Wem gehört Denns BioMarkt? Eigentümer, Struktur und Geschichte

Wem gehört Denns Biomarkt?

Denns BioMarkt gehört zur dennree-Gruppe aus Töpen in Oberfranken – und die ist bis heute ein reines Familienunternehmen. Gründer Thomas Greim baute den Bio-Großhandel ab 1974 auf und führte ihn über fünf Jahrzehnte; nach seinem Tod im Oktober 2025 leiten seine Kinder Mareike Nossol und Joseph Nossol die dennree GmbH als Geschäftsführer, so das Impressum von biomarkt.de. Es gibt keine externen Investoren, keine Börsennotierung und keinen Konzern im Hintergrund. Stand September 2026 betreibt die Gruppe mehr als 410 Denns BioMärkte in Deutschland und Österreich und erzielte 2025 nach eigenen Angaben rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz.

Key Takeaways

  • Denns BioMarkt ist die eigene Filialkette der dennree GmbH mit Sitz in Töpen bei Hof (Amtsgericht Hof, HRB 564).
  • Die dennree-Gruppe ist familiengeführt und befindet sich im Besitz der Gründerfamilie Greim; einen Fremdinvestor gibt es nicht.
  • Gründer Thomas Greim (Jahrgang 1952) starb am 22. Oktober 2025 im Alter von 73 Jahren; seine Kinder Mareike und Joseph Nossol waren bereits im Januar 2024 in die Geschäftsführung eingetreten.
  • 2025 erzielte die Gruppe laut Pressemitteilung vom Februar 2026 rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von acht Prozent; sie beschäftigt etwa 8.500 Menschen.
  • Zum 31. Dezember 2025 zählte die Kette 411 Denns BioMärkte; für 2026 sind rund 25 weitere Standorte geplant.
  • Neben den eigenen Filialen beliefert dennree als Großhändler mehr als 1.200 Bio-Fachgeschäfte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol.
  • Unter der Dachmarke BioMarkt Verbund sind über 530 selbstständige und eigene Bio-Märkte zusammengefasst.
Namedennree GmbH (Muttergesellschaft) / Denns BioMarkt (Filialkette)
Gegründet1974 (dennree); 2003 (Denns BioMarkt)
SitzHofer Straße 11, 95183 Töpen (Oberfranken)
BrancheBio-Großhandel und Bio-Fachhandel
EigentümerGründerfamilie Greim (Familienunternehmen, keine externen Anteilseigner)
FührungMareike Nossol und Joseph Nossol, Geschäftsführer (laut Impressum, Stand September 2026)
Umsatz / Mitarbeiterrund 1,6 Mrd. Euro (2025) / rund 8.500 Beschäftigte (Unternehmensangaben, Februar 2026)

Geschichte: Vom Milchlaster zur größten Bio-Supermarktkette

Die Geschichte von dennree beginnt 1974 auf einem Hof in Moosach bei München. Der damals 22-jährige Thomas Greim fuhr mit einem gebrauchten Opel Blitz Demeter-Milchprodukte von Chiemgauer Bauern zu Reformhäusern und den ersten Naturkostläden, wie das Unternehmen in seiner Firmenchronik beschreibt. Der Name leitet sich vom französischen Ausdruck „denrées alimentaires de base“ ab, also Grundnahrungsmittel. Schon 1975 zog der Betrieb nach Töpen bei Hof, wo bis heute die Zentrale steht; im selben Jahr entstand die Eigenmarke dennree mit Demeter-Frischmilch in der Glasflasche. 1976 kamen Obst und Gemüse aus biologisch-dynamischem Anbau hinzu.

Ab Mitte der 1980er-Jahre wandelte sich dennree vom reinen Großhändler zum Partner des Einzelhandels. Anfang der 1990er-Jahre startete das BioMarkt-Partnerkonzept mit selbstständigen Händlern, das Unterstützung bei Ladenplanung, Sortiment, Marketing und Finanzierung bot. 2003 folgte der Schritt in den eigenen Einzelhandel: Unter dem Namen Denns BioMarkt eröffnete die Gruppe erste eigene Filialen. 2009 wurde die Verbundgruppe BioMarkt formalisiert, 2013 gründete das Unternehmen die Zukunftsstiftung BioMarkt mit, und 2015 übernahm dennree den sächsischen Betrieb Agrofarm 2000 und stellte ihn als Hofgut Eichigt auf Bio um. Seit 2020 treten die eigenen und die partnerschaftlich geführten Läden gemeinsam unter der Dachmarke BioMarkt Verbund auf. Laut Wikipedia gehört seit 2001 zudem der Öko-Textilanbieter Living Crafts zur Gruppe.

