Die thyssenkrupp AG hat für das Geschäftsjahr 2024/2025 (Bilanzstichtag 30. September 2025) eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie gezahlt. Die Hauptversammlung am 30. Januar 2026 in Bochum hat den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bestätigt, die Auszahlung erfolgte am 4. Februar 2026. Damit bleibt die Dividende das vierte Jahr in Folge unverändert; für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet der Konzern laut eigener Prognose einen Nettoverlust, was die Aussichten auf die nächste Ausschüttung dämpft. Stand der Angaben: Mitte September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für das Geschäftsjahr 2024/2025: 0,15 Euro je Aktie, beschlossen auf der Hauptversammlung am 30. Januar 2026.
- Zahltag war der 4. Februar 2026, Ex-Tag der 2. Februar 2026; die Gesamtausschüttung lag bei rund 93 Millionen Euro.
- Die Dividende ist seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 konstant bei 0,15 Euro; in den drei Geschäftsjahren davor gab es keine Ausschüttung.
- Die Dividendenrendite liegt bei einem Kurs von rund 15 Euro (Mitte September 2026) bei etwa 1 Prozent.
- Für 2025/2026 prognostiziert thyssenkrupp einen Jahresfehlbetrag zwischen 400 und 700 Millionen Euro; eine offizielle Dividendenprognose gibt es nicht.
- Das Geschäftsjahr von thyssenkrupp endet am 30. September, die Hauptversammlung findet daher jeweils im Januar oder Februar statt.
| Unternehmen | thyssenkrupp AG |
| ISIN | DE0007500001 |
| Dividende GJ 2024/2025 (Zahlung 2026) | 0,15 Euro je Aktie |
| Vorjahr (GJ 2023/2024) | 0,15 Euro je Aktie |
| Hauptversammlung 2026 | 30. Januar 2026, Bochum |
| Zahltag | 4. Februar 2026 |
| Ausschüttungspolitik | Keine feste Quote veröffentlicht; Ausschüttung abhängig von Ergebnis und Bilanzgewinn |
| Quelle | Einladung und Dividendenbekanntmachung zur Hauptversammlung 2026 (IR-Seite thyssenkrupp), Geschäftsbericht 2024/2025 |
Dividendenhistorie thyssenkrupp (2020–2026)
Die Dividendenhistorie von thyssenkrupp ist von der Krise des Konzerns geprägt. Nach dem Verkauf der Aufzugssparte und hohen Verlusten in der Corona-Zeit fiel die Dividende für die Geschäftsjahre 2018/2019 bis 2020/2021 komplett aus. Seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 zahlt der Konzern laut Dividendenhistorie auf der IR-Seite wieder konstant 0,15 Euro je Aktie. Die folgende Tabelle ordnet die Zahlungen dem jeweiligen Geschäftsjahr zu; die Auszahlung erfolgt jeweils im Februar des Folgejahres.
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie | Veränderung |
| 2019/2020 (Zahlung 2021) | 0,00 Euro | keine Dividende |
| 2020/2021 (Zahlung 2022) | 0,00 Euro | keine Dividende |
| 2021/2022 (Zahlung 2023) | 0,15 Euro | Wiederaufnahme |
| 2022/2023 (Zahlung 2024) | 0,15 Euro | unverändert |
| 2023/2024 (Zahlung 2025) | 0,15 Euro | unverändert |
| 2024/2025 (Zahlung 2026) | 0,15 Euro | unverändert |
Bemerkenswert ist, dass thyssenkrupp die Dividende von 0,15 Euro auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 beibehalten hat, obwohl die Stahlsparte weiter Verluste schreibt. Der Konzern konnte das Geschäftsjahr laut Geschäftsbericht 2024/2025 mit einem Jahresüberschuss von 532 Millionen Euro abschließen, wozu insbesondere ein starkes viertes Quartal beitrug. Rund um die Hauptversammlung 2026 gab es Kritik der IG Metall, die die Ausschüttung angesichts der Stahlverluste als Zahlung „aus der Substanz“ bezeichnete.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Die 27. ordentliche Hauptversammlung der thyssenkrupp AG fand laut IR-Seite am 30. Januar 2026 im RuhrCongress Bochum statt. Wer die Aktie am Tag der Hauptversammlung im Depot hatte, war dividendenberechtigt. Der Ex-Tag, an dem die Aktie erstmals ohne Dividendenanspruch gehandelt wurde, war Montag, der 2. Februar 2026. Die Gutschrift der Dividende erfolgte am dritten Geschäftstag nach der Hauptversammlung, also am 4. Februar 2026. Zusätzlich hielt thyssenkrupp am 7. August 2026 eine außerordentliche virtuelle Hauptversammlung ab, die jedoch keine Dividendenbeschlüsse betraf.
