Simon Gosejohann: Biographie, Karriere und Vermögen des „Comedystreet“-Stars

Simon Gosejohann Vermögen und Biographie

Simon Gosejohann gehört seit Anfang der 2000er-Jahre zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Fernsehcomedy. Der am 9. Januar 1976 in Gütersloh-Niehorst geborene Comedian wurde mit der Versteckte-Kamera-Show „Comedystreet“ auf ProSieben zum Kultstar und gewann mit „Elton vs. Simon“ den Deutschen Comedypreis. Nach elfjähriger Pause kehrte „Comedystreet“ 2024 beim Streaminganbieter Joyn zurück, und im Frühjahr 2026 tanzte Gosejohann in der 19. Staffel von „Let’s Dance“ auf RTL. Mit seinem Bruder Thilo betreibt er zudem seit 2019 den Podcast „Die Gosejohanns“.

Key Takeaways

  • Simon Gosejohann wurde am 9. Januar 1976 in Gütersloh-Niehorst geboren und wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern auf.
  • Vor der Fernsehkarriere absolvierte er von 1996 bis 1999 eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Union Knopf in Bielefeld-Sennestadt.
  • Mit Bruder Thilo drehte er ab 1991 Amateurfilme als „The Neverhorst Company“; der Superheldenfilm „Captain Cosmotic“ lief 1998 auf VIVA Zwei.
  • „Comedystreet“ lief von 2002 bis 2013 auf ProSieben und erhielt 2009 den Deutschen Comedypreis als beste Versteckte-Kamera-Show.
  • Insgesamt hält er Deutsche Comedypreise aus den Jahren 2008, 2009 und 2012 sowie den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises 2002.
  • Im Juni 2024 kündigte ProSiebenSat.1 eine „Comedystreet“-Neuauflage mit 20 Folgen bei Joyn an; sie startete am 7. August 2024 und lief ab September 2024 auch auf ProSieben.
  • Bei „Let’s Dance“ 2026 tanzte er mit Ekaterina Leonova und schied am 21. März 2026 nach der dritten Liveshow aus.
  • Über sein Vermögen gibt es keine offiziellen Zahlen; uamr.de nennt keine Beträge, sondern beschreibt nur die Einnahmequellen.
NameSimon Gosejohann
Geboren9. Januar 1976 in Gütersloh-Niehorst, Nordrhein-Westfalen
Beruf/FunktionComedian, Fernsehmoderator, Schauspieler, Synchronsprecher, Podcaster
UnternehmenFreischaffend; Formate unter anderem für ProSieben, Joyn, Sat.1, WDR und RTL
Familie/WohnortBruder Thilo Gosejohann (Regisseur und Kameramann); lebt seit 2016 in Berlin
EinnahmequellenTV- und Streaming-Produktionen („Comedystreet“), Moderationen, Schauspiel- und Synchronrollen, Podcast, Show-Teilnahmen wie „Let’s Dance“

Herkunft und frühe Jahre in Niehorst

Simon Gosejohann kam am 9. Januar 1976 in Niehorst zur Welt, einem ländlichen Ortsteil von Gütersloh. Er wuchs als Sohn eines Landwirts auf dem elterlichen Hof auf, zusammen mit seinem fünf Jahre älteren Bruder Thilo, dem späteren Regisseur und Kameramann. Ab 1991 produzierten die Brüder mit Freunden unter dem Namen „The Neverhorst Company“ Amateurfilme, die auf Festivals ausgezeichnet wurden. Parallel wählte Gosejohann zunächst einen klassischen Berufsweg: Von 1996 bis 1999 absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Union Knopf GmbH in Bielefeld-Sennestadt. Den Durchbruch brachte der selbstgedrehte Superheldenfilm „Captain Cosmotic“, der 1998 bei VIVA Zwei ausgestrahlt wurde.

Karriere: Von „WG Europa“ bis „Comedystreet“

Seinen ersten Fernsehauftritt hatte Gosejohann am 3. September 2000 in der WDR-Sendung „WG Europa“. Für die Formate „Film ab“ und „Zelluloid“ erhielt er 2002 den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises. Im selben Jahr startete auf ProSieben „Comedystreet“, eine Adaption der britischen Show „Trigger Happy TV“: Gosejohann schlüpft in absurde Rollen und konfrontiert ahnungslose Passanten mit versteckter Kamera. Regie führte Jens Holzgreve, hinter der Kamera stand Bruder Thilo. Bis 2009 entstanden fünf reguläre Staffeln, 2009 und 2011 zwei Staffeln „Comedystreet XXL“; 2009 gab es den Deutschen Comedypreis als beste Versteckte-Kamera-Show. Die letzte neue Folge der Originalproduktion lief 2013.

Mit Elton bildete er das Duell-Duo „Elton vs. Simon“ (2004 bis 2006, 2008 bis 2010 und 2012), das 2008 den Deutschen Comedypreis als beste Comedy-Show gewann. In der „TV total Stock Car Crash Challenge“ saß er von 2005 bis 2012 und 2014 am Steuer, bei Sat.1 gehörte er zur „Comedy-Falle“, ab 2012 moderierte er die „Telekom Street Gigs“. Hinzu kamen Rollen in „Die Nacht der lebenden Loser“ (2004), „Die Wilden Hühner“ (2006) und „Horst Schlämmer – Isch kandidiere!“ (2009) sowie Synchronarbeiten wie „Der kleine Eisbär 2“ (2005). 2011 erschien sein Buch „Schmerzfrei“, 2012 sein dritter Deutscher Comedypreis. Danach wurde es ruhiger: 2016 folgten sechs Folgen „Simonstreet XL“ mit Clipfish, und am 26. November 2019 startete der Podcast „Die Gosejohanns“, zunächst mit dem Untertitel „Mittelalte weiße Männer“, ab Folge 18 als „Piratensender Niehorst“. Bis Anfang 2024 erschienen mehr als 100 Folgen.

