OMV hat für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt 4,40 Euro je Aktie ausgeschüttet: eine reguläre Dividende von 3,15 Euro plus eine Sonderdividende von 1,25 Euro. Die Hauptversammlung in Wien stimmte dem Vorschlag am 27. Mai 2026 zu, Ex-Tag war der 8. Juni, Zahltag der 11. Juni 2026. Die reguläre Dividende stieg damit zum sechsten Mal in Folge, die Gesamtausschüttung lag jedoch unter den 4,75 Euro des Vorjahres, weil die variable Komponente kleiner ausfiel. Stand dieses Artikels ist der 16. September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für 2025: 4,40 Euro je Aktie (3,15 Euro regulär + 1,25 Euro Sonderdividende), Zahltag 11. Juni 2026.
- Reguläre Dividende seit 2020 jedes Jahr erhöht: von 1,85 Euro (GJ 2020) auf 3,15 Euro (GJ 2025).
- Gesamtausschüttung unter Vorjahr (4,75 Euro), weil die Sonderdividende von 1,70 auf 1,25 Euro sank.
- Ab dem Geschäftsjahr 2026 gilt eine neue Dividendenpolitik mit Bezug auf Borouge-Dividenden und operativen Cashflow.
- Rechnerische Dividendenrendite beim Kurs von 67,10 Euro (28. August 2026): rund 6,6 Prozent.
- Österreichische KESt von 27,5 Prozent; deutsche Anleger können 15 Prozent anrechnen und den Rest in Österreich zurückfordern.
| Unternehmen | OMV Aktiengesellschaft, Wien (ATX) |
| ISIN | AT0000743059 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026) | 4,40 Euro je Aktie (3,15 Euro regulär + 1,25 Euro Sonderdividende) |
| Vorjahr (GJ 2024) | 4,75 Euro je Aktie (3,05 Euro regulär + 1,70 Euro Sonderdividende) |
| Hauptversammlung 2026 | 27. Mai 2026, Wien |
| Zahltag | 11. Juni 2026 (Ex-Tag 8. Juni 2026) |
| Ausschüttungspolitik | progressive reguläre Dividende plus variable Sonderdividende bei Verschuldungsgrad unter 30 %; ab GJ 2026 neue Formel |
| Quelle | Dividendenseite der OMV-Investor-Relations, Ergebnismitteilung 4. Februar 2026, Beschlüsse der Hauptversammlung 27. Mai 2026 |
Dividendenhistorie OMV (2020–2026)
OMV unterscheidet seit dem Geschäftsjahr 2022 zwischen einer regulären Dividende, die jedes Jahr mindestens gehalten und möglichst gesteigert werden soll, und einer variablen Sonderdividende, die vom Verschuldungsgrad und vom Cashflow abhängt. Die folgende Übersicht stammt aus der Dividendenhistorie auf der IR-Seite von OMV; die Beträge beziehen sich auf das jeweilige Geschäftsjahr, gezahlt wurde im Folgejahr.
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie (regulär + Sonder) | Veränderung gesamt |
| 2019 (Zahlung Oktober 2020) | 1,75 Euro | — |
| 2020 (Zahlung Juni 2021) | 1,85 Euro | +5,7 % |
| 2021 (Zahlung Juni 2022) | 2,30 Euro | +24,3 % |
| 2022 (Zahlung Juni 2023) | 5,05 Euro (2,80 + 2,25) | +119,6 % |
| 2023 (Zahlung Juni 2024) | 5,05 Euro (2,95 + 2,10) | ±0 % |
| 2024 (Zahlung Juni 2025) | 4,75 Euro (3,05 + 1,70) | −5,9 % |
| 2025 (Zahlung Juni 2026) | 4,40 Euro (3,15 + 1,25) | −7,4 % |
Bemerkenswert ist, dass OMV die Dividende für 2019 wegen der Pandemie erst im Herbst 2020 zahlte, sie aber nicht kürzte. Der Sprung 2022 ging auf die hohen Öl- und Gaspreise nach Beginn des Ukraine-Kriegs zurück, seither sinken die Sonderdividenden mit den Ergebnissen, während die reguläre Dividende jedes Jahr um 10 bis 15 Cent steigt.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Die ordentliche Hauptversammlung der OMV fand am 27. Mai 2026 in Wien statt. Neben der Gewinnverwendung beschlossen die Aktionäre laut Mitteilung des Unternehmens die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für 2025, die Wahl von vier Aufsichtsratsmitgliedern, die Bestellung der KPMG Austria als Abschlussprüfer für 2026, eine neue Vergütungspolitik für den Vorstand und Satzungsänderungen.
In Österreich liegen zwischen Hauptversammlung und Zahltag anders als in Deutschland gut zwei Wochen: Der Ex-Tag war der 8. Juni 2026, der letzte Handelstag mit Dividendenanspruch damit der 5. Juni 2026 (Freitag), die Auszahlung erfolgte am 11. Juni 2026. Die Hauptversammlung 2027 hat OMV noch nicht terminiert; nach dem bisherigen Muster ist mit einem Termin Ende Mai 2027 und einer Zahlung Anfang bis Mitte Juni 2027 zu rechnen. Die Jahreszahlen 2026 samt Dividendenvorschlag legt OMV üblicherweise Anfang Februar vor.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Die OMV-Aktie kostete am 28. August 2026 laut finanzen.net 67,10 Euro. Bezogen auf die Gesamtdividende von 4,40 Euro ergibt das eine Dividendenrendite von rund 6,6 Prozent; allein auf die reguläre Dividende von 3,15 Euro bezogen sind es etwa 4,7 Prozent. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil nur die reguläre Komponente als verlässlich gelten soll, die Sonderdividende dagegen ausdrücklich variabel ist.
