Wem gehört Danone? Eigentümer und Struktur 2026

Wem gehört Danone?

Danone gehört keinem einzelnen Eigentümer, sondern Hunderttausenden Aktionären: Die Danone S.A. mit Sitz in Paris ist an der Euronext Paris notiert, Mitglied im CAC 40 und befindet sich Stand 2026 fast vollständig im Streubesitz. Laut Geschäftsbericht 2025 hielten zum 31. Dezember 2025 nur zwei Investoren mehr als 5 Prozent: BlackRock mit 6,9 Prozent und Artisan Partners mit 5,9 Prozent. Der Konzern selbst hält 6,1 Prozent eigene Aktien, der Mitarbeiterfonds „Fonds Danone“ 1,7 Prozent. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Danone 27,3 Mrd. Euro Umsatz mit 88.670 Beschäftigten.

Key Takeaways

  • Danone ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft ohne Mehrheits- oder Ankeraktionär; rund drei Viertel der Aktien liegen bei nicht namentlich ausgewiesenen Investoren.
  • Größte Einzelaktionäre Ende 2025 waren BlackRock (6,9 Prozent), Artisan Partners (5,9 Prozent) und The Capital Group Companies (4,9 Prozent).
  • Gegründet wurde das Unternehmen 1919 von Isaac Carasso in Barcelona und nach seinem Sohn Daniel („Danon“) benannt.
  • 2025 setzte Danone 27,283 Mrd. Euro um (plus 4,5 Prozent vergleichbar) und erzielte einen Konzerngewinn von 1,825 Mrd. Euro.
  • CEO ist seit 2021 Antoine de Saint-Affrique, Verwaltungsratsvorsitzender Gilles Schnepp.
  • 2025 und 2026 kaufte Danone Kate Farms (96 Prozent für 839 Mio. Euro), The Akkermansia Company und den britischen Anbieter Huel (rund 860 Mio. Pfund) und verkaufte seinen Anteil an Lifeway Foods.
Unternehmen / NameDanone S.A.
Gegründet / Geboren1919 in Barcelona durch Isaac Carasso
Sitz / WohnortParis, Frankreich
Branche / BerufNahrungsmittel: Milch- und Pflanzenprodukte, Spezialnahrung, Mineralwasser
Eigentümer / VermögensbasisStreubesitz; BlackRock 6,9 %, Artisan Partners 5,9 %, Capital Group 4,9 %, eigene Aktien 6,1 %, Mitarbeiterfonds 1,7 % (Stand 31.12.2025)
Umsatz / Mitarbeiter27,283 Mrd. Euro (2025) / 88.670 Mitarbeiter (31.12.2025)

Eigentümerstruktur im Detail

Wem gehört Danone? Eigentümerstruktur mit BlackRock, Artisan Partners, Capital Group, Mitarbeiterfonds und Streubesitz 2026
Wem gehört Danone? Eigentümer und Struktur 2026 2

Die Danone S.A. hatte zum 31. Dezember 2025 ein Grundkapital von 170,35 Mio. Euro, eingeteilt in 681.394.483 Aktien. Einen Großaktionär mit Sperrminorität gibt es nicht: Nach Angabe des Konzerns hielt Ende 2025 außer BlackRock und Artisan Partners kein Aktionär mehr als 5 Prozent des Kapitals oder der Stimmrechte.

Der Geschäftsbericht weist BlackRock mit 46.930.866 Aktien (6,9 Prozent) und Artisan Partners mit 40.238.224 Aktien (5,9 Prozent) aus. Dank doppelter Stimmrechte kommt Artisan Partners auf 8,8 Prozent der Stimmrechte. The Capital Group Companies hielt 4,9 Prozent, nachdem der US-Investor im Juni 2025 unter die meldepflichtige 5-Prozent-Schwelle gerutscht war. Der Mitarbeiterfonds „Fonds Danone“ besaß 1,7 Prozent des Kapitals und 3,2 Prozent der Stimmrechte; insgesamt lagen 2,1 Prozent bei Beschäftigten. Danone selbst hielt 6,1 Prozent stimmrechtslose eigene Aktien, die übrigen 74,5 Prozent verteilen sich auf viele weitere Investoren.

Eine Aktionärsanalyse vom Dezember 2025 zeigt, wer hinter dem Streubesitz steht: 77 Prozent des Kapitals liegen bei institutionellen Investoren, davon 37 Prozent in den USA, 11 Prozent in Frankreich, 9 Prozent in Großbritannien, je 4 Prozent in der Schweiz und in Deutschland. Privatanleger und der Mitarbeiterfonds halten zusammen 10 Prozent, 6 Prozent sind eigene Aktien, 7 Prozent konnten nicht zugeordnet werden. Frühere Großaktionäre wie MFS Investment Management liegen inzwischen unter der 5-Prozent-Schwelle.

Prägend sind die doppelten Stimmrechte nach französischem Recht: Ende 2025 waren 40.055.693 Aktien (5,9 Prozent) damit ausgestattet, was Langfristaktionäre und den Mitarbeiterfonds stärkt. Jährliche Kapitalerhöhungen für Beschäftigte gleicht Danone durch Aktienrückkäufe aus, 2025 etwa 2,7 Mio. Aktien für 192 Mio. Euro.

Geschichte und Herkunft

Die Geschichte beginnt 1919 in Barcelona: Isaac Carasso begann dort mit der Herstellung von Joghurt. Den Namen leitete er vom katalanischen Kosenamen seines Sohnes Daniel ab, „Danon“; das „e“ kam hinzu, um den Namen nach spanischem Recht schützen zu können. Daniel Carasso brachte die Marke 1929 nach Frankreich und eröffnete 1932 die erste Fabrik in Levallois-Perret bei Paris.