Eigentümerstruktur im Detail: Familie Greim und der Generationswechsel

Rechtlich ist Denns BioMarkt keine eigenständige Marke mit fremden Gesellschaftern, sondern das Einzelhandelsgeschäft der dennree GmbH. Das Impressum von biomarkt.de nennt die dennree GmbH mit Sitz in Töpen, eingetragen beim Amtsgericht Hof unter HRB 564, und als vertretungsberechtigte Geschäftsführer Joseph Nossol und Mareike Nossol. Die Fachpresse und das Unternehmen selbst beschreiben die Gruppe durchgängig als familiengeführt; das Branchenportal Die Deutsche Wirtschaft führt die Familie Greim als Inhaber der dennree-Gruppe. Detaillierte Angaben zu den einzelnen Gesellschaftsanteilen veröffentlicht das Unternehmen nicht – belegt ist aber, dass das Kapital vollständig in Familienhand liegt und weder Finanzinvestoren noch ein Handelskonzern beteiligt sind.

Der Generationswechsel wurde in mehreren Schritten vorbereitet. Wie BioHandel und der Branchendienst FiM Anfang Februar 2024 berichteten, traten Mareike Nossol und Joseph Nossol im Januar 2024 neben ihrem Vater Thomas Greim in die Geschäftsführung der dennree GmbH ein. Greim hatte das Unternehmen bis dahin als alleiniger Geschäftsführer geführt. Joseph Nossol übernahm die Verantwortung für die Denns BioMärkte, Mareike Nossol das Österreich-Geschäft und strategische Aufgaben in der dennree GmbH. Beide Geschwister waren zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 15 Jahre in leitenden Positionen im Unternehmen tätig. Ein weiterer Bruder, Lukas Nossol, verantwortet laut FiM die Unternehmenskommunikation.

Am 22. Oktober 2025 starb Thomas Greim im Alter von 73 Jahren, wie BioHandel, Lebensmittel Praxis und das Unternehmen selbst mitteilten. Greim, 1952 in Oberfranken geboren, hinterließ acht Kinder; Mareike und Joseph Nossol führten die Gruppe nahtlos weiter. In der Todesanzeige des Unternehmens kündigten die beiden an, den „roten Faden gemeinsam mit der Familie und vielen engagierten Mitarbeitenden“ fortzuführen. Stand September 2026 bestätigt das Impressum diese Struktur: Die dennree GmbH wird von den beiden Geschwistern geführt, die Eigentümerschaft liegt bei der Familie.

Geschäftsmodell und Zahlen

Die dennree-Gruppe vereint drei Geschäftsfelder unter einem Dach. Erstens den Bio-Großhandel: Mit eigener Logistik beliefert dennree nach Unternehmensangaben mehr als 1.200 Bio-Märkte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol und führt ein Sortiment von über 14.000 Artikeln, darunter die Eigenmarken dennree, Gustoni und Königshofer. Zweitens den eigenen Einzelhandel unter der Marke Denns BioMarkt. Drittens den BioMarkt Verbund, in dem über 530 selbstständig geführte Bio-Märkte mit den Denns-Filialen unter gemeinsamer Dachmarke auftreten. Alle Produkte stammen laut Unternehmen zu 100 Prozent aus kontrolliert ökologischem Anbau.

Wirtschaftlich läuft es für den Bio-Pionier trotz des schwierigen Marktumfelds gut. Laut der Pressemitteilung zum Geschäftsjahr, über die Lebensmittel Praxis und BioHandel am 11. Februar 2026 berichteten, stieg der Umsatz der Gruppe 2025 um acht Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Für 2017 nannte Wikipedia auf Basis des damaligen Jahresabschlusses 968,9 Millionen Euro, 2023 lag der Nettoumsatz laut FiM bei 1,3 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten wuchs von rund 7.500 (Anfang 2024) auf etwa 8.500 (Anfang 2026). Zum 31. Dezember 2025 betrieb die Gruppe 411 Denns BioMärkte; 2025 wurden 15 neue Märkte eröffnet, sieben geschlossen und 13 modernisiert. Gewinnzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht.

