Bee Gees – Biographie und Karriere

Bee Gees Vermögen

Die Bee Gees zählen zu den kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen der Popgeschichte. Die Band bestand aus den Brüdern Barry, Robin und Maurice Gibb und prägte über mehrere Jahrzehnte unterschiedliche musikalische Stilrichtungen, von harmoniebetonten Balladen der 1960er Jahre bis zum discogeprägten Sound der späten 1970er Jahre. Nach dem Tod von Maurice und Robin Gibb ist Barry Gibb das einzige noch lebende Gründungsmitglied.

Herkunft und frühe Jahre

Barry Gibb wurde am 1. September 1946 in Douglas auf der Isle of Man geboren, seine jüngeren Brüder, die Zwillinge Robin und Maurice, am 22. Dezember 1949 ebenfalls dort. Die Familie zog zunächst nach Manchester und wanderte 1958 nach Australien aus. Dort traten die Brüder erstmals gemeinsam öffentlich auf und hatten ihre ersten Chart-Erfolge. Der Bandname geht laut überlieferter Darstellung auf die Initialen des Radiomoderators Bill Gates, des Speedway-Promoters Bill Goode und Barry Gibbs selbst zurück und wurde zu „BGs“ beziehungsweise „Bee Gees“.

Werdegang und Karriere-Stationen

Im Januar 1967 kehrte die Familie nach Großbritannien zurück, wo Robert Stigwood das Management der Gruppe übernahm. In den späten 1960er Jahren erzielten die Bee Gees mit harmoniebetonten Popsongs internationale Chartplatzierungen. Ab Mitte der 1970er Jahre vollzog die Band mit dem Album „Main Course“ (1975) eine klangliche Neuausrichtung hin zu Funk- und R&B-Einflüssen, die den Grundstein für den späteren Erfolg im Discosegment legte.

Der Durchbruch mit „Saturday Night Fever“

1977 erschien der Soundtrack zum Film „Saturday Night Fever“, für den die Bee Gees zentrale Songs beisteuerten, darunter „Stayin‘ Alive“ und „Night Fever“. Der Soundtrack verkaufte sich nach vorliegenden Angaben mehr als 40 Millionen Mal und zählte damit zu den meistverkauften Alben weltweit. Für das Album erhielten die Bee Gees fünf Grammy Awards, unter anderem in der Kategorie Album des Jahres. In einem rund neunmonatigen Zeitraum ab Weihnachten 1977 belegten sieben von den Brüdern geschriebene Songs in 27 von 37 aufeinanderfolgenden Wochen die Spitzenposition der US-Charts.

Rückschläge und späterer Wiederaufstieg

Mit dem Rückgang der Discowelle Anfang der 1980er Jahre ging die kommerzielle Popularität der Bee Gees zunächst zurück. 1987 gelang mit dem Titel „You Win Again“ ein Nummer-eins-Hit in Großbritannien; die Bee Gees waren damit die erste Gruppe, die in drei aufeinanderfolgenden Jahrzehnten – den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren – einen britischen Chart-Spitzenplatz erreichte. 2001 veröffentlichte die Band mit „This Is Where I Came In“ ihr letztes Studioalbum mit neuem Material. Die Bee Gees erzielten im Verlauf ihrer Karriere neun Nummer-eins-Hits in den US-amerikanischen Billboard-Hot-100-Charts.

Auszeichnungen und Ehrungen

Die Bee Gees wurden 1997 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Bereits 1994 waren sie in die Songwriters Hall of Fame eingezogen, 1997 folgte die Aufnahme in die ARIA Hall of Fame, 2001 in die Vocal Group Hall of Fame sowie in die Dance Music Hall of Fame. 2003 erhielten sie den Grammy Legend Award. 1979 wurde der Gruppe ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame verliehen, 2004 wurden die Bandmitglieder mit dem Order of the British Empire (CBE) ausgezeichnet. Barry Gibb wurde 2018 von der britischen Krone zum Ritter geschlagen und trägt seither den Titel „Sir“.

Songwriting für andere Künstler

Neben der Arbeit an eigenem Material schrieben die Gibb-Brüder mehrere Songs, die durch andere Interpreten bekannt wurden. Dazu zählen „Woman in Love“, das 1980 von Barbra Streisand veröffentlicht wurde, sowie „Islands in the Stream“, das 1983 als Duett von Kenny Rogers und Dolly Parton erschien. Für Diana Ross schrieben und produzierten die Brüder 1985 das gesamte Album „Eaten Alive“, dem auch der Titel „Chain Reaction“ entstammt. Die Sängerin Samantha Sang hatte 1977 mit dem von den Gibb-Brüdern verfassten Titel „Emotion“ einen internationalen Charterfolg. Auch der Titelsong zum Film „Grease“, interpretiert von Frankie Valli, stammt aus der Feder von Barry Gibb.

Persönliches und Verluste in der Familie

Die Gibb-Familie war von mehreren Todesfällen betroffen. Der jüngste Bruder Andy Gibb, der nicht offiziell Mitglied der Bee Gees war, aber ebenfalls als Musiker aktiv war, starb 1988. Maurice Gibb starb am 12. Januar 2003 im Alter von 53 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Robin Gibb erlag am 20. Mai 2012 im Alter von 62 Jahren Leber- und Nierenversagen. Barry Gibb ist seit 1970 mit Linda Gibb verheiratet; das Paar lebt überwiegend in Miami, Florida.

Aktuelles Wirken von Barry Gibb

Als einziges noch lebendes Gründungsmitglied setzt Barry Gibb seine musikalische Tätigkeit fort. Im Januar 2021 veröffentlichte er das Soloalbum „Greenfields“, auf dem er gemeinsam mit Country-Musikerinnen und -Musikern neu interpretierte Bee-Gees-Songs vorlegte; das Album erreichte in Großbritannien und Australien Platz eins der Albumcharts. Gelegentlich tritt Barry Gibb gemeinsam mit seinem Sohn Steve Gibb auf. Sein letzter Konzertauftritt liegt nach verfügbaren Angaben im Jahr 2019. Zudem ist er als Executive Producer an einer für das Studio Paramount geplanten Filmbiografie über die Bee Gees beteiligt, bei der Kenneth Branagh Regie führen soll. Am 1. September 2026 vollendete Barry Gibb sein 80. Lebensjahr.

Quellen-Fazit

Die vorliegenden Angaben stützen sich auf die englischsprachige Wikipedia-Biografie der Bee Gees, einen Beitrag von ZDFheute anlässlich des 80. Geburtstags von Barry Gibb sowie auf Angaben der Rock and Roll Hall of Fame. Zahlen zu Vermögenswerten oder Einkommen der beteiligten Personen sind nicht Bestandteil dieser Darstellung.