Die Asics Corporation gehört keinem Konzern und keiner Gründerfamilie, sondern ist eine eigenständige, an der Tokioter Börse notierte Aktiengesellschaft (Kürzel 7936) mit breit gestreutem Aktionariat. Zum 30. Juni 2026 zählte der Sportartikelhersteller aus Kobe 83.159 Aktionäre; mehr als die Hälfte der Aktien liegt bei ausländischen Investoren, die größten Positionen halten treuhänderisch die Depotbanken Master Trust Bank of Japan und Custody Bank of Japan. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Asics einen Rekordumsatz von 810,9 Milliarden Yen; für 2026 peilt das Unternehmen erstmals mehr als eine Billion Yen an.
Key Takeaways
- Asics ist eine börsennotierte Publikumsgesellschaft ohne Mehrheitsaktionär und ohne Muttergesellschaft.
- Größter eingetragener Aktionär ist die Master Trust Bank of Japan mit 16,13 Prozent, gefolgt von der Custody Bank of Japan mit 8,57 Prozent – beide treuhänderisch für Fonds und Pensionskassen.
- Ausländische Unternehmen und Fonds hielten zum 30. Juni 2026 zusammen 54,7 Prozent der Aktien, japanische Finanzinstitute 33,0 Prozent.
- Das Unternehmen wurde 1949 von Kihachiro Onitsuka in Kobe gegründet; der Name Asics entstand 1977 durch die Fusion mit GTO und Jelenk.
- 2025 stiegen der Umsatz um 19,5 Prozent auf 810,9 Milliarden Yen und der Betriebsgewinn um 42,4 Prozent auf 142,5 Milliarden Yen – das fünfte Rekordjahr in Folge.
- Geführt wird Asics von Yasuhito Hirota (Chairman und CEO) und Mitsuyuki Tominaga (President und COO).
- Im August 2026 hob Asics die Umsatzprognose für 2026 auf 1.050 Milliarden Yen an; der Börsenwert lag im Sommer 2026 bei rund 3,5 Billionen Yen.
| Name | Asics Corporation (Kabushiki-gaisha) |
| Gegründet | 1. September 1949 als Onitsuka Co., Ltd.; seit 1977 Asics |
| Sitz | Kobe, Präfektur Hyōgo, Japan |
| Branche | Sportartikel (Laufschuhe, Sportbekleidung, Lifestyle-Sneaker) |
| Eigentümer | Streubesitz; Börse Tokio (7936); Master Trust Bank of Japan 16,13 %, Custody Bank of Japan 8,57 %, Nippon Life 2,56 % (Stand 30. Juni 2026) |
| Führung | Yasuhito Hirota (Chairman und CEO), Mitsuyuki Tominaga (President und COO) |
| Umsatz / Mitarbeiter | 810,9 Mrd. Yen Umsatz, 142,5 Mrd. Yen Betriebsgewinn, 9.455 Beschäftigte (Geschäftsjahr 2025) |
Geschichte: Von Onitsuka Tiger zu Asics
Am 1. September 1949 gründete Kihachiro Onitsuka in Kobe die Onitsuka Co., Ltd. Unter der Marke Onitsuka Tiger wuchs das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Sportschuhhersteller Japans heran.
1977 fusionierte Onitsuka mit dem Sportartikel- und Angelzubehörhersteller GTO sowie dem Sportbekleidungsanbieter Jelenk zur Asics Corporation. Der Name ist ein Akronym des lateinischen Leitsatzes „anima sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Kihachiro Onitsuka übernahm die Präsidentschaft des fusionierten Konzerns.
Später kamen Zukäufe hinzu: 2010 der schwedische Outdoor-Ausrüster Haglöfs für 11,4 Milliarden Yen, 2016 die Fitness-App Runkeeper. Haglöfs wurde 2023 an LionRock Capital verkauft; seitdem konzentriert sich der Konzern auf Asics und Onitsuka Tiger.
Eigentümerstruktur im Detail
Asics ist eine klassische Publikumsgesellschaft ohne Muttergesellschaft, ohne Gründerfamilie mit Sperrminorität und ohne Mehrfachstimmrechte. Laut Aktionärsübersicht zum 30. Juni 2026 waren 734.482.236 Aktien ausgegeben, davon 25.571.300 eigene Aktien; Asics zählte 83.159 Aktionäre.
Nach Aktionärsgruppen dominieren institutionelle Anleger: 54,7 Prozent der Aktien hielten ausländische Unternehmen und Fonds, 33,0 Prozent japanische Finanzinstitute, 8,7 Prozent Privatanleger und sonstige, 2,3 Prozent Wertpapierhäuser und 1,3 Prozent andere japanische Unternehmen. Der hohe Auslandsanteil zeigt, wie stark Asics in den Fokus internationaler Investoren gerückt ist.
Die Liste der größten Einzelaktionäre führt die Master Trust Bank of Japan mit 114,4 Millionen Aktien oder 16,13 Prozent an, gefolgt von der Custody Bank of Japan mit 60,8 Millionen Aktien (8,57 Prozent). Beide sind Depotbanken, die Aktien treuhänderisch für Investmentfonds, Indexfonds und Pensionskassen verwalten – wirtschaftliche Eigentümer sind also viele verschiedene Anleger. Dahinter folgen ein Konto der Chase Manhattan Bank London (2,73 Prozent), der Versicherer Nippon Life (2,56 Prozent), State Street (2,27 Prozent) sowie der norwegische Staatsfonds und der Staatsfonds GIC aus Singapur. Die größte gemeldete Fondsposition hält Nomura Asset Management mit rund fünf Prozent.
