Felix Kummer: Biographie, Karriere und Vermögen

Felix Kummer Vermögen

Felix Kummer ist Sänger, Rapper und Texter der Chemnitzer Band Kraftklub und war von 2019 bis 2022 unter dem Künstlernamen KUMMER auch solo erfolgreich. Mit Kraftklub hat er seit 2012 vier Nummer-eins-Alben in Deutschland veröffentlicht, zuletzt „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ im November 2025. Sein Soloalbum „Kiox“ stieg 2019 ebenfalls auf Platz eins der deutschen Albumcharts ein. Dieser Artikel zeichnet Herkunft, Karriere und aktuelle Projekte nach (Stand September 2026) und beschreibt, woraus seine Einnahmen bestehen – ohne Spekulationen über konkrete Vermögenswerte, für die keine belastbaren Zahlen existieren.

Key Takeaways

  • Felix Kummer wurde 1989 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, geboren und stammt aus einer Musikerfamilie.
  • Er ist Frontmann von Kraftklub; die Band gründete sich Ende 2009 aus der Schülerband Neonblocks.
  • Die Kraftklub-Alben „Mit K“ (2012), „In Schwarz“ (2014), „Keine Nacht für Niemand“ (2017) und „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ (2025) erreichten Platz eins der deutschen Albumcharts.
  • Als Solokünstler KUMMER veröffentlichte er 2019 das Nummer-eins-Album „Kiox“ und beendete das Projekt 2022 mit einem Abschiedskonzert in der Berliner Wuhlheide.
  • 2018 war er Mitinitiator des Konzerts „Wir sind mehr“ in Chemnitz, einer Reaktion auf die rechtsextremen Ausschreitungen in der Stadt.
  • Von März 2026 an spielte Kraftklub eine Arena-Tournee durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg.
  • Seine Einnahmen stammen aus Tantiemen, Tourneen, Tonträgerverkäufen und Streaming – konkrete Beträge sind nicht öffentlich belegt.

Steckbrief: Felix Kummer

NameFelix Kummer (Bühnenname bei Kraftklub zeitweise „Felix Brummer“, solo „KUMMER“)
Geboren30. Juni 1989 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), laut Wikipedia und übereinstimmenden Medienberichten
BerufMusiker, Sänger, Rapper, Songwriter
Aktiv seit2007 (erste Rap-Veröffentlichungen), Kraftklub seit 2009
Bekannt fürKraftklub („Mit K“, „In Schwarz“, „Sterben in Karl-Marx-Stadt“), Soloprojekt KUMMER („Kiox“), Konzert „Wir sind mehr“ 2018
EinnahmequellenKonzert- und Festivalgagen, GEMA-Tantiemen als Texter und Komponist, Tonträger- und Streamingerlöse, Merchandise

Herkunft und musikalische Prägung

Felix Kummer wuchs in Chemnitz auf, in einer Familie, in der Musik zum Alltag gehörte. Sein Vater Jan Kummer war Mitglied der DDR-Underground-Band AG Geige, seine Mutter Ina Kummer ist ebenfalls Musikerin. Auch die Geschwister sind im Musikgeschäft aktiv: Sein jüngerer Bruder Till Kummer spielt Bass bei Kraftklub, die Schwestern Nina und Lotta Kummer bilden mit der Band Blond ein eigenes Pop-Projekt. Diese familiären Verbindungen sind öffentlich dokumentiert, weil sie in zahlreichen Interviews und Porträts der Band thematisiert wurden.

Die ersten eigenen Veröffentlichungen datieren auf 2007 und 2008: Unter dem Pseudonym Bernd Bass war Kummer Teil des Rap-Duos „Bernd Bass & Linus der Profi“, das zwei Alben herausbrachte. Parallel dazu rappte er in der 2006 gegründeten Schülerband Neonblocks, aus der sich Ende 2009 Kraftklub formierte.

Kraftklub: Vom Newcomer zum Nummer-eins-Act

Kraftklub besteht neben Felix Kummer aus Karl Schumann (Gitarre, Gesang), Steffen Israel (Gitarre, Keyboards), Max Marschk (Schlagzeug) und Till Kummer (Bass). Die Band gewann 2010 den New Music Award der öffentlich-rechtlichen Jugendwellen und unterschrieb im Januar 2011 beim Universal-Label Vertigo. Das Debütalbum „Mit K“ erschien 2012 und stieg direkt auf Platz eins der deutschen Albumcharts – die Texte stammten von Felix Kummer. 2013 folgte der Echo in der Kategorie Kritikerpreis.

