Ralf Rangnick zählt zu den prägendsten deutschen Fußballtrainern: Er formte Hoffenheim und RB Leipzig, gewann 2011 mit Schalke 04 den DFB-Pokal und führte Österreich 2026 erstmals seit 1998 wieder zu einer Weltmeisterschaft. Seit 2022 ist er ÖFB-Teamchef, im Juni 2026 verlängerte er seinen Vertrag bis zur EM 2028 und leitet nach dem WM-Aus gegen Spanien den Umbruch des Nationalteams ein. Zum Vermögen des Trainers existieren keine offiziellen Zahlen, und uamr.de nennt keine Beträge.
Key Takeaways
- Geboren am 29. Juni 1958 in Backnang, Fußballlehrer-Lizenz 1984 als Jahrgangsbester
- Aufstiege als Cheftrainer mit Ulm, Hannover, Hoffenheim und RB Leipzig
- DFB-Pokalsieger und Supercupsieger 2011 mit Schalke 04
- 2012 bis 2020 Architekt des Red-Bull-Fußballs in Salzburg und Leipzig
- Interimstrainer von Manchester United in der Saison 2021/22
- Seit 2022 ÖFB-Teamchef: EM-Gruppensieg 2024, WM-Qualifikation 2025, WM-Sechzehntelfinale 2026
- Absage an den FC Bayern 2024, Vertrag bis zur EM 2028 verlängert
- Keine offiziellen Vermögenszahlen, uamr.de nennt keine Beträge
| Name | Ralf Dietrich Rangnick |
|---|---|
| Geboren | 29. Juni 1958 in Backnang, Baden-Württemberg |
| Beruf/Funktion | Fußballtrainer, Sportdirektor, seit 2022 Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft |
| Unternehmen/Vereine | SSV Ulm 1846, VfB Stuttgart, Hannover 96, FC Schalke 04, TSG Hoffenheim, Red Bull Salzburg, RB Leipzig, Manchester United, ÖFB |
| Familie/Wohnort | Zwei Söhne; Trennung von Ehefrau Gabriele 2018 bekannt geworden |
| Vermögensbasis | Trainer- und Managergehälter aus über drei Jahrzehnten Profifußball, Beratertätigkeit, TV-Expertenrolle; keine offiziellen Zahlen |
Herkunft und frühe Jahre
Ralf Rangnick wurde am 29. Juni 1958 in Backnang bei Stuttgart geboren. Nach dem Abitur studierte er ab 1977 Sport und Englisch auf Lehramt an der Universität Stuttgart und legte 1986 das Erste Staatsexamen ab. Ein Studienjahr an der University of Sussex 1979/80 prägte ihn: Beim Amateurklub FC Southwick lernte er den englischen Fußball kennen und entwickelte sein Faible für Pressing.
Als Spieler blieb Rangnick im Amateurbereich, unter anderem beim SSV Ulm 1846 und ab 1983 als Spielertrainer der Viktoria Backnang. Mit 22 Jahren erwarb er die A-Lizenz, 1984 schloss er an der Sporthochschule Köln die Fußballlehrer-Ausbildung als Jahrgangsbester ab.
Karriere: vom „Fußballprofessor“ zum Teamchef

Seine Trainerlaufbahn begann 1985 bei den Amateuren des VfB Stuttgart, mit dessen A-Junioren er 1991 Deutscher Meister wurde. 1996 übernahm er den SSV Ulm 1846, gewann 1997 den Württembergischen Pokal und stieg 1998 als Regionalligameister in die 2. Bundesliga auf. Sein Auftritt an der Taktiktafel im „Aktuellen Sportstudio“ im Dezember 1998 brachte ihm den Beinamen „Fußballprofessor“ ein.
1999 holte ihn der VfB Stuttgart in die Bundesliga; er rettete den Klub vor dem Abstieg, wurde aber im Februar 2001 entlassen. Mit Hannover 96 stieg er 2002 als Zweitligameister auf, mit Schalke 04 gewann er 2005 den Ligapokal. Sein Meisterstück lieferte er in Hoffenheim: Ab 2006 führte er die TSG in zwei Jahren aus der Regionalliga in die Bundesliga und wurde 2008/09 Herbstmeister, ehe er Anfang 2011 nach Differenzen mit Dietmar Hopp zurücktrat.
In seiner zweiten Amtszeit auf Schalke erreichte Rangnick im Frühjahr 2011 das Halbfinale der Champions League, gewann mit einem 5:0 gegen den MSV Duisburg den DFB-Pokal und anschließend den Supercup. Im September 2011 ließ er seinen Vertrag wegen eines Burnout-Syndroms auflösen. 2012 begann die Ära bei Red Bull: Als Sportdirektor von Salzburg und RB Leipzig baute er zwei Klubs nach einem Spielprinzip auf. Salzburg wurde 2014 mit 106 Toren Meister, Leipzig führte er 2015/16 als Trainer in die Bundesliga und 2018/19 auf Platz drei und ins DFB-Pokalfinale. 2019 wechselte er in die Red-Bull-Konzernzentrale, im Juli 2020 wurde der Vertrag aufgelöst.
