
Peter Wright, bekannt als „Snakebite“, gewann 2020 und 2022 die PDC-Weltmeisterschaft und stand 2022 als erster Schotte an der Spitze der Weltrangliste. Stand 2026 erlebt der 56-Jährige mit dem bunten Irokesenschnitt die schwerste Formkrise seiner Laufbahn: WM-Aus in Runde zwei, erstmals seit 2011 außerhalb der Top 32, verpasste TV-Turniere. uamr.de zeichnet seinen Weg nach und erklärt, worauf seine Vermögensbasis beruht.
Key Takeaways
- Geboren am 10. März 1970 in Livingston, aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen in London.
- Nach der BDO-WM 1995 jahrelang Bauarbeiter und Reifenmonteur, Profi-Neustart erst 2008.
- PDC-Weltmeister 2020 (7:3 gegen Michael van Gerwen) und 2022 (7:5 gegen Michael Smith).
- Im März 2022 mit 51 Jahren erstmals Weltranglistenerster.
- Acht Major-Einzeltitel, darunter World Matchplay 2021 und UK Open 2017, dazu zwei World-Cup-Siege für Schottland.
- Seit 2023 Leistungsabfall: 2025 erstmals seit 2013 ohne Premier League, WM 2026 Aus gegen den deutschen Debütanten Arno Merk.
- Im Herbst 2026 auf Rang 37 der Weltrangliste; Kollegen diskutieren öffentlich ein Karriereende.
- Einnahmequellen: Preisgelder, Ausrüster Red Dragon, Show-Auftritte, Merchandising; offizielle Vermögenszahlen existieren nicht.
| Name | Peter Stuart Wright („Snakebite“) |
|---|---|
| Geboren | 10. März 1970, Livingston, West Lothian (Schottland) |
| Nationalität | Schottisch (britisch) |
| Beruf/Funktion | Professioneller Dartspieler (PDC) |
| Bekannt für | Zweimaliger PDC-Weltmeister (2020, 2022), Weltranglistenerster 2022, bunter Irokesenschnitt und Einlauftanz |
| Familie | Verheiratet mit Joanne Wright, gelernte Friseurin, die seine Frisuren gestaltet |
| Wohnort | Mendham, Suffolk (England) |
| Einnahmequellen | Turnierpreisgelder, Ausrüstervertrag (Red Dragon), Exhibitions und Show-Auftritte, Merchandising |
Herkunft und frühe Jahre
Peter Stuart Wright kam am 10. März 1970 im schottischen Livingston zur Welt. Als er etwa drei war, zog seine Mutter mit ihm nach London in eine wenig wohlhabende Gegend; seinen Vater kannte er nur von Fotos. Mit 13 bekam er seine ersten Pfeile, eine Dartscheibe war nicht bezahlbar, also übte er an aufgemalten Zielen auf Bäumen.
1995 qualifizierte sich der 24-Jährige für die BDO-Weltmeisterschaft, verlor dort aber in Runde eins mit 1:3 gegen den späteren Weltmeister Richie Burnett. Danach zog er sich weitgehend aus dem Profibetrieb zurück, arbeitete als Bauarbeiter und Reifenmonteur und spielte fast ein Jahrzehnt nur in lokalen englischen Ligen.
Den Spitznamen „Snakebite“ trägt er wegen seiner Vorliebe für Schlangen, nicht wegen des gleichnamigen Getränks. Der Bühnencharakter mit gefärbtem Irokesenschnitt entstand erst Jahre später, geprägt von seiner Frau Joanne.
Karriere: Vom Reifenmonteur zum zweimaligen Weltmeister

Den Anstoß für den zweiten Anlauf gab Joanne Wright nach dem gemeinsam im Fernsehen verfolgten Grand Slam of Darts 2007. 2008 kehrte Wright auf die PDC-Tour zurück, 2012 gewann er sein erstes PDC-Turnier, 2014 stand er im WM-Finale und unterlag Michael van Gerwen mit 4:7. Der erste Major-Titel folgte 2017 bei den UK Open gegen Gerwyn Price. 2019 gewann er mit Gary Anderson den World Cup of Darts für Schottland, 2021 mit John Henderson erneut.
Der Höhepunkt kam am Neujahrstag 2020: Im WM-Finale schlug Wright den dominierenden van Gerwen mit 7:3 und wurde mit 49 Jahren der älteste erstmalige PDC-Weltmeister. 2021 folgten World Matchplay und Players Championship Finals, 2022 der zweite WM-Titel mit 7:5 gegen Michael Smith. Im März 2022 übernahm er mit 51 Jahren als erster Schotte die Führung der Order of Merit. Insgesamt kommt Wright auf acht Major-Einzeltitel und 48 PDC-Turniersiege.
Die Titelverteidigung 2023 endete in Runde drei gegen Kim Huybrechts, in der Premier League 2023 blieb er in 16 Spielwochen sieglos. 2024 folgte das WM-Aus in Runde zwei und erneut der letzte Premier-League-Platz. Der Sieg bei der German Darts Championship im September 2024 ist bis heute sein letzter Turniersieg.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Die WM 2025 brachte ein letztes Aufbäumen: Wright schaltete Titelverteidiger Luke Humphries mit 4:1 aus und erreichte das Viertelfinale (2:5 gegen Stephen Bunting). Danach ging es bergab: erstmals seit 2013 keine Premier League, erstmals seit 2012 kein Grand Slam, die erste Saison seit 2011 ohne Turniersieg.
