Alpha Dia – Biographie und Karriere

Alpha Dia Vermögen

Alpha Dia ist ein deutsch-senegalesisches Model, das international für Laufstegauftritte, Werbekampagnen und Editorials bekannt ist. Seine Geschichte vom Aufwachsen in Dakar bis zu Aufträgen für international agierende Modehäuser wurde unter anderem vom ZDF in der Reihe „37 Grad Leben“ aufgegriffen.

Herkunft und Kindheit

Alpha Dia wurde 1992 geboren und stammt aus dem Stadtteil Grand Dakar in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Im Alter von elf Jahren zog er nach Hamburg. Seine Familie verfügte zu dieser Zeit über wenig finanzielle Mittel. Dia beschreibt seine Kindheit und Jugend in Deutschland als nicht einfach und berichtet von wiederholten Erfahrungen mit Alltagsrassismus in dieser Zeit. Der Wechsel von Dakar nach Norddeutschland bedeutete für ihn zugleich einen Wechsel zwischen zwei sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Umgebungen, worüber er in späteren Interviews mehrfach gesprochen hat.

Weg in die Modebranche

Erste Versuche, in der Modebranche Fuß zu fassen, verliefen zunächst erfolglos. Nach eigener Schilderung wurde er anfangs unter anderem aufgrund seiner Hautfarbe abgelehnt. Rückschläge dieser Art prägten die Anfangsjahre seines Werdegangs, bevor sich erste Engagements ergaben. Rund zwei Jahrzehnte nach seinem Umzug nach Hamburg hatte sich Dia als international gefragtes Model etabliert. Diesen Weg – vom Umzug nach Deutschland bis zur internationalen Modelkarriere – greift ein Beitrag der ZDF-Reihe „37 Grad Leben“ mit dem Titel „Schwarz, deutsch, Supermodel“ auf und ordnet ihn in den größeren Kontext von Diskriminierungserfahrungen und beruflichem Aufstieg ein.

Karrierestationen

Alpha Dia lief bei Fashion Shows für Marken wie Y-3, Paul Smith und Bottega Veneta über den Laufsteg. Er war Gesicht von Werbekampagnen für Prada und Versace und erschien in Editorials von Magazinen wie GQ Germany, Another Man und Essential Homme. In einem Interview mit dem senegalesischen Medium Dakaractu nannte er zudem Auftritte für Hugo Boss, Givenchy und Adidas. Diese Stationen zeigen eine Karriere, die sich über mehrere Marktsegmente der Modebranche erstreckt, vom Laufsteg über Werbekampagnen bis zu redaktionellen Produktionen.

Einen weiteren Karrierepunkt bildete seine Teilnahme am Pirelli-Kalender 2018. Für diese Ausgabe wurde erstmals ausschließlich mit schwarzen Models und Persönlichkeiten besetzt, ein Umstand, der in der Modebranche als Besonderheit wahrgenommen wurde. Fotografiert wurde die Ausgabe von Tim Walker; das Shooting erstreckte sich über drei Tage in London und war an ein Konzept angelehnt, das sich an „Alice im Wunderland“ orientierte. Zur weiteren Besetzung der Kalenderausgabe zählten unter anderem RuPaul, Naomi Campbell, Whoopi Goldberg, Sean Combs, Adwoa Aboah, Slick Woods und Duckie Thot. Dia berichtete im Nachgang, er habe die Bedeutung des Kalenders zunächst nicht vollständig eingeschätzt, bis ihn Bekannte darauf hinwiesen, welchen Stellenwert die Produktion in der Branche hat. Als sein bevorzugtes Motiv aus der Produktion nannte er ein Bild mit Thando Hopa, die er als Juristin und als engagierte Fürsprecherin und damit als vorbildhaft beschrieb. Nach eigenen Angaben plante er, ein Exemplar des Kalenders seiner Mutter in Afrika zu überreichen.

Gesellschaftliches Engagement

Dia äußert sich öffentlich zum Thema Alltagsrassismus und setzt sich nach eigenen Angaben für einen bewussteren Umgang in der Modebranche mit dem Thema Vielfalt ein. Über die von ihm gegründete Alpha Dia Fondation unterstützt er die Renovierung von Schulen in Senegal, um dortigen Kindern bessere Startbedingungen zu ermöglichen. Er hält zudem Kontakt zu Familienmitgliedern in seinem Herkunftsland und unterstützt diese. In Medienberichten wird er in diesem Zusammenhang als Vorbild für junge Menschen in Deutschland und Senegal beschrieben. Sein gesellschaftliches Engagement wird dabei regelmäßig neben seiner beruflichen Tätigkeit als Model thematisiert, wobei beide Bereiche nach Darstellung der Berichterstattung eng miteinander verknüpft sind.

Persönliche Sicht auf den Beruf

Im Interview mit Dakaractu ordnete Dia den Modelberuf für Männer in der senegalesischen Gesellschaft als wenig angesehen und mit Vorurteilen belegt ein. Er selbst beschreibt die Tätigkeit als einen Beruf wie jeden anderen, der ihn nach eigenen Worten nicht in Konflikt mit seinen Werten und seinem Glauben gebracht habe. Zum Zeitpunkt dieses Interviews war Dia 26 Jahre alt. Diese Einordnung verweist zugleich auf einen Unterschied in der gesellschaftlichen Wahrnehmung des Modelberufs zwischen Senegal und den Ländern, in denen Dia hauptsächlich beruflich tätig ist. Trotz dieser Unterschiede beschreibt er seine Entscheidung für die Modelbranche im Interview nicht als Konfliktpunkt, sondern als eine Berufswahl, zu der er öffentlich steht.

Mediale Aufmerksamkeit

Die Geschichte von Alpha Dia wurde über die reine Modebranche hinaus aufgegriffen. Das ZDF porträtierte ihn in der Reihe „37 Grad Leben“ unter dem Titel „Schwarz, deutsch, Supermodel“. Darin thematisiert der Beitrag sowohl seinen beruflichen Werdegang als auch seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland. Die Einordnung von Dias Werdegang in ein journalistisches Dokumentationsformat unterstreicht, dass seine Geschichte über die Modebranche hinaus auf öffentliches Interesse stößt.

Quellen-Fazit

Die hier zusammengetragenen Angaben stützen sich auf eine ZDF-Dokumentation, Branchenprofile aus der Modebranche, eine Nebenquelle zum Pirelli-Kalender 2018 sowie ein Interview mit einem senegalesischen Online-Medium. Zu Herkunft, beruflichem Werdegang und gesellschaftlichem Engagement von Alpha Dia liegen damit mehrere voneinander unabhängige, öffentlich zugängliche Quellen vor. Angaben zu einem geschätzten Vermögen werden in diesem Artikel bewusst nicht gemacht, da hierzu keine belastbaren, öffentlich verifizierbaren Zahlen vorliegen.