Das zweite Album „In Schwarz“ (2014) erreichte erneut die Chartspitze, ebenso „Keine Nacht für Niemand“ (2017). Dazwischen erschien das Livealbum „Randale“ (2015). Die Band erhielt mehrfach die 1Live Krone, unter anderem als beste Band und bester Live-Act. Von 2013 bis 2019 veranstaltete Kraftklub das Kosmonaut Festival am Stausee Rabenstein bei Chemnitz, das der Band als Plattform diente, um Künstler aus ihrem Umfeld in die Region zu holen.

„Wir sind mehr“ 2018

Nach den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 organisierte Kraftklub innerhalb weniger Tage das kostenlose Konzert „Wir sind mehr“, bei dem unter anderem Die Toten Hosen, Marteria, Casper und K.I.Z. auftraten. Das Konzert am 3. September 2018 wurde bundesweit von Medien wie Spiegel, Zeit und Tagesschau begleitet und gilt als eines der größten politischen Musikereignisse der jüngeren deutschen Geschichte. Felix Kummer trat dabei als Sprecher der Band in Erscheinung. Bereits 2011 hatte er mit Freunden versucht, den Chemnitzer Stadtteil Brühl zu beleben – ein Projekt, das laut Wikipedia am Widerstand von Anwohnern scheiterte, aber Kummers Verwurzelung in der Stadt zeigt.

Das Soloprojekt KUMMER (2019–2022)

Im Juni 2019 kündigte Felix Kummer ein Soloprojekt unter seinem Nachnamen an. Die erste Single „9010″ – benannt nach der Chemnitzer Postleitzahl – erschien am 27. Juni 2019, es folgten „Nicht die Musik“, „Bei dir“ und „Wie viel ist dein Outfit wert“. Das Album „Kiox“ erreichte unmittelbar nach Veröffentlichung im Oktober 2019 Platz eins der deutschen Albumcharts. Zur Promotion eröffnete Kummer in Chemnitz einen gleichnamigen Plattenladen, in dem das Album zunächst exklusiv erhältlich war. Die Single „Bei dir“ wurde laut Wikipedia mit Platin ausgezeichnet. Mit Max Raabe nahm er „Der Rest meines Lebens“ auf, 2021 folgten „Schiff“ mit dem WDR Funkhausorchester und „Der letzte Song“ mit Fred Rabe.

Im Oktober 2021 erklärte Kummer das Soloprojekt für beendet. Das Abschiedskonzert fand im September 2022 in der Parkbühne Wuhlheide in Berlin statt und wurde vom Rundfunk Berlin-Brandenburg aufgezeichnet. Die dreiteilige ARD-Dokumentation „Bye Bye Kummer“ mit Konzertfilm erschien laut bigFM am 5. Mai 2023 in der ARD-Mediathek. Kummer begründete das Ende damit, dass KUMMER von Anfang an als zeitlich begrenztes Projekt gedacht gewesen sei.

Aktuelle Projekte: „Kargo“ und „Sterben in Karl-Marx-Stadt“

Nach dem Ende des Soloprojekts konzentrierte sich Kummer wieder vollständig auf Kraftklub. Im September 2022 erschien das vierte Studioalbum „Kargo“, begleitet von einer ausgedehnten Tour. Im Juni 2025 kündigte die Band mit einem Instagram-Post („FUENF“) ihr fünftes Album an. „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ erschien am 28. November 2025 über das bandeigene Label Beat The Rich! in Kooperation mit Eklat und Universal. Laut den Offiziellen Deutschen Charts stieg das Album am 5. Dezember 2025 auf Platz eins ein und hielt sich bis September 2026 über 36 Wochen in der Hitliste. Auch in Österreich erreichte es die Spitzenposition.