Aktuelle Entwicklung 2024 bis 2026: Comeback und „Let’s Dance“

Am 5. Juni 2024 gab ProSiebenSat.1 bekannt, dass Joyn eine Neuauflage von „Comedystreet“ mit 20 Folgen bestellt hat, produziert von RedSeven Entertainment. Die neuen Folgen starteten am 7. August 2024 bei Joyn, ab dem 4. September 2024 zeigte sie auch ProSieben am Mittwochabend. Neu an Gosejohanns Seite sind Sandra Sprünken und Marco Gianni. Gosejohann erklärte, er habe zuvor alte Clips auf Instagram und TikTok hochgeladen, die dort außergewöhnlich gut liefen – was Joyn auf die Idee der Fortsetzung brachte.

Im Januar 2026 gab RTL Gosejohann als Kandidaten der 19. Staffel von „Let’s Dance“ bekannt. Mit dem Versprechen „Ich werde mich bis ins Finale twerken!“ trat er an der Seite von Profitänzerin Ekaterina Leonova an. Die Staffel startete am 6. März 2026; nach der dritten Liveshow am 21. März 2026, in der das Paar für seine Salsa nur 9 Jurypunkte erhielt, war Schluss. Den Titel gewann am 29. Mai 2026 Anna-Carina Woitschack. Für 2025 ist außerdem eine Sprecherrolle in der Hörspielreihe zur Kinder-Metalband „Heavysaurus“ dokumentiert.

Simon Gosejohann Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis

Wer nach dem Vermögen von Simon Gosejohann sucht, findet im Netz zahlreiche Schätzungen. Belastbar ist keine davon: Gosejohann veröffentlicht keine Einkommenszahlen, und weder Produktionsfirmen noch Sender machen Gagen öffentlich. uamr.de nennt daher bewusst keine Beträge.

Beschreiben lässt sich aber seine wirtschaftliche Basis. Wichtigste Säule ist die Fernseh- und Streamingarbeit: „Comedystreet“ in sieben Staffeln plus Neuauflage, „Elton vs. Simon“ und weitere ProSieben- und Sat.1-Formate sorgten über zwei Jahrzehnte für Produktionsaufträge. Hinzu kommen Moderationen, Schauspiel- und Synchronrollen, Buchveröffentlichungen sowie Show-Teilnahmen wie „Let’s Dance“ 2026. Der Podcast und seine Reichweite auf Instagram und TikTok ergänzen das Portfolio um digitale Einnahmequellen. Über Beteiligungen, Immobilien oder sonstige Vermögenswerte ist nichts öffentlich bekannt.

Privatleben

Von 2006 bis 2012 war Gosejohann mit der RTL-Moderatorin Angela Finger-Erben liiert. Seit 2016 lebt er in Berlin, im Mai 2019 wurde er Vater. Seine heutige Lebensgefährtin gestaltete die Kostüme für die „Comedystreet“-Neuauflage.

FAQ

Wie alt ist Simon Gosejohann? Simon Gosejohann wurde am 9. Januar 1976 in Gütersloh-Niehorst geboren und ist im September 2026 somit 50 Jahre alt.

Gibt es neue Folgen von „Comedystreet“? Ja. Seit dem 7. August 2024 laufen 20 neue Folgen bei Joyn, ProSieben zeigt sie seit September 2024 auch im Free-TV. Neu im Team sind Sandra Sprünken und Marco Gianni.

Wie weit kam Simon Gosejohann bei „Let’s Dance“ 2026? Er tanzte mit Ekaterina Leonova und schied am 21. März 2026 nach der dritten Liveshow aus, in der das Paar 9 Punkte für eine Salsa erhielt.

Wie hoch ist das Vermögen von Simon Gosejohann? Offizielle Zahlen existieren nicht, und uamr.de nennt keine Beträge. Seine Einnahmen stammen aus TV- und Streamingformaten, Moderationen, Schauspiel- und Synchronrollen, Büchern und dem Podcast.

Welchen Podcast macht Simon Gosejohann? Seit November 2019 betreibt er mit seinem Bruder Thilo den Podcast „Die Gosejohanns: Piratensender Niehorst“ über Zeitgeist, Gesellschaft und Nonsens.

Welche Auszeichnungen hat Simon Gosejohann erhalten? Er gewann den Deutschen Comedypreis 2008 („Elton vs. Simon“), 2009 („Comedystreet“) und 2012 sowie 2002 den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises.

Fazit

Simon Gosejohann hat sein Kultformat in die Streaming-Ära gerettet – das gelingt nur wenigen Comedians der 2000er-Jahre. Vom Bauernhof in Niehorst führte sein Weg zu „Comedystreet“, „Elton vs. Simon“ und drei Deutschen Comedypreisen. Die Joyn-Neuauflage seit 2024 und „Let’s Dance“ 2026 zeigen, dass seine Straßencomedy weiterhin ein Publikum findet. Sein Vermögen bleibt Privatsache, seine wirtschaftliche Basis aus Fernsehen, Streaming, Podcast und Social Media ist jedoch breiter denn je.