Sigrid und Marina sind ein österreichisches Gesangsduo aus dem Salzkammergut, das der volkstümlichen Musik und dem Schlager zugeordnet wird. Die Schwestern Sigrid und Marina Hutterer stammen aus Gmunden in Oberösterreich und treten seit der Gründung ihres Duos im Jahr 1998 gemeinsam auf. Ihre Laufbahn umfasst zahlreiche Studioalben, Fernsehauftritte und eine Teilnahme am Grand Prix der Volksmusik, den sie 2007 gewannen.
Herkunft und frühe Jahre
Sigrid Hutterer wurde am 9. April 1981 geboren, ihre Schwester Marina Hutterer am 12. August 1984. Beide wuchsen im oberösterreichischen Salzkammergut auf und erhielten dort eine musikalische Ausbildung. Die Region um Gmunden bildet bis heute den biografischen Bezugspunkt des Duos; dort liegt auch der Ausgangspunkt ihrer gemeinsamen musikalischen Tätigkeit.
1998 gründeten die Schwestern ihr Gesangsduo. Erste Veröffentlichungen folgten Ende der 1990er Jahre; nach eigenen Angaben begann die aktive Bühnenlaufbahn mit Auftritten bei lokalen Veranstaltungen und Talentwettbewerben, bevor erste eigene Singles entstanden.
Werdegang und musikalische Laufbahn
Sigrid und Marina sind im Bereich der volkstümlichen Musik und des Schlagers aktiv. Mehrfach traten sie bei den österreichischen Vorausscheidungen zum Grand Prix der Volksmusik an. 2007 gewannen sie den Wettbewerb mit dem Titel „Alles hat zwei Seiten“. Dieser Erfolg gilt als einer der Wendepunkte ihrer Karriere und brachte dem Duo eine überregionale Bekanntheit im deutschsprachigen Raum.
Im Laufe der folgenden Jahre veröffentlichten Sigrid und Marina mehrere Studioalben. Dazu zählen unter anderem die mehrteilige Reihe „Heimatgefühle“ sowie das Album „Halleluja der Berge“. Begleitet wurde ihre musikalische Laufbahn von Fernsehauftritten, darunter eine eigene Sendung unter dem Titel „Heimatgefühle – Von Herzen“, die auch als DVD veröffentlicht wurde. Für diese Sendung reisten die Schwestern durch die österreichischen Bundesländer und besuchten dabei Orte, die ihnen persönlich wichtig sind.
Die künstlerische Laufbahn des Duos wird von Manager Gerhard Hofbauer begleitet. Die Tiroler Tageszeitung beschreibt Sigrid und Marina als seit mehr als 20 Jahren feste Größe der volkstümlichen Musikbranche, mit mehreren Goldenen Schallplatten, eigenen Fernsehformaten und Konzerttourneen im deutschsprachigen Raum.
Karriere-Stationen
Dem Sieg beim Grand Prix der Volksmusik 2007 gingen mehrere Teilnahmen an den österreichischen Vorausscheidungen des Wettbewerbs voraus, bei denen Sigrid und Marina nach vorliegenden Übersichten in den Jahren zuvor Platzierungen im Mittelfeld erreichten. Nach dem Sieg mit „Alles hat zwei Seiten“ folgten laut verfügbaren Übersichten weitere Auftritte bei bekannten Fernsehformaten der volkstümlichen Musik, darunter der Musikantenstadl sowie, im Jahr 2010, ein Auftritt beim Hansi-Hinterseer-Open-Air.
Die Diskografie des Duos erstreckt sich über mehr als zwei Jahrzehnte. Nach ersten Singles Ende der 1990er Jahre erschienen im Lauf der 2000er und 2010er Jahre regelmäßig neue Alben, darunter die Reihe „Heimatgefühle“ in mehreren Fortsetzungen sowie Kompilationen mit bisherigen Erfolgstiteln. Laut vorliegender Diskografie-Übersicht feierten Sigrid und Marina 2018 ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum, begleitet von einer eigenen Jubiläums-Veröffentlichung; 2023 folgte demnach mit einer Doppel-CD eine weitere Zusammenstellung aus ihrem bisherigen Repertoire.
Parallel zu ihrer Tätigkeit als Musikduo standen Sigrid und Marina wiederholt auch für eigene Fernsehproduktionen vor der Kamera, in denen sie ihre Heimatregion und andere österreichische Bundesländer vorstellten. Diese Formate verbanden musikalische Auftritte mit Reiseberichten und Porträts einzelner Orte.
Aktuelles Wirken
In den vergangenen Jahren rückte bei Sigrid und Marina verstärkt die religiöse Ausrichtung einzelner Veröffentlichungen in den Vordergrund. Mit einem Album, das Titel wie „Halleluja der Berge“ und „Der Herr segne Dich“ enthält, veröffentlichte das Duo eine Sammlung christlich geprägter Lieder. Die Produktion sei, so die Schwestern gegenüber der Tiroler Tageszeitung, „aus tiefster Überzeugung“ entstanden. Die Titel sind musikalisch unterschiedlich umgesetzt: orchestral mit großem Chor, schlicht mit Gitarre und Harmonika oder a cappella gesungen.
Der Glaube wird von beiden Schwestern als wichtiger Bestandteil ihres Lebens beschrieben. Die Entscheidung, sich mit einem eigenen Projekt bewusst christlichen Themen zuzuwenden, fiel nach eigener Darstellung zu einem Zeitpunkt, als der weltliche Partyschlager in der Branche stark gefragt war.
Persönliches
Sigrid und Marina Hutterer sind Schwestern und treten ausschließlich gemeinsam auf. Öffentlich zugängliche Informationen zu ihrem Privatleben sind begrenzt; im Mittelpunkt ihrer öffentlichen Auftritte steht die gemeinsame musikalische Arbeit. Ihr Management betont laut Tiroler Tageszeitung, dass sich die beiden künstlerisch nicht verbiegen lassen und an ihrem eigenen musikalischen Stil festhalten, auch wenn sich Trends in der Branche verändern.
Die Bühnenlaufbahn des Duos erstreckt sich mittlerweile über mehr als zwei Jahrzehnte. In dieser Zeit traten Sigrid und Marina regelmäßig bei Fernsehformaten der volkstümlichen Musik auf und sind bei Konzerten in Österreich, Deutschland und der Schweiz präsent.
Musikalisch bewegen sich Sigrid und Marina zwischen traditioneller Volksmusik, volkstümlichem Schlager und, in jüngerer Zeit, geistlich geprägten Liedern. Ihre Auftritte reichen von großen Fernsehshows bis zu kleineren, auf die eigene Fangemeinde zugeschnittenen Konzerten. Dabei hat sich das Duo nach eigener Darstellung bewusst gegen kurzfristige Musiktrends und für einen über die Jahre konstanten künstlerischen Kurs entschieden.
Quellen-Fazit
Für diesen Beitrag wurden unter anderem ein Bericht der Tiroler Tageszeitung über das Duo sowie frei zugängliche Übersichten zur Diskografie und Karriere von Sigrid und Marina herangezogen. Angaben zu Geburtsdaten und Herkunft stammen aus einer öffentlich zugänglichen Online-Quelle zum Duo. Einzelne Detailangaben aus älteren, nicht eindeutig belegbaren Quellen wurden bei der Erstellung dieses Artikels bewusst nicht übernommen.