Nach Stationen bei Lokomotive Moskau und als DAZN-Experte übernahm Rangnick im Dezember 2021 als Interimstrainer Manchester United; die Saison endete auf Platz sechs der Premier League. Ende Mai 2022 wurde er Nachfolger von Franco Foda als ÖFB-Teamchef. Österreich qualifizierte sich für die EM 2024 und gewann dort die „Todesgruppe“: Nach einem 0:1 gegen Frankreich folgten ein 3:1 gegen Polen und ein 3:2 gegen die Niederlande, ehe im Achtelfinale am 2. Juli 2024 ein 1:2 gegen die Türkei den Lauf beendete. Schon am 2. Mai 2024 hatte Rangnick ein Angebot des FC Bayern abgelehnt: „Ich bin mit vollem Herzen österreichischer Teamchef.“ Im Dezember 2024 kürte ihn das Magazin „profil“ zum „Menschen des Jahres“.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Im März 2025 verpasste Österreich im Play-off gegen Serbien den Aufstieg in Liga A der Nations League. Umso wichtiger wurde die WM-Qualifikation: Am 18. November 2025 sicherte sich das ÖFB-Team im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit einem 1:1 gegen Bosnien und Herzegowina den Sieg in Gruppe H und damit die erste WM-Teilnahme seit 1998.
Am 13. Juni 2026 gab ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll bekannt, dass Rangnick seinen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2028 verlängert hat. Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko startete Österreich mit einem 3:1 gegen Jordanien, verlor 0:2 gegen Argentinien und spielte 3:3 gegen Algerien. Als Zweiter der Gruppe J überstand das Team erstmals seit 44 Jahren eine WM-Vorrunde. Im Sechzehntelfinale am 2. Juli 2026 in Los Angeles war Spanien mit 3:0 eine Nummer zu groß.
Im Herbst 2026 läutete Rangnick mit neun Spielern, die bei der WM nicht dabei waren, den Umbruch ein. Das „Team neu“ gewann in Nations-League-Gruppe B3 gegen Israel und den Kosovo jeweils 3:1, holte am 1. Oktober 2026 in Dublin ein 2:2 gegen Irland und am 4. Oktober ein 1:1 im Kosovo. Mit acht Punkten aus vier Spielen führt Österreich die Gruppe an. „Wir bleiben bei unserer DNA. Gegenpressing ist das Maß aller Dinge“, sagte Rangnick mit Blick auf die EM 2028.
Ralf Rangnick Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Die Vermögensbasis von Ralf Rangnick beruht auf mehr als drei Jahrzehnten im bezahlten Fußball: als Bundesliga-Cheftrainer, als Sportdirektor und Konzernmanager bei Red Bull, als Interimstrainer von Manchester United und seit 2022 als Nationaltrainer Österreichs. Hinzu kamen 2021 eine eigene Beratungsfirma und die Expertentätigkeit für DAZN.
Konkrete Zahlen zu Gehalt oder Privatvermögen sind nicht öffentlich. Weder der ÖFB noch Rangnick haben Vertragsdetails bestätigt, Medienschätzungen beruhen auf Spekulation. uamr.de nennt deshalb keine Beträge. Mit der Absage an den FC Bayern 2024 hat Rangnick zudem gezeigt, dass Geld für ihn nicht an erster Stelle steht.
Engagement und Stiftung
2018 gründete Rangnick die Ralf Rangnick Stiftung mit Sitz in Leipzig. Sie will Kindern unabhängig vom sozialen Status Chancen eröffnen und vermittelt zwischen Spendern und Schulen, etwa mit einer Digitalwerkstatt und Unternehmenspatenschaften.
FAQ
Wie hoch ist das Vermögen von Ralf Rangnick?
Dazu gibt es keine offiziellen Zahlen. Rangnick hat über Jahrzehnte als Trainer, Sportdirektor und Nationaltrainer verdient, uamr.de nennt jedoch keine Beträge.
Welche Titel hat Ralf Rangnick gewonnen?
Den DFB-Pokal und den Supercup 2011 sowie den Ligapokal 2005 mit Schalke 04, dazu Aufstiege mit Ulm, Hannover, Hoffenheim und Leipzig.
Wie lange bleibt Rangnick österreichischer Teamchef?
Sein Vertrag wurde am 13. Juni 2026 bis zur Europameisterschaft 2028 verlängert.
Wie lief die WM 2026 für Österreich?
Österreich wurde Zweiter der Gruppe J hinter Argentinien und schied am 2. Juli 2026 im Sechzehntelfinale mit 0:3 gegen Spanien aus. Es war die erste WM-Teilnahme seit 1998.
Warum hat Rangnick dem FC Bayern abgesagt?
Im Mai 2024 entschied er sich für die Nationalmannschaft: Er sei „mit vollem Herzen österreichischer Teamchef“ und wolle die gemeinsamen Ziele mit seiner Mannschaft erreichen.
Fazit
Ralf Rangnick hat den deutschen Fußball als Taktiker und Klubarchitekt geprägt und Österreich zurück auf die Weltbühne geführt. Seine Vermögensbasis ruht auf einer langen Karriere im Spitzenfußball; offizielle Zahlen gibt es nicht, und uamr.de verzichtet bewusst auf Schätzungen.
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