Roland Käse (Roland Ludomirska) – Biografie und Karriere

Roland Käse Millionär Vermögen und Biographie

Roland Ludomirska, öffentlich bekannt unter den Namen „Roland Käse“ und „Käse-Millionär“, ist ein österreichischer Unternehmer. Er wurde durch seine Käsemarke Crazy Cheese Manufacture bekannt, die Käse konsequent als Luxus- und Lifestyleprodukt vermarktete. Seit 2024 tritt er zudem in Reality-TV-Formaten auf. Im Sommer 2026 meldete sein Unternehmen Insolvenz an.

Herkunft und Werdegang

Ludomirska stammt ursprünglich aus der Steiermark. Beruflich ist er seit Jahrzehnten eng mit dem Wiener Viktor-Adler-Markt im Bezirk Favoriten verbunden. Nach eigenen Angaben begann er dort zunächst mit einem Brotstand, der sich später zu einem Käsestand entwickelte. Gelernt hat er ursprünglich den Beruf des Fotokaufmanns. Medienberichten zufolge ist er seit rund 25 Jahren im Käsehandel tätig; seine Marke existiert nach eigenen Angaben seit etwa sechs Jahren in ihrer heutigen Form. Vor der Gründung der späteren Ladenkette verkaufte er Käse über mehrere Jahre hinweg auf Verbrauchermessen in verschiedenen europäischen Ländern, unter anderem 2012 auf der Messe „Land & Genuss“ in Frankfurt am Main. Dieses Messegeschäft endete mit dem Beginn der Corona-Pandemie.

Von „Käsehimmel“ zu Crazy Cheese Manufacture

Seine erste Marke trug den Namen „Käsehimmel“, bevor Ludomirska sie zu „Crazy Cheese“ beziehungsweise „Crazy Cheese Manufacture“ weiterentwickelte. Die angebotenen Käsesorten wurden importiert und stammten laut Berichterstattung aus den Niederlanden. Im März 2020 eröffnete Ludomirska einen Flagship-Store im Einkaufszentrum Shopping City Süd in Vösendorf bei Wien. In der Folge kamen weitere Filialen hinzu; allein im Jahr 2020 erweiterte das Unternehmen nach eigenen Angaben um sieben neue Standorte. Als mittelfristiges Ziel wurde eine Expansion auf insgesamt 200 Filialen genannt, zunächst in österreichischen Innenstädten, danach in deutschen Großstädten wie München, Berlin und Hamburg.

Geschäftsmodell und öffentliche Wahrnehmung

Ein zentrales Element der Unternehmensstrategie war die Social-Media-Präsenz: Seit März 2020 veröffentlichte Ludomirska regelmäßig inszenierte Videos auf Facebook und Instagram, in denen er unter anderem in Designerkleidung, am Pool und mit Champagner auftrat. Mit dieser Inszenierung verband sich das erklärte Ziel, Käse im Bewusstsein eines breiteren Publikums als Luxusprodukt zu verankern.

Die öffentliche Wahrnehmung der Marke blieb dabei geteilt. Online-Bewertungsportale zeigten je nach Plattform deutlich unterschiedliche Ergebnisse: Auf Google überwogen über rund 350 Bewertungen hinweg kritische Stimmen, während Trusted Shops über 165 Bewertungen ein deutlich positiveres Bild zeichnete. Kritiker warfen dem Unternehmen unter anderem zu knapp bemessene Käseportionen, überhöhte Rechnungen und mangelhaften Service vor; in Medienberichten wurde zudem der Verdacht thematisiert, ein Teil der positiven Bewertungen sei nicht authentisch. Ludomirska wies die Vorwürfe zurück und erklärte laut Berichten, ein erheblicher Teil der negativen Bewertungen stamme von Mitbewerbern aus der Milchwirtschaft.

