Wolfgang Pauritsch, geboren am 13. Februar 1972 in Innsbruck, ist ein österreichischer Auktionator sowie Kunst- und Antiquitätenhändler, der seit der ersten Staffel 2013 zum Händlerteam der ZDF-Show „Bares für Rares“ gehört. Mit der Diamantgutachterin Andrea Häring-Horn betreibt er seit 1996 das Antony’s Kunst & Auktionshaus in Oberstaufen im Allgäu, seit 2007 ist er öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator. 2022 schlug er bei der Leitz Photographica Auction die Leica von Oskar Barnack für 14,4 Millionen Euro zu, die teuerste Kamera der Welt. Wer nach „Wolfgang Pauritsch Vermögen“ sucht, findet keine offiziellen Zahlen; dieser Artikel beschreibt Werdegang, Einnahmequellen und die Entwicklungen bis Oktober 2026.
Key Takeaways
- Wolfgang Pauritsch wurde am 13. Februar 1972 in Innsbruck geboren und wuchs bei seinen Großeltern in der Südsteiermark auf.
- Den Einstieg verdankt er einem Zufall: Als Wachmann in einem Münchner Auktionshaus sprang er 1992 für einen erkrankten Auktionator ein und wurde fest angestellt.
- Seit 1996 führt er mit Andrea Häring-Horn das Antony’s Kunst & Auktionshaus in Oberstaufen, seit 2007 ist er vereidigter Auktionator.
- Bei „Bares für Rares“ ist er seit 2013 Händler, nicht Experte, und sitzt traditionell auf dem mittleren der fünf Händlerplätze.
- Am 11. Juni 2022 versteigerte er in Wetzlar die Leica 0-Serie Nr. 105 von Oskar Barnack für 14,4 Millionen Euro, Weltrekord für Kameras.
- Im November 2025 eröffnete er in Wien die Benefizversteigerung der Leica von Papst Franziskus, die 6,5 Millionen Euro einbrachte.
- Offizielle Angaben zu seinem Privatvermögen existieren nicht; uamr.de nennt keine Beträge, sondern beschreibt seine Einnahmequellen.
| Name | Wolfgang Pauritsch |
|---|---|
| Geboren | 13. Februar 1972 in Innsbruck, Österreich |
| Beruf / Funktion | Öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator, Kunst- und Antiquitätenhändler, Sachverständiger für Edelsteine, Händler bei „Bares für Rares“ (ZDF) |
| Unternehmen / Projekte | Antony’s Kunst & Auktionshaus, Oberstaufen (seit 1996, mit Andrea Häring-Horn); Auktionator bei der Leitz Photographica Auction; Benefizauktionen; Buch „Der Auktionator“ (2018) |
| Familie / Wohnort | Seit 2010 verheiratet; lebt seit seinem 20. Lebensjahr in Deutschland, Geschäftssitz in Oberstaufen im Allgäu |
| Einnahmequellen | Kunst- und Antiquitätenhandel, Honorare als Auktionator, Gutachten, Fernsehtätigkeit, Buchverkäufe |
Herkunft und frühe Jahre
Wolfgang Pauritsch kam am 13. Februar 1972 in Innsbruck zur Welt. Sein Vater verließ die Familie früh, und weil die Mutter saisonal im Tourismus arbeitete, wuchs er bei den Großeltern in der Südsteiermark auf. In Interviews schilderte er eine Bergarbeitersiedlung mit Plumpsklo im Freien und ohne Dusche.
Nach einer Schlosserlehre und dem Dienst beim österreichischen Bundesheer zog er mit rund 20 Jahren nach Deutschland. In München arbeitete er als Chauffeur, Installateur, Nachtwächter, Hundeführer, Detektiv und Wachmann. Die Wende kam 1992: Als Wachmann in einem Münchner Auktionshaus übernahm er bei einer Teppichauktion spontan den Hammer, weil der Auktionator erkrankt war. Der Leiter des Hauses stellte ihn daraufhin ein. Das Fachwissen holte er mit einem Fernstudium der Kunstgeschichte und einer Weiterbildung zum Sachverständigen für Edelsteine nach.
