Wem gehört HP? Eigentümer und Struktur 2026

Wem gehört HP

HP gehört keinem einzelnen Eigentümer: Die HP Inc. mit Sitz in Palo Alto (Kalifornien) ist eine börsennotierte Publikumsgesellschaft, deren Aktien an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel HPQ gehandelt werden. Die größten Aktionäre sind Vermögensverwalter wie BlackRock, Vanguard und State Street. Einen Mehrheitsaktionär gibt es nicht, auch die Gründerfamilien Hewlett und Packard zählen nicht zu den meldepflichtigen Großaktionären. Stand November 2026 steht zudem ein Führungswechsel an: Am 4. Januar 2027 übernimmt die frühere GSK-Chefin Emma Walmsley den Chefposten.

Key Takeaways

  • HP Inc. ist eine börsennotierte Gesellschaft (NYSE: HPQ) ohne Mehrheitsaktionär; die Aktien liegen breit gestreut bei institutionellen Anlegern.
  • Größter Einzelaktionär ist BlackRock mit 11,8 Prozent (Stand 30. Juni 2026), es folgen Vanguard, State Street und Dodge & Cox.
  • Berkshire Hathaway stieg 2022 ein, ist aber seit dem ersten Quartal 2024 nicht mehr beteiligt.
  • HP Inc. entstand am 1. November 2015 aus der Aufspaltung der 1939 gegründeten Hewlett-Packard Company; Hewlett Packard Enterprise (HPE) ist seither ein eigenes Unternehmen.
  • Im Geschäftsjahr 2025 (bis 31. Oktober 2025) setzte HP 55,3 Milliarden US-Dollar um und beschäftigte rund 55.000 Mitarbeiter.
  • Enrique Lores trat im Februar 2026 als Konzernchef zurück und wechselte zu PayPal; Bruce Broussard führt HP übergangsweise, Emma Walmsley folgt am 4. Januar 2027.
  • Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 will HP weltweit 4.000 bis 6.000 Stellen abbauen; teure Speicherchips und Zölle belasten das PC-Geschäft.
NameHP Inc. (bis 2015: Hewlett-Packard Company)
Gegründet1939 von Bill Hewlett und David Packard; in heutiger Form seit 1. November 2015
SitzPalo Alto, Kalifornien (USA)
BrancheInformationstechnik: PCs, Notebooks, Drucker und Verbrauchsmaterial
EigentümerStreubesitz an der NYSE (Kürzel HPQ); größte Aktionäre: BlackRock (11,8 %), Vanguard, State Street
Umsatz/Mitarbeiter55,3 Mrd. US-Dollar (Geschäftsjahr 2025) / rund 55.000
FührungBruce Broussard (Interimschef seit Februar 2026); Emma Walmsley ab 4. Januar 2027; Verwaltungsratschef Chip Bergh

Eigentümerstruktur im Detail

Wem gehört HP? Aktionärsstruktur der HP Inc. mit BlackRock, Vanguard und State Street sowie Kennzahlen 2026
Wem gehört HP? Eigentümer und Struktur 2026 2

Ende 2025 waren laut Geschäftsbericht rund 918 Millionen HP-Aktien im Umlauf. Nach einer Auswertung der Pflichtmeldungen großer Vermögensverwalter an die US-Börsenaufsicht SEC (Formular 13F, Stand 30. Juni 2026) liegen rund 93 Prozent davon bei institutionellen Anlegern. BlackRock hält 11,8 Prozent. Vanguard meldet seit einer Neuordnung im Jahr 2026 über zwei getrennte Gesellschaften: Vanguard Capital Management kommt auf 7,08 Prozent, Vanguard Portfolio Management auf 6,35 Prozent. Es folgen State Street mit 5,78 Prozent und Dodge & Cox mit 4,66 Prozent. Die übrigen 64,33 Prozent verteilen sich auf weitere Fonds, Pensionskassen und Privatanleger.

Je nach Meldeweg und Stichtag weichen die Werte leicht ab: In Stimmrechtsmitteilungen zum 31. März 2026 gab BlackRock 10,9 Prozent an, Vanguard Portfolio Management 6,30 Prozent. Die großen Verwalter legen das Geld ihrer Fondsanleger überwiegend passiv nach Indizes an, keiner von ihnen kontrolliert HP; Führungskräfte und Verwaltungsräte halten zusammen weniger als ein Prozent.

Häufig wird noch Berkshire Hathaway als Großaktionär genannt. Das ist überholt: Die Holding von Warren Buffett war im Frühjahr 2022 mit rund elf Prozent eingestiegen und nach dem ersten Quartal 2024 nicht mehr beteiligt.

Geschichte und Abgrenzung zu Hewlett Packard Enterprise

Bill Hewlett und David Packard gründeten ihr Unternehmen 1939 in einer Garage in Palo Alto. 1957 ging Hewlett-Packard an die Börse. 2002 schloss der Konzern die Fusion mit dem PC-Hersteller Compaq ab, die bei der Ankündigung mit rund 25 Milliarden US-Dollar bewertet worden war.

Am 1. November 2015 teilte sich der Konzern auf. Die bisherige Hewlett-Packard Company wurde in HP Inc. umbenannt und behielt das Geschäft mit PCs und Druckern. Server, Speicher und Netzwerktechnik gingen an die neu gegründete Hewlett Packard Enterprise. HPE ist seitdem eigenständig börsennotiert (Kürzel HPE), sitzt in Spring im US-Bundesstaat Texas und wird von Antonio Neri geführt.