Geschäftsmodell und Zahlen 2025
Asics verdient sein Geld vor allem mit Laufschuhen: Performance Running erlöste 2025 rund 363,5 Milliarden Yen (plus elf Prozent). Schneller wuchsen die Lifestyle-Segmente SportStyle (plus 43 Prozent auf 141,3 Milliarden Yen) und Onitsuka Tiger (plus 42 Prozent auf 136,5 Milliarden Yen) – Letzteres mit 37,7 Prozent operativer Marge das profitabelste Segment.
Konzernweit stieg der Umsatz im Kalenderjahr 2025 um 19,5 Prozent auf 810,9 Milliarden Yen, der Betriebsgewinn um 42,4 Prozent auf 142,5 Milliarden Yen. Die operative Marge erreichte 17,6 Prozent. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn kletterte um 54,7 Prozent auf 98,7 Milliarden Yen – das fünfte Rekordjahr in Folge. Ende 2025 beschäftigte der Konzern 9.455 Mitarbeiter, 468 mehr als ein Jahr zuvor. Die Dividende für 2025 betrug 28 Yen je Aktie; Ende Juni 2024 hatte Asics einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 vollzogen, um die Aktie für Kleinanleger zugänglicher zu machen.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
An der Konzernspitze steht seit Januar 2024 Yasuhito Hirota als Chairman und CEO, zuvor President; Mitsuyuki Tominaga, seit 2018 im Unternehmen, führt seither als President und COO das operative Geschäft. Der langjährige Chef Motoi Oyama, der Asics ab 2008 geleitet hatte, schied im Dezember 2025 endgültig aus. Aus Russland hat sich Asics nach dem Angriff auf die Ukraine vollständig zurückgezogen; im November 2022 bestätigte das Unternehmen die Einstellung aller Geschäftsaktivitäten dort.
Der Erfolgslauf setzte sich 2026 fort. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 32,7 Prozent auf 534,4 Milliarden Yen, der Betriebsgewinn um 48,5 Prozent auf 120,4 Milliarden Yen bei einer operativen Marge von 22,5 Prozent. Daraufhin hob Asics im August 2026 die Jahresprognose an: Statt 950 Milliarden Yen erwartet der Konzern nun 1.050 Milliarden Yen Umsatz, 195 Milliarden Yen Betriebsgewinn und 120 Milliarden Yen Nettogewinn. Die Dividende soll auf 44 Yen je Aktie steigen.
Der Börsenwert stieg von 2,23 Billionen Yen Ende 2024 über 2,66 Billionen Yen Ende 2025 auf rund 3,5 Billionen Yen im Juli 2026. Die Aktie hat sich binnen fünf Jahren um mehr als 700 Prozent verteuert, während Nike deutlich an Wert verlor. Beobachter sehen Asics als Gewinner des Laufschuh-Booms, bei dem spezialisierte Marken Anteile von Nike und Adidas erobern. Zum 1. Januar 2027 soll Onitsuka Tiger in eine eigene Tochtergesellschaft ausgegliedert werden.
FAQ
Wem gehört Asics heute? Asics gehört seinen rund 83.000 Aktionären. Es gibt keinen Mehrheitseigner; die größten Positionen halten die Depotbanken Master Trust Bank of Japan (16,13 Prozent) und Custody Bank of Japan (8,57 Prozent) treuhänderisch.
Ist Asics ein japanisches Unternehmen? Ja, Asics sitzt in Kobe und ist an der Börse Tokio notiert. Allerdings hielten ausländische Investoren zum 30. Juni 2026 mit 54,7 Prozent die Mehrheit der Aktien.
Hält die Gründerfamilie Onitsuka noch Anteile? In der offiziellen Liste der zehn größten Aktionäre taucht weder die Familie Onitsuka noch ein anderer Privataktionär auf.
Welche Marken gehören zu Asics? Zum Konzern gehören die Kernmarke Asics und die Lifestyle-Marke Onitsuka Tiger. Die Laufschuhmarke Hoka gehört nicht zu Asics, sondern zum US-Konzern Deckers; Haglöfs wurde 2023 verkauft.
Wer führt Asics? Yasuhito Hirota ist Chairman und CEO, Mitsuyuki Tominaga President und COO – beide seit dem 1. Januar 2024.
Wie viel Umsatz macht Asics? 2025 erlöste Asics 810,9 Milliarden Yen bei 142,5 Milliarden Yen Betriebsgewinn. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit 1.050 Milliarden Yen Umsatz.
Fazit
Asics ist ein Paradebeispiel für einen japanischen Konzern in internationalem Streubesitz: Keine Familie und kein Großkonzern bestimmen die Richtung, sondern institutionelle Investoren, mehrheitlich aus dem Ausland. Mit fünf Rekordjahren in Folge, einem Börsenwert von rund 3,5 Billionen Yen und dem Ziel von über einer Billion Yen Umsatz 2026 zählt das Unternehmen aus Kobe zu den wertvollsten Sportartikelherstellern der Welt.