Die Delivery Hero SE aus Berlin zahlt keine Dividende. Das gilt für das Geschäftsjahr 2025 ebenso wie für alle Jahre seit dem Börsengang im Juni 2017; auch die Hauptversammlung am 23. Juni 2026 hatte keine Gewinnverwendung mit Ausschüttung auf der Tagesordnung. Stattdessen bestimmt seit dem 16. Juli 2026 ein anderes Thema die Aktie: Uber hat ein freiwilliges Übernahmeangebot über 41,50 Euro je Aktie in bar angekündigt, der Abschluss wird für das zweite Halbjahr 2027 erwartet. Für Anleger ist damit nicht die Dividende, sondern die Übernahme die entscheidende Frage. Stand der Angaben: 16. September 2026.
Key Takeaways
- Delivery Hero hat laut dividenden-kalender.de und hauptversammlungs-termine.de seit dem Börsengang 2017 nie eine Dividende gezahlt; für das Geschäftsjahr 2025 gab es keinen Ausschüttungsvorschlag.
- Die Hauptversammlung am 23. Juni 2026 in Berlin nahm alle Beschlussvorschläge an (Entlastungen, Aufsichtsratswahlen, Vergütungssystem, Abschlussprüfer); eine Dividende stand nicht zur Abstimmung.
- Am 16. Juli 2026 kündigten Delivery Hero und Uber ein freiwilliges Übernahmeangebot über 41,50 Euro je Aktie in bar an; das entspricht einem Eigenkapitalwert von rund 13,0 Milliarden Euro.
- Uber hält laut Mitteilung 24,77 Prozent der Aktien plus 11,74 Prozent über Instrumente und hat sich unwiderrufliche Andienungszusagen über weitere 16,68 Prozent gesichert, zusammen über 53 Prozent.
- Mindestannahmeschwelle 50 Prozent plus eine Aktie, Vollzug vorbehaltlich Fusionskontrollfreigaben voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2027; bis dahin operieren beide Unternehmen unabhängig.
- Operativ läuft es besser: Free Cash Flow im ersten Halbjahr 2026 von 348 Millionen Euro, Prognose 2026 am 27. August 2026 angehoben.
Dividende im Überblick
| Unternehmen | Delivery Hero SE, Berlin |
| ISIN | DE000A2E4K43 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026) | keine Dividende |
| Vorjahr (GJ 2024) | keine Dividende |
| Hauptversammlung 2026 | 23. Juni 2026, Berlin |
| Zahltag | entfällt |
| Ausschüttungspolitik | Keine Dividendenpolitik veröffentlicht; Gewinne und Cashflow verbleiben im Unternehmen. Übernahmeangebot von Uber über 41,50 Euro je Aktie angekündigt |
| Quelle | Pressemitteilungen von Delivery Hero vom 23. Juni, 16. Juli und 27. August 2026; dividenden-kalender.de |
Dividendenhistorie Delivery Hero (2020–2026)
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie | Veränderung |
|---|---|---|
| 2020 | 0,00 Euro | – |
| 2021 | 0,00 Euro | – |
| 2022 | 0,00 Euro | – |
| 2023 | 0,00 Euro | – |
| 2024 | 0,00 Euro | – |
| 2025 | 0,00 Euro | – |
Quelle: hauptversammlungs-termine.de und dividenden-kalender.de. Delivery Hero war jahrelang ein Wachstumswert mit hohen Verlusten aus der Expansion. Laut Wikipedia unter Berufung auf den Geschäftsbericht erzielte der Konzern 2025 einen Umsatz von 13,7 Milliarden Euro und ein Nettoergebnis von 935 Millionen Euro; eine Dividende leitete das Management daraus nicht ab.