Reality-TV-Auftritte

Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit wurde Ludomirska auch als Reality-TV-Teilnehmer bekannt. 2024 nahm er an der Streaming-Show „Forsthaus Rampensau“ auf Joyn teil, bei der er gemeinsam mit seinem Butler Dominic als Duo auftrat. Die beiden erreichten das Finale nicht, erfreuten sich in der Berichterstattung aber einer gewissen Sympathie beim Publikum.

Ab dem 3. August 2026 war Ludomirska zudem als einer von drei österreichischen Teilnehmern in der zweiten Staffel der SAT.1/Joyn-Produktion „Villa der Versuchung“ zu sehen. Während seiner Teilnahme geriet er mit einem Mitbewohner in einen verbalen Konflikt, in dessen Folge die Produktion vor einer möglichen körperlichen Auseinandersetzung warnte; ein weiterer Mitbewohner zeigte sich von Ludomirskas Äußerungen zu Menschen in finanziell schwächerer Lage betroffen. Ludomirska wurde am Ende der Staffel von den übrigen Bewohnern aus der Villa gewählt.

Insolvenz von Crazy Cheese Manufacture

Im Juli 2026 meldeten die Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH und deren hundertprozentige Tochtergesellschaft MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH beim Landesgericht Graz Insolvenz an. Eine Fortführung des Geschäfts war laut Berichterstattung nicht vorgesehen. Als Hauptursache wurde die wirtschaftliche Entwicklung infolge der Corona-Pandemie genannt: 2020 waren mehrere neue Standorte eröffnet worden, die anschließenden Lockdowns führten jedoch zu Schließungen und Umsatzeinbußen. Ein weiterer Nachfragerückgang im Jahr 2026 wurde mit einer gesunkenen Kaufkraft der Kundschaft begründet. Eine Sanierung des Unternehmens scheiterte, sämtliche Filialen wurden geschlossen. Dem Insolvenzantrag zufolge sind rund 30 Gläubiger betroffen.

Im Auftrag des Insolvenzverwalters versteigerte das Auktionshaus Aurena im August 2026 das Inventar der Firmenzentrale in Hart bei Graz. Die rund 660 Positionen umfassten unter anderem Käselaibe, gastronomische Ausstattung, Werbeartikel sowie Dekorationsgegenstände wie Champagnergläser, Kaviardosen, einen Kronleuchter, eine Discokugel und einen Champagnersäbel. Die Besichtigung fand am 20. August 2026 statt, die ersten Zuschläge wurden ab dem 24. August 2026 erteilt. Ludomirska kündigte die Schließung seines Hauptsitzes am 13. August 2026 über Instagram an und äußerte sich dahingehend, er trenne sich „schweren Herzens“ von der Firmenzentrale, Crazy Cheese sei „nun Geschichte“.

Persönliches

Über das Privatleben von Roland Ludomirska ist öffentlich wenig bekannt. Er stammt ursprünglich aus der Steiermark, seine berufliche Laufbahn ist jedoch eng mit dem Wiener Viktor-Adler-Markt verknüpft. In der Öffentlichkeit tritt er regelmäßig mit einem auf Luxus und Champagner ausgerichteten Lebensstil-Image auf, das sowohl seine unternehmerische Vermarktung als auch seine Reality-TV-Auftritte prägt. Im Zusammenhang mit der Insolvenz seines Unternehmens beschrieb er seine persönliche Lage gegenüber einem Boulevardmedium mit den Worten, er stehe „vor dem Nichts“.

Quellen-Fazit

Die Angaben zu Werdegang, Markenentwicklung, Geschäftsmodell, Reality-TV-Teilnahmen und zur Insolvenz von Crazy Cheese Manufacture stützen sich auf Berichterstattung von OMR, News.at, MeinBezirk.at, Joyn und TV Movie, die sich in den zentralen Punkten decken. Zu Angaben, die sich nicht mehrfach bestätigen ließen, wurde im Text keine Aussage getroffen.