Da das Geschäftsjahr von thyssenkrupp am 30. September endet, weicht der Rhythmus vom üblichen DAX-Muster ab: Die Bilanzpressekonferenz findet in der Regel Ende November oder Anfang Dezember statt, die Hauptversammlung Ende Januar oder Anfang Februar. Die Hauptversammlung 2027, die über die Dividende für das Geschäftsjahr 2025/2026 entscheidet, ist daher voraussichtlich für Anfang 2027 zu erwarten; ein konkreter Termin war Mitte September 2026 noch nicht im Finanzkalender veröffentlicht.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Bei einem Kurs von rund 15,20 Euro (finanzen.net, Mitte September 2026) ergibt sich aus der Dividende von 0,15 Euro eine Dividendenrendite von knapp 1 Prozent. thyssenkrupp zählt damit zu den renditeschwächsten Dividendenzahlern im MDAX; die Aktie hat 2026 allerdings kräftig zugelegt, was die Rendite rechnerisch weiter drückt. Zum Zeitpunkt des Ex-Tags Anfang Februar 2026 lag die Rendite noch etwas höher.
Die Ausschüttungsquote ist niedrig: Bei rund 623 Millionen dividendenberechtigten Aktien summierte sich die Ausschüttung auf etwa 93 Millionen Euro, was bezogen auf den Jahresüberschuss von 532 Millionen Euro einer Quote von rund 17 Prozent entspricht. Eine formale Dividendenpolitik mit fester Zielquote hat thyssenkrupp nicht veröffentlicht. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren betont, Aktionäre grundsätzlich am Erfolg beteiligen zu wollen, die Dividende aber an die Ertragslage und die Anforderungen des Konzernumbaus („ACES 2030″) zu koppeln.
Ausblick 2027
Eine offizielle Dividendenprognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 hat thyssenkrupp nicht veröffentlicht. Die Ergebnisprognose spricht jedoch eine deutliche Sprache: Laut dem Zwischenbericht zu den ersten neun Monaten 2025/2026 (veröffentlicht Mitte August 2026) erwartet der Konzern ein bereinigtes EBIT zwischen 600 und 900 Millionen Euro, aber einen Jahresfehlbetrag zwischen 400 und 700 Millionen Euro. Belastend wirken vor allem geplante Restrukturierungsrückstellungen im Bereich Steel Europe. Der Umsatz soll zwischen 1 und 3 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Nach neun Monaten stand ein Nettoergebnis von minus 311 Millionen Euro zu Buche.
Ob thyssenkrupp trotz eines Jahresfehlbetrags erneut 0,15 Euro ausschüttet, hängt vom Bilanzgewinn der AG (Einzelabschluss nach HGB) und von der Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat ab. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 hatte der Konzern in einer vergleichbaren Verlustsituation auf eine Dividende verzichtet. Auf der anderen Seite verwies das Management auf der Hauptversammlung 2026 auf den erfolgreichen Börsengang der Marinesparte TKMS im Herbst 2025 und einen Rekord-Auftragsbestand. Anleger sollten die Bilanzpressekonferenz voraussichtlich Ende November 2026 abwarten, auf der der Dividendenvorschlag für 2025/2026 bekanntgegeben wird. Bis dahin gilt: keine Prognose veröffentlicht.
Steuern auf die thyssenkrupp-Dividende
Die Dividende der thyssenkrupp AG unterliegt in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf, insgesamt also 26,375 Prozent; hinzu kommt gegebenenfalls Kirchensteuer. Die depotführende Bank behält die Steuer automatisch ein. Über einen Freistellungsauftrag bleiben Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (Einzelveranlagung) beziehungsweise 2.000 Euro (Zusammenveranlagung) steuerfrei. Bei 0,15 Euro je Aktie sind das rechnerisch rund 4 Cent Steuer pro Aktie ohne Freistellung. Für ausländische Anleger gelten die Regelungen des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens.
FAQ
Wie hoch war die thyssenkrupp-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2024/2025 zahlte thyssenkrupp 0,15 Euro je Aktie. Die Hauptversammlung am 30. Januar 2026 stimmte dem Vorschlag zu, die Auszahlung erfolgte am 4. Februar 2026.
Warum ist die Dividende so niedrig? thyssenkrupp befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Die Stahlsparte schreibt Verluste, und der Konzern benötigt Mittel für Restrukturierung und Investitionen. Die Ausschüttung von 0,15 Euro ist ein symbolischer Betrag, der Dividendenkontinuität signalisieren soll.
Wann ist die nächste Hauptversammlung von thyssenkrupp? Wegen des am 30. September endenden Geschäftsjahres findet die ordentliche Hauptversammlung jeweils im Januar oder Februar statt. Der Termin für 2027 war Mitte September 2026 noch nicht veröffentlicht.
Gibt es 2027 wieder eine Dividende? Das ist offen. thyssenkrupp erwartet für 2025/2026 einen Jahresfehlbetrag zwischen 400 und 700 Millionen Euro. Eine Dividendenprognose hat das Unternehmen nicht veröffentlicht.
Wie hoch ist die Dividendenrendite der thyssenkrupp-Aktie? Bei einem Kurs von rund 15 Euro (Mitte September 2026) liegt die Rendite bei etwa 1 Prozent.
Fazit
thyssenkrupp hat für das Geschäftsjahr 2024/2025 zum vierten Mal in Folge 0,15 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die Dividende ist eher ein Signal der Kontinuität als ein Renditeargument: Die Rendite liegt bei rund 1 Prozent, die Ausschüttungsquote bei etwa 17 Prozent. Mit dem für 2025/2026 erwarteten Jahresfehlbetrag steht die Fortsetzung der Zahlung auf dem Prüfstand; Klarheit bringt die Bilanzvorlage Ende 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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