Ende 2019 versuchte der Rivale Xerox, HP zu übernehmen. Das Angebot von zunächst 22 US-Dollar je Aktie (rund 33,5 Milliarden US-Dollar) wurde auf 24 US-Dollar je Aktie (rund 35 Milliarden US-Dollar) erhöht. Der HP-Verwaltungsrat lehnte ab, Ende März 2020 zog Xerox das Angebot zurück. HP kaufte seinerseits zu: 2022 den Headset- und Konferenztechnik-Anbieter Poly für 3,3 Milliarden US-Dollar einschließlich Schulden und 2025 wesentliche Vermögenswerte des KI-Start-ups Humane für 116 Millionen US-Dollar.

Geschäftsmodell und Kennzahlen

HP berichtet in drei Segmenten. „Personal Systems“ umfasst Desktop-PCs, Notebooks und Workstations. „Printing“ bündelt Drucker, Tinte und Toner sowie Dienstleistungen und den 3D-Druck. Unter „Corporate Investments“ laufen Zukunftsprojekte. Das Geschäftsjahr endet jeweils am 31. Oktober.

Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 3,2 Prozent auf 55,3 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn lag bei 2,5 Milliarden US-Dollar. Auf das PC-Geschäft entfielen 38,5 Milliarden US-Dollar, auf das Druckgeschäft 16,7 Milliarden US-Dollar. HP beschäftigte zum Stichtag rund 55.000 Menschen. Die Quartalsdividende beträgt seit Anfang 2026 0,30 US-Dollar je Aktie.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

Im November 2025 kündigte HP ein Sparprogramm an: Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 sollen weltweit 4.000 bis 6.000 Stellen wegfallen. Das Unternehmen erwartet jährliche Einsparungen von rund einer Milliarde US-Dollar.

Am 3. Februar 2026 gab Enrique Lores, seit November 2019 an der Spitze, sein Amt ab und wechselte als Chef zu PayPal. Das Verwaltungsratsmitglied Bruce Broussard übernahm übergangsweise. Am 4. November 2026 berief der Verwaltungsrat Emma Walmsley zur neuen Chefin. Sie leitete bis Ende 2025 den britischen Pharmakonzern GSK und tritt am 4. Januar 2027 an. Broussard wird dann Vorsitzender des Verwaltungsrats und löst Chip Bergh ab, der das Gremium seit 2017 leitet.

Im dritten Quartal (bis 31. Juli 2026) stieg der Umsatz um 12,5 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar. Das PC-Segment legte um 18 Prozent auf 11,8 Milliarden US-Dollar zu, obwohl die Stückzahlen um 16 Prozent sanken. Das Druckgeschäft ging um zwei Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar zurück. Im ersten Quartal waren mehr als 35 Prozent der ausgelieferten Rechner sogenannte KI-PCs. Zahlen für das am 31. Oktober beendete Geschäftsjahr 2026 lagen Anfang November noch nicht vor.

Belastend wirken stark gestiegene Preise für Speicherchips, auf die HP mit Preiserhöhungen reagiert. Hinzu kommen die US-Zölle: 2025 hatte HP die Fertigung für den nordamerikanischen Markt nach eigenen Angaben weitgehend aus China nach Südostasien und Mexiko verlagert. Anfang November 2026 berichtete Nikkei Asia unter Berufung auf Branchenkreise, HP hole wegen des Kostendrucks einen Teil der PC-Montage aus Thailand und Vietnam nach China zurück.

FAQ

Wem gehört HP? HP Inc. gehört seinen Aktionären. Die größten sind BlackRock (11,8 Prozent), Vanguard und State Street; einen Mehrheitseigentümer gibt es nicht.

Ist Warren Buffett noch an HP beteiligt? Nein. Berkshire Hathaway stieg 2022 ein und hielt nach dem ersten Quartal 2024 keine Anteile mehr.

Gehören HP und Hewlett Packard Enterprise zusammen? Nein. Beide gingen 2015 aus der Hewlett-Packard Company hervor, sind aber getrennte börsennotierte Unternehmen. HP Inc. baut PCs und Drucker, HPE liefert Server, Speicher und Netzwerktechnik.

Wer leitet HP im Jahr 2026? Seit Februar 2026 führt Bruce Broussard das Unternehmen übergangsweise. Am 4. Januar 2027 übernimmt Emma Walmsley, zuvor Chefin des Pharmakonzerns GSK.

Wie viel Umsatz macht HP? Im Geschäftsjahr 2025 waren es 55,3 Milliarden US-Dollar, rund 70 Prozent davon aus dem PC-Geschäft.

Fazit

HP Inc. ist ein klassischer Streubesitz-Konzern: Die größten Pakete liegen bei Fondsanbietern wie BlackRock, Vanguard und State Street. Weder die Gründerfamilien noch Berkshire Hathaway spielen in der Aktionärsstruktur heute eine Rolle, und mit Hewlett Packard Enterprise verbindet HP seit 2015 nur noch die gemeinsame Herkunft.

Offen ist vor allem die künftige Führung. Emma Walmsley kommt aus der Pharmabranche und muss ab Januar 2027 den laufenden Stellenabbau, hohe Chipkosten und den Wandel hin zu KI-PCs steuern.