Karriere: Vom Wachmann zum Rekordauktionator

1996 gründete Pauritsch mit der Diamantgutachterin Andrea Häring-Horn das Antony’s Kunst & Auktionshaus in Oberstaufen im Allgäu. Kurz nach der Gründung wurde das Geschäft ausgeraubt; weil die Versicherung nicht zahlte, arbeitete er sich über Jahre als angestellter Auktionator aus den Schulden. 2007 wurde er als öffentlich bestellter Auktionator vereidigt, er ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Auktionatoren.
Neben dem eigenen Haus tritt er als Auktionator für die Leitz Photographica Auction auf, die renommierteste Versteigerung für historische Kameras. Dort schrieb er am 11. Juni 2022 in Wetzlar Geschichte: Die Leica 0-Serie Nr. 105, die persönliche Kamera des Kleinbild-Erfinders Oskar Barnack, war auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Pauritsch schlug sie bei 12 Millionen Euro zu, mit Aufgeld lag der Gesamtpreis bei 14,4 Millionen Euro, Weltrekord für die teuerste Kamera aller Zeiten. „Ich habe gezittert wie ein Kind“, sagte er später.
Parallel entstand die Fernsehkarriere. Im Frühjahr 2013 fiel er bei einer Auktion in Freiburg einem ZDF-Mitarbeiter auf, wenige Tage später meldete sich die Produktionsfirma Eyeworks. Seit der ersten Staffel von „Bares für Rares“ gehört er zum Händlerteam, das mit eigenem Geld bietet; anders als die Experten bewertet er die Stücke nicht, traditionell sitzt er auf dem mittleren der fünf Plätze. Seit 2019 ist er auch bei „Bares für Rares Österreich“ auf ServusTV zu sehen. 2018 erschien im Gütersloher Verlagshaus seine Autobiografie „Der Auktionator. Mein Leben zwischen Trödel, Kunst und Leidenschaft“.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Im Juni 2025 kursierten auf YouTube gefälschte Todesmeldungen über Pauritsch, einzelne Videos erreichten zehntausende Aufrufe. Er reagierte gelassen, rief als Erstes seine Mutter an und kommentierte: „Je dicker die Überschrift, desto dünner der Inhalt.“
Am 22. November 2025 stand er bei der 47. Leitz Photographica Auction im Wiener Hotel Imperial erneut am Pult. Versteigert wurde die Leica M-A, die Leica 2024 Papst Franziskus geschenkt hatte. Geschätzt auf 60.000 bis 70.000 Euro, erzielte sie 6,5 Millionen Euro, die vollständig an die Wohltätigkeitsorganisation des verstorbenen Papstes gingen. Benefizauktionen, etwa für „Licht ins Dunkel“, Kinderhospize oder die Lebenshilfe, gehören fest zu seiner Arbeit; für 2026 standen Termine in Tübingen, Wetzlar und Oberstaufen im Kalender.
Im September 2026 sprach er im „Zeit“-Podcast „Frisch an die Arbeit“ über seinen Alltag. Die rund 50 Drehtage pro Jahr, die etwa 100 Ausgaben von „Bares für Rares“ ergeben, empfindet er als „Urlaub“, während er in Oberstaufen üblicherweise von 8:30 bis 18 Uhr im Geschäft steht. Etwa 75 Prozent der in der Sendung gekauften Objekte könne er nach der Ausstrahlung weiterverkaufen. Ein Smartphone besitzt er nicht, auf künstliche Intelligenz verzichtet er.
