Terence Hill, bürgerlich Mario Matteo Girotti, zählt zu den bekanntesten Schauspielern Europas. Geboren am 29. März 1939 in Venedig, wurde er an der Seite von Bud Spencer mit Filmen wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ zur Kultfigur und spielte später über zwei Jahrzehnte den radelnden Pfarrer in „Don Matteo“. Mit 87 Jahren steht er 2026 noch immer vor und hinter der Kamera: Ein neuer Western um seine Paradefigur Trinità ist in Arbeit. Dieser Artikel fasst Biographie, Karriere, Einnahmequellen und die Entwicklungen der Jahre 2025 und 2026 zusammen.
Key Takeaways
- Geboren 1939 in Venedig als Sohn eines Italieners und einer Sächsin; von 1943 bis 1947 wuchs er in Lommatzsch bei Dresden auf.
- Der Künstlername entstand 1967 für „Gott vergibt – Django nie!“, den ersten Erfolg mit Bud Spencer; „Mein Name ist Nobody“ (1973) gilt als seine bekannteste Rolle.
- Von 2000 bis 2022 spielte er in 13 Staffeln „Don Matteo“ auf Rai 1; Nachfolger wurde Raoul Bova.
- Seit 2017 betreibt die Familie die „Gelateria Girotti“ in Amelia, seit 2019 einen Eis-Saloon in Dresden.
- Seit November 2022 besitzt er neben der italienischen und US-amerikanischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft.
- Im Mai 2026 bestätigte er laufende Dreharbeiten zu seinem Western „Trinità, la suora e la pistola“.
- Offizielle Angaben zu seinem Vermögen existieren nicht; uamr.de nennt keine Beträge.
| Name | Terence Hill (bürgerlich Mario Matteo Girotti) |
|---|---|
| Geboren | 29. März 1939 in Venedig, Italien |
| Beruf/Funktion | Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent |
| Unternehmen | Gelateria Girotti (Amelia, seit 2017; Dresden, seit 2019) |
| Familie/Wohnort | Verheiratet seit 1967 mit Lori Zwicklbauer; Sohn Jess (geb. 1969), Adoptivsohn Ross (1973–1990); wohnhaft in Amelia (Umbrien) |
| Einnahmequellen | Filmgagen, Serienhonorare („Don Matteo“, „Die Bergpolizei“), Regie- und Drehbucharbeiten, Lizenz- und Merchandising-Rechte, Eisdielen, Werbeaufträge |
Herkunft und Kindheit zwischen Venedig und Sachsen
Mario Girotti kam am 29. März 1939 in Venedig zur Welt. Sein Vater Girolamo Girotti war Chemiker aus Amelia in Umbrien, seine Mutter Hildegard Thieme stammte aus Lommatzsch in Sachsen. Wegen des Krieges zog die Familie 1943 in den Heimatort der Mutter, wo der Junge bis 1947 aufwuchs und die Luftangriffe auf das nahe Dresden miterlebte. Deutsch war in diesen Jahren seine erste Sprache; Hill bezeichnet sie bis heute als seine Muttersprache.
1947 kehrte die Familie nach Amelia zurück. Mit zwölf Jahren entdeckte ihn Regisseur Dino Risi in einem Schwimmbad und besetzte ihn 1951 in „Vacanze col gangster“. Nach Schauspielausbildung und einigen Semestern Literaturstudium in Rom entschied er sich ganz für die Schauspielerei.
Karriere: Vom Karl-May-Darsteller zur Kultfigur
1963 spielte Girotti in Luchino Viscontis „Der Leopard“ neben Burt Lancaster und Claudia Cardinale, zwischen 1964 und 1966 in mehreren Karl-May-Verfilmungen, etwa „Winnetou 2. Teil“ (1964).
Der Durchbruch kam 1967 mit dem Italowestern „Gott vergibt – Django nie!“. Für diesen Film wählte er aus einer Liste den Namen „Terence Hill“, weil die Initialen denen seiner Mutter Thieme Hildegard entsprechen. Mit Bud Spencer bildete er fortan eines der erfolgreichsten Leinwandduos Europas: „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ (1970), „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1972) und „Zwei wie Pech und Schwefel“ (1974) prägten das Genre der Prügelkomödie. Die Zusammenarbeit dauerte bis zu „Die Troublemaker“ (1994); Bud Spencer starb am 27. Juni 2016.
Auch solo war Hill erfolgreich: „Mein Name ist Nobody“ (1973) mit Henry Fonda ist nach eigener Aussage sein Lieblingsfilm, 1991 führte er bei „Lucky Luke“ erstmals selbst Regie. Er erhielt unter anderem 1975 einen Bambi und 2010 einen David di Donatello. Ab 2000 folgte das zweite große Kapitel: In „Don Matteo“ spielte er auf Rai 1 einen Fahrrad fahrenden Pfarrer, der Kriminalfälle löst – 13 Staffeln und 259 Folgen lang. Von 2011 bis 2015 verkörperte er zudem in „Die Bergpolizei – Ganz nah am Himmel“ den Förster Pietro in Südtirol; 2018 inszenierte er mit „Mein Name ist Somebody“ seinen bislang letzten Kinofilm.
