Sepp Maier: Biographie, Karriere und Vermögen des Weltmeisters von 1974

Sepp Maier Vermögen und Biographie

Sepp Maier, geboren am 28. Februar 1944 in Metten (Niederbayern), ist der erfolgreichste Torhüter der deutschen Fußballgeschichte: Weltmeister 1974, Europameister 1972, dreimal Sieger im Europapokal der Landesmeister mit dem FC Bayern München, Weltrekordhalter mit 442 Bundesligaspielen in Serie. Ein Verkehrsunfall 1979 beendete seine Spielerkarriere, später war er 20 Jahre Torwarttrainer. Stand Oktober 2026 ist der 82-Jährige weiterhin präsent: Im Oktober 2025 erschien seine Autobiografie, 2026 tourt er mit einer Bühnenshow und kommentiert die Torwartfrage vor der WM 2026.

Key Takeaways

  • 709 Pflichtspiele für den FC Bayern (1962–1979) – Vereinsrekord bis September 2024, als Thomas Müller ihn ablöste.
  • 442 Bundesligaspiele in Folge – bis heute Weltrekord.
  • Weltmeister 1974, Europameister 1972, vier Meisterschaften, vier DFB-Pokale, drei Europapokale der Landesmeister, Weltpokal 1976.
  • 95 Länderspiele – Rekord für einen deutschen Torhüter bis November 2020 (Manuel Neuer).
  • Autounfall am 14. Juli 1979 mit lebensgefährlichen Verletzungen beendete die Karriere.
  • Ehrungen 2024: Bayerischer Verdienstorden und Persönlicher Preis des Ministerpräsidenten beim Bayerischen Sportpreis.
  • Stand 2026: Autobiografie (Oktober 2025), „Sepp Maier Live“-Tour 2026, Unterstützung für Manuel Neuer als Nummer eins bei der WM 2026.
NameJosef Dieter „Sepp“ Maier
Geboren28. Februar 1944 in Metten, Niederbayern
Beruf/FunktionEhemaliger Fußballtorwart, später Torwarttrainer, Buchautor
VereinFC Bayern München (Spieler 1958–1979, Torwarttrainer 1994–2008); deutsche Nationalmannschaft (95 Länderspiele, Torwarttrainer 1988–2004)
FamilieIn zweiter Ehe verheiratet (seit Mai 2008), eine Tochter aus erster Ehe
EinnahmequellenProfikarriere, Trainertätigkeit bei DFB und FC Bayern, Tennispark nach dem Karriereende, Bücher, Bühnenshows, Werbung (keine Beträge öffentlich belegt)

Karriere: Rekordtorwart des FC Bayern und Weltmeister 1974

Sepp Maier: Stationen der Karriere vom TSV Haar über den FC Bayern München bis zum Torwarttrainer und Autor, Rekorde und Ehrungen bis 2026
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1962 wurde Maier beim FC Bayern Vertragsspieler, ab 1963/64 war er die Nummer eins. 1965 stieg der Verein in die Bundesliga auf, und Maier fehlte in 14 Bundesligajahren nur an drei Spieltagen. Von seinen 473 Bundesligaspielen bestritt er 442 ohne Unterbrechung, ein bis heute gültiger Weltrekord. Nach dem Abgang von Franz Beckenbauer wurde er 1977 Kapitän.

Die Titel der Ära mit Beckenbauer und Gerd Müller: Meisterschaften 1969, 1972, 1973 und 1974, DFB-Pokale 1966, 1967, 1969 und 1971, Europapokal der Pokalsieger 1967, drei Siege in Folge im Europapokal der Landesmeister (1974–1976) und Weltpokal 1976. Dreimal wurde er Deutschlands Fußballer des Jahres (1975, 1977, 1978). Mit 709 Pflichtspielen blieb er fast 45 Jahre Rekordspieler des Vereins, bis Thomas Müller am 1. September 2024 sein 710. Spiel bestritt – Maier gönnte ihm den Rekord „von Herzen“.

Sein Länderspieldebüt gab Maier am 4. Mai 1966 gegen Irland. Bei der WM 1966 saß er auf der Bank, 1970 wurde er Dritter – das Halbfinale gegen Italien nannte er seine größte Niederlage. Es folgten der EM-Titel 1972 und 1974 der Weltmeistertitel im eigenen Land durch das 2:1 im Finale gegen die Niederlande. 1976 verlor er das EM-Finale im Elfmeterschießen, 1978 kam das WM-Aus nach dem 2:3 gegen Österreich in Córdoba. Sein 95. und letztes Länderspiel bestritt er am 26. Mai 1979 in Reykjavík.

Am 14. Juli 1979 geriet Maier bei Aquaplaning in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Zunächst wurden nur Rippenbrüche diagnostiziert; auf Drängen von Uli Hoeneß kam er ins Klinikum Großhadern, wo ein Lungen- und ein Zwerchfellriss festgestellt wurden und eine Notoperation sein Leben rettete. Ein Comeback scheiterte, am 4. Juni 1980 erhielt er sein Abschiedsspiel im Olympiastadion.

Herkunft und frühe Jahre

Josef Dieter Maier kam als zweites Kind von Josef und Maria Maier in Metten zur Welt. 1946 zog die Familie nach Haar bei München, wo er 1958 eine Lehre als Maschinenschlosser begann. Beim TSV Haar spielte er zunächst als Mittelstürmer und rückte erst nach der Verletzung des Stammtorwarts ins Tor. Dort entdeckten ihn die Scouts des FC Bayern, die ihn 1958 in die A-Jugend holten.

