
Philip Hitschler-Becker führt seit November 2017 in vierter Generation den Süßwarenhersteller Hitschler International aus Hürth bei Köln, heute bekannt als „hitschies“. Der 1987 in Köln geborene Betriebswirt übernahm das Familienunternehmen in einer Krise, verdreifachte den Umsatz bis 2023 auf rund 60 Millionen Euro und machte sich selbst zum Gesicht der Marke. Mit Aktionen wie dem „McFlurry Saure Drachenzungen“ bei McDonald’s und einer Kampagne mit Heidi Klum zählt er 2026 zu den sichtbarsten Unternehmern der Lebensmittelbranche. Über sein privates Vermögen gibt es keine offiziellen Angaben – uamr.de nennt daher keine Beträge.
Key Takeaways
- Geboren am 13. Dezember 1987 in Köln, Urenkel des Firmengründers Ferdinand Hitschler und Enkel von Walter Hitschler.
- BWL-Studium in den Niederlanden und Australien, danach sechs Jahre Marketing und Vertrieb bei Danone und Iglo.
- Seit November 2017 geschäftsführender Gesellschafter von Hitschler International – mit 29 Jahren.
- 2020 Umzug des Stammsitzes von Köln nach Hürth, 2021 Umbenennung der Marke „Hitschler“ in „hitschies“.
- Umsatz von 37,5 Millionen Euro (2017) auf rund 60 Millionen Euro (2023) gesteigert, Export in 46 Länder.
- Laut Handelsblatt fast 775.000 Follower auf vier Plattformen; 2025 Kooperation mit McDonald’s, 2026 Kampagne mit Heidi Klum.
- Kein Investor bei „Die Höhle der Löwen“ – seine Bekanntheit stammt aus Social Media, Podcasts und Vorträgen.
| Name | Philip Hitschler-Becker |
|---|---|
| Geboren | 13. Dezember 1987 in Köln |
| Beruf/Funktion | Unternehmer, geschäftsführender Gesellschafter und CEO von Hitschler International („hitschies“) |
| Unternehmen | hitschler International GmbH & Co. KG, Hürth (Produktion in Michelstadt im Odenwald) |
| Familie/Wohnort | Vater von zwei Kindern; Mutter und Geschwister im Unternehmen tätig; Firmensitz Hürth bei Köln |
| Vermögensbasis | Gesellschaftsanteile am Familienunternehmen, Geschäftsführervergütung, Reichweite als Creator |
Herkunft und frühe Jahre
Philip Hitschler-Becker kam am 13. Dezember 1987 in Köln zur Welt. Sein Urgroßvater Ferdinand Hitschler begann Ende der 1920er-Jahre in Köln-Klettenberg mit dem Handel von Tabak und Cachous und gründete Mitte der 1930er-Jahre „Hitschler’s Cachou“. Dessen Sohn Walter Hitschler benannte die Firma 1953 in Hitschler International um und kaufte in den 1950er-Jahren die „1. Deutsche Kaugummi-Fabrik“ in Michelstadt im Odenwald, bis heute der Produktionsstandort.
Walter Hitschler, der Großvater, starb am 31. Juli 2010 im Alter von 88 Jahren und hinterließ laut Lebensmittel Zeitung eine Tochter und drei Enkel. Anschließend führten sieben Jahre lang familienfremde Manager die Geschäfte. Wie der Doppelname Hitschler-Becker zustande kam, ist nicht öffentlich dokumentiert. Nach dem Abitur studierte Philip Hitschler-Becker Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden und Australien und arbeitete sechs Jahre in Marketing und Vertrieb bei Danone und Iglo.
Karriere: Vom Konzernmanager zum Gesicht der Marke „hitschies“

Im November 2017 trat Philip Hitschler-Becker mit 29 Jahren als geschäftsführender Gesellschafter in die Leitung von Hitschler International ein. Nach seinen Angaben beim Digitalk 2025 setzte das Unternehmen damals rund 30 Millionen Euro um, schrieb jährlich etwa zwei Millionen Euro Verlust und war hoch verschuldet; Wikipedia nennt für 2017 einen Umsatz von 37,5 Millionen Euro bei rund 150 Beschäftigten. Das Handelsblatt spricht von einem „Übernahmekandidaten“.
2020 verlegte er den Stammsitz von Köln nach Hürth-Kalscheuren, 2021 folgte die Umbenennung der Marke „Hitschler“ in „hitschies“ – angelehnt an die bekannten Kaubonbons. Der Welt nannte er Anfang 2021 als Ziele den Verzicht auf Gelatine bis 2023, mehr Halal-Produkte und weniger Plastik. Damals erwirtschaftete das Unternehmen rund 38 Millionen Euro Umsatz mit etwa 140 Mitarbeitern, davon 50 in Hürth und 90 in Michelstadt.
Social Media als Wachstumsmotor
Unter dem Motto „Menschen folgen Menschen, nicht Marken“ verbringt Hitschler-Becker zwei Tage pro Woche vor der Kamera und produziert laut Handelsblatt täglich drei Reels und zwei LinkedIn-Beiträge. Anfang 2021 hatte das Instagram-Konto rund 53.000 Follower, im Mai 2025 knapp 200.000; das Handelsblatt zählte zuletzt fast 775.000 Follower auf Instagram, TikTok, YouTube und LinkedIn – aufgebaut „ohne einen Cent Marketingbudget“.