1967 fusionierte Danone mit dem Käsehersteller Fromageries Gervais. 1973 folgte der Zusammenschluss mit dem Glaskonzern BSN unter Antoine Riboud, der die Gruppe zum Lebensmittelkonzern umbaute; 1994 wurde sie in Groupe Danone umbenannt. Franck Riboud führte das Unternehmen von 1996 bis 2014 als CEO und bis 2017 als Verwaltungsratsvorsitzender.

Emmanuel Faber machte Danone 2020 zum ersten börsennotierten Unternehmen Frankreichs mit dem Status „Société à mission“, wurde aber im März 2021 abgelöst. Seit September 2021 führt Antoine de Saint-Affrique den Konzern, Gilles Schnepp ist seit März 2021 Verwaltungsratsvorsitzender. Unter dem Programm „Renew Danone“ rotierte der Konzern 2022 bis 2024 rund 9 Prozent seines Umsatzes aus dem Portfolio, darunter 2024 Michel & Augustin, die US-Marken Horizon Organic und Wallaby sowie das Milchgeschäft in Russland.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

2025 setzte Danone 27,283 Mrd. Euro um, ein vergleichbares Plus von 4,5 Prozent. Das wiederkehrende operative Ergebnis stieg auf 3,665 Mrd. Euro (Marge 13,4 Prozent), der Konzerngewinn lag bei 1,825 Mrd. Euro. Für 2025 wird eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie gezahlt. Für 2026 erwartet das Management ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent.

Strategisch verschiebt sich das Gewicht in Richtung Gesundheit. Am 1. Juli 2025 übernahm Danone 96 Prozent des US-Anbieters Kate Farms (pflanzenbasierte medizinische Trinknahrung) für 839 Mio. Euro; im Juni 2025 kam das belgische Biotik-Unternehmen The Akkermansia Company hinzu. Im Mai 2026 trennte sich Danone von seinem 23-Prozent-Anteil am US-Kefirhersteller Lifeway Foods, nachdem zwei Übernahmeangebote 2024 abgelehnt worden waren. Der größte Zukauf 2026 ist der britische Mahlzeitenersatz-Anbieter Huel mit zuletzt 254 Mio. Pfund Umsatz: Nach Freigabe durch die britische Wettbewerbsbehörde CMA schloss Danone die rund 860 Mio. Pfund schwere Übernahme am 4. September 2026 ab.

Seit dem 1. Januar 2026 arbeitet Danone in drei Regionen: EMEA, Asien-Pazifik und Amerika. Im Februar 2026 erhöhte der Konzern seinen Anteil am australischen Molkerei-Gemeinschaftsunternehmen mit Saputo auf 51 Prozent.

Marken und Geschäftsfelder

Danone gliedert sein Geschäft in drei Bereiche. Milchprodukte und pflanzliche Alternativen mit Activia, Actimel, Danette, Fruchtzwerge, Alpro und Silk erlösten 2025 13,158 Mrd. Euro oder 48 Prozent. Die Spezialnahrung mit Aptamil, Nutricia, Cow & Gate, Blédina und Kate Farms erreichte 9,277 Mrd. Euro (34 Prozent) und wuchs mit 7,4 Prozent am schnellsten. Das Wassergeschäft mit evian, Volvic, Aqua, Bonafont und Mizone kam auf 4,848 Mrd. Euro (18 Prozent).

Europa ist mit 9,779 Mrd. Euro Umsatz der wichtigste Markt. Nach eigener Darstellung ist Danone weltweit Nummer 1 bei frischen Milch- und Pflanzenprodukten, Nummer 2 bei abgefülltem Wasser und Säuglingsnahrung und Nummer 4 bei medizinischer Ernährung für Erwachsene; verkauft wird in über 120 Ländern.

FAQ

Wem gehört Danone? Danone gehört seinen Aktionären: Die Danone S.A. ist börsennotiert und im Streubesitz. Größte Aktionäre Ende 2025 waren BlackRock (6,9 Prozent) und Artisan Partners (5,9 Prozent).

Ist Danone noch ein Familienunternehmen? Nein. Weder die Gründerfamilie Carasso noch die Familie Riboud, die den Konzern jahrzehntelang führte, ist als meldepflichtiger Großaktionär ausgewiesen.

Wie viele Aktien halten die Mitarbeiter? Ende 2025 hielten Beschäftigte 2,1 Prozent des Kapitals, davon 1,7 Prozent über den „Fonds Danone“, der dank doppelter Stimmrechte 3,2 Prozent der Stimmrechte kontrolliert.

Wer führt Danone? CEO ist seit September 2021 Antoine de Saint-Affrique, Verwaltungsratsvorsitzender ist Gilles Schnepp.

Welche Marken gehören zu Danone? Unter anderem Activia, Actimel, Fruchtzwerge, Alpro, Aptamil, Nutricia, Kate Farms, evian, Volvic sowie seit September 2026 Huel.

Wie groß ist Danone? Im Geschäftsjahr 2025 setzte der Konzern 27,283 Mrd. Euro um und beschäftigte zum Jahresende 88.670 Menschen.

Fazit

Danone ist ein klassischer Publikumskonzern: Kein Eigentümer gibt den Ton an, die größten Pakete halten Fondsgesellschaften wie BlackRock, Artisan Partners und Capital Group, während Mitarbeiterfonds und eigene Aktien die Struktur stabilisieren. Die Rechtsform der „Société à mission“ und die doppelten Stimmrechte begrenzen den Einfluss kurzfristig orientierter Investoren. Mit Kate Farms, Akkermansia und Huel richtet sich der Konzern weiter auf gesundheitsorientierte Ernährung aus.