Curtis James Jackson III, besser bekannt als 50 Cent, wurde am 6. Juli 1975 in Queens, New York, geboren und zählt mit über 30 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Rappern der 2000er-Jahre. Längst ist er vor allem Produzent und Unternehmer: Er steht hinter dem „Power“-Franchise des Senders Starz, vertreibt mit Sire Spirits Cognac und Champagner und baut seit 2024 in Shreveport (Louisiana) ein eigenes Studioareal auf. Stand Oktober 2026 sorgt genau dieses Projekt für Schlagzeilen.
Key Takeaways
- 50 Cent wuchs in Queens auf, verlor mit acht Jahren seine Mutter und überlebte 2000 ein Attentat mit neun Schüssen.
- Eminem und Dr. Dre nahmen ihn 2002 unter Vertrag; „Get Rich or Die Tryin'“ (2003) verkaufte sich allein in den USA rund 6,5 Millionen Mal.
- Als Mitschöpfer und Executive Producer von „Power“ (Starz, 2014–2020) baute er ein Serien-Universum mit Ablegern auf.
- Bekanntester Geschäftserfolg: seine Minderheitsbeteiligung am Vitaminwater-Hersteller Glacéau, den Coca-Cola 2007 für rund 4,1 Mrd. US-Dollar übernahm.
- 2015 meldete er Privatinsolvenz nach Chapter 11 an; das Verfahren wurde 2017 abgeschlossen.
- Seit 2024 betreibt er G-Unit Studios in Shreveport; 2026 streitet er öffentlich mit der Stadt über den Ausbau.
| Name | Curtis James Jackson III („50 Cent“) |
|---|---|
| Geboren | 6. Juli 1975 in Queens, New York City (USA) |
| Beruf/Funktion | Rapper, Schauspieler, Fernsehproduzent, Unternehmer |
| Unternehmen/Beteiligungen | G-Unit Records, G-Unit Film & Television, G-Unit Studios (Shreveport), Sire Spirits (Branson Cognac, Le Chemin du Roi), G-Unit Brands; früher Glacéau/Vitaminwater, SMS Audio, Effen Vodka |
| Familie/Wohnort | Zwei Söhne (Marquise, geb. 1997; Sire, geb. 2012); lebt seit 2021 in Houston, Texas |
| Einnahmequellen | Musikverkäufe und Streaming-Tantiemen, Tourneen, Produktionsgeschäft (Starz, Netflix), Spirituosenvertrieb, Lizenz- und Markengeschäft, Studioimmobilien |
Herkunft und frühe Jahre
Curtis Jackson wuchs in South Jamaica in Queens auf. Seinen Vater lernte er nie kennen, seine Mutter starb, als er acht war; danach zogen ihn die Großeltern auf. Schon als Jugendlicher geriet er in den Drogenhandel; 1994 wurde er verhaftet und holte im Boot Camp seinen Schulabschluss nach.
Den Einstieg in die Musik verdankte er Jam Master Jay von Run-D.M.C., der ihm ab 1996 das Songschreiben beibrachte. 1999 bekam er einen Vertrag bei Columbia Records, doch das Debüt „Power of the Dollar“ erschien nie offiziell: Am 24. Mai 2000 wurde Jackson vor dem Haus seiner Großmutter mit neun Schüssen niedergestreckt, überlebte und wurde von Columbia fallen gelassen.
Karriere: Von Shady/Aftermath zum Serien-Imperium

2002 gelangte sein Mixtape „Guess Who’s Back?“ zu Eminem, der ihn Dr. Dre vorstellte und für Shady Records (Interscope) verpflichtete. „Get Rich or Die Tryin'“ stieg im Februar 2003 auf Platz eins der Billboard 200 ein, „In da Club“ und „21 Questions“ führten die Hot 100 an; weltweit wurden etwa 15,6 Millionen Exemplare abgesetzt. „The Massacre“ (2005) verkaufte sich in vier Tagen 1,14 Millionen Mal, „Candy Shop“ wurde auch in Deutschland ein Nummer-eins-Hit.
Parallel gründete Jackson 2003 das Label G-Unit Records mit Lloyd Banks, Tony Yayo und Young Buck. Es folgten „Curtis“ (2007), „Before I Self Destruct“ (2009) und „Animal Ambition“ (2014); seit dem Wechsel zu Caroline/Capitol 2014 erschien kein neues Studioalbum. Zu seinen Auszeichnungen zählen ein Grammy (2010, „Crack a Bottle“), 13 Billboard Music Awards, ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (2020) und ein Primetime Emmy für die Super-Bowl-Halbzeitshow 2022.
