Die Dürr AG hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 0,80 Euro je Aktie gezahlt – 0,10 Euro beziehungsweise rund 14 Prozent mehr als in den drei Vorjahren, in denen jeweils 0,70 Euro ausgeschüttet wurden. Die Hauptversammlung am 22. Mai 2026 in Bietigheim-Bissingen hat den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat gebilligt; die Auszahlung erfolgte laut Dividendenkalender am 27. Mai 2026. Damit setzt der Lackieranlagen- und Maschinenbauer den seit 2020 laufenden Aufwärtstrend bei der Ausschüttung fort. Stand der Angaben: 16. September 2026.
Key Takeaways
- Dividende für das Geschäftsjahr 2025: 0,80 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,70 Euro), beschlossen auf der Hauptversammlung am 22. Mai 2026.
- Gesamtausschüttung laut Presseinformation der Dürr AG vom 25. März 2026: rund 55,4 Millionen Euro.
- Der Buchgewinn von 227,4 Millionen Euro aus dem Verkauf der Umwelttechnik im Oktober 2025 floss nicht in die Dividende, sondern in den Schuldenabbau.
- Ex-Tag war der 25. Mai 2026, Zahltag der 27. Mai 2026 (laut Dividendenkalender aktien.guide).
- Dividendenrendite bei einem Kurs von 17,04 Euro (16. September 2026): rund 4,7 Prozent.
- Für 2026 erwartet Dürr einen Umsatz von 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro; eine Dividendenprognose für 2027 hat das Unternehmen nicht veröffentlicht.
Dividende im Überblick
| Unternehmen | Dürr AG (Bietigheim-Bissingen) |
| ISIN | DE0005565204 |
| Dividende GJ 2025 (Zahlung 2026) | 0,80 Euro je Aktie |
| Vorjahr (GJ 2024) | 0,70 Euro je Aktie |
| Hauptversammlung 2026 | 22. Mai 2026 |
| Zahltag | 27. Mai 2026 (Ex-Tag: 25. Mai 2026) |
| Ausschüttungspolitik | In der Regel 30 bis 40 Prozent des Konzernergebnisses; Abweichungen in Sondersituationen möglich |
| Quelle | Presseinformationen der Dürr AG vom 25. März und 22. Mai 2026, Dividendenkalender aktien.guide |
Dividendenhistorie Dürr AG (2020–2026)
Die Dividende der Dürr AG spiegelt den Konjunkturzyklus im Anlagenbau wider. Nach 0,80 Euro für das Geschäftsjahr 2019 wurde die Ausschüttung im Corona-Jahr 2020 auf 0,30 Euro gekürzt. Seitdem ging es schrittweise wieder aufwärts: 0,50 Euro für 2021, dann drei Jahre in Folge 0,70 Euro und nun 0,80 Euro für 2025. Die folgende Übersicht nennt jeweils das Geschäftsjahr, für das die Dividende gezahlt wurde; die Auszahlung erfolgt im Folgejahr nach der Hauptversammlung (Quelle: Dividendenhistorie laut aktien.guide und Presseinformationen der Dürr AG).
| Geschäftsjahr | Dividende je Aktie | Veränderung |
| 2019 (Zahlung 2020) | 0,80 Euro | –20,0 % |
| 2020 (Zahlung 2021) | 0,30 Euro | –62,5 % |
| 2021 (Zahlung 2022) | 0,50 Euro | +66,7 % |
| 2022 (Zahlung 2023) | 0,70 Euro | +40,0 % |
| 2023 (Zahlung 2024) | 0,70 Euro | unverändert |
| 2024 (Zahlung 2025) | 0,70 Euro | unverändert |
| 2025 (Zahlung 2026) | 0,80 Euro | +14,3 % |
Termine 2026: Hauptversammlung, Ex-Tag, Zahltag
Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG hatten den Dividendenvorschlag von 0,80 Euro laut Presseinformation am 25. März 2026 veröffentlicht. Die ordentliche Hauptversammlung fand am 22. Mai 2026 statt; laut Mitteilung des Unternehmens waren rund 72 Prozent des Grundkapitals vertreten, und die Aktionäre stimmten der Erhöhung der Dividende zu. Nach der in Deutschland üblichen Praxis wurde die Aktie am ersten Handelstag nach der Hauptversammlung, dem 25. Mai 2026, „ex Dividende“ gehandelt. Die Gutschrift auf den Depots erfolgte am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung, also am 27. Mai 2026 (Quelle: Dividendenkalender aktien.guide und hauptversammlungs-termine.de).
Wer die Dividende für das Geschäftsjahr 2026 erhalten möchte, muss die Aktie am Tag der Hauptversammlung 2027 im Depot haben. Einen Termin für die Hauptversammlung 2027 hat Dürr bis Mitte September 2026 noch nicht bekannt gegeben; in den vergangenen Jahren lag sie jeweils in der zweiten Maihälfte.
Dividendenrendite und Ausschüttungsquote
Die Dürr-Aktie notierte am 16. September 2026 bei 17,04 Euro (Xetra, laut aktien.guide). Bezogen auf die zuletzt gezahlten 0,80 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 4,7 Prozent – deutlich mehr als der Fünfjahresdurchschnitt von etwa 2,5 Prozent, den aktien.guide für die Aktie ausweist. Der Grund ist weniger die höhere Dividende als der Kursrückgang der Aktie im laufenden Jahr.
