Die Merck KGaA aus Darmstadt hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie gezahlt. Die Hauptversammlung am 24. April 2026 in Frankfurt-Höchst stimmte dem Vorschlag zu, die Auszahlung erfolgte am 29. April 2026. Damit blieb die Dividende zum vierten Mal in Folge auf demselben Niveau: Bereits für die Geschäftsjahre 2022, 2023 und 2024 hatte der Wissenschafts- und Technologiekonzern jeweils 2,20 Euro ausgeschüttet. Für die nächste Dividende (Geschäftsjahr 2026, Zahlung 2027) liegt noch kein Vorschlag vor. Stand der Angaben: 16. September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 2,20 Euro je Aktie, beschlossen von der Hauptversammlung am 24. April 2026 (laut Investor-Relations-Seite von Merck).
- Ex-Tag 27. April 2026, Record Date 28. April 2026, Zahltag 29. April 2026; Zahlstelle ist die Deutsche Bank AG.
- Gesamtausschüttung rund 284,3 Millionen Euro (laut Dividendenbekanntmachung zur Hauptversammlung 2026).
- Die Dividende ist seit dem Geschäftsjahr 2022 unverändert; zuvor war sie von 1,30 Euro (2019) über 1,40 Euro (2020) und 1,85 Euro (2021) auf 2,20 Euro gestiegen.
- Dividendenpolitik: 20 bis 25 Prozent des Ergebnisses je Aktie vor Sondereinflüssen (EPS pre); die aktuelle Dividende gilt laut Merck als Untergrenze bei stabilem Umfeld.
- Dividendenrendite: rund 1,7 Prozent bei einem Kurs von 130,40 Euro am 15. September 2026 (laut dividenden-kalender.de).
Dividende im Überblick
| Unternehmen | Merck KGaA, Darmstadt |
| ISIN | DE0006599905 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026) | 2,20 Euro je Aktie |
| Vorjahr (GJ 2024) | 2,20 Euro je Aktie |
| Hauptversammlung 2026 | 24. April 2026, Frankfurt-Höchst (Präsenzveranstaltung) |
| Zahltag | 29. April 2026 (Ex-Tag 27. April 2026) |
| Ausschüttungspolitik | 20 bis 25 Prozent des EPS pre; aktuelle Dividende als Mindestniveau bei stabiler Wirtschaftslage |
| Quelle | Investor-Relations-Seite Merck (Dividende, Hauptversammlung 2026), Dividendenbekanntmachung April 2026 |
Dividendenhistorie Merck KGaA (2020–2026)
Merck zahlt laut dividenden-kalender.de seit 27 Jahren ohne Unterbrechung eine Dividende. Die folgende Tabelle ordnet die Ausschüttung dem jeweiligen Geschäftsjahr zu; gezahlt wurde jeweils im Folgejahr nach der Hauptversammlung.
| Geschäftsjahr (Zahlung) | Dividende je Aktie | Veränderung |
|---|---|---|
| 2019 (2020) | 1,30 Euro | +4,0 Prozent |
| 2020 (2021) | 1,40 Euro | +7,7 Prozent |
| 2021 (2022) | 1,85 Euro | +32,1 Prozent |
| 2022 (2023) | 2,20 Euro | +18,9 Prozent |
| 2023 (2024) | 2,20 Euro | unverändert |
| 2024 (2025) | 2,20 Euro | unverändert |
| 2025 (2026) | 2,20 Euro | unverändert |
Quelle: Dividendenhistorie laut dividenden-kalender.de sowie Investor-Relations-Seite von Merck für das Geschäftsjahr 2025. Der kräftige Sprung in den Jahren 2021 und 2022 fiel in die Phase hoher Nachfrage im Life-Science-Geschäft während der Pandemie. Seitdem hält Merck die Dividende konstant, obwohl das Ergebnis schwankte.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Die ordentliche Hauptversammlung der Merck KGaA fand am 24. April 2026 als Präsenzveranstaltung in Frankfurt-Höchst statt. Laut Investor-Relations-Seite wurden alle Tagesordnungspunkte angenommen, darunter die Dividende von 2,20 Euro je Aktie. Der Ex-Tag war der 27. April 2026, der Nachweisstichtag (Record Date) der 28. April 2026, die Auszahlung über die Deutsche Bank AG als Zahlstelle erfolgte am 29. April 2026. Wer die Aktie am 24. April 2026 zum Handelsschluss im Depot hatte, erhielt die Dividende.
Eine Besonderheit ist die Rechtsform: Die Merck KGaA ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die börsennotierten Kommanditaktien machen rund 30 Prozent des Gesamtkapitals aus, den Rest hält die E. Merck KG der Gründerfamilie. Die Dividende von 2,20 Euro bezieht sich auf die 129,2 Millionen Kommanditaktien; daraus ergibt sich die in der Dividendenbekanntmachung genannte Gesamtsumme von rund 284,3 Millionen Euro. Der Termin der Hauptversammlung 2027 war bis Mitte September 2026 auf der Investor-Relations-Seite noch nicht veröffentlicht. Erfahrungsgemäß findet sie Ende April statt, die Auszahlung folgt drei Bankarbeitstage später.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Merck gibt auf seiner Investor-Relations-Seite für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividendenrendite von 1,8 Prozent an, bezogen auf den Schlusskurs zum Jahresende 2025. Bei einem Kurs von 130,40 Euro am 15. September 2026 liegt die Rendite laut dividenden-kalender.de bei rund 1,7 Prozent; die 52-Wochen-Spanne reichte von 100,65 bis 147,45 Euro. Damit gehört Merck zu den DAX-Werten mit eher niedriger Dividendenrendite. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck der Ausschüttungspolitik: Der Konzern will 20 bis 25 Prozent des Ergebnisses je Aktie vor Sondereinflüssen (EPS pre) ausschütten und den Rest in Forschung, Zukäufe und den Schuldenabbau investieren.
