Wacker Chemie Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027

Wacker Chemie Dividende 2025

Die Wacker Chemie AG zahlt für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende. Nach einem Nettoverlust von 805 Millionen Euro schlug der Vorstand den Verzicht auf eine Ausschüttung vor, die Hauptversammlung am 6. Mai 2026 folgte diesem Vorschlag. Es ist der erste Dividendenausfall seit vielen Jahren; im Vorjahr hatten die Aktionäre noch 2,50 Euro je Aktie erhalten. Der Münchner Chemiekonzern hält an seiner Politik fest, rund 50 Prozent des Nettogewinns auszuschütten, so dass eine Rückkehr zur Dividende von der Ergebniserholung abhängt. Stand dieses Artikels: 16. September 2026.

Key Takeaways

  • Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 0,00 Euro; die Hauptversammlung am 6. Mai 2026 beschloss, keine Dividende auszuschütten.
  • Grund ist der Nettoverlust von 805 Millionen Euro im Jahr 2025 bei einem Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.
  • Vorjahr: 2,50 Euro je Aktie (GJ 2024), davor 3,00 Euro (GJ 2023) und der Rekordwert von 12,00 Euro (GJ 2022).
  • Dividendenpolitik: rund 50 Prozent des Nettogewinns; bei Verlust folgt daraus keine Ausschüttung.
  • Prognose 2026: Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, EBITDA zwischen 550 und 700 Millionen Euro.
  • Keine Dividende bedeutet keinen Ex-Tag und keinen Zahltag im Jahr 2026.

Dividende im Überblick

UnternehmenWacker Chemie AG
ISINDE000WCH8881
Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026)0,00 Euro (keine Dividende)
Vorjahr (GJ 2024)2,50 Euro je Aktie
Hauptversammlung 20266. Mai 2026 (virtuell)
Zahltagentfällt
Ausschüttungspolitikrund 50 Prozent des Nettogewinns
QuellePressemitteilung Wacker Chemie zur Hauptversammlung vom 6. Mai 2026; Bilanzpressekonferenz vom 11. März 2026

Dividendenhistorie Wacker Chemie (2020–2026)

Kaum eine DAX- oder MDAX-Dividende schwankt so stark wie die von Wacker Chemie. Das liegt an der Ausschüttungspolitik: Da rund die Hälfte des Nettogewinns ausgezahlt wird, schlagen die Zyklen der Polysilicium- und Siliconmärkte direkt auf die Dividende durch. Die folgende Übersicht basiert auf den Dividendenhistorien von aktien.guide und dividendenchecker.de und ordnet die Dividende jeweils dem Geschäftsjahr zu.

Geschäftsjahr (Zahlung)Dividende je AktieVeränderung
2019 (2020)0,50 Euro−80,0 %
2020 (2021)2,00 Euro+300,0 %
2021 (2022)8,00 Euro+300,0 %
2022 (2023)12,00 Euro+50,0 %
2023 (2024)3,00 Euro−75,0 %
2024 (2025)2,50 Euro−16,7 %
2025 (2026)0,00 Euro−100,0 %

Die Zahlen zeigen den kompletten Zyklus: Vom Minimum 0,50 Euro für das Krisenjahr 2019 stieg die Dividende in nur drei Jahren auf den Rekord von 12,00 Euro für 2022, als hohe Polysiliciumpreise und die Nachfrage nach Siliconen Rekordgewinne brachten. Seitdem geht es abwärts: Überkapazitäten im Solar-Silicium, schwache Chemiekonjunktur und hohe Energiekosten in Deutschland drückten das Ergebnis 2025 in die Verlustzone.

Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag

Die ordentliche Hauptversammlung der Wacker Chemie AG fand am 6. Mai 2026 als virtuelle Veranstaltung statt. Laut Pressemitteilung des Unternehmens waren 40.319.159 Aktien und damit 77,31 Prozent des Grundkapitals vertreten; alle Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit angenommen. Zur Dividende heißt es wörtlich: „Aufgrund des entstandenen Verlusts wird für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende ausgeschüttet.“

Ein Ex-Tag und ein Zahltag entfallen daher im Jahr 2026. Zum Vergleich: Für das Geschäftsjahr 2024 wurde die Aktie laut aktien.guide am 8. Mai 2025 ex Dividende gehandelt, die Auszahlung von 2,50 Euro erfolgte am 12. Mai 2025. Die Hauptversammlung 2027 hat Wacker noch nicht terminiert; erfahrungsgemäß findet sie in der ersten Maihälfte statt, der Dividendenvorschlag wird mit den Jahreszahlen im März veröffentlicht.