Was ist passiert: Das Übernahmeangebot von Uber
Uber hatte seine Beteiligung an Delivery Hero 2026 schrittweise ausgebaut. Laut Mitteilung vom 18. Mai 2026 hielt der US-Konzern zu diesem Zeitpunkt 19,5 Prozent des Kapitals plus 5,6 Prozent über Optionen; Delivery Hero begrüßte den Einstieg als Bestätigung seiner „Everyday App“-Strategie. Am 16. Juli 2026 folgte die Ankündigung eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots: Uber bietet 41,50 Euro je Aktie in bar, was laut Pressemitteilung einem Aufschlag von 127 Prozent auf den Kurs vor Beginn der Spekulationen (Dreimonatsbasis) und einem vollständig verwässerten Eigenkapitalwert von rund 13,0 Milliarden Euro entspricht.
Uber verfügt laut derselben Mitteilung bereits über 24,77 Prozent der Aktien, 11,74 Prozent über Finanzinstrumente sowie unwiderrufliche Andienungszusagen von Großaktionären über 16,68 Prozent, zusammen über 53 Prozent. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 50 Prozent plus einer Aktie (ohne eigene Aktien). Der Vollzug hängt von Fusionskontrollfreigaben ab und wird für das zweite Halbjahr 2027 erwartet. Parallel soll SSW Partners 14 Ländergesellschaften von Delivery Hero für rund 1,4 Milliarden Euro übernehmen, ebenfalls unter der Bedingung, dass das Uber-Angebot vollzogen wird. Bis zum Abschluss agieren Delivery Hero und Uber laut Halbjahresmitteilung unabhängig voneinander. Bereits am 12. Mai 2026 hatte Mitgründer Niklas Östberg angekündigt, den CEO-Posten nach 15 Jahren abzugeben.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Die ordentliche Hauptversammlung fand am 23. Juni 2026 in Berlin statt. Laut Pressemitteilung wurden alle Beschlussvorschläge angenommen: die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für 2025, die Wiederwahl von Scott Ferguson und Roger Rabalais in den Aufsichtsrat, ein modernisiertes Vorstandsvergütungssystem 2026 sowie die Bestellung der Abschlussprüfer (KPMG für 2026, PricewaterhouseCoopers für 2027). Ein Beschluss über eine Dividende oder eine Ermächtigung zum Aktienrückkauf ist in der Mitteilung nicht enthalten. Ex-Tag und Zahltag entfallen entsprechend. Ob und wann eine Hauptversammlung 2027 stattfindet, hängt vom Fortgang der Übernahme ab; nach Vollzug wären Strukturmaßnahmen bis hin zu einem Delisting denkbar, angekündigt hat Uber dazu bislang nichts.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Ohne Dividende beträgt die Dividendenrendite null Prozent, die Ausschüttungsquote liegt laut dividenden-kalender.de bei 0,0 Prozent. Die Aktie notierte am 15. September 2026 laut dividenden-kalender.de bei 36,63 Euro, die 52-Wochen-Spanne reichte von 15,04 bis 40,35 Euro. Der Kurs liegt damit unter dem Angebotspreis von 41,50 Euro, was den zeitlichen Abstand bis zum erwarteten Vollzug 2027 und die noch ausstehenden Genehmigungen widerspiegelt. Operativ hat Delivery Hero 2026 erstmals substanziell freien Cashflow erwirtschaftet: Laut Mitteilung vom 27. August 2026 lag der Free Cash Flow im ersten Halbjahr bei 348 Millionen Euro (Vorjahr: minus 8 Millionen Euro), das bereinigte EBITDA bei 427 Millionen Euro, der Bruttowarenwert (GMV) bei 25,7 Milliarden Euro und der Umsatz bei 7,8 Milliarden Euro. Die Liquidität bezifferte das Unternehmen auf 2,8 Milliarden Euro.
