Evonik Industries Dividende 2026: Höhe, Termine und Ausblick 2027

Evonik Industries AG Dividende 2025

Evonik Industries hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie gezahlt. Das ist eine Kürzung um 0,17 Euro oder rund 14,5 Prozent gegenüber den 1,17 Euro, die der Spezialchemiekonzern vier Jahre in Folge ausgeschüttet hatte. Die Hauptversammlung am 3. Juni 2026 in Essen hat den Vorschlag gebilligt, die Auszahlung erfolgte am 8. Juni 2026. Gleichzeitig hat Evonik eine neue, gewinnabhängige Dividendenpolitik ab dem Geschäftsjahr 2026 eingeführt. Stand der Angaben ist der 16. September 2026.

Key Takeaways

  • Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 1,00 Euro je Aktie, Zahltag 8. Juni 2026 (Vorjahr 1,17 Euro).
  • Erste Kürzung seit dem Corona-Jahr 2019; zuvor vier Jahre lang konstant 1,17 Euro.
  • Hauptversammlung 3. Juni 2026 in Essen, Ex-Tag 4. Juni 2026, Zahltag 8. Juni 2026.
  • Neue Dividendenpolitik ab Geschäftsjahr 2026: 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses.
  • Dividendenrendite bei 17,96 Euro (14. September 2026): rund 5,6 Prozent.
  • Ausblick 2026 laut Evonik: bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro; keine konkrete Dividendenprognose für 2027.
UnternehmenEvonik Industries AG
ISINDE000EVNK013
Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026)1,00 Euro je Aktie
Vorjahr (GJ 2024)1,17 Euro je Aktie
Hauptversammlung 20263. Juni 2026, Essen
Zahltag8. Juni 2026
Ausschüttungspolitikab GJ 2026: 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses
QuelleEvonik-Pressemitteilungen vom 5. Februar und 4. März 2026, Dividendenkalender

Dividendenhistorie Evonik (2020–2026)

Evonik galt jahrelang als Aktie mit stabiler, hoher Dividende. Von 2015 bis 2018 zahlte der Konzern 1,15 Euro, für 2019 wegen der Pandemie zunächst eine reduzierte Abschlagszahlung, die 2020 nachträglich auf 1,15 Euro aufgestockt wurde. Für die Geschäftsjahre 2021 bis 2024 gab es jeweils 1,17 Euro, auch in Jahren, in denen der Gewinn die Ausschüttung nicht deckte. Die 1,00 Euro für 2025 sind der Übergang zu einer Politik, die die Dividende wieder an den Gewinn bindet. Die Werte stammen aus den Dividendenkalendern bei aktien.guide und dividenden-kalender.de sowie aus den Evonik-Mitteilungen.

Geschäftsjahr (Zahlung)Dividende je AktieVeränderung
2019 (2020)1,15 Euro (in zwei Tranchen)unverändert
2020 (2021)1,15 Eurounverändert
2021 (2022)1,17 Euro+1,7 Prozent
2022 (2023)1,17 Eurounverändert
2023 (2024)1,17 Eurounverändert
2024 (2025)1,17 Eurounverändert
2025 (2026)1,00 Euro−14,5 Prozent

Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag

Die ordentliche Hauptversammlung 2026 der Evonik Industries AG fand am 3. Juni 2026 in Essen statt und stimmte dem Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie zu. Der Ex-Tag war der 4. Juni 2026, der erste Handelstag nach der Versammlung. Der Zahltag war der 8. Juni 2026, der dritte Bankarbeitstag nach dem Beschluss (Angaben laut dividenden-kalender.de und aktien.guide). Wer die Aktie am 3. Juni 2026 im Depot hatte, erhielt die Dividende.

Der Termin lag damit etwas später als in den Vorjahren, in denen Evonik meist Ende Mai eingeladen hatte. Einen Termin für die Hauptversammlung 2027 hat das Unternehmen noch nicht veröffentlicht. Die Jahreszahlen 2026 werden voraussichtlich Anfang März 2027 vorgelegt; mit ihnen kommt üblicherweise auch der Dividendenvorschlag.

