge selbst.
Zu seinem Privatvermögen gibt es keine offiziellen Angaben. Feldmann äußert sich nicht zu seinen Finanzen, der Bröseline Verlag veröffentlicht keine Umsatzzahlen, und die Insolvenz der Achterbahn AG 2002 zeigt, dass der Erfolg der Figur nicht automatisch dauerhaften Reichtum bedeutete. uamr.de nennt deshalb keine Beträge zum Vermögen von Rötger Feldmann.
FAQ
Wer ist Rötger Feldmann?
Rötger Feldmann, Künstlername „Brösel“, ist ein deutscher Comiczeichner, geboren am 17. März 1950 in Lübeck-Travemünde, und Schöpfer der Comicfigur Werner.
Wie hoch ist das Vermögen von Rötger Feldmann?
Dazu gibt es keine offiziellen Zahlen. Weder Feldmann noch sein Verlag veröffentlichen Finanzdaten, deshalb nennt uamr.de keine Beträge.
Was war das Werner-Rennen 1988?
Am 4. September 1988 trat Feldmann in Hartenholm mit dem „Red Porsche Killer“ gegen Holger Henze im Porsche 911 an und verlor vor rund 200.000 Zuschauern. Die Revanche 2018 gewann er.
Welche Werner-Filme gibt es?
Fünf Kinofilme: „Werner – Beinhart!“ (1990), „Werner – Das muß kesseln!!!“ (1996), „Werner – Volles Rooäää!!!“ (1999), „Werner – Gekotzt wird später!“ (2003) und „Werner – Eiskalt!“ (2011).
Was ist der Bröseline Verlag?
Der Bröseline Verlag ist Feldmanns 2018 gegründeter Eigenverlag, den er mit seiner Frau Petra führt. Dort erscheinen Neuauflagen, Sonderbände und neue Werner-Titel.
Woran arbeitet Brösel 2025/2026?
Im September 2025 erschien die um 40 Seiten erweiterte Neuauflage von „Werner – Freie Bahn mit Marzipan!!!“. Angekündigt sind die Überarbeitung von Band 7 und ein neuer 14. Werner-Band.
Fazit
Rötger Feldmann hat aus den Erlebnissen eines arbeitslosen Motorradschraubers die erfolgreichste deutsche Comicfigur gemacht. Werner brachte ihm Millionenauflagen, Kinorekorde und ein legendäres Rennen; die Insolvenz des Achterbahn Verlags zeigt aber auch unternehmerische Rückschläge. Mit dem Bröseline Verlag hat er die Kontrolle über sein Werk zurückgewonnen, und der geplante 14. Band zeigt, dass Werners Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.
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