Bei der Ausschüttungsquote ist eine Besonderheit zu beachten: Das Konzernergebnis 2025 stieg laut Bilanzpressekonferenz vom 5. März 2026 (zitiert nach 4investors) auf 206,4 Millionen Euro nach 102,1 Millionen Euro im Vorjahr – vor allem wegen des Buchgewinns von 227,4 Millionen Euro aus dem Verkauf des Umwelttechnik-Geschäfts im Oktober 2025. Die Gesamtausschüttung von 55,4 Millionen Euro entspricht damit rechnerisch nur rund 27 Prozent des ausgewiesenen Konzernergebnisses. Dürr hat laut Presseinformation vom 25. März 2026 bewusst darauf verzichtet, den Veräußerungsgewinn in die Dividende einfließen zu lassen; das Geld wurde stattdessen zur Senkung der Nettofinanzschulden verwendet, die von 396 auf 66 Millionen Euro sanken. Grundlage für die Dividende ist die operative Entwicklung: Die EBIT-Marge vor Sondereffekten verbesserte sich 2025 von 4,6 auf 5,6 Prozent. Die übliche Zielspanne von 30 bis 40 Prozent des Konzernergebnisses bezieht sich auf das bereinigte Ergebnis.
Ausblick 2027
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet Dürr laut der im März 2026 veröffentlichten Prognose mit einem Umsatz von 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro (2025: 4,48 Milliarden Euro, inklusive der bis Oktober konsolidierten Umwelttechnik), einem Auftragseingang von 3,8 bis 4,2 Milliarden Euro und einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 5,0 bis 6,5 Prozent. Vorstandschef Jochen Weyrauch sprach laut 4investors von anhaltendem Gegenwind durch Handelskonflikte und Investitionszurückhaltung der Kunden und erwartet erst ab 2027 wieder stärkeres Wachstum.
Eine konkrete Dividendenprognose für das Geschäftsjahr 2026 (Zahlung 2027) hat das Unternehmen nicht veröffentlicht. Bleibt die Ausschüttungspolitik von 30 bis 40 Prozent des Konzernergebnisses bestehen, hängt die nächste Dividende vor allem davon ab, ob Dürr die angepeilte Margenverbesserung im schwierigeren Marktumfeld erreicht. Belastbare Analystenschätzungen zur Dividende 2027 liegen öffentlich nicht vor; Aussagen dazu wären derzeit reine Einschätzung.
Steuern auf die Dürr-Dividende
Für in Deutschland steuerpflichtige Privatanleger unterliegt die Dividende der Dürr AG der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer, zusammen 26,375 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Die depotführende Bank behält die Steuer automatisch ein. Von den 0,80 Euro brutto kommen ohne Freistellungsauftrag also rund 0,59 Euro netto an. Bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) bleibt die Dividende steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag bei der Bank vorliegt. Eine Quellensteuer eines anderen Landes fällt bei der deutschen Aktie nicht an.
FAQ
Wie hoch war die Dürr-Dividende 2026? Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte Dürr im Mai 2026 eine Dividende von 0,80 Euro je Aktie. Das sind 0,10 Euro mehr als in den Jahren 2023 bis 2025, in denen jeweils 0,70 Euro ausgeschüttet wurden.
Wann wurde die Dividende ausgezahlt? Die Hauptversammlung fand am 22. Mai 2026 statt. Ex-Tag war der 25. Mai 2026, die Gutschrift erfolgte am 27. Mai 2026.
Warum wurde der Gewinn aus dem Umwelttechnik-Verkauf nicht ausgeschüttet? Dürr hat den Buchgewinn von 227,4 Millionen Euro laut Presseinformation vom 25. März 2026 zur Stärkung der Bilanz und zum Abbau der Nettofinanzschulden verwendet. Die Dividende orientiert sich am operativen Ergebnis.
Wie hoch ist die Dividendenrendite der Dürr-Aktie? Bei einem Kurs von 17,04 Euro am 16. September 2026 liegt die Rendite bezogen auf 0,80 Euro bei rund 4,7 Prozent. Die Rendite verändert sich täglich mit dem Kurs.
Gibt es eine Prognose für die Dividende 2027? Nein. Dürr hat für das Geschäftsjahr 2026 nur eine Umsatz- und Margenprognose veröffentlicht, aber keine Aussage zur Dividende gemacht. Die Entscheidung fällt üblicherweise im März 2027 mit der Bilanzvorlage.
Fazit
Mit 0,80 Euro je Aktie hat die Dürr AG ihre Dividende für 2025 zum ersten Mal seit drei Jahren wieder angehoben und damit ein Signal gesendet, dass die operative Ergebnisverbesserung bei den Aktionären ankommen soll – auch wenn der große Sondergewinn aus dem Umwelttechnik-Verkauf bewusst in der Bilanz blieb. Die aktuell hohe Dividendenrendite von rund 4,7 Prozent ist vor allem eine Folge des gesunkenen Aktienkurses. Ob die Dividende 2027 erneut steigt, hängt davon ab, ob Dürr die für 2026 angepeilte Marge im schwächeren Marktumfeld erreicht. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
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