Parallel verdreifachte sich der Umsatz bis 2023 auf rund 60 Millionen Euro. Für 2024 kündigte das Unternehmen laut Lebensmittel Zeitung rund 30 neue Produkte und einen Amazon-Markenshop an, mittelfristig peilt Hitschler-Becker 100 Millionen Euro an. Neben Kaubonbons, Schnüren, Brause-Ufos und den 2015 eingeführten „Sauren Drachenzungen“ kamen Wassereis, Cerealien und Energy-Drinks ins Sortiment. Hitschies exportiert in 46 Länder, vor allem nach Österreich, Südkorea und Japan; der Online-Handel macht rund zehn Prozent des Umsatzes aus.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Aus einem TikTok-Video, in dem Hitschler-Becker am Drive-in scherzhaft einen „McFlurry Drachenzungen“ bestellte, entstand 2025 eine echte Partnerschaft: Vom 22. Mai bis 16. Juli verkaufte McDonald’s Deutschland den „McFlurry Saure Drachenzungen“ und einen passenden Milchshake. Im Mai 2025 war er Gast im OMR-Podcast, im Juni sprach er beim Digitalk in Herrenberg vor rund 250 Zuhörern, dazu kam der Kassenzone-Podcast.
Auf der Süßwarenmesse ISM im Januar 2026 zeigte hitschies Neuheiten wie „Saure Drachenzungen Ice Cream“, neue Energy-Drinks, „brizzl Bälle“ und eine limitierte Edition der „Fan Schnüre“. Im Juli 2026 folgte der auffälligste Coup: Für den ersten Halloween-Kalender der Marke warb Heidi Klum in einem Kleid aus roten Erdbeer-Fruchtgummischnüren; die Reaktionen fielen laut news.de gespalten aus. Das Handelsblatt attestierte hitschies, schneller als der Markt zu wachsen und Haribo, Katjes und Storck Marktanteile abzunehmen – fragte aber, ob die Marke zu stark an der Person des Chefs hängt. Umsatzzahlen für 2025 hat das Unternehmen bislang nicht veröffentlicht.
Philip Hitschler Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Zum privaten Vermögen von Philip Hitschler-Becker existieren keine offiziellen Zahlen. uamr.de nennt deshalb bewusst keine Beträge und beschreibt stattdessen die Vermögensbasis. Im Zentrum stehen die Gesellschaftsanteile an der hitschler International GmbH & Co. KG, die in Familienhand ist. Als geschäftsführender Gesellschafter profitiert er von seiner Vergütung und vom Unternehmenswert, der mit dem Umsatzsprung auf rund 60 Millionen Euro und dem Weg aus der Verlustzone gestiegen sein dürfte.
Zweite Säule ist seine persönliche Reichweite: Follower, Podcasts und Vorträge machen ihn zur gefragten Stimme der Branche und ersetzen klassische Werbung für hitschies. Immobilien, Beteiligungen außerhalb des Familienunternehmens oder andere private Anlagen sind nicht öffentlich bekannt.
Das Unternehmen Hitschler International im Überblick
Im Markenranking Fruchtgummi lag Hitschler schon 2014 auf Platz vier hinter Haribo, Nimm2 und Katjes. Neben Philip Hitschler-Becker sind auch seine Mutter und seine Geschwister im Unternehmen tätig; seine jüngere Schwester kam laut Welt von Amazon. Das Oberziel lautet, „die digitale Candy-Brand zu sein“ – als „kleinster, aber lautester Spieler“ neben Haribo und Katjes.
FAQ
Wie alt ist Philip Hitschler-Becker?
Er wurde am 13. Dezember 1987 in Köln geboren und übernahm die Geschäftsführung im November 2017 mit 29 Jahren.
Wie hoch ist das Vermögen von Philip Hitschler?
Offizielle Zahlen gibt es nicht, und uamr.de nennt keine Schätzungen. Seine Vermögensbasis bilden die Anteile am Familienunternehmen, das 2023 rund 60 Millionen Euro Umsatz erzielte, und seine Tätigkeit als Geschäftsführer.
War Philip Hitschler-Becker bei „Die Höhle der Löwen“?
Nein. Es gibt keine Belege für einen Auftritt als Investor oder Gastjuror in der Sendung. Seine Bekanntheit beruht auf Social Media, Podcast-Interviews und Vorträgen.
Warum heißt Hitschler heute hitschies?
2021 benannte Hitschler-Becker die Marke „Hitschler“ in „hitschies“ um, nach den bekannten Kaubonbons des Unternehmens. Der Firmenname hitschler International GmbH & Co. KG blieb bestehen.
Was war der McFlurry Saure Drachenzungen?
Eine Kooperation von hitschies mit McDonald’s Deutschland vom 22. Mai bis 16. Juli 2025. Die Idee entstand aus einem viralen TikTok-Video von Philip Hitschler-Becker.
Fazit
Philip Hitschler-Becker hat aus einem verschuldeten Kölner Traditionsbetrieb in acht Jahren die sichtbarste Süßwarenmarke Deutschlands gemacht. Die Verdreifachung des Umsatzes auf rund 60 Millionen Euro, der Export in 46 Länder und Kooperationen mit McDonald’s und Heidi Klum zeigen, dass seine Strategie aus Produktinnovation und persönlicher Reichweite funktioniert.
Sein Vermögen bleibt Privatsache: Belastbare Zahlen gibt es nicht, seriöse Aussagen beschränken sich auf die Vermögensbasis – die Anteile am Familienunternehmen und seine Rolle als dessen Chef.
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