LVMH hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 13,00 Euro je Aktie gezahlt, so viel wie in den beiden Jahren zuvor. Die Ausschüttung erfolgte wie bei dem französischen Luxuskonzern üblich in zwei Tranchen: eine Zwischendividende von 5,50 Euro am 4. Dezember 2025 und eine Schlussdividende von 7,50 Euro am 30. April 2026, beschlossen auf der Hauptversammlung am 23. April 2026 in Paris. Trotz eines Gewinnrückgangs von 13 Prozent hielt LVMH die Dividende damit stabil. Stand dieses Artikels ist der 16. September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für 2025: 13,00 Euro je Aktie (5,50 Euro Zwischendividende + 7,50 Euro Schlussdividende), unverändert zum Vorjahr.
- Hauptversammlung am 23. April 2026; Schlussdividende mit letztem Anspruchstag 27. April, Zahltag 30. April 2026.
- Die Dividende wurde seit 2019 (4,80 Euro) fast verdreifacht, stagniert aber seit dem Geschäftsjahr 2023.
- Nettogewinn 2025: 10,9 Milliarden Euro (minus 13 Prozent), Umsatz knapp 81 Milliarden Euro (minus 5 Prozent).
- Rechnerische Dividendenrendite beim Kurs von 405,75 Euro (16. September 2026): rund 3,2 Prozent.
- Französische Quellensteuer: 12,8 Prozent für Privatanleger, in Deutschland vollständig anrechenbar.
| Unternehmen | LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE, Paris (CAC 40, Euro Stoxx 50) |
| ISIN | FR0000121014 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2025/2026) | 13,00 Euro je Aktie (5,50 Euro Zwischendividende Dezember 2025 + 7,50 Euro Schlussdividende April 2026) |
| Vorjahr (GJ 2024) | 13,00 Euro je Aktie |
| Hauptversammlung 2026 | 23. April 2026, Paris |
| Zahltag | 30. April 2026 (Schlussdividende); 4. Dezember 2025 (Zwischendividende) |
| Ausschüttungspolitik | keine feste Quote; zwei Zahlungen pro Jahr, Ausschüttung zuletzt rund 60 % des Nettogewinns |
| Quelle | Dividendenmitteilung „2025 Dividend“ auf lvmh.com (23. April 2026), Jahresergebnis 2025 (28. Januar 2026) |
Dividendenhistorie LVMH (2020–2026)
LVMH zahlt seit vielen Jahren zweimal jährlich: einen Abschlag (acompte) im Dezember des laufenden Geschäftsjahres und den Rest (solde) im April nach der Hauptversammlung. Der Blick auf die Historie zeigt eine steile Aufwärtsbewegung nach der Pandemie und ein Plateau seit 2023. Die Beträge stammen aus den Dividendenmitteilungen von LVMH und der Übersicht bei lemediadelinvestisseur.fr; sie beziehen sich auf das jeweilige Geschäftsjahr.
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie (Zwischen- + Schlussdividende) | Veränderung |
| 2019 | 4,80 Euro (2,20 + 2,60) | −20,0 % (Pandemie-Kürzung) |
| 2020 | 6,00 Euro (2,00 + 4,00) | +25,0 % |
| 2021 | 10,00 Euro (3,00 + 7,00) | +66,7 % |
| 2022 | 12,00 Euro (5,00 + 7,00) | +20,0 % |
| 2023 | 13,00 Euro (5,50 + 7,50) | +8,3 % |
| 2024 | 13,00 Euro (5,50 + 7,50) | ±0 % |
| 2025 | 13,00 Euro (5,50 + 7,50) | ±0 % |
Die Kürzung für 2019 war eine Reaktion auf den Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020: LVMH hatte ursprünglich 6,80 Euro vorgeschlagen und den Betrag vor der Hauptversammlung reduziert. Danach folgte mit dem Boom der Luxusnachfrage die schnellste Dividendensteigerung in der Geschichte des Konzerns.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Die ordentliche Hauptversammlung von LVMH fand am 23. April 2026 in Paris statt und billigte die Gesamtdividende von 13,00 Euro je Aktie. Da die Zwischendividende von 5,50 Euro bereits am 4. Dezember 2025 gezahlt worden war, blieb eine Schlussdividende von 7,50 Euro. Laut Dividendenmitteilung des Unternehmens war der 27. April 2026 (Montag) der letzte Handelstag mit Dividendenanspruch, der Dividendenabschlag erfolgte am 28. April 2026, die Auszahlung am 30. April 2026.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 ist nach dem üblichen Muster mit einer Zwischendividende Anfang Dezember 2026 zu rechnen; der Betrag wird traditionell im Herbst mit der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen oder kurz danach festgelegt. Die Hauptversammlung 2027, die über die Schlussdividende für 2026 entscheidet, findet erfahrungsgemäß im April 2027 statt. Beide Termine hat LVMH zum Stand dieses Artikels noch nicht bestätigt.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Die LVMH-Aktie notierte am 16. September 2026 laut aktiencheck.de bei 405,75 Euro. Bezogen auf 13,00 Euro Jahresdividende entspricht das einer Dividendenrendite von rund 3,2 Prozent. Als LVMH Ende Januar 2026 die Jahreszahlen vorlegte, lag der Kurs noch bei rund 589 Euro; der Kursrückgang hat die Rendite seither von etwa 2,2 auf über 3 Prozent steigen lassen. Für einen Wachstumswert wie LVMH, der lange mit Renditen unter 2 Prozent notierte, ist das ein historisch hoher Wert.
