Hinter dem Namen „Shiny Flakes“ steht Maximilian Schmidt, geboren 1994 in Leipzig. Zwischen Dezember 2013 und Februar 2015 betrieb er als Teenager aus seinem Kinderzimmer in Leipzig-Gohlis einen Online-Drogenshop, über den er Ermittlungen zufolge rund 600 Kilogramm verschiedener Drogen in mehreren tausend Einzelbestellungen versandte. Der Fall zählt zu den bekanntesten Drogen-Kriminalfällen Deutschlands und wurde später Vorlage für die Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ sowie die Dokumentation „Shiny Flakes: The Teenage Druglord“, in der Schmidt selbst auftrat.
Die Festnahme und das erste Verfahren
2015 wurde Schmidt im Alter von 20 Jahren verhaftet. Bei der Durchsuchung stellten Ermittler rund 341 Kilogramm Betäubungsmittel, 48.000 Euro Bargeld sowie umfangreiche digitale Geräte sicher; insgesamt wurden im Verfahren Drogen im Wert von etwa vier Millionen Euro beschlagnahmt. Da Schmidt zur Tatzeit als Heranwachsender galt, wurde er nach Jugendstrafrecht zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach vier Jahren und sieben Monaten kam er vorzeitig frei.
Vom Einzeltäter zum Bandenchef
Anders als bei seinem ersten Onlineshop soll Schmidt bei einer späteren Unternehmung mit Komplizen zusammengearbeitet haben. In einem weiteren Verfahren erhielten mutmaßliche Mitangeklagte eigene Strafen, unter anderem wegen Beteiligung an Logistik, Bestellabwicklung und Produktfotografie. Ein Leipziger Rechtsanwalt soll die Gruppe rechtlich beraten haben.
Zweites Verfahren und Revision
Am 17. Mai 2023 wurde Schmidt in einem neuen Verfahren zu vier Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil im November 2024 jedoch auf; der Fall muss seither neu verhandelt werden. Der aktuelle Stand des Verfahrens ist öffentlich nicht abschließend dokumentiert.
Die Bitcoin-Frage und Schmidts Vermögen
Immer wieder wird spekuliert, ob Schmidt noch Zugriff auf Kryptowährungs-Guthaben aus dem Drogenhandel hat. Nicht alle bei den Ermittlungen sichergestellten Wallets konnten von den Behörden entschlüsselt werden, sodass sein tatsächliches Vermögen bis heute unbekannt ist. Der beschlagnahmte Warenwert von rund vier Millionen Euro beschreibt den Wert der sichergestellten Drogen – nicht Schmidts persönliches Vermögen. Seriöse, geprüfte Zahlen zu einem heutigen Nettovermögen existieren nicht; Angaben dazu sollten grundsätzlich als Spekulation behandelt werden.
Fazit
Der Fall Shiny Flakes bleibt vor allem wegen seiner medialen Aufarbeitung im Gedächtnis. Zu einem tatsächlichen Vermögen Maximilian Schmidts lassen sich mangels belastbarer Quellen keine seriösen Zahlen nennen.
FAQ
Wer ist die Person hinter „Shiny Flakes“?
Hinter dem Pseudonym steht Maximilian Schmidt, geboren 1994 in Leipzig, der als Teenager einen Online-Drogenshop betrieb.
Wie hoch ist das Vermögen von Shiny Flakes / Maximilian Schmidt?
Belastbare Zahlen gibt es nicht. Nicht alle sichergestellten Krypto-Wallets konnten entschlüsselt werden, weshalb sein tatsächliches Vermögen unbekannt bleibt.
Welche Strafen erhielt Schmidt?
Im ersten Verfahren wurde er nach Jugendstrafrecht zu sieben Jahren Haft verurteilt, im Mai 2023 in einem weiteren Verfahren zu vier Jahren und sechs Monaten. Dieses zweite Urteil hob der Bundesgerichtshof im November 2024 auf.
Inwiefern profitierte Schmidt medial von seiner Bekanntheit?
Sein Fall inspirierte die Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ sowie die Dokumentation „Shiny Flakes: The Teenage Druglord“, in der Schmidt selbst mitwirkte.