Bei der Ausschüttungsquote zeigt sich, wie großzügig OMV zuletzt war: Das den Aktionären zurechenbare Nettoergebnis 2025 lag laut Ergebnismitteilung vom 4. Februar 2026 bei 1,9 Milliarden Euro (minus 7 Prozent), das CCS-Ergebnis je Aktie bei 5,94 Euro. Die Gesamtdividende von 4,40 Euro entspricht damit rund 74 Prozent des CCS-Ergebnisses je Aktie. Das bereinigte CCS-Betriebsergebnis sank 2025 um 10 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Voraussetzung für die Sonderdividende ist laut Dividendenpolitik ein Verschuldungsgrad unter 30 Prozent, der 2025 erfüllt war.
Ausblick 2027
Für die Dividende 2027 gilt eine neue Regel. OMV hat per Ad-hoc-Mitteilung vom 3. Oktober 2025 seine Dividendenpolitik ab dem Geschäftsjahr 2026 geändert, weil die Chemietochter Borealis in das Gemeinschaftsunternehmen Borouge Group International (BGI) mit ADNOC eingebracht wird und OMV künftig BGI-Dividenden statt konsolidierter Borealis-Erträge erhält. Die Ausschüttung an Aktionäre setzt sich künftig zusammen aus 50 Prozent der OMV zurechenbaren BGI-Dividenden plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows ohne BGI-Dividenden. Das Prinzip einer progressiven regulären Dividende plus variabler Sonderdividende bleibt bestehen, ebenso die Bedingung eines Verschuldungsgrads unter 30 Prozent und ausreichender liquider Mittel.
Eine konkrete Dividendenzahl für 2027 hat OMV nicht genannt. Für 2026 rechnet der Konzern laut Ergebnismitteilung mit einem Brent-Preis von rund 65 US-Dollar je Barrel, einer Produktion leicht unter 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag und organischen Investitionen von rund 3,2 Milliarden Euro. Wie hoch die erste Dividende nach der neuen Formel ausfällt, hängt daher vom Ölpreis, vom Cashflow und vom Zeitpunkt und Umfang der ersten BGI-Dividende ab.
Steuern auf die OMV-Dividende
OMV ist eine österreichische Gesellschaft, daher greift zunächst die österreichische Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5 Prozent, die an der Quelle einbehalten wird. Für Anleger mit Wohnsitz in Deutschland begrenzt das Doppelbesteuerungsabkommen die österreichische Steuer auf 15 Prozent. Diese 15 Prozent rechnet die deutsche Depotbank automatisch auf die Abgeltungsteuer von 25 Prozent an, sodass in Deutschland nur noch 10 Prozent plus Solidaritätszuschlag auf die volle Dividende fällig werden. Die Differenz von 12,5 Prozentpunkten zwischen 27,5 und 15 Prozent kann beim österreichischen Finanzamt (Finanzamt für Großbetriebe) per Antrag zurückgefordert werden; viele Depotbanken bieten diesen Service gegen Gebühr an, was sich meist erst ab größeren Beträgen lohnt.
Auch die Sonderdividende wird steuerlich wie eine normale Dividende behandelt. Ein Freistellungsauftrag bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) reduziert nur den deutschen Teil der Steuer, nicht die österreichische Quellensteuer. Für Anleger in Österreich ist die Dividende mit der KESt von 27,5 Prozent endbesteuert.
FAQ
Wie hoch war die OMV-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte OMV am 11. Juni 2026 insgesamt 4,40 Euro je Aktie, davon 3,15 Euro regulär und 1,25 Euro als Sonderdividende.
Warum war die Gesamtdividende niedriger als im Vorjahr? Die reguläre Dividende stieg von 3,05 auf 3,15 Euro, die variable Sonderdividende sank aber von 1,70 auf 1,25 Euro, weil das Ergebnis 2025 um 10 Prozent zurückging.
Wie viel Quellensteuer zahlen deutsche Anleger auf die OMV-Dividende? Österreich behält 27,5 Prozent ein. 15 Prozent werden in Deutschland angerechnet, 12,5 Prozent lassen sich in Österreich auf Antrag zurückholen.
Wann zahlt OMV die nächste Dividende? Voraussichtlich im Juni 2027, rund zwei Wochen nach der Hauptversammlung. Der Vorschlag wird mit den Jahreszahlen Anfang Februar 2027 erwartet.
Was ändert sich mit der neuen Dividendenpolitik ab 2026? Die Ausschüttung orientiert sich künftig an 50 Prozent der Borouge-Group-International-Dividenden plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows; erste Anwendung ist die Dividende 2027.
Fazit
OMV bleibt mit 4,40 Euro je Aktie einer der ausschüttungsstärksten Werte an der Wiener Börse, auch wenn die Gesamtdividende zum zweiten Mal in Folge gesunken ist. Verlässlich wächst nur die reguläre Komponente, die Sonderdividende folgt den Rohstoffpreisen. Mit der neuen Formel ab dem Geschäftsjahr 2026 wird die Dividende zusätzlich von den Ausschüttungen des Borouge-Gemeinschaftsunternehmens abhängen. Wer in Deutschland investiert, sollte die österreichische Quellensteuer und das Rückerstattungsverfahren im Blick behalten. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
Weiterlesen in Finanzen
- Main Street Capital Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027
- McDonald’s Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027
- LVMH Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027
- Novo Nordisk Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027
- Linde Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027
- Microsoft Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027