Das Album enthält Gastbeiträge von Nina Chuba („Fallen in Liebe“), Domiziana, Faber und Deichkind. Der Rolling Stone beschrieb die Platte in seiner Ausgabe 12/2025 als Mischung aus Rap, Rock, New Wave und Elektronik, thematisch geprägt von Vergänglichkeit, Liebe und dem Widerstand gegen rechte Strömungen in Sachsen. Die zugehörige „Sterben in Karl-Marx-Stadt“-Tour startete im März 2026 und führte laut MoreCore und regioactive durch rund 20 Arenen, darunter die Max-Schmeling-Halle in Berlin, die Schleyer-Halle in Stuttgart, die Wiener Stadthalle und das Hallenstadion Zürich; für den Sommer 2026 waren Open-Air-Termine in Dresden und Hamburg angesetzt.

Felix Kummer Vermögen: Woher die Einnahmen stammen

Über das Vermögen von Felix Kummer existieren keine belastbaren Zahlen. Weder er selbst noch Kraftklub veröffentlichen Einkommensangaben, und Schätzungen auf sogenannten Promi-Vermögen-Seiten beruhen auf keiner nachvollziehbaren Grundlage. uamr.de nennt deshalb keine Beträge. Beschreiben lässt sich aber, woraus seine wirtschaftliche Basis besteht.

Die wichtigste Säule sind Live-Einnahmen. Kraftklub füllt seit über einem Jahrzehnt große Hallen und tritt regelmäßig als Headliner auf Festivals auf; die Arena-Tour 2026 mit rund 20 Terminen im deutschsprachigen Raum ist das aktuellste Beispiel. Hinzu kommen Tantiemen: Als Haupttexter der Band und Autor seiner Solostücke erhält Kummer Ausschüttungen der GEMA für Aufführungen, Sendungen und Streams. Vier Nummer-eins-Alben mit Kraftklub sowie das Nummer-eins-Soloalbum „Kiox“ und die Platin-Single „Bei dir“ sorgen für kontinuierliche Erlöse aus Tonträgerverkauf und Streaming. Dass die Band ihre Musik über das eigene Label Beat The Rich! veröffentlicht, deutet darauf hin, dass sie einen größeren Anteil an den Erlösen behält als bei einem klassischen Plattenvertrag – die konkreten Konditionen sind jedoch nicht öffentlich. Merchandise und Medienproduktionen wie die ARD-Doku „Bye Bye Kummer“ runden das Bild ab.

FAQ

Wer ist Felix Kummer? Felix Kummer ist Sänger und Texter der Chemnitzer Band Kraftklub und veröffentlichte von 2019 bis 2022 unter dem Namen KUMMER Solomusik. Er wurde 1989 in Karl-Marx-Stadt geboren.

Warum heißt er bei Kraftklub Felix Brummer? „Felix Brummer“ war ein Pseudonym, das er in den Anfangsjahren der Band verwendete. Seit dem Soloprojekt tritt er unter seinem bürgerlichen Nachnamen auf.

Gibt es das Soloprojekt KUMMER noch? Nein. Kummer beendete das Projekt im September 2022 mit einem Konzert in der Berliner Wuhlheide; die ARD dokumentierte den Abschied 2023 in der Serie „Bye Bye Kummer“.

Was ist das aktuelle Kraftklub-Album? „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ erschien am 28. November 2025 und stieg laut Offiziellen Deutschen Charts auf Platz eins ein. Es ist das fünfte Studioalbum der Band.

Wie hoch ist das Vermögen von Felix Kummer? Dazu gibt es keine verlässlichen Angaben. uamr.de nennt keine Beträge; die Einnahmen stammen aus Tourneen, Tantiemen, Tonträgern und Streaming.

Was war „Wir sind mehr“? Ein von Kraftklub initiiertes Gratiskonzert am 3. September 2018 in Chemnitz als Reaktion auf rechtsextreme Ausschreitungen in der Stadt, mit Auftritten von Die Toten Hosen, Marteria, Casper und K.I.Z.

Fazit

Felix Kummer gehört zu den prägenden Figuren der deutschen Rock- und Rap-Szene der 2010er- und 2020er-Jahre. Mit Kraftklub hat er vier Nummer-eins-Alben vorgelegt, als KUMMER ein weiteres, und mit „Wir sind mehr“ ein politisches Zeichen gesetzt, das weit über die Musik hinauswirkte. Das Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ und die Arena-Tour 2026 zeigen, dass die Band auf dem Höhepunkt ihrer Reichweite ist. Seine wirtschaftliche Grundlage ist mit Live-Geschäft, Tantiemen und eigenem Label breit aufgestellt – seriös bezifferbar ist sie nicht.