Marianne Rosenberg zählt zu den prägenden Stimmen des deutschen Schlagers: Seit „Mr. Paul McCartney“ (1970) steht die Berlinerin auf der Bühne, Klassiker wie „Er gehört zu mir“ und „Marleen“ laufen bis heute im Radio. 2020 erreichte sie mit „Im Namen der Liebe“ erstmals Platz 1 der Albumcharts, 2024 folgte ihr 22. Studioalbum „Bunter Planet“. 2025 feierte sie den 70. Geburtstag und 55 Jahre Bühne, im Januar 2026 wurde sie bei den „Schlagerchampions“ für ihr Lebenswerk geehrt. Im Oktober 2026 kündigte sie eine Schreibpause für neue Songs an.
Key Takeaways
- Geboren am 10. März 1955 in West-Berlin, drittes von sieben Kindern des Sinto und Auschwitz-Überlebenden Otto Rosenberg.
- Mit 14 Jahren Talentwettbewerb gewonnen, 1970 erste Single „Mr. Paul McCartney“ (Platz 33 der deutschen Singlecharts).
- „Im Namen der Liebe“ (2020) war ihr erstes Nummer-eins-Album, „Diva“ (2022) erreichte Platz 5, „Bunter Planet“ (2024) Platz 9.
- Januar 2026: „Die Eins der Besten“ für das Lebenswerk bei den „Schlagerchampions“ in Berlin.
- Einnahmequellen: Tonträger, Streaming, Tantiemen, Tourneen, TV-Auftritte; uamr.de nennt keine Beträge.
| Name | Marianne Rosenberg |
|---|---|
| Geboren | 10. März 1955 in Berlin-Lankwitz, West-Berlin |
| Beruf/Funktion | Pop- und Schlagersängerin, Songwriterin, Produzentin |
| Unternehmen/Verein | Plattenlabel Telamo/BMG; Band „Schattenherz“ (mit Dirk Riegner) |
| Familie/Wohnort | Lebensgefährte Michael Klöckner; Sohn Max (geb. 1993), Musiker und Produzent; aufgewachsen in Berlin |
| Einnahmequellen | Albumverkäufe und Streaming, GEMA-Tantiemen als Autorin, Tourneen und Festivalgagen, TV-Engagements, Buch und Hörbuch |
Herkunft und frühe Jahre
Marianne Rosenberg kam am 10. März 1955 in Berlin-Lankwitz zur Welt und wuchs in einer Künstlerfamilie in Berlin-Britz auf. Sie ist das dritte von sieben Kindern von Otto Rosenberg, einem Sinto, der den NS-Völkermord an den Sinti und Roma überlebte und später lange dem Vorstand des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma angehörte.
Erst 1976 sprach sie in einem Filmporträt von Rosa von Praunheim öffentlich über ihre Wurzeln. Im Jahr 2000 lehnte sie einen gemeinsamen Fernsehauftritt mit ihrem Vater ab, weil sie die geplante Inszenierung als respektlos gegenüber seiner Geschichte empfand. Ihre Autobiografie „Kokolores“ (2006) empfiehlt das Goethe-Institut als Literatur zur Geschichte der Sinti und Roma.
Karriere: Vom Talentwettbewerb zur Schlagerikone

Mit 14 Jahren gewann Marianne Rosenberg einen Talentwettbewerb im Berliner Europa-Center. Die Single „Mr. Paul McCartney“ stieg 1970 bis auf Platz 33 der Singlecharts und brachte ihr die „Goldene Europa“ als Newcomerin ein. Produzent Joachim Heider holte ab Mitte des Jahrzehnts den Philly-Sound in ihre Lieder: „Er gehört zu mir“ und „Ich bin wie du“ (1975), „Lieder der Nacht“ und „Marleen“ (1976) wurden zu Disco- und Radioklassikern. „Ich bin wie du“ erreichte in den Niederlanden Platz 2 und in Flandern die Spitze; 1976 und 1977 erhielt sie den bronzenen „Bravo Otto“. Beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix Eurovision trat sie mehrfach an, 1976 zudem für Luxemburg.
1982 brach sie bewusst mit der Schlagerszene, spielte in Kinofilmen, nahm Platten mit Rio Reiser, Wolf Maahn und Extrabreit auf und bezog politisch Stellung. Ein Remix von „Er gehört zu mir“ (1988) und der von Dieter Bohlen geschriebene Titel „I Need Your Love Tonight“ (1989) brachten sie zurück in die Charts; 1994 folgte „RSH-Gold“ als „Comeback des Jahres National“. 1998 erschien „Luna“ mit eigenen Kompositionen.
