Wem gehört Bugatti? – Aktuelle Besitzverhältnisse

Wem gehört Bugatti?

Die Luxus- und Hypercar-Marke Bugatti gehört dem Joint Venture Bugatti Rimac. Die Eigentümerstruktur zeigt sich komplex: Die Rimac Group hält 55% der Anteile, während die Porsche AG die restlichen 45% besitzt. Porsche selbst ist zudem mit 22–24% an der Rimac Group beteiligt, deren Gründer Mate Rimac rund 35% hält; weitere Anteile liegen unter anderem bei Hyundai und im Streubesitz.

Die Volkswagen AG, einst alleiniger Eigentümer von Bugatti, spielt indirekt weiterhin eine Rolle: Sie ist Mehrheitseigentümerin der Porsche AG. Mate Rimac fungiert als CEO von Bugatti Rimac.

Bugatti bleibt extrem exklusiv: 2020 wurden 77 Fahrzeuge ausgeliefert – ein Rekordjahr trotz Pandemie. Seit 2005 wurden insgesamt über 700 Bugatti-Fahrzeuge verkauft.

Die Geschichte von Bugatti

Die Geschichte von Bugatti begann 1909, als Ettore Bugatti in Molsheim seine Automobilmanufaktur gründete. Der Automobilhersteller fertigte zwischen 1909 und 1914 rund 350 Fahrzeuge. Bugatti etablierte sich schnell als Hersteller von Luxusautos und Rennwagen.

Gründung und frühe Jahre

Ettore Bugatti legte den Grundstein für die Marke in Molsheim, einer kleinen Stadt im Elsass. Seine Vision war es, exklusive Fahrzeuge für anspruchsvolle Kunden zu bauen. Die frühen Modelle zeichneten sich durch innovative Technik und elegantes Design aus.

Goldene Ära der 1920er und 1930er Jahre

In den 1920er Jahren erlebte Bugatti seine Blütezeit. Die Marke gewann das erste Rennen in Monaco und feierte Doppelsiege bei den 24 Stunden von Le Mans. Der Typ 41 Royale wurde zum Symbol für Luxus – nur sechs Exemplare dieses exklusiven Modells wurden gefertigt.

Niedergang und Wiederauferstehung

Nach dem Tod von Ettore Bugatti 1947 geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten. 1963 wurde Bugatti an Hispano-Suiza verkauft. Eine Wiederbelebung erfolgte 1987 durch Romano Artioli mit dem EB 110, von dem rund 120 Exemplare entstanden. Doch 1995 musste die Fabrik erneut schließen. Erst die Übernahme durch Volkswagen im Jahr 1998 sicherte die Zukunft der Marke.

Übernahme durch die Volkswagen AG

1998 erwarb die Volkswagen AG die Design- und Namensrechte von Romano Artioli. Zwei Jahre später gründete VW die Bugatti Automobiles S.A.S. und investierte massiv in die Entwicklung neuer Supersportwagen. Unter VW-Führung entstand der legendäre Bugatti Veyron 16.4, der 2005 in Produktion ging und neue Maßstäbe in der Welt der Hochleistungsfahrzeuge setzte.

Die Ära der alleinigen Volkswagen-Führung endete 2021: Der Konzern gab die Mehrheitsanteile an Bugatti ab. Seither gehört die Marke zu 55 Prozent der Rimac Group, die restlichen 45 Prozent hält die Porsche AG, eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG, am neu gegründeten Joint Venture Bugatti Rimac.

Entstehung des Joint Ventures Bugatti Rimac

Am 1. November 2021 wurde das Joint Venture Bugatti Rimac zwischen der Rimac Group und der Porsche AG gegründet. Die Partnerschaft entstand aus dem Wunsch, Bugattis Luxusexpertise mit Rimacs Elektrofahrzeug-Technologie zu verbinden.

Beteiligungsverhältnisse

Die Rimac Group hält 55% der Anteile an Bugatti Rimac, die Porsche AG 45%. Innerhalb der Rimac Group hält Gründer Mate Rimac rund 35%, Porsche rund 22–24%, der südkoreanische Autokonzern Hyundai rund 11% und der Rest verteilt sich auf weitere Investoren und Streubesitz.

Ziele und Visionen

Das Joint Venture verfolgt das Ziel, hochleistungsfähige Hybrid- und perspektivisch auch Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Der Hauptsitz von Bugatti Rimac liegt in Sveta Nedelja, Kroatien; die Fahrzeugproduktion selbst bleibt in Molsheim, Frankreich.