Seinen Spitznamen „Die Katze von Anzing“ verdankt er seiner Reaktionsschnelligkeit, seine Popularität auch seinem Humor: 1967 spielte er eine Nebenrolle im Film „Lausbubengeschichten“, mit dem Hersteller Reusch entwickelte er die ersten Torwarthandschuhe mit Soft-Grip-Belag mit.

Torwarttrainer, Tennis und Ehrungen

Ab 1988 betreute Maier die Torhüter der Nationalmannschaft, ab 1994 zusätzlich die des FC Bayern. Beim DFB endete seine Tätigkeit am 10. Oktober 2004: Bundestrainer Jürgen Klinsmann entließ ihn, nachdem Maier sich öffentlich für Oliver Kahn und gegen Jens Lehmann ausgesprochen hatte. Beim FC Bayern blieb er bis 2008. Mit dem TC Hasenbergl wurde er zudem mehrfach deutscher Tennis-Mannschaftsmeister der Jungsenioren.

Seine Auszeichnungen reichen vom Silbernen Lorbeerblatt (1974) über das Bundesverdienstkreuz (1978) bis zur Hall of Fame des deutschen Sports (2014) und des deutschen Fußballs (2018). Zum 50. Jubiläum des WM-Titels und seinem 80. Geburtstag folgten 2024 zwei weitere: Am 11. Juli 2024 überreichte ihm Ministerpräsident Markus Söder den Bayerischen Verdienstorden, im Oktober 2024 erhielt er beim Bayerischen Sportpreis den Persönlichen Preis des Ministerpräsidenten; Söder nannte ihn einen „großartigen Botschafter Bayerns in der Welt“.

Aktuelle Entwicklung 2025/2026

Zum Jahresbeginn 2025 zeigte das FC Bayern Museum die Sonderausstellung „Alles Gute, Sepp Maier!“. Am 8. Oktober 2025 erschien im Coppenrath Verlag seine Autobiografie „Sepp Maier – Als der Fußball noch Charakter hatte“ (208 Seiten).

2026 ist er mit der Bühnenshow „Sepp Maier Live“ unterwegs: Moderator Tobias Bücklein führt durch den Abend, Maier erzählt vom WM-Triumph in München, vom Drama von Córdoba und aus seiner Trainerzeit; Termine sind unter anderem am 19. Oktober 2026 in Mindelheim und am 29. Oktober 2026 in Baden-Baden angesetzt. Im Mai 2026 unterstützte er bei „Sport1″ die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, Manuel Neuer als Nummer eins zur WM 2026 mitzunehmen, kritisierte aber das lange „Rumgeeier“ vor der Nominierung.

Sepp Maier Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis

Offizielle Zahlen zum Vermögen von Sepp Maier existieren nicht, und uamr.de nennt bewusst keine Beträge. Belegt sind aber die Säulen seiner wirtschaftlichen Basis: die 17-jährige Profikarriere beim FC Bayern in dessen Aufstiegsjahren sowie – ausgerechnet als Folge des Unfalls von 1979 – ein Tennispark, den Maier mit der Leistung seiner Berufsunfähigkeitsversicherung erwarb und mit dem er nach eigenen Angaben mehr verdiente als in seiner gesamten aktiven Zeit.

Hinzu kommen 20 Jahre als Torwarttrainer, Bücher von „Ich bin doch kein Tor“ (1980) bis zur Autobiografie von 2025, Werbeengagements sowie zuletzt Lesungen und Bühnenshows. Angaben zu Immobilien oder sonstigem Privatbesitz sind nicht öffentlich bekannt.

FAQ

Lebt Sepp Maier noch?
Ja. Stand Oktober 2026 ist der 82-Jährige aktiv: Im Mai 2026 äußerte er sich zur Torwartfrage vor der WM 2026, für Oktober 2026 sind Auftritte seiner Bühnenshow angekündigt.

Welche Rekorde hält Sepp Maier?
442 Bundesligaspiele in Folge sind bis heute Weltrekord. Sein Vereinsrekord von 709 Pflichtspielen hielt bis September 2024 (Thomas Müller), sein Rekord von 95 Länderspielen als Torwart bis November 2020 (Manuel Neuer).

Warum musste Sepp Maier seine Karriere beenden?
Am 14. Juli 1979 verunglückte er bei Aquaplaning mit dem Auto und erlitt einen Lungen- und Zwerchfellriss. Eine Notoperation rettete ihm das Leben, ein Comeback blieb aus.

Wie hoch ist das Vermögen von Sepp Maier?
Es gibt keine offiziellen Angaben, uamr.de nennt keine Beträge. Belegt sind als Vermögensbasis Profikarriere, Tennispark, Trainertätigkeit, Bücher und Bühnenauftritte.

Welche Ehrungen erhielt Sepp Maier zuletzt?
2024 den Bayerischen Verdienstorden und den Persönlichen Preis des Ministerpräsidenten beim Bayerischen Sportpreis.

Fazit

Sepp Maier ist die Konstante im goldenen Jahrzehnt des deutschen Fußballs: 442 Bundesligaspiele am Stück, Weltmeister 1974, drei Europapokale. Dass er nach dem Unfall von 1979 als Tennisunternehmer, Torwarttrainer und Autor neue Standbeine aufbaute, erklärt seine wirtschaftliche Basis besser als jede Schätzung. Mit Autobiografie, Live-Tour und klaren Worten zur WM 2026 bleibt der 82-Jährige eine Stimme, auf die der deutsche Fußball hört.