
ApoRed, bürgerlich Ahmad Nadim Ahadi, ist ein deutscher Webvideoproduzent und Rapper aus Hamburg, der seit 2011 auf YouTube aktiv ist und mit Let’s Plays, Prank-Videos und provokanten Rap-Clips ein Millionenpublikum erreichte. Seine Laufbahn ist zugleich eine Chronik von Skandalen: Der „Bomben-Prank“ von 2016 brachte ihm 2017 eine Bewährungsstrafe ein, 2022 folgte ein Insolvenzverfahren, 2023 ein Haftbefehl wegen versäumter Bewährungsauflagen. Stand Oktober 2026 lebt er seit Jahren im Ausland, die Kriminalpolizei Dortmund ermittelt wegen schwerer Vorwürfe, und Nordzypern hat ihn zum „unerwünschten Ausländer“ erklärt.
Key Takeaways
- ApoRed wurde am 12. März 1994 geboren, wuchs in Hamburg auf und hat afghanische Wurzeln.
- Seinen YouTube-Kanal eröffnete er am 17. August 2011 zunächst mit Let’s Plays, ab 2015 setzte er auf Clickbait, Pranks und Rap.
- Sein erstes Musikvideo „Photoshop“ erschien im Oktober 2015 und zählte bis März 2018 über 29 Millionen Aufrufe.
- Wegen des „Bomben-Pranks“ von 2016 wurde er im Oktober 2017 zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 200 Arbeitsstunden verurteilt.
- 2022 eröffnete das Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren, 2023 erging ein Haftbefehl wegen versäumter Bewährungsauflagen.
- Seit Juni 2026 ermittelt nach Medienberichten die Kriminalpolizei Dortmund nach öffentlich erhobenen Vorwürfen; die Vorwürfe sind nicht bewiesen, es gilt die Unschuldsvermutung.
- Im Oktober 2026 stufte der Ministerrat Nordzyperns ApoRed als „unerwünschten Ausländer“ ein.
- Offizielle Vermögenszahlen existieren nicht; uamr.de nennt keine Beträge, sondern beschreibt nur die Einnahmequellen.
| Name | Ahmad Nadim Ahadi, Künstlername ApoRed |
| Geboren | 12. März 1994 (Geburtsort nicht öffentlich belegt), aufgewachsen in Hamburg |
| Beruf/Funktion | Webvideoproduzent, Rapper |
| Kanäle | ApoRed (seit 2011), RedSama (Gaming), ApoRed Music, ApoRed Vlogs (gelöscht) |
| Familie/Wohnort | Afghanische Wurzeln; seit 2023 im Ausland, zuletzt zwischen Dubai, Istanbul und Nordzypern |
| Einnahmequellen | YouTube-Werbeerlöse, Musikveröffentlichungen, Merchandise, Social-Media-Reichweite (ohne Beträge) |
Herkunft und Jugend in Hamburg
Ahmad Nadim Ahadi wurde am 12. März 1994 geboren und wuchs in Hamburg auf. Seine Familie stammt aus Afghanistan, ein Hintergrund, den er in Videos und Songs immer wieder thematisiert hat. Über Schule, Ausbildung oder einen erlernten Beruf ist öffentlich nichts Belastbares bekannt. Als Teenager begann er mit ersten Gaming-Videos auf YouTube.
Karriere: Von Let’s Plays zum Skandal-Rapper

Am 17. August 2011 eröffnete Ahadi seinen YouTube-Kanal „ApoRed“. Zunächst produzierte er Let’s Plays, also kommentierte Spielvideos. Ab 2015 änderte sich der Kurs grundlegend: Clickbait-Titel, Prank-Videos und Provokationen bestimmten fortan den Kanal.
Musik: „Photoshop“ und der Titel des unbeliebtesten YouTube-Rappers
Am 9. Oktober 2015 veröffentlichte ApoRed sein erstes eigenes Musikvideo „Photoshop“, das bis März 2018 über 29 Millionen Aufrufe erreichte. Es folgten Titel wie „Everyday Saturday“, „Numero Uno“, „Yalla Habibi“, „Babawagen“ und „Range Rover Mansory“, 2018 „Billo“, 2019 „Submariner“ und „Lambo Gallardo“ sowie 2020 „Emblem“. Das Video „Everyday Saturday – Remix“ brachte ihm wegen der massiven negativen Reaktionen den Beinamen „unbeliebtester YouTube-Rapper“ ein. Die Songs drehen sich fast durchweg um Luxusautos, Uhren und Geld. Nach einer Pause meldete er sich 2024 mit den Singles „Multimillionär“ (April) und „Push“ (September) zurück.
Kanalsperren und Neustarts
Sein Gaming-Kanal „RedSama“ wurde im November 2019 bei rund 1,5 Millionen Abonnenten nach Urheberrechtsbeschwerden von Epic Games gesperrt. Im selben Monat erklärte ApoRed, seinen Hauptkanal gelöscht zu haben; im März 2020 stellte sich heraus, dass der ursprüngliche Kanal lediglich umbenannt worden war. Parallel entstanden „ApoRed Music“ und „ApoRed Vlogs“, dessen Löschung er im Juli 2020 ankündigte.