Wem gehört Bugatti?

Bugatti Rimac, der aktuelle Eigentümer der legendären Automarke, entstand 2021 durch ein Joint Venture. Die Rimac Group hält 55% der Anteile, die Porsche AG 45%.

Innerhalb der Rimac Group sind die wichtigsten Anteilseigner:

  • Mate Rimac (Gründer und CEO): rund 35%
  • Porsche AG: rund 22–24%
  • Hyundai Motor Group: rund 11%
  • Streubesitz und weitere Investoren: restliche Anteile

Die Porsche AG selbst gehört mehrheitlich der Volkswagen AG. Diese Verflechtung zeigt, wie Bugatti Teil eines breiten Netzwerks in der Automobilindustrie ist – die Marke profitiert von der Technologie-Expertise der Rimac Group und der langjährigen Erfahrung der Porsche AG im Luxussegment.

Die Rolle der Rimac Group

Die Rimac Group spielt eine entscheidende Rolle in der Zukunft von Bugatti. Mit einem Anteil von 55% am Joint Venture bringt das kroatische Unternehmen seine Expertise in der Elektromobilität ein. Rimac Automobili, bekannt für seine Elektro-Hypercars wie den Nevera, gilt als einer der technologischen Vorreiter der Branche.

Mate Rimac als Schlüsselfigur

Mate Rimac, Gründer von Rimac Automobili, steht seit dem 1. November 2021 als CEO an der Spitze von Bugatti Rimac. Rimac Technology liefert zudem Batterie- und Elektroantriebskomponenten an andere Premiumhersteller.

Porsche AG als strategischer Partner

Im Juli 2021 erwarb die Porsche AG 45% der Anteile am neu gegründeten Joint Venture Bugatti Rimac. Der Volkswagen-Konzern, zu dem Porsche gehört, hatte Bugatti zuvor an Rimac Automobili und die Porsche AG verkauft. Porsche hält zudem eine direkte Beteiligung an der Rimac Group selbst. Die Porsche AG ist seit 2022 wieder börsennotiert, steht aber weiterhin mehrheitlich unter dem Einfluss der Volkswagen AG.

Aktuelle Produktpalette von Bugatti

Nachfolger des Bugatti Chiron ist der 2024 vorgestellte Bugatti Tourbillon, das neue Flaggschiff der Marke. Anders als seine Vorgänger Veyron und Chiron, die auf dem 8,0-Liter-W16-Motor basierten, kombiniert der Tourbillon einen neu entwickelten, natur aspirierten V16-Verbrennungsmotor mit einem Drei-Motoren-Hybridsystem und erreicht eine Systemleistung von rund 1.800 PS. Der Chiron selbst wurde in mehreren Varianten gebaut, darunter Chiron Sport und Chiron Super Sport 300+, sowie in limitierten Sondermodellen wie „La Voiture Noire“, einem Einzelstück als Hommage an den legendären Typ 57 SC Atlantic.

Finanzielle Situation und Geschäftsentwicklung

Genaue Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlicht Bugatti nicht separat, da das Unternehmen als Joint Venture in die Konzernstrukturen von Rimac Group und Porsche eingebunden ist. 2020 war trotz der Pandemie mit 77 ausgelieferten Fahrzeugen ein Rekordjahr für die Marke; seit 2005 wurden insgesamt über 700 Fahrzeuge verkauft. Die Rimac Group verfolgt ambitionierte Wachstumspläne, insbesondere im Bereich der Elektromobilitäts-Zulieferung an andere Automobilhersteller.

Standorte und Produktionsstätten

Bugatti fertigt seine exklusiven Fahrzeuge weiterhin in Molsheim, Frankreich, in aufwendiger Handarbeit mit einer sehr geringen Jahresproduktion. Der Hauptsitz von Bugatti Rimac befindet sich in Sveta Nedelja, Kroatien, wo Rimac seine Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge und -komponenten ausbaut. Diese Verbindung von französischer Handwerkskunst und kroatischer Innovationskraft prägt die Zukunft der Marke Bugatti.

Management und Führungsstruktur

Das Führungsteam von Bugatti Rimac vereint Expertise aus der Automobilbranche und der Elektromobilität. An der Spitze steht Mate Rimac als CEO. Christophe Piochon fungiert als President der Marke Bugatti. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, ist im Aufsichtsrat vertreten.

