Die Fielmann Group hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,40 Euro je Aktie gezahlt – 21,7 Prozent mehr als die 1,15 Euro des Vorjahres und die dritte Erhöhung in Folge. Die Hauptversammlung am 9. Juli 2026 stimmte dem Vorschlag zu, die Auszahlung erfolgte am 14. Juli 2026. Grundlage war ein Rekordgewinn von 205 Millionen Euro. Für 2026 hat der Optikerkonzern seine Prognose im August 2026 wegen der Konsumflaute in Deutschland allerdings gesenkt, was den Spielraum für 2027 begrenzt. Stand: 16. September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 1,40 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,15 Euro), Ausschüttungssumme laut Hauptversammlungsunterlagen rund 117,4 Millionen Euro.
- Hauptversammlung am 9. Juli 2026, Ex-Tag 10. Juli 2026, Zahltag 14. Juli 2026.
- Rekordjahr 2025: Umsatz 2,435 Milliarden Euro (+7,4 Prozent), bereinigtes EBITDA 581 Millionen Euro, Konzerngewinn 205 Millionen Euro.
- Ausschüttungsquote rund 57 Prozent des Konzerngewinns; eine feste Quote hat Fielmann nicht veröffentlicht.
- Prognose 2026 am 20. August 2026 gesenkt: Umsatz 2,50 bis 2,55 Milliarden Euro, bereinigtes EBITDA 560 bis 580 Millionen Euro.
- Dividendenrendite beim Kurs von 38,00 Euro (15. September 2026) laut aktien.guide rund 3,7 Prozent.
Dividende im Überblick
| Unternehmen | Fielmann Group AG |
| ISIN | DE0005772206 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026) | 1,40 Euro je Aktie |
| Vorjahr (GJ 2024) | 1,15 Euro je Aktie |
| Hauptversammlung 2026 | 9. Juli 2026 |
| Zahltag | 14. Juli 2026 (Ex-Tag: 10. Juli 2026) |
| Ausschüttungspolitik | Keine feste Quote; Dividende orientiert sich an Ergebnis und Investitionsbedarf, zuletzt rund 57 Prozent des Konzerngewinns |
| Quelle | Erläuterungen zu TOP 2 der Hauptversammlung 2026 (fielmann-group.com), Mitteilung zu den vorläufigen Zahlen 2025 vom 12. Februar 2026, Ad-hoc-Mitteilung vom 20. August 2026, aktien.guide, dividendenchecker.de |
Dividendenhistorie Fielmann (2020–2026)
Fielmann galt lange als verlässlicher Dividendenzahler mit stetig steigenden Beträgen bis 1,90 Euro für 2018. Dann kamen zwei Brüche: Für 2019 setzte das Unternehmen die bereits geplante Dividende von 1,95 Euro laut Börsen-Zeitung wegen der Pandemie aus, und für 2022 halbierte es die Ausschüttung, um Zukäufe in den USA und die Digitalisierung zu finanzieren. Seitdem geht es wieder aufwärts. Die Tabelle beruht auf den Angaben von dividendenchecker.de und aktien.guide.
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie | Veränderung |
| 2025 (Zahlung 2026) | 1,40 Euro | +21,7 Prozent |
| 2024 (Zahlung 2025) | 1,15 Euro | +15,0 Prozent |
| 2023 (Zahlung 2024) | 1,00 Euro | +33,3 Prozent |
| 2022 (Zahlung 2023) | 0,75 Euro | -50 Prozent |
| 2021 (Zahlung 2022) | 1,50 Euro | +25 Prozent |
| 2020 (Zahlung 2021) | 1,20 Euro | Wiederaufnahme nach Ausfall für 2019 |
Trotz dreier Erhöhungen liegt die Dividende noch unter dem Vor-Pandemie-Niveau von 1,90 Euro. Über fünf Jahre ergibt sich laut aktien.guide ein durchschnittliches Wachstum von nur rund 3 Prozent pro Jahr, weil der Einschnitt für 2022 die Bilanz drückt.
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Fielmann hält seine Hauptversammlung traditionell im Juli und damit deutlich später als die meisten börsennotierten Unternehmen. Die Hauptversammlung 2026 fand am 9. Juli 2026 statt. Laut den Erläuterungen zu Tagesordnungspunkt 2 schlugen Vorstand und Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn von 117,6 Millionen Euro eine Dividende von 1,40 Euro je dividendenberechtigter Aktie – insgesamt rund 117,4 Millionen Euro – auszuschütten und den Rest von rund 198.000 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Ex-Tag war der 10. Juli 2026, die Auszahlung erfolgte am 14. Juli 2026, dem dritten Bankarbeitstag nach dem Beschluss. Zum Vergleich: 2025 wurde die Dividende am 15. Juli, 2024 am 16. Juli gezahlt. Für 2027 hat Fielmann noch keinen Hauptversammlungstermin veröffentlicht; nach dem bisherigen Muster ist mit einem Termin in der zweiten Juliwoche zu rechnen.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Beim Kurs von 38,00 Euro am 15. September 2026 errechnet aktien.guide mit den 1,40 Euro eine Dividendenrendite von rund 3,7 Prozent; dividenden-kalender.de kam am 28. August 2026 beim Kurs von 39,30 Euro auf 3,6 Prozent. Die Aktie hat nach der Prognosesenkung im August nachgegeben, was die Rendite rechnerisch erhöht.