Die Geschäftsführung führt das Wachstum auf den konsequenten Fokus auf den Bio-Fachhandel, faire Preise und Kundennähe zurück. Für 2026 kündigten Mareike und Joseph Nossol eine Anhebung der Löhne um zwei Prozent an, der Mindestlohn im Unternehmen stieg auf 15 Euro brutto pro Stunde.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

Das Jahr 2025 stand für dennree im Zeichen des Abschieds von Thomas Greim, das Jahr 2026 im Zeichen von Expansion und Digitalisierung. Im Januar 2026 nahm das Unternehmen eine neue Österreich-Zentrale mit Logistikzentrum in Betrieb und startete die Kunden-App von Denns BioMarkt, die nach Unternehmensangaben binnen weniger Wochen mehr als 250.000 Mal heruntergeladen wurde. Parallel rollt die Gruppe ein KI-gestütztes Warenwirtschaftssystem des Anbieters Relex in allen Märkten aus, das Bestellungen automatisieren und Lebensmittelabfälle reduzieren soll.

Für 2026 plant die Gruppe rund 25 weitere Standorte, von denen zu Jahresbeginn bereits 15 unter Vertrag waren. Der Newsroom des Unternehmens meldete im Sommer 2026 laufend Neueröffnungen und Modernisierungen, etwa in Erlangen (September 2026) und Stuttgart-Weilimdorf (Juli 2026), sowie Jubiläen einzelner Filialen. Im August 2026 positionierte sich dennree zudem in der politischen Debatte um eine Zuckersteuer. Die Kooperation mit Too Good To Go erreichte im Juli 2026 laut Unternehmensangaben 2,2 Millionen gerettete Überraschungspakete. Eine Änderung der Eigentümerverhältnisse gab es in diesem Zeitraum nicht.

FAQ

Wem gehört Denns BioMarkt? Denns BioMarkt ist die Filialkette der dennree GmbH aus Töpen. Das Unternehmen ist ein Familienunternehmen im Besitz der Gründerfamilie Greim; externe Investoren gibt es nicht (Stand September 2026).

Wer führt dennree nach dem Tod von Thomas Greim? Laut Impressum sind Mareike Nossol und Joseph Nossol Geschäftsführer der dennree GmbH. Die beiden Kinder des Gründers waren im Januar 2024 in die Geschäftsführung eingetreten; Thomas Greim starb am 22. Oktober 2025.

Gehört Denns BioMarkt zu Edeka, Rewe oder Alnatura? Nein. Denns BioMarkt ist unabhängig von den großen Lebensmittelkonzernen und auch nicht mit Alnatura verbunden. Eigentümer und Betreiber ist ausschließlich die dennree-Gruppe.

Wie viele Denns BioMärkte gibt es? Zum 31. Dezember 2025 waren es 411 Märkte in Deutschland und Österreich. Für 2026 sind rund 25 weitere Eröffnungen geplant.

Wie viel Umsatz macht die dennree-Gruppe? Nach Unternehmensangaben vom Februar 2026 lag der Umsatz 2025 bei rund 1,6 Milliarden Euro, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Gewinnzahlen werden nicht veröffentlicht.

Fazit

Denns BioMarkt ist einer der wenigen großen deutschen Lebensmittelhändler, hinter dem weder ein Konzern noch ein Finanzinvestor steht. Die dennree-Gruppe gehört der Gründerfamilie Greim, und der Generationswechsel auf Mareike und Joseph Nossol wurde noch zu Lebzeiten von Thomas Greim eingeleitet. Mit rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz, mehr als 410 Filialen und über 8.000 Beschäftigten ist das Töpener Unternehmen die größte Bio-Supermarktkette im deutschsprachigen Raum – und wächst, Stand September 2026, weiter aus eigener Kraft.