Marktposition und Wettbewerb

Bugatti nimmt im Luxusmarkt der Hypercars eine Spitzenposition ein und konkurriert mit Marken wie Koenigsegg, Pagani sowie ausgewählten Modellen von McLaren und Ferrari. Die Exklusivität von Bugatti spiegelt sich in den geringen Produktionszahlen wider – die Marke fertigt nur wenige hundert Fahrzeuge pro Jahr, was zur Wertstabilität und Begehrtheit der Modelle beiträgt.

Fazit

Seit dem Verkauf durch Volkswagen 2021 gehört Bugatti zu 55% der Rimac Group und zu 45% der Porsche AG – organisiert im gemeinsamen Joint Venture Bugatti Rimac unter CEO Mate Rimac. Diese Eigentümerstruktur verbindet Bugattis jahrzehntelange Luxus- und Motorsport-Tradition aus Molsheim mit der Elektromobilitäts-Expertise des kroatischen Rimac-Konzerns. Sichtbarster Ausdruck dieser Partnerschaft ist der 2024 vorgestellte Bugatti Tourbillon, der als Nachfolger des Chiron das Erbe der Marke mit neuer Hybridtechnologie fortführt.

FAQ

Wem gehört Bugatti heute?

Bugatti gehört dem Joint Venture Bugatti Rimac. Die Rimac Group hält 55% der Anteile, die Porsche AG 45%. Die Porsche AG wiederum gehört mehrheitlich der Volkswagen AG.

Wer hat Bugatti gegründet und wo?

Bugatti wurde 1909 von Ettore Bugatti in Molsheim, Elsass, gegründet. Die 1920er und 1930er Jahre waren die Blütezeit des Unternehmens.

Wie kam es zur Übernahme von Bugatti durch die Volkswagen AG?

Die Volkswagen AG übernahm 1998 die Design- und Namensrechte an Bugatti von Romano Artioli. Im Jahr 2000 wurde Bugatti Automobiles S.A.S. gegründet. Unter VW-Führung entwickelte Bugatti den Veyron 16.4, der 2005 in Produktion ging.

Was sind die Hintergründe der Partnerschaft zwischen Bugatti, Rimac und Porsche?

Das Joint Venture Bugatti Rimac wurde am 1. November 2021 gegründet. Ziel ist die Kombination von Bugattis Luxusmarken-Expertise mit Rimacs Elektrofahrzeug-Technologie. Porsche hält zusätzlich Anteile an der Rimac Group.

Welche Rolle spielt die Rimac Group bei Bugatti?

Die Rimac Group bringt technologische Expertise in Elektrofahrzeugen und Batterietechnologie ein. Mate Rimac, Gründer von Rimac Automobili, ist CEO von Bugatti Rimac.

Wie ist die Beteiligung der Porsche AG an Bugatti Rimac?

Die Porsche AG hält 45% an Bugatti Rimac sowie eine direkte Beteiligung an der Rimac Group. Oliver Blume sitzt als Vorstandsvorsitzender der Porsche AG im Aufsichtsrat von Bugatti Rimac.

Was ist das aktuelle Flaggschiff-Modell von Bugatti?

Seit 2024 ist der Bugatti Tourbillon das neue Flaggschiff und der Nachfolger des Chiron. Er kombiniert einen V16-Verbrennungsmotor mit einem Drei-Motoren-Hybridsystem und leistet rund 1.800 PS.

Wie entwickelt sich Bugatti finanziell?

Bugatti verzeichnete 2020 trotz der Pandemie das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte mit 77 ausgelieferten Fahrzeugen. Separate Finanzzahlen veröffentlicht das Unternehmen als Teil des Joint Ventures nicht.

Wo werden Bugatti-Fahrzeuge produziert?

Die Produktion von Bugatti-Fahrzeugen findet weiterhin in Molsheim, Frankreich, statt. Der Hauptsitz von Bugatti Rimac ist in Sveta Nedelja, Kroatien. Die Fahrzeuge werden in aufwendiger Handarbeit gefertigt.

Wer sind die Schlüsselpersonen im Management von Bugatti Rimac?

Mate Rimac ist CEO von Bugatti Rimac. Christophe Piochon ist President der Marke Bugatti. Oliver Blume von Porsche sitzt im Aufsichtsrat.

Wer sind die Hauptkonkurrenten von Bugatti?

Bugatti positioniert sich im ultra-exklusiven Segment der Hypercars. Hauptkonkurrenten sind Koenigsegg, Pagani und spezielle Modelle von McLaren und Ferrari.