Die Ausschüttungssumme von 117,4 Millionen Euro entspricht rund 57 Prozent des Konzerngewinns von 205 Millionen Euro; aktien.guide nennt 57,6 Prozent für das abgelaufene Jahr und rund 62 Prozent im Dreijahresschnitt. Eine formale Dividendenpolitik mit Zielkorridor veröffentlicht Fielmann nicht; laut Mitteilung vom 12. Februar 2026 begründeten Vorstand und Aufsichtsrat die Erhöhung mit der starken operativen Entwicklung und dem Ziel, die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen. Dass die Gründerfamilie die Mehrheit der Aktien hält, sorgt für ein ausgeprägtes Interesse an verlässlichen Ausschüttungen – aber auch für die Bereitschaft, die Dividende zugunsten von Investitionen zu kürzen, wie 2023 geschehen.
Ausblick 2027
Der Ausblick hat sich im Sommer 2026 eingetrübt. Laut Ad-hoc-Mitteilung vom 20. August 2026 erwartet Fielmann für 2026 nur noch einen Umsatz von 2,50 bis 2,55 Milliarden Euro (zuvor 2,55 bis 2,60 Milliarden Euro) und ein bereinigtes EBITDA von 560 bis 580 Millionen Euro (zuvor 590 bis 610 Millionen Euro). Die bereinigte EBT-Marge soll rund 12 Prozent statt 12 bis 13 Prozent erreichen. Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltende Konsumzurückhaltung in Deutschland, wo rund 60 Prozent des Umsatzes entstehen. Im internationalen Geschäft hat sich das Umsatzwachstum laut Unternehmensmitteilung zum zweiten Quartal 2026 dagegen beschleunigt.
Eine Aussage zur Dividende für das Geschäftsjahr 2026 hat Fielmann nicht getroffen. Bleibt das bereinigte EBITDA wie prognostiziert leicht unter dem Vorjahreswert von 581 Millionen Euro, dürfte auch der Konzerngewinn eher stagnieren – eine weitere Erhöhung um über 20 Prozent wie zuletzt erscheint damit unwahrscheinlich, eine Kürzung angesichts der soliden Bilanz aber ebenfalls nicht zwingend. Das ist eine Einschätzung auf Basis der veröffentlichten Zahlen, keine Unternehmensprognose. Analystenschätzungen zur Dividende 2026 waren in den geprüften Quellen nicht frei zugänglich.
Steuern auf die Fielmann-Dividende
Die Fielmann-Dividende ist eine reguläre Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn einer deutschen Aktiengesellschaft. Die depotführende Bank behält für Privatanleger in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ein; von 1,40 Euro brutto bleiben ohne Freistellungsauftrag rund 1,03 Euro netto. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) lässt sich per Freistellungsauftrag nutzen; wer mit seinem Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, kann mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung den Abzug ganz vermeiden.
FAQ
Wie hoch war die Fielmann-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte die Fielmann Group 1,40 Euro je Aktie, 21,7 Prozent mehr als die 1,15 Euro des Vorjahres.
Wann wurde die Dividende ausgezahlt? Nach der Hauptversammlung am 9. Juli 2026 war der 10. Juli Ex-Tag; die Auszahlung erfolgte am 14. Juli 2026.
Warum hat Fielmann die Dividende 2023 halbiert? Für das Geschäftsjahr 2022 senkte das Unternehmen die Dividende auf 0,75 Euro, um beschleunigte Investitionen und Übernahmen – unter anderem in den USA – zu finanzieren. Seither wurde sie dreimal erhöht.
Wie hoch ist die Dividendenrendite? Beim Kurs von 38,00 Euro am 15. September 2026 rund 3,7 Prozent.
Was bedeutet die gesenkte Prognose für die Dividende 2027? Fielmann hat sich dazu nicht geäußert. Mit einem bereinigten EBITDA von 560 bis 580 Millionen Euro für 2026 dürfte der Gewinn etwa auf Vorjahresniveau liegen, was eher für eine stabile als eine stark steigende Dividende spricht.
Fazit
Fielmann hat die Dividende für 2025 auf 1,40 Euro je Aktie angehoben und damit den Aufwärtstrend nach dem Einschnitt von 2023 fortgesetzt – getragen von einem Rekordgewinn von 205 Millionen Euro und einer Ausschüttungsquote von rund 57 Prozent. Die im August 2026 gesenkte Prognose zeigt jedoch, dass das deutsche Kerngeschäft unter der Konsumzurückhaltung leidet; für 2027 ist daher eher Stabilität als ein weiterer Sprung zu erwarten. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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