Dividendenrendite und Ausschüttungsquote

Bei einem Kurs von 17,96 Euro am 14. September 2026 ergibt die Dividende von 1,00 Euro eine Rendite von rund 5,6 Prozent (laut aktien.guide). Damit bleibt Evonik trotz Kürzung einer der renditestärksten Werte im MDAX. Zum Zeitpunkt der Ankündigung im Februar 2026 sprach das Unternehmen selbst von einer Rendite von etwa 7 Prozent, seither ist der Kurs gestiegen. Der Fünfjahresdurchschnitt der Rendite liegt laut aktien.guide bei rund 6 Prozent.

Die Ausschüttungsquote war in den vergangenen Jahren das Problem. Das Konzernergebnis 2025 lag laut Evonik bei 265 Millionen Euro (Vorjahr 222 Millionen Euro), die Ausschüttung von 1,00 Euro auf rund 466 Millionen Aktien summiert sich rechnerisch auf etwa 466 Millionen Euro und übersteigt damit den ausgewiesenen Gewinn deutlich. Bezogen auf das bereinigte Ergebnis, das Evonik als Basis der neuen Politik nennt, fällt die Quote niedriger aus; eine konkrete Zahl hat das Unternehmen nicht veröffentlicht. Die neue Regel lautet: Ab dem Geschäftsjahr 2026 werden 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet. Evonik begründet den Wechsel laut Pressemitteilung vom 5. Februar 2026 damit, dass die Dividende künftig der Ertragslage folgen soll, statt unabhängig davon fest zu bleiben. Weitere Eckdaten 2025: Umsatz 14,1 Milliarden Euro (minus 7 Prozent), bereinigtes EBITDA 1,874 Milliarden Euro, Free Cashflow 695 Millionen Euro.

Ausblick 2027

Eine konkrete Dividendenprognose für das Geschäftsjahr 2026 hat Evonik nicht veröffentlicht. Der Rahmen ist aber gesetzt: Die Ausschüttung soll zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses 2026 liegen. Für 2026 erwartet der Vorstand laut Mitteilung vom 4. März 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro und beschreibt das Umfeld als herausfordernd; zugleich läuft ein Sparprogramm mit dem Abbau von rund 2.000 Stellen. Ob die Dividende 2027 über oder unter 1,00 Euro liegt, hängt damit direkt vom bereinigten Ergebnis 2026 ab, das erst Anfang 2027 feststeht. Analystenschätzungen zur Dividende 2027 liegen bei den ausgewerteten Quellen nicht als belastbarer Konsens vor.

Steuern auf die Evonik-Dividende

Evonik ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Essen, eine ausländische Quellensteuer fällt nicht an. Für Privatanleger in Deutschland behält die Depotbank Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf ein, zusammen 26,375 Prozent, gegebenenfalls plus Kirchensteuer. Von 1,00 Euro brutto bleiben ohne Freistellungsauftrag rund 0,74 Euro netto. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) bleibt die Dividende mit Freistellungsauftrag steuerfrei.

FAQ

Wie hoch ist die Evonik-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte Evonik 1,00 Euro je Aktie, ausgezahlt am 8. Juni 2026. Im Vorjahr waren es 1,17 Euro.

Warum hat Evonik die Dividende gekürzt? Die Ausschüttung von 1,17 Euro lag mehrere Jahre über dem Gewinn. Mit der neuen Politik soll die Dividende ab 2026 wieder 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses betragen; die 1,00 Euro sind der Übergang.

Wann war der Ex-Tag 2026? Der Ex-Tag war der 4. Juni 2026, der Tag nach der Hauptversammlung am 3. Juni 2026.

Wie hoch ist die Dividendenrendite? Bei einem Kurs von 17,96 Euro (14. September 2026) rund 5,6 Prozent.

Gibt es eine Prognose für die Dividende 2027? Nein. Evonik nennt nur den Korridor von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses. Die Höhe ergibt sich aus dem Ergebnis 2026.

Fazit

Die Evonik-Dividende 2026 markiert einen Bruch: Nach vier Jahren mit konstant 1,17 Euro gibt es 1,00 Euro, und künftig soll die Ausschüttung dem bereinigten Gewinn folgen. Die Rendite bleibt mit rund 5,6 Prozent hoch, ist aber nicht mehr so berechenbar wie früher. Anleger, die den Titel wegen der Dividende beobachten, sollten die bereinigten Ergebnisse 2026 und die Jahreszahlen im März 2027 im Blick behalten. Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.