Wolfgang Pauritsch Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Offizielle Angaben zum Privatvermögen von Wolfgang Pauritsch gibt es nicht. Weder er noch das ZDF oder sein Auktionshaus veröffentlichen Zahlen, Schätzungen im Netz haben keine belastbare Grundlage. uamr.de nennt deshalb bewusst keine Beträge, sondern beschreibt die wirtschaftliche Basis.
Die erste Säule ist der Kunst- und Antiquitätenhandel über das Antony’s Kunst & Auktionshaus in Oberstaufen: Verkaufserlöse, Provisionen aus Auktionen und Honorare für Gutachten, auch als Edelstein-Sachverständiger. Die zweite Säule sind Einsätze als Auktionator für Dritte, vor allem für die Leitz Photographica Auction, bei der er 2022 und 2025 die Spitzenlose zugeschlagen hat.
Die dritte Säule ist das Fernsehen. Als Händler bei „Bares für Rares“ kauft er mit eigenem Geld und verkauft die Objekte anschließend weiter; die Ausstrahlung steigert die Nachfrage nach den Stücken. Hinzu kommen Buchverkäufe. Welchen Anteil die Bereiche am Gesamteinkommen haben, ist ebenso wenig öffentlich bekannt wie Angaben zu Immobilien oder anderen privaten Vermögenswerten.
Privatleben
Pauritsch ist seit 2010 verheiratet und hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Sein beruflicher Lebensmittelpunkt ist Oberstaufen im Allgäu. Ein in der Sendung ersteigertes Gemälde, das sich als Rasterdruck entpuppte, hängt nach eigener Aussage als Mahnung in seinem Büro.
FAQ
Wie hoch ist das Vermögen von Wolfgang Pauritsch? Dazu gibt es keine offiziellen Angaben. uamr.de nennt keine Beträge; seine Einnahmen stammen aus Kunsthandel, Auktionatorentätigkeit, Gutachten, Fernsehen und Buchverkäufen.
Ist Wolfgang Pauritsch bei „Bares für Rares“ Händler oder Experte? Er ist seit der ersten Staffel 2013 Händler und sitzt traditionell auf dem mittleren der fünf Plätze. Die Objekte bewertet er nicht, er bietet auf sie.
Wo hat Wolfgang Pauritsch sein Geschäft? Sein Antony’s Kunst & Auktionshaus befindet sich in Oberstaufen im Allgäu. Er führt es seit 1996 mit der Diamantgutachterin Andrea Häring-Horn.
Welchen Rekord hat Wolfgang Pauritsch aufgestellt? Am 11. Juni 2022 versteigerte er in Wetzlar die Leica 0-Serie Nr. 105 von Oskar Barnack für 14,4 Millionen Euro, die teuerste Kamera der Welt.
Hat Wolfgang Pauritsch ein Buch geschrieben? Ja, 2018 erschien seine Autobiografie „Der Auktionator. Mein Leben zwischen Trödel, Kunst und Leidenschaft“ im Gütersloher Verlagshaus.
Ist Wolfgang Pauritsch gestorben? Nein. Im Juni 2025 kursierten gefälschte Todesmeldungen auf YouTube, die er selbst dementierte. Im Oktober 2026 steht er weiterhin bei „Bares für Rares“ vor der Kamera.
Fazit
Wolfgang Pauritsch steht für eine Karriere ohne Kunstmarkt-Stammbaum: vom Schlosser und Wachmann aus einfachen steirischen Verhältnissen zum vereidigten Auktionator, der die teuerste Kamera der Welt zugeschlagen hat. Seine wirtschaftliche Basis ruht auf dem Auktionshaus in Oberstaufen, den Einsätzen bei der Leitz Photographica Auction und seiner Rolle als Händler bei „Bares für Rares“. Konkrete Vermögenszahlen existieren nicht, und uamr.de nennt keine. Mit der Papst-Leica 2025 und rund 100 Sendungen pro Jahr bleibt er auch 2026 eine prägende Figur des Auktionsgeschäfts.
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