Ausblick 2027
Eine Dividende für das Geschäftsjahr 2026 ist nicht zu erwarten. Delivery Hero hat weder eine Dividendenpolitik noch einen Aktienrückkauf angekündigt, und die Halbjahresmitteilung vom 27. August 2026 enthält keine Aussage zur Kapitalrückführung. Die Prognose für 2026 wurde stattdessen angehoben: GMV-Wachstum von 9 bis 11 Prozent (bisher 8 bis 10), Umsatzwachstum von 17 bis 19 Prozent (bisher 14 bis 16), bereinigtes EBITDA von 960 Millionen bis 1,0 Milliarde Euro (bisher 910 bis 960 Millionen) und Free Cash Flow von über 250 Millionen Euro (bisher 200 Millionen). Für Aktionäre stellt sich 2027 vor allem die Frage, ob sie ihre Aktien zu 41,50 Euro andienen oder investiert bleiben. Wer nicht andient, bleibt bei Gelingen der Übernahme Minderheitsaktionär in einem von Uber kontrollierten Unternehmen; weitere Strukturmaßnahmen sind nicht angekündigt. Eine Nachfolge-Dividende gibt es nicht.
Steuern auf die Delivery-Hero-Dividende
Da keine Dividende gezahlt wird, fällt auch keine Abgeltungsteuer auf Ausschüttungen an. Steuerlich relevant wird für deutsche Anleger dagegen die Annahme des Übernahmeangebots: Der Verkauf der Aktien zu 41,50 Euro gilt als Veräußerung, und ein Gewinn gegenüber dem Einstandskurs unterliegt der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf (zusammen 26,375 Prozent) und gegebenenfalls Kirchensteuer. Verluste aus dem Verkauf können mit anderen Aktiengewinnen verrechnet werden. Freistellungsauftrag und Sparer-Pauschbetrag (1.000 Euro, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro) gelten auch hier. Bei Fragen zur individuellen Situation hilft eine steuerliche Beratung.
FAQ
Zahlt Delivery Hero 2026 eine Dividende? Nein. Für das Geschäftsjahr 2025 gab es keine Ausschüttung, und seit dem Börsengang 2017 hat Delivery Hero laut dividenden-kalender.de nie eine Dividende gezahlt.
Was bietet Uber für die Delivery-Hero-Aktie? Laut Mitteilung vom 16. Juli 2026 bietet Uber 41,50 Euro je Aktie in bar. Der Vollzug wird für das zweite Halbjahr 2027 erwartet und hängt von Fusionskontrollfreigaben und einer Mindestannahme von 50 Prozent plus einer Aktie ab.
Müssen Aktionäre das Angebot annehmen? Nein, die Annahme ist freiwillig. Wer nicht andient, bleibt nach Vollzug Minderheitsaktionär. Ob Uber danach ein Delisting oder einen Squeeze-out anstrebt, ist nicht angekündigt.
Warum notiert die Aktie unter dem Angebotspreis? Am 15. September 2026 lag der Kurs laut dividenden-kalender.de bei 36,63 Euro. Der Abschlag spiegelt die Zeit bis zum erwarteten Vollzug 2027 und das Risiko wider, dass Genehmigungen ausbleiben.
Gibt es eine Nachfolge-Aktie mit Dividende? Nein. Der Bieter Uber hat in der Vergangenheit selbst keine Dividende gezahlt; Delivery-Hero-Aktionäre erhalten bei Annahme des Angebots eine Barzahlung, keine Aktien.
Fazit
Die Delivery-Hero-Dividende bleibt ein Thema ohne Inhalt: keine Zahlung für 2025, keine für die Jahre davor, keine Ankündigung für 2027. Entscheidend ist stattdessen das am 16. Juli 2026 angekündigte Übernahmeangebot von Uber über 41,50 Euro je Aktie, dessen Vollzug für das zweite Halbjahr 2027 erwartet wird. Operativ hat sich das Unternehmen 2026 mit positivem Free Cash Flow und angehobener Prognose stabilisiert, was den Angebotspreis stützt, aber an der Ausschüttungsfrage nichts ändert. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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