Dividendenrendite und Ausschüttungsquote

Ohne Dividende beträgt die Dividendenrendite für 2026 null Prozent. Die Wacker-Aktie notierte am 4. September 2026 laut finanzen.net bei 92,75 Euro; seit Jahresbeginn 2026 hat der Kurs laut aktien.guide rund 33 Prozent zugelegt, obwohl die Ausschüttung ausfiel. Der Markt honoriert offenbar die Aussicht auf eine Ergebniserholung stärker als den Dividendenausfall. Zur Einordnung: Bezogen auf den aktuellen Kurs hätte die Vorjahresdividende von 2,50 Euro einer Rendite von rund 2,7 Prozent entsprochen, die Rekorddividende von 12,00 Euro rund 13 Prozent.

Die Ausschüttungsquote ist bei Wacker explizit definiert: Laut Pressemitteilung zur Hauptversammlung „hält Wacker damit an seiner Dividendenpolitik fest, rund 50 Prozent des Nettogewinns auszuschütten“. Der Verzicht für 2025 ist also keine Abkehr von der Politik, sondern ihre konsequente Anwendung auf ein Verlustjahr. Für Anleger heißt das: Sobald Wacker wieder einen Nettogewinn erzielt, ist mit der Rückkehr zur Dividende zu rechnen, deren Höhe sich direkt aus dem Ergebnis ableiten lässt.

Ausblick 2027

Ob für das Geschäftsjahr 2026 wieder eine Dividende gezahlt wird, hängt davon ab, ob Wacker in die Gewinnzone zurückkehrt. Das Unternehmen hat dazu keine Dividendenprognose veröffentlicht. Auf der Hauptversammlung im Mai 2026 hob der Vorstand jedoch die Umsatzprognose an: Statt eines niedrigen wird nun ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet; das EBITDA soll unverändert zwischen 550 und 700 Millionen Euro liegen. Vorstandschef Christian Hartel betonte zugleich, die Volatilität an den Märkten sei hoch und die Prognose „weiterhin mit großer Unsicherheit behaftet“.

Bei der Bilanzvorlage im März 2026 hatte der Konzern laut ECOreporter für 2026 „keine entscheidende Besserung in der Branche“ erwartet, aber wieder leichtes Wachstum in Aussicht gestellt. Ein EBITDA im genannten Korridor reicht angesichts von Abschreibungen und Zinsaufwand nicht automatisch für einen Nettogewinn; eine Dividende für 2026 ist deshalb möglich, aber nicht gesichert. Das ist eine Einschätzung auf Basis der Unternehmensprognose, keine Aussage von Wacker.

Steuern auf die Wacker-Chemie-Dividende

Für 2026 stellt sich die Steuerfrage mangels Ausschüttung nicht. Sobald Wacker wieder Dividende zahlt, gilt für in Deutschland steuerpflichtige Anleger die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Inländische Depotbanken führen die Steuer automatisch ab; eine ausländische Quellensteuer fällt bei der deutschen Aktiengesellschaft nicht an. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) bleibt bei vorliegendem Freistellungsauftrag steuerfrei. Kursgewinne, die 2026 an die Stelle der Dividende getreten sind, werden erst beim Verkauf mit demselben Satz besteuert.

FAQ

Zahlt Wacker Chemie 2026 eine Dividende? Nein. Wegen des Nettoverlusts von 805 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 wurde auf der Hauptversammlung am 6. Mai 2026 keine Dividende beschlossen.

Wie hoch war die letzte Wacker-Dividende? Für das Geschäftsjahr 2024 wurden am 12. Mai 2025 2,50 Euro je Aktie gezahlt.

Was ist die höchste Dividende, die Wacker je gezahlt hat? 12,00 Euro je Aktie für das Rekordjahr 2022, ausgezahlt im Mai 2023.

Welche Dividendenpolitik verfolgt Wacker Chemie? Rund 50 Prozent des Nettogewinns sollen ausgeschüttet werden; in Verlustjahren entfällt die Dividende.

Wann könnte es wieder eine Dividende geben? Frühestens im Frühjahr 2027 für das Geschäftsjahr 2026, sofern Wacker wieder einen Nettogewinn erzielt. Eine Prognose dazu gibt es nicht.

Fazit

Die Wacker-Chemie-Dividende 2026 fällt aus: Der Verlust von 805 Millionen Euro im Jahr 2025 ließ unter der 50-Prozent-Regel keinen Spielraum. Die Historie von 0,50 über 12,00 bis 0,00 Euro innerhalb weniger Jahre zeigt, wie stark die Ausschüttung am Chemiezyklus hängt. Die angehobene Umsatzprognose und der Kursanstieg 2026 deuten auf eine Stabilisierung hin, eine Dividende für 2026 ist aber nicht zugesagt. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.