2004 versammelte „Für immer wie heute“ ihre Hits in neuen Arrangements und erreichte die Top 20; 2008 folgte das Jazz- und Chansonalbum „I’m a Woman“, 2009 die Synchronrolle der Mama Odie in „Küss den Frosch“, 2011 „Regenrhythmus“, 2013 das mit ihrer Band Schattenherz produzierte „Das Leben ist schön“. 2014 saß sie in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“. Zum 50. Bühnenjubiläum 2020 gelang der späte Höhepunkt: „Im Namen der Liebe“ wurde ihr erstes Nummer-eins-Album, „Diva“ (2022) stieg auf Platz 5 ein. 2023 belegte sie als Pilz bei „The Masked Singer“ Platz 7.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Am 7. Juni 2024 erschien bei Telamo/BMG ihr 22. Studioalbum „Bunter Planet“, an dem sie als Autorin und Produzentin beteiligt war; Gäste waren Leslie Clio und Namika. Es stieg auf Platz 9 ein und war ihr drittes Top-10-Album in Folge. Zum 70. Geburtstag am 10. März 2025 und zum 55-jährigen Bühnenjubiläum folgte am 14. März 2025 „Bunter Planet – Die Jubiläums-Edition“ mit neuen Duetten: „Er gehört zu mir“ mit Conchita Wurst, 50 Jahre nach dem Original, „Marleen“ mit Sarah Engels, „Ich bin wie du“ mit Lucy Diakovska und „Im Namen der Liebe“ mit Rapper Eko Fresh.
Die Clubtour im Herbst 2025 wurde im November wegen einer akuten Stimmbandentzündung unterbrochen, Termine wurden auf März 2026 verlegt. Am 10. Januar 2026 überreichte ihr Florian Silbereisen bei den „Schlagerchampions“ im Berliner Velodrom „Die Eins der Besten“ in der Kategorie „Lebenswerk“. Im Sommer 2026 folgten Festivalauftritte in Wittenberge und Frankfurt. Anfang Oktober 2026 erklärte sie auf Instagram eine „Zeit des Rückzugs, des Innehaltens und des Erfindens neuer Musik und neuer Texte“ – kein Karriereende, sondern eine Schreibphase. Für Januar 2027 ist ein Auftritt bei der Schlagernacht in Bernau angekündigt.
Marianne Rosenberg Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Offizielle Zahlen zum Vermögen von Marianne Rosenberg existieren nicht, und uamr.de nennt bewusst keine Beträge. Beschreiben lässt sich die wirtschaftliche Basis ihrer über 55-jährigen Laufbahn: Im Zentrum stehen Erlöse aus Tonträgern und Streaming. Laut Branchenangaben hat sie mehr als 20 Millionen Tonträger verkauft; drei Top-10-Alben seit 2020 zeigen, dass ihr Katalog weiter nachgefragt wird.
Weil Rosenberg seit den 1990ern selbst komponiert und textet, fließen ihr neben Interpretentantiemen auch Urheberanteile über die GEMA zu, dazu Lizenzerlöse für Remixe und Duette. Zweite Säule sind Live-Einnahmen aus Clubtourneen, Schlagernächten und Open-Air-Festivals. Hinzu kommen TV-Honorare sowie Buch und Hörbuch „Kokolores“. Angaben zu Immobilien oder anderen Anlagen sind nicht öffentlich bekannt.
Engagement und Privatleben
„Er gehört zu mir“ wurde früh zur Hymne der queeren Szene, und Rosenberg setzt sich seit den späten 1980ern öffentlich für die Rechte queerer Menschen ein. Als Tochter eines Auschwitz-Überlebenden gilt sie zugleich als Stimme gegen Ausgrenzung.
Privat lebt sie seit vielen Jahren mit dem Journalisten und Politiker Michael Klöckner zusammen. Der gemeinsame Sohn Max (geboren 1993) ist Musiker und Produzent und war an „Im Namen der Liebe“ beteiligt. Ihren Wohnort macht sie nicht öffentlich.
FAQ
Wie alt ist Marianne Rosenberg? Sie wurde am 10. März 1955 in West-Berlin geboren und ist 71 Jahre alt (Stand Oktober 2026).
Was sind ihre größten Hits? „Er gehört zu mir“, „Ich bin wie du“, „Lieder der Nacht“ und „Marleen“ gelten als ihre Klassiker.
Welches Album erreichte Platz 1? „Im Namen der Liebe“ (2020), erschienen zum 50. Bühnenjubiläum, war ihr erstes Nummer-eins-Album. „Diva“ (2022, Platz 5) und „Bunter Planet“ (2024, Platz 9) folgten in den Top 10.
Wie hoch ist das Vermögen von Marianne Rosenberg? Offizielle Angaben gibt es nicht, und uamr.de nennt keine Beträge. Ihre Vermögensbasis bilden Tonträger- und Streamingerlöse, Tantiemen als Songwriterin, Tourneen sowie TV-Engagements.
Hört Marianne Rosenberg 2026 auf? Nein. Im Oktober 2026 kündigte sie eine Phase des Rückzugs an, um neue Musik zu schreiben, ausdrücklich ohne Karriereende.
Fazit
Marianne Rosenberg hat sich über fünf Jahrzehnte immer wieder neu erfunden – vom Teenager-Star der 1970er über den Bruch mit dem Schlager bis zur späten Chartspitze mit „Im Namen der Liebe“. Drei Top-10-Alben seit 2020, die Jubiläums-Edition und die Ehrung für das Lebenswerk 2026 zeigen, dass sie ihren Katalog aktiv weiterentwickelt. Ihre wirtschaftliche Basis ruht auf Tantiemen, Tonträgern und Live-Auftritten; konkrete Vermögenszahlen sind nicht belegt und werden hier nicht genannt. Die angekündigte Schreibpause deutet eher auf das nächste Kapitel als auf einen Schlussakkord hin.