Als Schauspieler debütierte er 2005 im autobiografisch gefärbten Film „Get Rich or Die Tryin'“, später folgten „Escape Plan“ (2013), „Southpaw“ (2015) und „The Expendables 4″ (2023). Prägender wurde die Produzententätigkeit: 2014 startete bei Starz die von Courtney A. Kemp geschaffene Serie „Power“, in der Jackson den Kanan spielte und die er als Executive Producer verantwortete. Sie lief sechs Staffeln bis 2020 und wurde zum Fundament eines Universums mit „Ghost“, „Raising Kanan“ und „Force“. 2021 kam „BMF“ über die Black Mafia Family hinzu, die Starz nach vier Staffeln im Oktober 2025 beendete.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Musikalisch lebt 50 Cent von seinem Katalog: Der „Final Lap Tour“ 2023 zum 20. Jubiläum des Debütalbums folgte 2024/25 eine Las-Vegas-Residency. Im Dezember 2025 veröffentlichte Netflix die von ihm produzierte Dokuserie „Sean Combs: The Reckoning“, die in sechs Tagen 21,8 Millionen Mal abgerufen wurde. Im Seriengeschäft endeten „Force“ und „Raising Kanan“ 2026; Starz hat dafür das 18-teilige Prequel „Power: Origins“ bestellt, das seit Ende 2025 gedreht wird, sowie „Power: Legacy“ und das Boxdrama „Fightland“ in Entwicklung.
Das größte Projekt liegt in Shreveport. Im April 2024 unterzeichnete Jackson mit der Stadt einen 30-Jahres-Mietvertrag für die städtischen Millennium Studios, die seither als G-Unit Studios firmieren. Im Januar 2026 gab Louisiana ein Gesamtpaket von 124 Mio. US-Dollar bekannt, davon 50 Mio. US-Dollar erfolgsabhängige staatliche Förderung, um das Studiogelände zu modernisieren, die Halle Stageworks zu sanieren und die Kuppelarena „G-Dome“ zu errichten; im Juni 2026 erfolgte der Spatenstich. Im Oktober 2026 entbrannte jedoch ein öffentlicher Streit mit Bürgermeister Tom Arceneaux: Jackson warf der Stadt mangelnde Unterstützung vor und stellte das Zusatzprojekt „Red River Entertainment District“ zurück; der Bürgermeister konterte, dafür habe es nie einen Vertrag gegeben, und forderte Jackson auf, seine Zusagen einzuhalten.
50 Cent Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Offizielle Zahlen zum Vermögen von Curtis Jackson existieren nicht; Schätzungen von Wirtschaftsmagazinen beruhen auf Hochrechnungen, und uamr.de nennt deshalb keine Beträge. Belegt sind dagegen die Säulen seines Vermögens. Die erste ist die Musik: Tantiemen aus über 30 Millionen verkauften Alben, Streaming-Erlöse seines Katalogs sowie Tourneen und Residencys.
Die zweite Säule ist das Produktionsgeschäft: G-Unit Film & Television liefert seit über einem Jahrzehnt Serien an Starz und inzwischen Dokumentationen an Netflix. Mit G-Unit Studios kommt Infrastruktur hinzu, dazu laut Medienberichten rund zwei Dutzend zugekaufte Immobilien in Shreveport.
Die dritte Säule sind Konsumgüter und Beteiligungen. Den bekanntesten Coup landete er 2004 mit einer Minderheitsbeteiligung am Vitaminwater-Hersteller Glacéau, den Coca-Cola 2007 für rund 4,1 Mrd. US-Dollar kaufte. Seit 2014 ist er im Spirituosengeschäft aktiv, zunächst mit einer Beteiligung an Effen Vodka (Beam Suntory), später mit der eigenen Firma Sire Spirits, die Branson Cognac und den Champagner Le Chemin du Roi vertreibt. Die Kopfhörermarke SMS Audio (2011) stellte 2016 den Betrieb ein; dazu kommen Lizenzgeschäfte wie die G-Unit-Bekleidung und Bücher.
Dass diese Basis nicht krisenfest war, zeigte 2015 die Privatinsolvenz nach Chapter 11, ausgelöst vor allem durch Gerichtsurteile und Anwaltskosten. Das Verfahren endete 2017; Schulden- oder Vergleichssummen nennt uamr.de nicht.
FAQ
Wie heißt 50 Cent mit bürgerlichem Namen? Curtis James Jackson III, geboren am 6. Juli 1975 in Queens, New York City.
Wie viele Alben hat 50 Cent verkauft? Weltweit über 30 Millionen, davon rund 15,6 Millionen allein mit „Get Rich or Die Tryin'“.
Was ist G-Unit? Die von 50 Cent gegründete Rap-Gruppe, das Label G-Unit Records (2003) und der Markenname seiner Produktionsfirma und Studios.
Welche Rolle spielt 50 Cent bei „Power“? Er ist Mitschöpfer und Executive Producer der Starz-Serie, spielte die Figur Kanan und produziert alle Ableger, darunter das Prequel „Power: Origins“.
Wie reich ist 50 Cent? Offizielle Angaben gibt es nicht, uamr.de nennt keine Beträge. Sein Vermögen stützt sich auf Musikrechte, Produktionsgeschäft, Sire Spirits, Markenlizenzen und das Studioareal in Shreveport.
Was passiert in Shreveport? Seit 2024 betreibt 50 Cent dort G-Unit Studios; 2026 wurde der Ausbau mit Louisiana vereinbart, im Oktober 2026 gab es jedoch Streit mit der Stadtverwaltung.
Fazit
50 Cent hat den Sprung vom Straßenrapper zum Medienunternehmer geschafft wie kaum ein Künstler seiner Generation: Die Musik brachte Bekanntheit, der Vitaminwater-Deal den Ruf als Geschäftsmann, das „Power“-Universum die Produktionsbasis. In Shreveport entscheidet sich nun, ob er auch als Studiobetreiber besteht.
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