Abschied von „Don Matteo“ und Privatleben
Im Mai 2021 begannen die Dreharbeiten zur 13. Staffel von „Don Matteo“, aus der Hill nach der vierten Folge ausstieg, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Sein Abschied wurde 2022 ausgestrahlt, die Rolle des Serienpfarrers übernahm Raoul Bova. Im November 2022 erhielt Hill über seine Mutter die deutsche Staatsbürgerschaft.
Privat lebt er wieder in Amelia. Zuvor wohnte die Familie lange in Stockbridge in Massachusetts, wo 1990 sein Adoptivsohn Ross bei einem Autounfall starb. Mit Lori Zwicklbauer, einer Amerikanerin mit bayerischen Wurzeln, ist er seit 1967 verheiratet; Sohn Jess arbeitet im Filmgeschäft. Lommatzsch benannte 1998 sein Freibad nach ihm und ernannte ihn zum Ehrenbürger.
Aktuelle Entwicklung 2025 und 2026
Im Juni 2025 zeigten arte und der MDR die Dokumentation „Terence Hill: Pazifist und Cowboy“. Im Dezember 2025 erklärte Hill, dass die Dreharbeiten zu seinem Western „Trinità, la suora e la pistola“ in den Abruzzen begonnen hätten. Er führt Regie und spielt erneut Trinità; die Geschichte beruht auf der Ordensschwester Blandina Segale, die im 19. Jahrhundert in den amerikanischen Westen auswanderte und Billy the Kid begegnete. Das bereits 2023 angekündigte Projekt hat bis September 2026 keinen Starttermin; im Mai 2026 sagte Hill der Nachrichtenagentur ANSA, der Film könne „in etwa einem Jahr“ zu sehen sein.
Seinen 87. Geburtstag am 29. März 2026 verbrachte er beim Heimspiel von Venezia FC, wo ihn die Fans mit einem personalisierten Trikot ehrten. Im Juni 2026 erschien der für den Schweizer Discounter Denner gedrehte Fußball-Kurzfilm „The Socceritos“ mit Nationalspieler Granit Xhaka. Berichte über gesundheitliche Probleme gibt es nicht. Die oft als „neu“ bezeichnete Produktion „L’uomo che sognava con le aquile“ ist dagegen eine Rai-Miniserie von 2006.
Terence Hill Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Zu Terence Hills Vermögen gibt es keine offiziellen Zahlen; Schätzungen aus Promi-Portalen sind nicht nachprüfbar. uamr.de nennt deshalb keine Beträge, sondern beschreibt die wirtschaftliche Basis.
Die wichtigste Säule sind mehr als sieben Jahrzehnte Schauspielarbeit. Die Filme mit Bud Spencer gehörten zu den erfolgreichsten Produktionen ihrer Zeit und werden bis heute im Fernsehen und im Streaming ausgewertet. Hinzu kommen 259 Folgen „Don Matteo“ und 40 Folgen „Die Bergpolizei“, also über zwei Jahrzehnte regelmäßiger Serienhonorare. Als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent eigener Filme ist er zudem an der Wertschöpfung seiner Projekte beteiligt.
Eine zweite Säule bildet die Marke „Terence Hill“: Lizenzprodukte, das Videospiel „Bud Spencer & Terence Hill: Slaps and Beans“ (2017) und Fan-Festivals halten die Nachfrage lebendig. Dazu kommen die Eisdielen in Amelia und Dresden sowie gelegentliche Werbeaufträge wie der Denner-Kurzfilm 2026. Über Immobilien oder weitere Beteiligungen ist nichts öffentlich bekannt.
FAQ
Wie heißt Terence Hill wirklich? Sein bürgerlicher Name lautet Mario Matteo Girotti. Den Künstlernamen wählte er 1967, weil die Initialen T. H. denen seiner Mutter Thieme Hildegard entsprechen.
Spricht Terence Hill Deutsch? Ja. Er wuchs von 1943 bis 1947 in Lommatzsch in Sachsen auf und bezeichnet Deutsch als seine Muttersprache. Seit November 2022 ist er auch deutscher Staatsbürger.
Warum hat Terence Hill „Don Matteo“ verlassen? Er stieg 2021 während der Dreharbeiten zur 13. Staffel aus, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Sein Nachfolger in der Serie ist Raoul Bova.
Dreht Terence Hill 2026 noch Filme? Ja. Er arbeitet als Regisseur und Hauptdarsteller an „Trinità, la suora e la pistola“, der laut seiner Aussage vom Mai 2026 in etwa einem Jahr erscheinen könnte.
Wie hoch ist das Vermögen von Terence Hill? Offizielle Zahlen gibt es nicht. uamr.de nennt keine Beträge; die Vermögensbasis besteht aus jahrzehntelangen Film- und Serienhonoraren, Lizenzrechten und den Eisdielen in Amelia und Dresden.
Fazit
Terence Hills Karriere reicht vom italienischen Nachkriegskino über den Italowestern bis zum Fernsehpfarrer „Don Matteo“, und sie ist auch mit 87 Jahren nicht beendet. Seine wirtschaftliche Grundlage beruht auf jahrzehntelanger Arbeit vor und hinter der Kamera, einer über Generationen bekannten Marke und den Familienbetrieben in Amelia und Dresden. Konkrete Vermögenszahlen bleiben Spekulation, weshalb uamr.de darauf verzichtet. Ob der neue Trinità-Western wie angekündigt 2027 erscheint, bleibt abzuwarten.