Der Konzernanteil am Nettogewinn sank 2025 laut Jahresergebnis vom 28. Januar 2026 um 13 Prozent auf 10,878 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um 9 Prozent auf 17,755 Milliarden Euro, der Umsatz um 5 Prozent auf knapp 81 Milliarden Euro (organisch minus 1 Prozent). Bei rund 500 Millionen ausstehenden Aktien summiert sich die Dividende von 13,00 Euro auf etwa 6,5 Milliarden Euro, das sind grob überschlagen rund 60 Prozent des Nettogewinns. Eine feste Ausschüttungsquote hat LVMH nicht veröffentlicht; die Quote lag in den Boomjahren 2021 bis 2023 deutlich niedriger und ist nun gestiegen, weil der Gewinn fiel, die Dividende aber gehalten wurde.
Ausblick 2027
Eine Dividendenprognose für das Geschäftsjahr 2026 hat LVMH nicht veröffentlicht. Das Management zeigte sich laut Mitteilung zum Jahresergebnis „zuversichtlich“, nannte aber keine Zahlenziele; positiv hob der Konzern hervor, dass sich der Umsatz im zweiten Halbjahr 2025 stabilisiert habe. Ob die Dividende 2027 zum vierten Mal bei 13,00 Euro bleibt oder wieder steigt, dürfte davon abhängen, ob die Nachfrage nach Luxusgütern, vor allem in China und bei den Spirituosen- und Weinmarken, wieder anzieht.
Beobachter wie das französische Anlegerportal lemediadelinvestisseur.fr rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einer Stabilisierung der Dividende auf dem Niveau von 2025 und sehen eine Erhöhung erst bei einer Erholung des Luxussektors. Das ist eine Einschätzung, keine Unternehmensangabe. Ein Anhaltspunkt wird die Höhe der Zwischendividende im Dezember 2026 sein: Bleibt sie bei 5,50 Euro, deutet das auf eine erneut unveränderte Gesamtdividende hin.
Steuern auf die LVMH-Dividende
LVMH ist eine französische Gesellschaft, daher greift zunächst die französische Quellensteuer. Für Privatanleger mit Wohnsitz in Deutschland beträgt sie 12,8 Prozent, sofern die Depotbank den ermäßigten Satz an der Quelle anwendet. Weil das Doppelbesteuerungsabkommen eine Anrechnung von bis zu 15 Prozent erlaubt, wird die französische Steuer in diesem Fall vollständig auf die deutsche Abgeltungsteuer von 25 Prozent angerechnet; in Deutschland bleiben dann 12,2 Prozent plus Solidaritätszuschlag zu zahlen. Insgesamt liegt die Belastung damit bei rund 26,4 Prozent, also nicht höher als bei einer deutschen Dividende.
Wendet die Depotbank den ermäßigten Satz nicht an, behält Frankreich zunächst 25 Prozent ein; dann sind in Deutschland nur 15 Prozent anrechenbar, und die Differenz muss über ein Erstattungsverfahren bei der französischen Finanzverwaltung (Formular 5000/5001) zurückgeholt werden. Wer LVMH-Aktien hält, sollte daher prüfen, ob die eigene Bank die Vorabbefreiung anbietet. Ein Freistellungsauftrag bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) wirkt nur auf den deutschen Teil der Steuer.
FAQ
Wie hoch war die LVMH-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte LVMH insgesamt 13,00 Euro je Aktie: 5,50 Euro im Dezember 2025 und 7,50 Euro am 30. April 2026.
Wie oft zahlt LVMH Dividende? Zweimal im Jahr: eine Zwischendividende im Dezember und die Schlussdividende im April nach der Hauptversammlung.
Wann kommt die nächste LVMH-Dividende? Die Zwischendividende für 2026 wird nach bisherigem Muster Anfang Dezember 2026 erwartet; einen bestätigten Termin gibt es noch nicht.
Wie viel Quellensteuer fällt auf die LVMH-Dividende an? Frankreich behält für deutsche Privatanleger 12,8 Prozent ein, die in Deutschland voll auf die Abgeltungsteuer angerechnet werden. Ohne Vorabbefreiung sind es 25 Prozent mit Erstattungsverfahren.
Warum ist die LVMH-Dividende seit 2023 nicht gestiegen? Der Gewinn ist 2024 und 2025 gesunken. LVMH hielt die Dividende dennoch bei 13,00 Euro, wodurch die Ausschüttungsquote auf grob 60 Prozent stieg.
Fazit
LVMH hat die Dividende trotz zweier schwächerer Jahre bei 13,00 Euro gehalten und damit die Verlässlichkeit seiner Ausschüttung unterstrichen. Die gestiegene Rendite von gut 3 Prozent ist vor allem dem Kursrückgang geschuldet. Für 2027 gibt es keine Prognose des Unternehmens; die Zwischendividende im Dezember 2026 wird der erste Hinweis darauf sein, ob der Konzern wieder auf Erhöhungskurs geht. Anleger in Deutschland sollten auf die korrekte Anwendung der französischen Quellensteuer achten. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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