Kontroversen und Gerichtsverfahren
Im Juli 2016 veröffentlichte ApoRed den sogenannten „Bomben-Prank“: Er legte in der Öffentlichkeit eine Tasche ab, die er als Bombe ausgab, und gab Passanten nur Sekunden zur Flucht. Mehrere Betroffene litten später unter Angststörungen. Nach rund zweiwöchiger Untersuchungshaft wurde er im Oktober 2017 wegen Körperverletzung, Nötigung, Störung des öffentlichen Friedens und Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 200 Arbeitsstunden verurteilt. Seine Berufung nahm er im März 2018 zurück. Im Dezember 2017 verhängte die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein zusätzlich ein Bußgeld wegen fehlender Anbieterangaben im Impressum. Weitere Strafanzeigen folgten wegen sogenannter Einsperr-Pranks in einem Kino, einem Restaurant und einem Möbelhaus.
Am 9. September 2022 eröffnete das Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren über sein Vermögen. Im März 2023 erging ein Haftbefehl, weil er Bewährungsauflagen nicht erfüllt hatte. Ebenfalls 2023 untersagte ihm das Landgericht Köln, die Behauptung zu verbreiten, die Influencerin Carina Pusch lüge; seine Widerklage wurde abgewiesen. Im Dezember 2023 inszenierte er gemeinsam mit Leon Machère ein angebliches Insolvenz- und Steuerschulden-Geständnis, das sich wenige Tage später als Prank herausstellte.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Bereits im September 2024 hatte der YouTuber MiiMii dargelegt, dass ApoRed sich seit etwa 2023 nicht mehr in Deutschland aufhalte und dort mit Haftbefehl gesucht werde. ApoRed reagierte damals mit der Single „Push“ und machte sich über die Enthüllungen lustig. Nach Medienberichten pendelte er in der Folge zwischen Dubai, Istanbul und Nordzypern, einer nur von der Türkei anerkannten Region, aus der in der Regel nicht nach Deutschland ausgeliefert wird.
Im Juni 2026 wurden in einem YouTube-Video des Kanals MiiMii schwere Vorwürfe gegen ApoRed erhoben; nach Medienberichten nahm die Kriminalpolizei Dortmund daraufhin Ermittlungen auf. ApoRed hat sich dazu öffentlich nicht geäußert, die Vorwürfe sind nicht bewiesen, und es gilt die Unschuldsvermutung. Am 13. Oktober 2026 wurde bekannt, dass der Ministerrat Nordzyperns ihn auf Grundlage eines Polizeiberichts als „unerwünschten Ausländer“ eingestuft hat. Damit verliert er sein Aufenthaltsrecht dort; eine Abschiebung würde voraussichtlich über die Türkei führen. Ob er dagegen rechtlich vorgeht, ist offen.
ApoRed Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Offizielle Zahlen zu ApoReds Vermögen oder Einkommen existieren nicht; uamr.de nennt keine Beträge. Belastbar beschreiben lassen sich nur die Einnahmequellen. Über Jahre waren das vor allem Werbeerlöse aus YouTube-Videos auf mehreren Kanälen, dazu Einnahmen aus Musikveröffentlichungen und Streaming sowie zeitweise Merchandise. Der in Videos inszenierte Luxus sagt nichts über reale Besitzverhältnisse aus; das 2022 eröffnete Insolvenzverfahren zeigt vielmehr eine angespannte wirtschaftliche Lage. Seit dem Wegzug ins Ausland und den Entwicklungen des Jahres 2026 ist er öffentlich weitgehend verstummt, was die bisherigen Einnahmequellen zusätzlich schwächt.
FAQ
Wer ist ApoRed? ApoRed heißt bürgerlich Ahmad Nadim Ahadi, wurde am 12. März 1994 geboren und wuchs in Hamburg auf. Er ist Webvideoproduzent und Rapper mit afghanischen Wurzeln.
Womit wurde ApoRed bekannt? Er startete 2011 mit Let’s Plays, wechselte 2015 zu Pranks und Clickbait und wurde mit dem Musikvideo „Photoshop“ bekannt, das über 29 Millionen Aufrufe erzielte.
Wofür wurde ApoRed verurteilt? Wegen des „Bomben-Pranks“ von 2016 erhielt er im Oktober 2017 sieben Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und 200 Arbeitsstunden. Weil er die Auflagen nicht erfüllte, erging 2023 ein Haftbefehl.
Wo lebt ApoRed heute? Nach Medienberichten hält er sich seit 2023 im Ausland auf und pendelte zwischen Dubai, Istanbul und Nordzypern. Im Oktober 2026 erklärte Nordzypern ihn zum „unerwünschten Ausländer“.
Wie hoch ist das Vermögen von ApoRed? Offizielle Zahlen gibt es nicht, und uamr.de nennt keine Beträge. Bekannt sind nur die Einnahmequellen YouTube, Musik und Merchandise sowie das Insolvenzverfahren von 2022.
Was wird ApoRed 2026 vorgeworfen? Im Juni 2026 wurden in einem YouTube-Video schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben; nach Medienberichten ermittelt die Kriminalpolizei Dortmund. Die Vorwürfe sind nicht bewiesen, es gilt die Unschuldsvermutung.
Fazit
ApoRed steht wie kaum ein anderer deutscher YouTuber für das Geschäftsmodell der Provokation: Pranks, Clickbait und Luxus-Rap brachten ihm ein Millionenpublikum, aber auch eine Bewährungsstrafe, Kanalsperren und ein Insolvenzverfahren.
Stand Oktober 2026 ist seine Lage so unsicher wie nie: Ein Haftbefehl in Deutschland, laufende Ermittlungen der Kriminalpolizei Dortmund und der Verlust seines Aufenthaltsrechts in Nordzypern lassen wenig Raum für ein Comeback. Wie es für ApoRed weitergeht, ist offen.