Merck formuliert die Politik ausdrücklich so, dass die aktuelle Dividende bei stabiler Wirtschaftslage eine Untergrenze darstellt und die Ausschüttung mit der Geschäftsentwicklung wachsen soll. Bei Restrukturierungen oder deutlichen wirtschaftlichen Verwerfungen kann davon abgewichen werden. Für 2025 meldete der Konzern laut einer Auswertung von Simply Wall St vom 18. März 2026 einen Umsatz von 21,1 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 2,61 Milliarden Euro. Die Gesamtausschüttung von 284,3 Millionen Euro entspricht damit gut 10 Prozent des ausgewiesenen Konzernergebnisses, wobei ein Großteil des Ergebnisses auf den nicht börsennotierten Kapitalanteil der E. Merck KG entfällt. Das von Merck selbst verwendete EPS pre für 2025 ist in den hier ausgewerteten Quellen nicht ausgewiesen.
Ausblick 2027
Einen konkreten Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2026 (Zahlung 2027) hat Merck bislang nicht veröffentlicht. Er wird üblicherweise mit den Jahreszahlen im März 2027 bekanntgegeben. Für das laufende Jahr 2026 stellte der Konzern laut Simply Wall St einen Umsatz zwischen 20,0 und 21,1 Milliarden Euro in Aussicht, mit einer organischen Veränderung von etwa minus 1 bis plus 2 Prozent, also einer weitgehend flachen Entwicklung. Beim Bekanntwerden dieser Prognose zusammen mit der unveränderten Dividende legte die Aktie laut ad-hoc-news.de um rund 2 Prozent zu.
Als Einschätzung lässt sich festhalten: Solange Merck die Dividende als Mindestniveau definiert und die Prognose keinen Einbruch vorsieht, sprechen die veröffentlichten Aussagen eher für eine mindestens stabile Dividende von 2,20 Euro. Ob es 2027 wieder eine Erhöhung gibt, hängt von der Ergebnisentwicklung ab. Analysten rechnen laut Simply Wall St im Konsens bis 2028 mit einem Umsatzanstieg auf 23,2 Milliarden Euro und einem Gewinn von rund 3,5 Milliarden Euro; vorsichtigere Stimmen setzen nur 1,8 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr und rund 3,1 Milliarden Euro Gewinn an und verweisen auf Patent- und Margenrisiken. Eine belastbare Dividendenprognose für 2027 hat das Unternehmen nicht veröffentlicht.
Steuern auf die Merck-Dividende
Merck ist ein deutsches Unternehmen, daher fällt keine ausländische Quellensteuer an. Auf die Dividende von 2,20 Euro wird laut Dividendenbekanntmachung Kapitalertragsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf einbehalten, zusammen 26,375 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Netto verbleiben bei einem inländischen Privatanleger ohne Freistellungsauftrag rund 1,62 Euro je Aktie. Wer einen Freistellungsauftrag beim Depotanbieter eingerichtet hat, erhält die Dividende bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) ohne Abzug. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung entfällt der Steuerabzug ganz. Die Abgeltungsteuer wird von der Depotbank automatisch abgeführt, eine Angabe in der Steuererklärung ist nur nötig, wenn der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent liegt und die Günstigerprüfung beantragt wird.
FAQ
Wie hoch war die Merck-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte die Merck KGaA am 29. April 2026 eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie, unverändert gegenüber den drei Vorjahren.
Wann war der Ex-Tag der Merck-Dividende 2026? Der Ex-Tag war der 27. April 2026, der Nachweisstichtag der 28. April 2026. Die Hauptversammlung fand am 24. April 2026 statt.
Warum ist die Dividendenrendite von Merck so niedrig? Merck schüttet laut eigener Dividendenpolitik nur 20 bis 25 Prozent des EPS pre aus und investiert den Großteil des Gewinns in Forschung und Wachstum. Bei einem Kurs von rund 130 Euro ergibt sich daraus eine Rendite von etwa 1,7 Prozent.
Wird die Merck-Dividende 2027 erhöht? Dazu gibt es keine Aussage des Unternehmens. Merck bezeichnet die aktuelle Dividende als Untergrenze bei stabilem Umfeld; der Vorschlag für das Geschäftsjahr 2026 wird voraussichtlich im März 2027 veröffentlicht.
Ist die Merck KGaA dasselbe wie Merck & Co.? Nein. Die Merck KGaA in Darmstadt ist ein eigenständiges Unternehmen; das US-Unternehmen Merck & Co. (außerhalb Nordamerikas als MSD bekannt) hat eine eigene Aktie und eine eigene Dividende.
Fazit
Die Merck KGaA steht für eine verlässliche, aber niedrige Dividende: 2,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, gezahlt am 29. April 2026, zum vierten Mal in Folge unverändert. Mit einer Ausschüttungsquote von 20 bis 25 Prozent des EPS pre und einer Rendite von unter 2 Prozent richtet sich die Aktie eher an Anleger, die auf die Entwicklung des Unternehmens setzen, als an reine Dividendensammler. Für 2027 liegt kein Vorschlag vor; die Prognose für 2026 lässt eine flache Geschäftsentwicklung erwarten. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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