Der Tiefpunkt folgte am 23. Dezember 2025 bei der WM 2026: Wright verlor in Runde zwei mit 0:3 gegen den deutschen Debütanten Arno Merk, damals Weltranglisten-166. Wrights Average von 79,20 Punkten war der zweitschwächste aller 128 Teilnehmer. Michael van Gerwen spottete, Wright könne „heutzutage nicht einmal mehr eine Tombola gewinnen“, und riet ihm zum Rücktritt.
2026 folgten die Konsequenzen: Beim World Masters scheiterte der Sieger von 2020 erstmals in der Qualifikation. Im Februar fiel er auf Platz 33 der Order of Merit, erstmals seit 2011 außerhalb der Top 32. Im Juli verpasste er das World Matchplay deutlich, im September 2026 stand er auf Rang 37. Jermaine Wattimena warnte, Wright werde so innerhalb von drei Jahren seine Tour Card verlieren; Ex-Profi Matt Edgar riet ihm zum Karriereende und zu Fernsehangeboten. Wright selbst hat bislang keinen Rücktritt erklärt.
Peter Wright Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Zu Peter Wrights Vermögen gibt es keine offiziellen Zahlen. Weder er selbst noch die PDC veröffentlichen Angaben zu Gesamteinkommen oder Privatvermögen, Schätzungen in Boulevardmedien beruhen auf Hochrechnungen. uamr.de nennt deshalb bewusst keine Beträge, sondern beschreibt die Struktur seiner Einnahmen.
Die wichtigste Säule waren über Jahre die Turnierpreisgelder: zwei WM-Titel, World Matchplay, zwei European Championships, Masters, Players Championship Finals, UK Open sowie Dutzende Siege auf Pro Tour und European Tour. Weil die Order of Merit die Preisgelder der vergangenen zwei Jahre abbildet, zeigt seine aktuelle Platzierung zugleich, dass diese Quelle seit 2024 deutlich schwächer sprudelt.
Daneben steht der Ausrüstervertrag mit dem britischen Hersteller Red Dragon, der unter dem Namen „Snakebite“ Signature-Pfeile und Zubehör vertreibt. Hinzu kommen Exhibitions, Show-Auftritte und Merchandising, bei denen Wrights hohe Wiedererkennbarkeit ein Vorteil ist; Beobachter wie Matt Edgar verweisen auf Angebote aus dem Unterhaltungsfernsehen. Angaben zu Immobilien, Beteiligungen oder sonstigen Anlagen sind nicht öffentlich bekannt.
Markenzeichen und Privatleben
Seine Frau Joanne färbt und gestaltet vor jedem Auftritt seinen Irokesenschnitt und stimmt die Kleidung farblich ab; Einlauftanz und seitliche Wurfhaltung gehören ebenso zum Markenbild. Das Paar lebt in Mendham in der englischen Grafschaft Suffolk, Wright tritt aber weiter für Schottland an. 2018 wurde er mit Gallensteinen ins Krankenhaus eingeliefert und spielte die anschließende WM mit Schmerzmitteln. Details zu Kindern oder Besitz hält er aus der Öffentlichkeit heraus.
FAQ
Wie oft war Peter Wright Darts-Weltmeister? Zweimal: 2020 mit 7:3 gegen Michael van Gerwen und 2022 mit 7:5 gegen Michael Smith.
Wie weit kam Peter Wright bei der Darts-WM 2026? Er schied am 23. Dezember 2025 in Runde zwei mit 0:3 gegen den deutschen Debütanten Arno Merk aus, bei einem Average von nur 79,20 Punkten.
Auf welchem Weltranglistenplatz steht Peter Wright 2026? Im Februar 2026 fiel er erstmals seit 2011 aus den Top 32, im September 2026 wurde er auf Rang 37 der PDC Order of Merit geführt.
Wie hoch ist das Vermögen von Peter Wright? Offizielle Zahlen gibt es nicht, uamr.de nennt deshalb keine Beträge. Seine Vermögensbasis bilden Preisgelder, der Ausrüstervertrag mit Red Dragon, Show-Auftritte und Merchandising.
Warum heißt Peter Wright „Snakebite“? Der Spitzname geht auf seine Vorliebe für Schlangen zurück, nicht auf das gleichnamige Getränk.
Hat Peter Wright seinen Rücktritt angekündigt? Nein. Kollegen wie Michael van Gerwen und Ex-Profi Matt Edgar raten ihm öffentlich zum Karriereende, Wright selbst hat Stand Oktober 2026 keinen Rücktritt erklärt.
Fazit
Peter Wright hat eine der ungewöhnlichsten Laufbahnen des Dartsports hingelegt: vom Reifenmonteur zum zweimaligen Weltmeister und Weltranglistenersten mit über 50 Jahren. Stand 2026 ist der sportliche Abstieg unübersehbar, doch Titel, Bühnencharakter und Einnahmequellen jenseits der Preisgelder bleiben die Basis seiner wirtschaftlichen Position. Ob „Snakebite“ zurückfindet oder die Karriere ausklingen lässt, ist eine der spannendsten Personalfragen der kommenden Saison.
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